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«Financial-Times»-Reporterin Madison Marriage wagte sich an einen «Men-Only-Event». screenshot: youtube/financialtimes

360 reiche Männer treffen auf 130 Hostessen – dann passiert wirklich Unschönes



360 Männer versammelten sich vergangenen Donnerstag im Dorchester Hotel in London zu einem «Men-Only-Event». Eine Spendengala ausschliesslich für Männer. «Presidents Club Charity Dinner», so der Name des Anlasses. 

Ganz ohne weibliche Gesellschaft mussten die Gentlemen aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltungsbranche dann aber doch nicht auskommen.

Rund 130 Frauen kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste. Darunter zwei Journalistinnen der «Financial Times», welche undercover als Hostessen am Event arbeiteten. In einem viel beachteten Artikel beschrieben sie nun, was sie an besagtem Abend erlebten und lösten damit ein kleineres Erdbeben aus.

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Das Video zum Undercover-Einsatz. Video: YouTube/Financial Times

Exakte Kleidervorschriften

Als sich die Journalistinnen bei der Agentur meldeten, die die Hostessen für die Spendengala aufbot, erhielten sie nicht nur die Nachricht, dass sie gross, dünn und hübsch sein sollten, sondern auch gleich noch eine Kleidervorschrift. Die Frauen wurden aufgefordert, knappe schwarze Kleidung, schwarze Unterwäsche und High Heels zu tragen. 

Die Agentur warnte die Frauen, dass einige Gäste durchaus nervig werden könnten oder versuchen könnten, die Hostessen abzufüllen. Laut «Financial Times» meinte die Inhaberin der Agentur: «An diesem Job scheiden sich die Geister. Manche Frauen lieben ihn, für andere ist es der schlimmste Job ihres Lebens, den sie nie wieder machen wollen.» Wenn man mit den nervigen Männern klarkomme, sei der Job aber eigentlich okay.

Begrapscht und belästigt

Als die Hostessen am Tag der Spendengala beim Dorchester Hotel ankamen, mussten sie eine mehrseitige Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Zeit, um sie durchzulesen, blieb keine. 

Gleich zu Beginn des Anlasses zogen die Frauen der Grösse nach aufgereiht in den Saal. Dann begann der Service. Die Aufgabe der Hostessen: Die Männer mit viel Alkohol bei Laune halten.

Was danach folgte, war laut «Financial Times» ziemlich unschön. Mehrere Frauen wurden an ihren Tischen betatscht und belästigt. Eine 28-Jährige berichtete, sie sei an den Beinen, am Po, am Bauch und an der Hüfte angefasst worden. Ein Mann habe sie sogar versucht, zu küssen. Ein weiterer wollte sie aufs Hotelzimmer nehmen. 

Eine 19-Jährige sagte den Journalistinnen, sie sei gefragt worden, ob sie eine Prostituierte sei. Von einem Mann, der wohl gegen die 70 zugegangen sei.

Arbeiten mussten die Frauen bis zwei Uhr morgens. Bis dann dauerte die «After Party». Die Hostessen-Agentur soll einer Mitarbeiterin dabei gesagt haben, dass sie an der Party gerne auch trinken und sich den attraktivsten Mann aussuchen dürfe. Viele der jüngeren Hostessen hätten zu diesem Zeitpunkt bereits völlig erschöpft und verängstigt ausgesehen, berichten die Journalistinnen der «Financial Times». 

Enthüllungen haben Konsequenzen

Die Enthüllungen der Zeitung haben bereits erste Konsequenzen. Seit 33 Jahren ist «Presidents Club Charity Dinner» fester Bestandteil in der Agenda der Londoner «High Society». Doch nun ist die Stimmung komplett gekippt. Mehrere Firmen, die den Event bisher unterstützt haben, zeigen sich in ersten Statements schockiert. Institutionen, die durch die Spendengala Geld bekommen haben, möchten das Geld zurückgeben.

