Frankreich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Als Front national-Vorsitzende wiedergewählt

Le Pen erzielt 100 Prozent – ohne Herausforderer

30.11.14, 11:56
Marine Le Pen, France's National Front political party leader, reacts after being re-elected during their congress in Lyon November 30, 2014. REUTERS/Robert Pratta (FRANCE - Tags: POLITICS)

La reine, c'est moi! Marine LePen kostet ihren Sieg aus. Bild: ROBERT PRATTA/REUTERS

Mit einem Ergebnis von 100 Prozent der abgegebenen Stimmen ist Marine Le Pen als Vorsitzende ihrer Partei Front National (FN) wiedergewählt worden.

Der Ausgang der parteiinternen Abstimmung wurde am Sonntag beim Parteitag der Front National in Lyon offiziell bekanntgegeben. Die 46-jährige Le Pen hatte bei der Wahl keine Herausforderer.

Die Politikerin, Tochter des Parteigründers Jean-Marie Le Pen, steht seit Anfang 2011 an der Spitze der Front National. Sie fährt einen gemässigteren Kurs als ihr Vater und führte die FN damit in diesem Jahr zu mehreren Wahlerfolgen, unter anderem bei den Europawahlen im Mai.

Beliebte Nichte

Die Front National hielt das ganze Wochenende über im ostfranzösischen Lyon ihren Parteitag ab. Dort wurde unter anderem das Ergebnis der Wahl des FN-Zentralkomitees, eine Art Parteiparlament, bekanntgegeben.

Le Pens Nichte Marion Maréchal-Le Pen konnte dabei einen grossen Erfolg verzeichnen: Frankreichs mit 24 Jahren jüngste Parlamentsabgeordnete erhielt mit einer Zustimmung von 80 Prozent die meisten Stimmen der Parteimitglieder.

Sie landete deutlich vor der Nummer zwei der Partei, Florian Philippot, der als innerparteilicher Konkurrent gilt und auf Platz vier kam. Die Wahlen zum Zentralkomitee gelten als Popularitätstest innerhalb der Partei.

Verhaftungen bei Gegendemonstration

Begleitet wurde der FN-Parteitag von einer Gegendemonstration, bei der es am Samstag zu Ausschreitungen kam. Die Polizei nahm laut Behördenangaben 14 Menschen fest. Die meisten von ihnen wurden bis zum Abend wieder freigelassen. Laut der Nachrichtenagentur wurden auch zwei Schweizer von der Polizei überprüft.

Tausende Menschen waren einem Aufruf von Anti-Rassismus-Organisationen, linken Parteien und Gewerkschaften gefolgt und aus Protest gegen die rechtsextreme Partei durch die Innenstadt von Lyon gezogen. Eine Gruppe von Demonstranten, viele von ihnen schwarz angezogen und maskiert, zerstörte dabei Schaufensterscheiben von Geschäften und bewarf Polizisten mit Steinen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Randalierer ein.

Siegesserie

Die FN konnte im Wahljahr 2014 zahlreiche Erfolge erzielen und schockierte damit sowohl die in Frankreich regierenden Sozialisten als auch die konservative Opposition. Bei den Gemeindewahlen im März eroberte die rechtsextreme Partei rund ein Dutzend Rathäuser.

Bei den Europawahlen zwei Monate später wurde sie erstmals in Frankreichs Geschichte stärkste Kraft. Ende September zog sie zudem erstmals in den französischen Senat ein. Wären heute Präsidentschaftswahlen, könnte Parteichefin Le Pen in der ersten Wahlrunde sogar auf dem ersten Platz landen. (sda/afp)



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sewi 30.11.2014 16:08
    Highlight Madame le president...... das gabs noch nie in F
    0 0 Melden

Verschwörungstheorien, Lügen und verwischte Beweise

12.07.1998: Ronaldo kämpft vor dem WM-Final mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt bis heute ein Rätsel

12. Juli 1998: Ronaldo soll Brasilien im WM-Final gegen Frankreich zur Titelverteidigung schiessen. Doch der junge Starstürmer bringt kein Bein vor das andere. Die Geschichte einer mysteriösen Erkrankung, die wohl für immer ungeklärt bleibt.

Brasilien ist vor dem WM-Final 1998 in Paris gegen Gastgeber Frankreich der haushohe Favorit. Roberto Carlos, Dunga, Rivaldo, Bebeto und vor allem der erst 21-jährige Ronaldo sollen der Seleção «La Penta», den fünften WM-Titel und die Titelverteidigung bescheren. 

Ronaldo ist bislang die grosse Entdeckung dieser WM. 1994 in den USA ist er zwar schon dabei, kommt aber nicht zum Einsatz. Jetzt schlägt seine Stunde: Vier Tore hat der Stürmer von Inter Mailand auf dem Weg in den Final …

Artikel lesen