Gender

Eltern sein bedeutet zu verzichten. Zu viel Verzicht schlägt aufs Gemüt. Bild: ZOO BASEL

Diese Mütter sagen klipp und klar: Kinder zu haben, war ein Fehler. 
#regrettingmotherhood

«Es ist der Albtraum meines Lebens»: In einer Studie erklärten 23 Frauen, warum sie es bereuen, Mütter geworden zu sein. Ihre Bekenntnisse haben eine hitzige Debatte entfacht.

14.04.15, 09:42 14.04.15, 11:21

Ein Artikel von

«Wenn ich heute zurückgehen könnte, hätte ich natürlich keine Kinder. Das ist absolut selbstverständlich für mich.» Atalya, 45, drei Kinder.

«Wenn ich den Einblick und die Erfahrung von heute damals schon gehabt hätte, hätte ich nicht mal einen Viertel eines Kindes bekommen.   […...] Es ist der Albtraum meines Lebens.» Tirtza, 57, zwei Kinder.

«Ich würde sie aufgeben, absolut. Wirklich. Ohne mit der Wimper zu zucken. Und es ist schwer für mich, das zu sagen, weil ich sie liebe. Sehr sogar.» Doreen, 38, drei Kinder.

Ein Moment der Ruhe für die Mutter. Doch es kann jederzeit wieder losgehen. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Es ist leicht, die Aussagen dieser Frauen zu verurteilen. Wie können sie nur so über ihre Kinder reden? Wie können sie bloss so etwas fühlen: Reue angesichts ihrer Mutterschaft?

In zahlreichen Blogs und auf Twitter unter dem Hashtag #regrettingmotherhood wird seit Tagen über diese Aussagen debattiert. Sie stammen aus einer Studie der israelischen Forscherin Orna Donath mit dem Titel: Das Muttersein bereuen: Eine gesellschaftspolitische Analyse. Dafür hat Donath mit 23 Frauen gesprochen, die eins gemeinsam haben. Auf die Frage «Wenn Sie in der Zeit zurückreisen könnten – mit all dem Wissen und der Erfahrung von heute –, würden Sie dann noch einmal Mutter werden?» haben sie alle mit Nein geantwortet.

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Die Kinder, ein Verlust

Die Studie ist mit 23 Teilnehmerinnen nicht repräsentativ. Die Auswahl der Frauen deutet aber an, dass sich das Gefühl der Reue in Israel nicht auf eine bestimmte Schicht oder eine Altersklasse beschränkt: Donath hat israelische Mütter zwischen Mitte 20 und Mitte 70 befragt, sie sind geschieden oder leben in einer festen Partnerschaft. Mehrere Stunden hat Donath mit jeder der Frauen gesprochen, um ihre Aussagen zu verstehen. Veröffentlicht wurden sie unter Pseudonymen.

Dabei sei eine wichtige Unterscheidung deutlich geworden, schreibt Donath. Die Frauen – so ambivalent das klingen mag – bereuen demnach nicht ihre Töchter oder Söhne. Sie sagen explizit: «Ich liebe meine Kinder.» Aber sie lieben es nicht, Mutter zu sein. Es ist für sie kein Gewinn. Sondern ein Verlust: Ein Verlust des Selbst, der Zeit sowie des Gefühls von Freiheit und Kontrolle.

Mutter zu sein, ist auch ein Verlust. Bild: AP/Chicago Tribune

«Der grösste Fehler meines Lebens»

Schon vor Donaths Studie haben sich Frauen mit ähnlichen Aussagen zu Wort gemeldet. «Kinder zu bekommen war der grösste Fehler meines Lebens», schrieb beispielsweise Isabella Dutton im April 2013 in einem Beitrag für die britische Daily Mail. Sie habe ihren beiden Kindern übelgenommen, dass sie «wie Parasiten von mir nehmen und nehmen werden, ohne etwas Bedeutungsvolles zurückzugeben». Und Charlotte Hsu schrieb im August 2014 für das US-Onlinemagazin Salon, wie sehr sie sich nach der Geburt ihres Sohnes nach einer ruhigeren Zeit sehnte; wie sie depressiv wurde und nach folgenden Stichworten googelte: «Ich hasse es, Mutter zu sein.»

