Frankreich
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Marine Le Pen, France's far-right National Front political party leader, takes a picture with her smartphone during the first town council of newly-elected mayor Steeve Briois (not pictured) at the city hall in Henin-Beaumont, Northern France, March 30, 2014.REUTERS/Pascal Rossignol (FRANCE - Tags: POLITICS ELECTIONS)

Parteichefin Marine Le Pen. Bild: KEYSTONE

Desaster für die Sozialisten

Front National gewinnt Kommunalwahlen in zwei Städten

30.03.14, 19:43 31.03.14, 09:14
Robert Menard, candidate for the mayor of Beziers, supported by the far-right National Front party, casts his ballot during the municipal elections in Beziers, southwestern France, Sunday March 30, 2014. Voters in Paris and across France are going to the polls Sunday in municipal elections seen as a referendum on embattled President Francois Hollande's first two years in office. The far-right National Front aims to build on its surprisingly strong finish in the first round of voting last week. The anti-immigration party made advances across the country amid record-low voter turnout and is poised to make significant gains in the voting for mayors and municipal counselors in 36,000 villages, cities and towns. (AP Photo/Jean-Paul Bonincontro)

Robert Ménard Bild: AP

Bei der zweiten Runde der Kommunalwahlen in Frankreich ist der Kandidat des rechtsextremen Front National (FN), Robert Ménard, zum Bürgermeister der Stadt Béziers im Süden des Landes gewählt worden. Auch in Fréjus war die Partei gemäss Hochrechnungen siegreich.

Dagegen scheiterte der FN-Kandidat im südfranzösischen Perpignan. Die Stadt Avignon, wo die Rechtsextremen ebenfalls in der ersten Runde stark waren, ging laut Ipsos an die Sozialisten. In zahlreichen Städten musste die Regierungspartei jedoch ihre Mehrheiten abgeben.

Ménard hat als ehemaliger Chef der Organisation Reporter ohne Grenzen Bekanntheit erlangt. Der 60-Jährige ist parteilos, war aber von einer rechten Liste unter massgeblicher Beteiligung der FN unterstützt worden. Der frühere Präsidentschaftskandidat François Bayrou gewann derweil die Bürgermeisterwahlen in der südfranzösischen Gemeinde Pau.



Ein Desaster für die Sozialisten

Front National siegt und siegt

Der FN hatte in der ersten Runde vor einer Woche überraschend stark abgeschnitten. Er war in 328 der insgesamt 6455 Gemeinden in der Stichwahl vertreten; in der ersten Runde war er in 21 Kommunen auf den ersten Platz gekommen. Parteichefin Marine Le Pen ging davon aus, dass ihre Partei «vielleicht 1200» Stadt- und Gemeinderäte in Frankreich stellt. (sza)

Die sozialistische Regierung von Präsident François Hollande zeigte sich von den Resultaten enttäuscht. Die Ergebnisse seien «unbestreitbar schlecht für die Linke» und «enttäuschend», sagte Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem dem Sender TF1. Der Wahlausgang könnte auch einen Umbau in der Regierung Hollandes nach sich ziehen. Jean-François Copé, Chef der konservativen UMP, sprach angesichts der Erfolge seiner Partei von einer «Welle», die das Land erfasst habe.

Die Wahlbeteiligung im zweiten Durchgang betrug gemäss Umfragen zweier Institute 61,5 Prozent. Das ist ein historischer Tiefstwert. Der FN hatte in der ersten Runde vor einer Woche überraschend stark abgeschnitten. Er war in 328 der insgesamt 6455 Gemeinden in der Stichwahl vertreten; in der ersten Runde war er in 21 Kommunen auf den ersten Platz gekommen. Parteichefin Marine Le Pen ging davon aus, dass ihre Partei «vielleicht 1200» Stadt- und Gemeinderäte in Frankreich stellt. (sza/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 30.03.2014 22:49
    Highlight So sieht es aus, wenn die Balance der Waage wieder ausgeglichen werden muss. Ein Übergewicht der linken Seite war noch nie gut, aber eines auf der rechten Seite genauso. Schade ist nur, dass es jedes Mal wieder ein unnötiges Geschaukle geben muss und man dann Zeit und Ressourcen verschwendet, nur um zu warten, bis man die Waage endlich wieder ablesen kann. ut (dp)
    1 0 Melden
  • Dagobert Duck 30.03.2014 22:01
    Highlight Europa steht am Scheideweg. In Frankreich ist die Mehrheit der Franzosen EU kritisch. Der Mittelstand bricht weg. Auch eine Folge einer Währung, die für alle Länder untauglich ist.
    3 0 Melden
  • ich (1) 30.03.2014 21:01
    Highlight Muss beiden Kommentatoren recht geben!!
    1 1 Melden
  • seismo_graf 30.03.2014 20:45
    Highlight unter der leitung von marine le pen kann man hier sicher nicht mehr von einer rechtsextremen partei sprechen. die partei wurde entsprechend reformiert, damit sie auch für gemässigte franzosen wählbar wird. ich würde eher von einer svp sprechen, sicher nicht (mehr) rechtsextrem!
    10 1 Melden

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