Auch für einen der Organisatoren sind die Enthüllungen folgenschwer. David Meller trat aus dem Beirat des britischen Bildungsministeriums zurück. Gegen Meller wurden zwar keine Belästigungsvorwürfe erhoben, doch das Bildungsministerium in London bezeichnete die Vorkommnisse als «inakzeptabel» und bat ihn zum Rücktritt. 

Auch gegen ein konservatives Parlamentsmitglied, das an der Veranstaltung teilnahm, wurden Vorwürfe laut. Der Mann behauptete jedoch, dass er den Anlass frühzeitig verlassen habe. 

Jo Swinson, Politikerin der Liberal Democrats, zeigte sich auf Twitter schockiert über die Berichte. 

Premierministerin Theresa May äusserte sich ebenfalls zu den Berichten der «Financial Times» und bezeichnete sie als «unangenehm». Der Rücktritt von Meller sei die richtige Entscheidung gewesen. (cma)

Frauen der #metoo-Bewegung sind «Person des Jahres»

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Es ist Nachgerichtet 25.01.2018 19:39
    Highlight Highlight "Die Frauen wurden aufgefordert, knappe schwarze Kleidung, schwarze Unterwäsche ..."
    Also von Anfang an war klar, dass eine Kleidungsvorschrift für etwas besteht - Unterwäsche - was bei einem normalen Aushilfs-Job an einem Dinner überhaupt nie gesehen/gezeigt werden sollte, also irrelevant wäre, wäre es denn so ein ganz normaler Job?
    Und da lässt man sich dann darauf ein und ist nachher verwundert?
    Rechtfertigt das ganze nicht, klar. Aber müsste nicht alleine schon eine solche Regel dazu führen dass man den Job nicht annimmt? Wieso läuft man dann "ins offene Messer"?
  • HansHoni 25.01.2018 13:06
    Highlight Highlight Ich finde diese Diskussion extrem interessant. Meine erste Reaktion: Was ist denn das für eine Sauerei! Die zweite, nach einigem Nachdenken: Die Rahmenbedingungen waren klar, es sind alles Erwachsene.
    Die Frage, die sich daraus für mich ergibt: Sprechen wir von Moral oder von sexuellen Übergriffen? Was unterscheidet eine solche Party von einer "Nur-Frauen-Party" mit männlichen Strippern (die da z.T. ebenfalls begrabscht werden).
    Die Moraldiskussion finde ich sehr gefährlich. Wer sagt, was moralisch verantwortbar ist und was nicht? Der Schwule (Lesbe, Hetero...) im Darkroom oder der Papst?
    • who cares? 25.01.2018 20:49
      Highlight Highlight Hostess = Stripper?
  • JoeyOnewood 25.01.2018 10:43
    Highlight Highlight Was ich mich in der letzten Zeit Frage bei den Kommentaren zu dieser Art von Artikeln.

    Scheinbar ist ja niemand Sexist und ich möchte auch niemandem Sexismus unterstellen, aber woher kommen die ganzen "Grabscher-Anwälte" und was ist deren Antrieb? Kaum ist so ein Artikel online, lese ich hier 50 Kommentare, die das geschriebene anzweifeln und angreifen. Wieso? Ist der eine Minister der Onkel von jemandem, oder fühlt sich hier jemand als Mann an sich angegriffen?

    Da kommen einige mit der Nichteinhaltung von Verschwiegenheitserklärungen statt irgendeine Art von Moral Wertung abzugeben...
  • Statler 25.01.2018 10:26
    Highlight Highlight Überrascht das wirklich irgend jemanden?
    War mal 'ne Zeitlang Nachtportier in einem eher teuren Hotel mit vielen Business-Kunden. Was ich da erlebt habe, würde Bücher füllen.