Doch das waren Einzelfälle. Der Soziologin Donath ist es nun zu verdanken, dass ein etwas differenzierteres Bild entstanden ist. Die Frauen, mit denen sie gesprochen hat, berichten ausführlich und sehr reflektiert über ihre Gedanken und Gefühle. Und je mehr und genauer man liest, desto schwerer fällt es, sie leichtfertig als Rabenmütter zu verurteilen. In Deutschland hat die Süddeutsche Zeitung zuerst von der Studie berichtet. Auch deshalb wurde das Thema bei Twitter und in zahlreichen Blogs aufgegriffen.

Da melden sich Frauen zu Wort, die nicht verstehen können, wie die Worte Reue und Mutterschaft überhaupt miteinander in Verbindung gebracht werden können. Es gibt aber auch gemässigtere Stimmen. «Nein, ich bereue es nicht, Kinder bekommen zu haben, und ich möchte es auch nicht rückgängig machen», heisst es auf dem Blog Herzgespinst. Die Autorin schreibt aber auch: «Das Konzept der Mutterschaft selbst ist, stelle ich nach knapp sieben Jahren fest, nicht meins. Ich bin jemand, der das Alleinsein braucht wie die Luft zum Atmen.»

Damit hat die Forscherin Donath schon erreicht, was sie wollte. Ihre Studie solle nur ein Anfang sein, schrieb sie. Eine Grundlage für weitere Untersuchungen zu einem Thema, das für viele noch immer ein Tabu ist. 

(aar)

Diese jungen Mütter bereuen nichts: Für eine Fotografin posierten sie gemeinsam mit ihren gerade geborenen Babys

