Gesellschaft & Politik
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Basel-Stadt und Bern

Volksinitiativen für vegane Menus an Schulen und Heimen 

23.03.14, 03:26 23.03.14, 16:11
Vegan

Bild: Shutterstock

Essen ganz ohne tierische Produkte ­- was bisher eine kleine Minderheit praktiziert, soll nun politisch gefördert und salonfähig gemacht werden. Eine Gruppe von Veganern lanciert noch in diesem Frühling in Bern und Basel-Stadt zwei Volksinitiativen, die mehr rein pflanzliche Menus in den Kantinen von öffentlichen Schulen, Heimen und Verwaltungen verlangen. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag».

Das Ziel der Begehren besteht darin, dass täglich mindestens ein veganes Gericht angeboten wird. Darüber hinaus sollen Köche in Veganismus weitergebildet werden und Schüler schon früh vegane Rezepte erlernen. Die unter dem Namen «Sentience» auftretende Gruppe kann auf prominenten Support zählen: Zu den Unterstützern gehört etwa alt Bundesrat Moritz Leuenberger, aber auch linke Nationalräte wie Beat Jans, Aline Trede oder Bastien Girod.

«Die Initiativen sind ein interessanter Impuls zur Förderung einer gesünderen und ökologischeren Ernährung», sagt der Zürcher Grüne Girod. Die Gesellschaft als Ganzes könne profitieren, wenn mehr Gemüse und weniger Fleisch gegessen werde.

Bund ist skeptisch

Die Initianten argumentieren zuerst mit dem Tierschutz. Sentience setzt sich in erster Linie für das Wohl aller empfindungsfähigen Wesen ein und will ihnen unnötiges Leid ersparen. Daneben erkennen die Initianten viele andere Vorteile in einer Ernährung, die ohne Tierzucht auskommt: weniger CO2-Ausstoss, weniger Wasserverbrauch, keine Futtermittelproduktion und keine Antibiotika. Zudem sei die vegane Ernährung generell gesünder.

Der Staat allerdings hat bisher von Veganismus eher abgeraten. Bei einem totalen Verzicht auf tierische Produkte sei das Risiko gross, dass den Menschen gewisse Nährstoffe fehlen, steht in einem Bericht des Bundesamtes für Gesundheit. Eine rein vegane Ernährung sei zwar möglich, für breitere Bevölkerungskreise aber nicht zu empfehlen.

(rey)



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • belzig 23.03.2014 16:33
    Highlight manch Tier die Kuh sei hier genannt, isst Gräser viel und narrisch,
    drum ist ihr Fleisch auch durchaus vegetarisch.
    0 2 Melden
  • papparazzi 23.03.2014 15:38
    Highlight Also ich finde das auch etwas extrem... oder soll ich jetzt sagen uncool? Easy mann, halb so wild, dann sollen sie doch ein Pilz- Cordonbleu bestellen mit Krautsalat und Kresse. Zum zweiten Gang dann Spinat, garniert mit Röslichöl mit einer Rotkrauteinlage und zum Dessert dann Tofukugeln mit Sojasauce und Schlagsahne aus pflanzlichen Fetten... easy mann und peace:-) Schliesslich ist man ja das was man isst:-) Und alles andere ist Beilage... ut (dp)
    3 2 Melden
  • der nörgler 23.03.2014 13:28
    Highlight Sinnlose Zwängerei. Die Veganer bewegen sich in der Schweiz im Promillebereich. Mit gleichem Recht könnte man auch koschere oder Halal-Menüs fordern. Einmal mehr will eine Minderheit ihren Lebensstil der Mehrheit per Politik aufzwingen.
    5 7 Melden
  • Molungu Benedetti 23.03.2014 09:15
    Highlight Vegan ist gerade ein Modetrend und eine Initiative braucht es nicht. Es genügt eigentlich eine klare Deklaration des Nahrungsangebots. Vielleicht ist dieser Trend eine Chance für einen externen Anbieter?
    6 4 Melden
    • poesie_vivante 23.03.2014 11:36
      Highlight Ich denke nicht, dass Veganismus lediglich ein Modetrend ist. Was ist zurzeit beobachte, ist ein Umdenken weg von: Ich esse was mir Spass macht, hin zu: Ich esse was für meine Gesundheit, für das Tierwohl und letztlich in ökologischer und sozialer Hinsicht für den gesamten Planeten das Beste ist. Und dabei ist der Veganismus wohl die effizienteste Möglichkeit, die genannten Aspekte unter einen Hut zu bringen ... Dass vegan lebende Menschen daher auch in öffentlichen Institutionen mit vegan zubereitetem Essen entgegengekommen wird, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Schade, dass es dafür eine Initiative braucht.
      7 3 Melden
  • scream 23.03.2014 09:03
    Highlight Ich finde das ein falscher Ansatz, mit einer Volksinitiative sowas umzusetzen? Wer Vegan leben will entscheidet sich selber dafür. Was ist denn z.B. mit Leuten die an Zöliaklie leiden? Die können auch praktisch nie ein Menu in der Kantine essen. Soger im Restaurant ists nicht immer einfach. Wenn schon, dann sollte man eher Mal an solchen Enden ansetzen, anstatt mit einer Initiative zu versuchen solche Bestimmungen in die BV zu drücken! Das ist der falsche Weg.
    4 7 Melden

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