    Mir gehen diese Empörungs-Stories auf den Sack. Denn keine davon hat bisher auch nur ansatzweise etwas ans Licht gebracht, das nicht vorher schon bekannt gewesen wäre. Man soll Dinge benennen, ganz klar. Aber diese Empörung, die auf solche Sachen folgt, ist bei einem Grossteil der Leute schlicht gekünstelt und verlogen und soll einfach nur kaschieren, dass man bislang tatenlos zugesehen hat.
  • Bruno S. 88 25.01.2018 10:08
    Highlight Highlight Manche Kommentare hier und das Verhältnis von Herzen und Blitze gleichen immer mehr dem Niveau auf 20min und Blick. Sehr bedauerliche Entwicklung auf Watson.
  • Tomjumper 25.01.2018 08:41
    Highlight Highlight Die ganze Aufregung ist total Übertrieben. Jeder Fussballclub, Turnverein auf reisen wird mit zuviel Alkohol unangenehm, Männer wie Frauen. Die Hostessen wurden wenigstens gewarnt, das meiste Servicepersonal kennt solche Geschichten. Wie die Menschen seien sollten und wie sie sind, ist leider nicht das Selbe. Alkohol bringt leider in vielen, ob Bauarbeiter oder Banker, die Schattenseiten hervor.
  • Ohniznachtisbett 25.01.2018 08:30
    Highlight Highlight Wo liegt das Problem. Niemand wurde gezwungen dort zu arbeiten. Die Agentur hat am Anfang klar gesagt, was Sache ist. Da muss man sich nicht wundern. Und wie auch in einem Nebensatz geschrieben, machen einige den Job offenbar gerne. Und dass die Agentur sagt ihr dürft trinken und ihr dürft euch einen Aussuchen, heisst nicht, dass dies irgendwer muss und auch nicht sonst nichts. Es ist nur kein Alk-Verbot, wie vielleicht bei anderen Veranstaltungen. Solange niemand zu etwas gezwungen wird, alle freiwillig da sind ist das OK.
  • dath bane 25.01.2018 08:25
    Highlight Highlight Ich finde das ein riesen Witz eine "mens-only" Spendengala zu veranstalten und dann Hostessen einladen zu müssen. Das ist doch schon im Kern sexistisch.
  • alterecht? 25.01.2018 08:05
    Highlight Highlight Ach das haben wir aber nicht gewusst... ist das deren ernst???
    • JoeyOnewood 25.01.2018 10:33
      Highlight Highlight du schnallst es nicht: geht doch nicht darum, dass wir das alle wissen, sondern um den reichen und mächtgen wieder einmal zu zeigen, dass sie nicht so sicher in ihrer paralell-welt sind, wie sie glauben.
  • JoeyOnewood 25.01.2018 07:44
    Highlight Highlight Was viele hier, glaube ich, nicht schnallen:

    1. Eine Gesellschaft sollte immer wissen, wie etwas ist UND wie etwas sein sollte: Das Argument, dass die Hostessen wussten, auf was sie sich einlassen, tut eigentlich nichts zur Sache.

    2. Im Artikel geht es doch darum, den mächtigen Bossen dieser Welt mal so richtig ans Bein zu pissen und zu zeigen: du bist nirgends sicher vor der öffentlichkeit. Auch Bosse haben zwar ein recht auf Privatsphäre, nicht jedoch wenn sie an einem Spendenball Hostessen begerapschen, die z.T 50 Jahre jünger sind.
    • JoeyOnewood 25.01.2018 10:38
      Highlight Highlight Verstehe den Kommentar nicht ganz - heisst dass, sie sind eben nicht geizig und gierig?