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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34
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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Andrea_Mordasini 11.06.2015 21:39
    Highlight Eltern leisten nicht weniger als 100% erwerbstätige Kinderlose, einfach auf einer anderen Ebene und verdienen endlich mehr Respekt, Wertschätzung, Achtung, Anerkennung! Wer Mutterschaft gleichsetzt mit "Käfele, Plöischle, bisschen haushalten,…“ hat nichts begriffen! Wichtig ist, dass sich Mütter weniger bekriegen, sondern einander mehr helfen. Egal ob Muttermilch oder Schoppen, Kinderwagen oder Tragetuch, erwerbstätig oder nicht: Wir Eltern sitzen alle im gleichen Boot. Versuchen wir dieses gemeinsam vor dem Kentern zu bewahren, ohne Elternbashing auch nur die geringste Chance zu geben :)!
    1 0 Melden
  • Andrea_Mordasini 11.06.2015 21:27
    Highlight Mir tut jedes Kind leid, deren Mutter es bereut, es bekommen zu haben. Doch für mich ist bereuen was total anderes als genervt und am Anschlag zu sein. Nur weil ich hin und wieder meine Kinder am liebsten auf den Mond schiessen möchte, bereue ich es nicht Mutter geworden, im Gegenteil! Auch Eltern dürfen über ihren nicht immer nur bereichernden und erfüllenden, sondern oftmals auch sehr anstrengenden Elternjob jammern, ohne vom Gegenüber gleich als undankbar etc runtergeputzt zu werden, wie es mir vor ein paar Jahren leider mit einer kinderlosen Bekannten ergangen ist.
    1 0 Melden
  • Miicha 14.04.2015 21:33
    Highlight So eine Aussage kann ich nachvollziehen, wenn ich es auf die Schweiz beziehe. Es ist wirklich schwer in diesem Land Kinder zu haben, die Schweiz ist Kinderfeindlich. Es ist so schwer eine Betreuung zu finden, die bezahlbar ist, bzw. Überhaupt eine zu finden. Wenn nicht tausende Großeltern (kostenlos) einspringen würden, könnten Frauen gar nicht mehr arbeiten gehen.
    12 0 Melden
  • Nick Name 14.04.2015 19:37
    Highlight Zeit_Genosse sagt eigentlich alles dazu: So what? Warum soll es tabu sein, eine solche Bilanz zu ziehen?
    (Das Leben ist anstrengend, dreckig, hundsgemein, extrem ungerecht und es schmerzt, so wie nichts anderes. Etwas anderes haben wir aber nicht. Und wir haben (ev.) nur eines. Und das Gegenteil ist es ausserdem auch. Machen wir das (B)beste daraus.)
    7 0 Melden
  • Nyu 14.04.2015 18:09
    Highlight Logisch ist diese Verantwortung für eine Mutter sehr schwer und logisch ist es wichtig das sie mit irgendjemandem darüber reden können jedoch will ich nicht wissen wie sich diese öffentlichen Stellungsnamen für die Kinder anfühlen müssen!
    8 2 Melden
  • Hans Jürg 14.04.2015 17:49
    Highlight Für Mütter ist es sehr viel schwieriger, sich von der Familie zu entfernen. "das gehört sich einfach nicht. etc. blabla". Wenn ein Vater dad macht, ist das aber schon fast normal. Kommt dazu, dass sehr viele Väter nicht fähig/willens sind, notfalls die Kinder alleine aufzuziehen. Und falls sie es machen, werden sie schief angeschaut.
    1 3 Melden
  • Zeit_Genosse 14.04.2015 14:52
    Highlight So what! Bei so vielen Müttern muss es doch einige geben die das Muttersein nicht so toll fanden und uns das jetzt mitteilen möchten. Man könnte genau so viele Frauen finden, die es bereuen keine Kinder aufgezogen zu haben, obwohl sie das hätten können. Das Leben ist eine Verkettung von Entscheidungen. Die meisten muss man selbst treffen. Statistisch gibt es genug Leute die im Nachhinein ihr Leben anders gestaltet hätten, im Unwissen, wie es verlaufen wäre. Manchmal möchte man einfach das was man nicht hat und sieht das was man hat gar nicht mehr.
    33 0 Melden
  • Anded 14.04.2015 14:23
    Highlight Bevor es aufgrund dieses Artikels einen starken Rückgang in der Geburtenrate gibt :-) , noch dieser Artikel hier: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Was-Sterbende-am-meisten-bereuen/story/23429977 - Als zu 100% berufstätiger Vater muss ich mich immer wieder and den 2. Punkt erinnern. Kein Mensch wird je bereuen zuwenig gearbeitet zu haben. Viele/Alle bereuen es aber zuviel gearbeitet zu haben und sich zu wenig Zeit für anderes (z.B. Familie) genommen zu haben.
    13 0 Melden
  • Benja 14.04.2015 14:06
    Highlight Diese Wahrheit ist genauso hart wie sie alt ist. Keine Mutter kann die geforderte Hingabe zu 100% entwickeln - für das Kind ist die Mutter anfangs ein "Besitz" - diese Illusion geht zwangsläufig Stück für Stück verloren. Aus Perspektive der Kinder also mitunter dramatisch - aus Perspektive ihrer Entwicklung dagegen notwendig und keinesfalls ein Tabu. (Meine Empfehlung zum Thema: ISBN 9783423342018 )
    5 0 Melden
  • SVRN5774 14.04.2015 12:17
    Highlight Ich kann die Mütter einerseits verstehen.
    Doch ich hoffe sie haben ihren Kinder genug Liebe gegeben. Leider spüren es Kinder sehr wohl, ob sie gewollt sind oder nicht.

    Ich persönlich denke ich wäre auch nicht so eine gute Mutter.
    Aber der Partner, Geld und Umgebung spielen auch eine Rolle.

    Bitte nehmt es mir nicht böse, aber mir würde es gefallen, wenn man fürs Schwangerwerden bzw. ein Kind zu bekommen so ein Art Test machen müsste.

    Mutter bzw Vater sein ist nicht leicht. Und damit das Kind nicht auch noch irgendwelche psychische Krankheiten bekommt, wäre es doch angebracht zu überprüfen, ob jemand überhaupt dazu fähig ist ein Kind zu bekommen. (Nicht medizinisch)
    Ich meine Auto fahren darf ja auch nicht jeder.

