Frankreich
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François Hollande in Washington

Protokollchefs im Weissen Haus fragen sich: Warum kommen die Franzosen immer solo zum Staatsbesuch?

Das Liebesleben ihres Staatspräsidenten mag die Franzosen kalt lassen – den Job von Natalie Jones macht er mit seinem wiederholten Partnerwechsel nicht einfacher. Die Protokollchefin des Weissen Hauses hat die delikate Aufgabe, beim Staatsbesuch von François Hoillande in Washington das Fehlen einer französischen First Lady zu kaschieren. 

Als sich Hollande vor zwei Wochen von seiner Partnerin Valérie Trierweiler trennte, waren die Einladungen zum Staatsbankett bereits gedruckt. Sie wurden diskret eingestampft. Nach einer Periode der Ungewissheit - kommt Monsieur le Président vielleicht mit seiner neuen Flamme, der Schauspielerin Julie Gayet? - war klar: Er kommt allein.

Michelle begrüsst François, Barack begrüsst ... niemanden

epa04069398 French President Francois Holland (F-R), with US President Barack Obama (R), greets First Lady Michelle Obama (L) during a state arrival ceremony on the South Lawn at the White House in Washington, DC, USA, 11 February 2014. Hollande, who arrived a day earlier for a three day state visit, visited Thomas Jefferson's Monticello estate and will be the guest of honor for a state dinner later in the day.  EPA/SHAWN THEW

Bild: EPA

Unklar ist hingegen, wer am Staatsbankett heute Abend neben US-Präsident Barack Obama sitzen wird – diesen Platz würde normalerweise die französische First Lady einnehmen. Ein Mitarbeiter des Weissen Hauses sagte am Montag gegenüber der «New York Times», dass man es noch nicht wisse. 

Immerhin: In Washington ist man sich die Solo-Auftritte französischer Staatsoberhäupter gewohnt. Auch Hollandes Vorgänger Nicolas Sarkozy reiste im November 2007 ohne seine Gattin Cécilia an, von der er sich kurz zuvor hatte scheiden lassen. Nach seiner Rückkehr traf er Carla Bruni, die schnell zur First Lady avancierte. Welch Glamour, der Washington da wegen ein paar Wochen entging!

Sarkozy 2007 solo im Weissen Haus

epa01166492 U.S. President George W. Bush (R), with First Lady Laura Bush, greets the President of France Nicholas Sarkozy after his arrival to the North Portico of the White House in Washington, D.C. USA 06 November 2007. President Sarkozy will address a joint meeting of the U.S. Congress, the first by a French president in 11 years.  EPA/SHAWN THEW

Bild: EPA

Der letzte Auftritt einer französischen First Lady an einem Staatsbankett in Washington liegt schon eine Weile zurück: Bernadette Thérèse Marie Chirac war 1996 zusammen mit Gatte Jacques Chirac zu Gast im Weissen Haus, das damals noch von Bill Clinton bewohnt wurde.

Image

Bild: AP

Womit sich die Protokoll-Hüter im Weissen Haus dieser Tage sonst noch herumschlagen müssen, zeigt dieser Tweet eines Journalisten der französischen Tagszeitung «Le Monde»:

Ein Selfie aus dem Weissen Haus? Mit Obama und Hollande als Statisten im Hintergrund? Ça vas pas, ça! Allerdings gab der Gastgegeber diesbezüglich kürzlich selbst ein schlechtes Beispiel ab:

Obamas Selfie an der Mandela-Trauerfeier

-- AFP PICTURES OF THE YEAR 2013 --
US President  Barack Obama (R) and British Prime Minister David Cameron pose for a selfie picture with Denmark's Prime Minister Helle Thorning Schmidt (C) next to US First Lady Michelle Obama (R) during the memorial service of South African former president Nelson Mandela at the FNB Stadium (Soccer City) in Johannesburg on December 10, 2013. Mandela, the revered icon of the anti-apartheid struggle in South Africa and one of the towering political figures of the 20th century, died in Johannesburg on December 5 at age 95.   AFP PHOTO / ROBERTO SCHMIDT        (Photo credit should read ROBERTO SCHMIDT/AFP/Getty Images)

Bild: AFP

Obama und Hollande besuchen Monticello, das Haus Thomas Jeffersons

Video: Youtube/The White House



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