      Ich glaube nicht, dass es bei diesen Galas so wirklich ums Spenden geht. Es geht um Selbstdarstellung und darum unter seinesgleichen zu feiern.
  • Dewar 25.01.2018 07:32
    Highlight Highlight Wirklich schockierend sind einige Kommentare. Was sind denn das für Argumente? Nur weil die Frauen für den Avend bezahlt wurden, ist das kein Freipass, alles Mögliche mit ihnen anzustellen. Und erst recht nicht kann man sie danach in die Täterecke drängen, weil sie beschämende, teils gar strafbare Handlungen enthüllten. Und dass man von so einem Anlass vielleicht nichts Anderes erwartet, legitimiert die Handlungen nicht - im Gegenteil, es zeigt, wie gravierend das Problem ist, wenn solches Verhalten gesellschaflich toleriert und sogar als normal empfunden wird.
    • Gar Manarnar 25.01.2018 08:07
      Highlight Highlight Zeigt halt, welches Frauenbild gewisse Leute hier haben. Erschreckend.
  • rodolofo 25.01.2018 07:02
    Highlight Highlight Das Patriarchat, wie es leibt und klebt und wie es laut vielen "Liberalen", die sich hier auf Watson immer wieder sehr zahlreich zu Wort melden, bei uns in den hoch entwickelten, modernen Gesellschaften längst überwunden sei...
    Ist es nicht!
    Und darum braucht es weiterhin eine starke feministische Bewegung und mutige JournalistInnen, wie die Frau hier, die sich "in die Höhle des Löwen" begab!
    Das erinnert mich an Wallraff's "Ganz unten"-Reportagen aus der Fabrik, oder aus dem Mac Donalds.
    Nur müsste diese Reportage "Ganz oben" heissen, auch wenn es da zuging, wie in einem Saustall...
    • Boadicea 25.01.2018 09:13
      Highlight Highlight rodolofo, hab ich dir schon mal gesagt, dass ich deine Kommentare schon seit Jahren liebe? Kann man sich mit dir irgendwo kurzschliessen? Vielleicht auf FB? Ich weiss allerdings nicht, wie man via Watson eine Kontaktaufnahme gestalten könnte.
    • rodolofo 25.01.2018 10:07
      Highlight Highlight @ Boadicea
      Das freut mich sehr!
      Ja so eine Möglichkeit müsste es doch geben!
      Watson hat ja unsere persönlichen Daten und könnte -bei gegenseitigem Einverständnis- auch ein Tauschen zwischen den KommentarschreiberInnen ermöglichen, ohne dass gleichzeitig der ganze Wutbürger-Mob diese Daten ebenfalls mitbekommt...
      Auf Facebook bin ich nicht.
      Wie ein solches "Kurzschliessen" also gehen könnte, weiss ich jetzt auch nicht.
      Vielleicht finden wir eine Lösung dafür, oder jemand von Watson kann uns weiterhelfen?
    • Darth Unicorn #Häschtäg 25.01.2018 14:30
      Highlight Highlight @rodolfo, beide eure Mails bei einem Autoren hinterlassen, der verbindet euch dann :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • cada momento 25.01.2018 05:25
    Highlight Highlight Tolle Organisatoren. Nächstes Jahr sollte man einfach viel mehr Hostessen in schwarzer Unterwäsche und Heels einstellen. Charity Dinner nur für Männer tönt eigentlich sehr solid... jesses nei
  • piranha 25.01.2018 00:36
    Highlight Highlight Ich hoffe, die Damen Journalistinnen werden schön verklagt, weil sie die Verschwiegenheitserklärung nicht eingehalten haben.
    Inakzeptables Verhalten hin oder her - wer einen Vertrag unterzeichnet, hält ihn ein.
    • Amboss 25.01.2018 07:00
      Highlight Highlight Die Anklage soll nur kommen, das wird ein Spass.

      Erstens ist diese Verschwiegenheitserklärung juristisch gesehen wohl das Papier nicht Wert, auf dem sie gedruckt ist.
      Zweitens, wenn sie verklagt werden wird wohl alles bis in die kleinsten Details juristisch aufgerollt. Das haben sicher einige keine Freude daran.
      Drittens, die Strafe im Fall einer Verurteilung wäre wohl sehr gering
    • JoeyOnewood 25.01.2018 07:33
      Highlight Highlight du hast erfasst, was die moralische Quintessenz dieser Geschichte ist - *ironieoff. es ist erlaub, neben der Corporate Contract Welt auch eine Vorstellung davon zu haben, wie etwas sein oder eben nicht sein sollte, imfall. Zudem nehme ich a) an, dass die Journalisitinnen das abgeklärt haben. und es steht ja sogar drin, es blieb keine Zeit den Vertrag durchzulesen (!).
    • Gar Manarnar 25.01.2018 08:15
      Highlight Highlight Haha ernsthaft? Schon mal was von widerrechtlichen Vertragsinhalten gehört? Nicht jeder Vertrag ist gültig.