    PS: bevor ihr mich angreift oder euch grundlos aufregt, fragt mich lieber nichmals nach wie ich es genau meine. ;)
    36 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.04.2015 13:45
      Highlight Wäre super eine solche Prüfung. Leider aber kaum praktikabel.
      4 1 Melden
    • SVRN5774 14.04.2015 20:32
      Highlight &Grufti
      Könntest du meiner Naivität erklären wieso es nicht funktionieren würde? ^^
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.04.2015 22:44
      Highlight Politisch nicht durchsetzbar.
      2 0 Melden
  • Sveitsi 14.04.2015 12:09
    Highlight Vorneweg: Ich habe (noch) keine Kinder.

    Bedenklich an der ganzen Sache finde ich vor allem, wie es den Kindern geht, wenn sie erfahren, wie ihre Mutter über ihre Existenz denkt.
    17 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.04.2015 14:51
      Highlight Es geht nicht um die Kinder, sondern um das Muttersein. Diese Mütter lieben ihre Kinder. Sie mögen das Leben als Mutter nicht. Das ist ein riesen Unterschied und sollte nicht vermischt werden.
      21 2 Melden
  • droelfmalbumst 14.04.2015 12:06
    Highlight jeder mensch muss für sich entscheiden ob er kinder möchte oder nicht. ich sehe die problematik eher darin dass mittlerweile die mehrheit kinder kriegt weil es dazu gehört und man dann auch cool ist wie die kollegen/innen. die konsequenzen interessieren niemanden. mag hart klingen aber bevor man ein braten setzt sollte man sich genau überlegen was man selber will und verantworten kann. solche tweets finde ich eine absolute katastrofe. mann muss im leben NICHTS bereuen wenn man sich vorher anständig gedanken darüber macht! das beweist jedoch das pure gegenteil!
    16 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.04.2015 13:06
      Highlight Eigentlich stimme ich Dir zu. Allerdings ist es unmöglich vorher zu wissen, wie es mit Kindern sein wird. Man kann sich ja keine Kinder mieten und das Elternsein ausprobieren. Zudem wird bei diesem Thema extrem romantisiert und gelogen. Per se wird behauptet, dass Kinder einen überglücklich machen. Probleme werden zwar erwähnt, aber auf "schlaflose Nächte" reduziert und auch eher ins Lächerliche gezogen. Dabei gibt es viele Mütter, die z.B. kaum Gefühle für ihre Kinder haben. Das wird in unserer Gesellschaft tot geschwiegen. Mütter wurden idealisiert und ein unerreichbares Bild geschaffen.
      28 1 Melden
    • evee 14.04.2015 20:29
      Highlight ich gebe fräulein recht. mütter müssen die besten aller menschen sein. alleine der gedanke, das nicht (mehr) sein zu wollen, löst bei vielen unverständnis oder gar abscheu aus. dabei kann doch diesem ideal niemand wirklich gerecht werden. ich bin überzeugt, es geht so einigen müttern so, dass sie es im grunde bereuen (auch wenn sie ihre kinder lieben), trauen aber nicht, es auszusprechen. was würden die anderen denken? oder eben, die eigenen kinder? hier zensieren sich viele selber. wahrscheinlich auch viele, die sich in dieser ganzen diskussion wahnsinnig aufregen.
      5 0 Melden
  • Anded 14.04.2015 11:00
    Highlight Ich denke es gibt nach wie vor mehr ü40-Menschen, die es bereuen die Lebensphase der Familiengründung verpasst zu haben, oder nicht den richtigen Partner gefunden zu haben (oder andere Gründe), als solche mit Ansichten wie in diesem Artikel.
    18 11 Melden
    • Oban 14.04.2015 13:07
      Highlight Es gibt aber auch genügen Menschen die denken das sie nichts verpasst haben wenn sie keine Kinder haben. Aber die genervt sind, von anderen Menschen ständig auf ihr kinderloses Leben angesprochen zu werden.
      Und dieses "es isch soooooo Toll eigene Kinder zu haben" wandelt sich schnell im Gespräch zu einem "ich bin so froh das die Kinder dieses Wochende mal weg sind, da kann ich wieder mal schlafen"
      10 1 Melden
    • Ceci 14.04.2015 13:33
      Highlight Davon bin ich nicht überzeugt. Dieselben Stimmen hört man halt eher als diese, die sich jetzt getrauen es öffentlich zu verkünden, dass sie's bereuen Kinder gehabt zu haben. Das ist ja ein Tabuthema und ich finde es gut, dass endlich auch diese Seite gezeigt wird.
      9 0 Melden
    • Anded 14.04.2015 14:06
      Highlight @Oban: Das stimmt natürlich. Ich vergleiche ja nur die "Bereuer" miteinander. Hoffentlich ist es so, dass in beiden Lagern die Mehrheit mit ihrem Leben mit/ohne Familie zufrieden ist. Ich selber gehöre nicht zu der Sorte, welche andere auf ihre Kinderlosigkeit ansprechen. Wenn es gewollt ist, wie du schreibst, dann nervt es. Und in einigen Fällen ist es biologisch bedingt, dann kann es sogar verletzend sein ewig darauf angesprochen zu werden. Bei mir ist es umgekehrt. Ich muss immer wieder erklären warum ich so jung schon 3 Kinder habe (ja, geplant!), das kann auch nerven.
      7 0 Melden
  • Tom Garret 14.04.2015 10:44
    Highlight Schade für die Kinder. Jeder sollte sich ganz genau überlegen ob er wirklich Kinder will und das wirklich bewältigen kann. Es ist ein Entscheid fürs Leben. Das ist gerade in der heutigen Welt sehr schwierig wo man sich gewohnt ist das alles unverbindlich ist. Man kann sich nicht einfach vom Kind scheiden lassen wenns nicht mehr stimmt, es ist eine grosse Verantwortung.
    Den Frauen einen Vorwurf machen bringt aber auch nichts. Ich denke viele sind sich das im Vornherein zu wenig bewusst. Sie sind wenigstens ehrlich und hoffentlich trotzdem Mütter mit grosser Hingabe...
    34 2 Melden
  • Kian 14.04.2015 10:30
    Highlight Ich wage eine hypthetische Prognose: Sollte den Kindern dieser Eltern durch eine Tragödie etwas zustossen, würden sie diese Ausagen für den Rest ihres Lebens bereuen.
    33 8 Melden
  • Michèle Seiler 14.04.2015 09:51
    Highlight Ist es neuerdings automatisch etwas Gutes, wenn man etwas ausspricht, was in der Gesellschaft nicht gerne gesehen ist?