      Nach dieser Logik könnte man jeden, der sich nicht an einen rechtswidrigen Knebelvertrag hält noch verklagen. Schönes Rechtsverständnis hast du.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Es ist Nachgerichtet 25.01.2018 00:24
    Highlight Highlight LOL. Ja das kann auch nur Realitätsferne erstaunen.
    Was denkt ihr eigentlich, läuft in Davos so in den Hotelzimmern, Ballsälen usw. nachdem die Manager und Politiker ihre #Metoo-Solidaritätsrede gehalten haben?
    Nicht nur das Gastgewerbe hat Hochkonjunktur in Davos während dem WEF...
    • Menel 25.01.2018 07:17
      Highlight Highlight Und darum ist es ok?
    • Against all odds 25.01.2018 09:11
      Highlight Highlight Ist es selbstverständlich nicht. Und diejenigen die Schreiben, dass sich das bei den Oberen halt so abspielt sollen sich nach Feierabend mal in den Bären oder Ochsen an den Stammtisch setzen und schauen wie sich der Chef von der Spengler- oder Versicherungsbude nach ein paar Bier verhält.
    • Es ist Nachgerichtet 25.01.2018 19:20
      Highlight Highlight @Menel: Habe ich das gesagt? Nichts dergleichen oder? Wieso also diese dumme als Frage getarnte Unterstellung?
  • seventhinkingsteps 25.01.2018 00:24
    Highlight Highlight "which shows what a rotten, sexist culture is still alive and kicking in parts of the business community."

    Das Problem ist nicht der Sexismus in der Business Community, sondern die Business Community selber.
  • Zwerg Zwack 25.01.2018 00:17
    Highlight Highlight Verschwiegenheitserklärung unterschreiben und dann einen Artikel darüber verfassen? 🤔
    • JoeyOnewood 25.01.2018 07:38
      Highlight Highlight Verschwieigenheitserkläringen sind meisstens nicht so wasserdicht, wie man denkt, Es besteht keine absolute Vertragsfreiheit. Ich denke, da hat sich die Financial Times schon beraten lassen oder zahlt die Penalty-Fee gerne.
    • bokl 25.01.2018 07:50
      Highlight Highlight Nennt sich invegistative Berichterstattung. Eine Verschwiegenheitserklärung rechtfertigt keine Gesetztesübertretungen.
    • Gar Manarnar 25.01.2018 08:17
      Highlight Highlight Genau, gleich die Gerichte noch abschaffen. Die meisten Verträge werden ja auch freiwillig unterschrieben. Vertragsrecht, wieso? Das kann ja weg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mAJORtOM95 24.01.2018 23:35
    Highlight Highlight ...Freiwillig
    ...Unterschrieben
    ...Wenn's dir nicht gefällt, geh nach Hause -.-

    Es gibt schlimmere Sachen auf der Welt.

    Punkt.
    • HeavyB 25.01.2018 14:17
      Highlight Highlight klar gibt es schlimmere sachen auf der welt. deine einstellung zum beispiel.
  • Pana 24.01.2018 23:16
    Highlight Highlight Klingt nach nem normalen Abend bei Hooters.
  • mrmikech 24.01.2018 23:06
    Highlight Highlight "Die Frauen wurden aufgefordert, knappe schwarze Kleidung, schwarze Unterwäsche und High Heels zu tragen.

    Die Agentur warnte die Frauen, dass einige Gäste durchaus nervig werden könnten oder versuchen könnten, die Hostessen abzufüllen."