    Wo bleibt die Plattform für Soziopathen?
    20 23 Melden
    • qumquatsch 14.04.2015 10:16
      Highlight nicht zwingend, was hier jedoch promotet wird ist letzten endes die meinungs- und äusserungsfreiheit: ein tabu auszusprechen und dies nicht in einem formulierten affront (niemand sagt, es sei schlecht kinder zu haben), sondern einer (minderheit) gruppe von leuten eine stimme zu geben, welche differenziert ihre persönliche meinung kundtut.

      ich finde dies sehr toll und hat nichts damit zu tun soziopathen eine plattform zu bieten.
      42 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.04.2015 10:17
      Highlight Ist man ein Soziopath, wenn man keine Kinder will?
      Und wer sagt, dass das, was die Gesellschaft erwartet, automatisch das Gute ist? Ist es nicht viel mehr krank, die Welt so zu übervölkern, dass die Natur bald kollabieren wird?
      38 6 Melden
    • Tom Garret 14.04.2015 10:40
      Highlight @qumquatsch Wie sähe es denn ihrer Meinung nach aus wenn ich sagen würde ich hasse alle Schwarzen Menschen? Ich würde es nicht bereuen wenn alle sterben würden? Man könnte ihren Beitrag eins zu eins ebenfalls verwenden. Es wäre ebenfalls Äusserungsfreiheit. Es wäre ebenfalls ein Tabu. Ich würde nicht sagen andere sollen auch so denken müssen, somit würde ich differenziert meine Meinung kund tun. Dennoch wäre es falsch (und ist es natürlich!). Es ist doch ein fliessender Übergang. Wo und wann die Grenze der Meinungsfreiheit überschritten wird kann ich aber auch nicht definieren...
      12 9 Melden
    • Baba 14.04.2015 10:44
      Highlight @Rhabarber: Muss denn unbedingt das eine gut und das andere schlecht sein? Warum darf nicht jede/r für sich entscheiden, was für sie/ihn stimmt? Wenn ein Paar Kinder möchte (und auch bekommt), schön für sie. Ein anderes Paar setzt sich andere Ziele im Leben (oder bekommt einfach keine Kinder und akzeptiert das irgendwann auch). Deren Ziele sind genauso zu respektieren wie der Wunsch nach einer eigenen Familie.
      Dieses grundsätzliche Schwarz/Weiss-Denken stört mich und es nervt mich auch, dass es immer wieder Menschen gibt, die glauben erfahren zu müssen, weshalb ich keine Kinder habe!
      22 0 Melden
    • Michèle Seiler 14.04.2015 10:55
      Highlight Ich wollte nicht die Mütter als Soziopathen darstellen ... Ich bin nur nicht der Meinung, dass jeder zum Held wird, der mit Tabus bricht und das auch zugibt.

      Wenn's danach ginge, könnte man nämlich auch Soziopathen öffentlichen Raum geben, um über ihr Innerstes zu sprechen. Das wäre nur fair.

      Dass man thematisiert, was in solchen Frauen vorgeht, finde ich gut und wichtig. Dadurch wird das, was sie tun, aber nicht automatisch gut und richtig, oder? Ich habe aber den Eindruck (und vielleicht bin ich da zu sensibel), dass manche das so darstellen.
      7 8 Melden
    • qumquatsch 14.04.2015 11:02
      Highlight @tom garret: ein unterschied hierbei ist sehr entscheidend, jener, dass diese MÜTTER von ihrer erfahrung sprechen, sie jedoch (so nehme ich an) kennen nicht alle schwarzen. wäre ihre aussage differenzierter (z.B. "meine erfahrungen mit schwarzen ist eher negativer natur") sähe die sache anders aus - wenn auch dies relativ tendenziös wäre da wohl kaum der umstand der hautfarbe, die negative erfahrung begründen würde.
      11 0 Melden
    • Michèle Seiler 14.04.2015 11:06
      Highlight Ich habe den Eindruck, dass manche, die darüber schreiben, Tabus generell für etwas Schlechtes halten. Und damit kann ich nicht mitgehen.

      Tabu als Verbot, über etwas zu sprechen, finde ich auch schlecht. Tabu als Verurteilung gewisser Verhaltensweisen in einer Gesellschaft finde ich völlig in Ordnung. Wäre es nicht so, könnten wir etwa Menschen, die Kinder misshandeln, vernachlässigen und/oder missbrauchen, getrost machen lassen...
      3 3 Melden
    • Kian 14.04.2015 12:18
      Highlight Auch die Kritik an diesen Eltern gehört in die Kategorie Meinungsäusserungsfreiheit.
      10 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.04.2015 13:11
      Highlight @Baba
      Grundsätzlich stimme ich dir zu. Allerdings stösst die persönliche Freiheit dort an Grenzen, wo sie andere belastet und in Nachteil setzt.
      Wenn die Probleme mit Platz und Ressourcen gelöst werden, kann jeder seinem genetischen Imperativ so oft folgen wie es ihn treibt und endlos Nachwuchs produzieren. Aber bis es soweit ist, gleicht das, was Menschen hier auf der Erde tun, russischem Roulette. Auf der einen Seite der Welt werden sie geboren und auf der anderen sterben sie. Natürliche Auswahl forciert durch Plutokratismus?
      4 0 Melden

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