    Ich glaube die hostessen wussten genau wo die arbeiten würden, oder? Sind richtig gut vorgewarnt. Hätten auch nein zu den job sagen können.
    • Duweisches 25.01.2018 00:19
      Highlight Highlight Zwischen "ziemlich nervig" und intensiver Grabscherei besteht dann doch ein Unterschied.
    • trio 25.01.2018 06:41
      Highlight Highlight Also sind die Hostessen am Benehmen der Männer schuld?
    • walsi 25.01.2018 06:59
      Highlight Highlight @trii: Wenn ich mein Fahrrad am Bahnhof nicht abschliesse und es gestohlen wird bin ich in den Augen der meisten Leute selber Schuld. Det eintig Schuldige ist der Dieb.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Juliet Bravo 24.01.2018 22:55
    Highlight Highlight Wie siehts wohl gerade in Davos aus?
    Gibt sicher Hostessen, die was zu berichten hätten.
  • Biggie Smalls 24.01.2018 22:54
    Highlight Highlight und absolut nieeeeemaaand soll etwas davon gewusst haben, ganz gu schweigen von den geldgebern..
    jetzt wo die medien darüber schreiben, müssen sie sich natürlich alle davon distanzieren
    • Es ist Nachgerichtet 25.01.2018 00:27
      Highlight Highlight Von Jimmy Saviles Vorlieben will auch niemand gewusst haben. Waren alle voll entsetzt. So zum Thema London und High Society.
    • _kokolorix 25.01.2018 07:04
      Highlight Highlight Diesen Bericht las ich schon vor Monaten in der Woz. Aber so eine linke Zeitung lesen die 'Empörten' nicht. Der eigentliche Skandal ist nicht das Verhalten der reichen Säcke an sich, dass diese sich arrogant und Frauen gegenüber unangemessen benehmen ist hinlänglich bekannt. Richtig störend finde ich, dass es eine Firma gibt, welche das alles haarklein organisiert, bis zum Begrabschen und eindeutigen Aufforderungen ist ja alles geplant.
      Mich wundert nur, dass die Journalistinnen bisher nicht verklagt und verurteilt wurden, die Agentur hingegen wird garantiert nicht belangt...
  • MacB 24.01.2018 22:45
    Highlight Highlight Hostess zu sein und sich im Schein von Millionären zu suhlen, ist ein Job wie andere auch. Es ist freiwillig.
    • FrancoL 24.01.2018 23:19
      Highlight Highlight Ich denke es gibt auch bei diesem Job Grenzen, Grenzen die es bei jedem Job gibt. Darum sollte es bei dieser Diskussion gehen.
    • Enzasa 24.01.2018 23:31
      Highlight Highlight Es kommt auf die Definition an.
      Auch für Prostitution gibt es Gesetze.
    • seventhinkingsteps 25.01.2018 00:22
      Highlight Highlight Genau. Und die Alternative ist in manchen Fällen kein Job. Zum Glück ist Bezahlen auch freiwillig. Oh wait.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 24.01.2018 22:40
    Highlight Highlight Reiche, alte Säcke machen ein Spenden-/Saufgelage ohne Parterinnen. Das Personal ist ausschließlich jung und weiblich. Und dann sind (tun) alle überrascht, wenn Hände zu Hintern finden.

    Meine Güte, so naiv kann man gar nicht sein.
    • FrancoL 24.01.2018 23:23
      Highlight Highlight Das hat wenig mit alt und Säcke zu tun! Man braucht auch nur an einem Polterabend das gleiche Angebot an jungen Damen anzubieten und es endet nicht viel anders.
    • Enzasa 24.01.2018 23:28
      Highlight Highlight ? ? ?
      Wieso naiv?
      Dann dürfen also reiche alte Säcke sich von ungehörlich bis sexuell übergreifend oder noch mehr benehmen ohne jegliche Konsequenzen? Naiv? Nein, ich dachte wir hätten solche Events im letzten Jahrhundert gelassen.
    • seventhinkingsteps 25.01.2018 00:21
      Highlight Highlight Aber schockiert. Und zwar zu recht. Nur weils nicht unerwartet ist, heisst nicht, dass man sich dran gewöhnen sollte, was ist das denn für eine Einstellung?
    Weitere Antworten anzeigen
  • elmono 24.01.2018 22:34
    Highlight Highlight An der Stelle von Hostessen hätte die Agentur besser gleich freischafende Liebesdienerinnen beschäftigt. Wären alle Beteiligten glücklich und zufrieden davon gekommen. Jetzt ist halt fertig mit Gentlemen Club. Amateure.
    • paterpenn 24.01.2018 22:57
      Highlight Highlight "Amateure" haha :D
    • Amboss 25.01.2018 06:50
      Highlight Highlight So eklig das jetzt tönt. Aber der Kick ist es ja wohl genau, dass es diese Frauen eben nicht freiwillig machen. Dass sie eigentlich nicht für sexuelle Dienstleistungen engagiert wurden. Dass es eben nicht im Einvernehmen passiert.
    • elmono 25.01.2018 08:09
      Highlight Highlight @Amboss: Mag sein, aber für den Grossteil gehts doch darum fernab der Ehefrau mit seinen Kumpels zu saufen, zu fressen und der Vielweiberei zu fröhnen wie im alten Rom. Da hätten die Liebesdienerinnen besser ins Bild gepasst.
  • FD4A 24.01.2018 22:30
    Highlight Highlight "Die Männer mit Alkohol bei Laune halten" - Vielleicht ist das Hauptproblem, dass eine enthemmende, betäubende Su stanz (Alkohol) die gängigste und legalste Droge ist, welche eindeutig solche sexuellen Übergriffe fördert. We're doing the wrong drugs, guys!
    • äti 24.01.2018 23:17
      Highlight Highlight ... immerhin, Alk und Ladies erhöhen die Spendefreudigkeit. Also gute Taktik.
  • FrancoL 24.01.2018 22:27
    Highlight Highlight "Mehrere Firmen, die den Event bisher unterstützt haben, zeigen sich in ersten Statements schockiert. Institutionen, die durch die Spendengala Geld bekommen haben, möchten das Geld zurückgeben"

    Das wollen die die da Geld bekommen haben nicht gewusst haben? Die wussten ganz genau wie das abläuft und man muss nicht nach London um Gleiches zu erfahren.

    Ich weiss aber nun nicht ob die Scheinheiligen schlimmer sind als die Grabscher. Die Scheinheiligen die über Jahre Spenden eingenommen haben scheinen mir noch ein Tick schlimmer.
    • Goon (Zeuge Del Curtos) 25.01.2018 06:47
      Highlight Highlight Der Unterschied ist dass jetzt die Öffentlichkeit weiss wer davon Geld bekommt.
  • welefant 24.01.2018 22:26
    Highlight Highlight da kommt mir gleich der champagner wieder hoch!
    • äti 24.01.2018 23:18
      Highlight Highlight ... der vom Silvester?
  • Scaros_2 24.01.2018 22:12
    Highlight Highlight So leid es mir tut! Weder schockiert mich so was noch noch bin ich erstaunt oder so. Es ist etwas was absolut normal wirkt. Ja es ist schlimm und es muss sich bessern aber wer glaubte das so was nie passiert, der lebt in einer zu schönen Welt.
    • Ms. Song 24.01.2018 22:25
      Highlight Highlight Das glaubt niemand, aber es wird Zeit, dass es beendet wird. Die Gesellschaft muss hinschauen und den Finger drauf drücken
    • Lonzia 24.01.2018 22:50
      Highlight Highlight Schon so... trotzdem dranbleiben. Da waren sicher auch einige Männer anwesend die nichts getan haben und denen das alles unangenehm war. Vielleicht gelingt es solche Personen zu sensibilisieren, so dass sie sich beim nächsten Mal zu Wort melden.
    • paterpenn 24.01.2018 22:56
      Highlight Highlight Kann ich echt nur zustimmen.
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