Gerechtigkeit siegt
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OMG, sie flicken das Flugzeug mit Isolierband!

Billigfluglinie, alles klar, dachte sich ein britischer Passagier, als er vor dem Abflug aus dem Bordfenster einer Easyjet-Maschine blickte – und einen Techniker mit Klebeband am Triebwerk hantieren sah. Grund zur Panik bestand allerdings nicht.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Man muss noch nicht mal Flugangst haben, um diesen Anblick gruselig zu finden. Ein Mann mit Warnweste klebt in aller Seelenruhe etwas, was wie stinknormales silbernes Klebeband aussieht, auf eine anscheinend unzulänglich vernietete Schweissnaht eines Flugzeugtriebwerks, das in Kürze abheben soll.

Der britische Easyjet-Passagier Adam Wood machte das zu blanker Panik anregende Foto mit seinem Mobiltelefon aus dem Bordfenster heraus und postete es auf Twitter, wo es binnen kürzester Zeit knapp zwei Millionen Menschen ansahen und weiterschickten. Als Kommentar schrieb Wood mit britischer Lakonie: «Ist halt immer beunruhigend, wenn Easyjet seine Flugzeuge mit Isolierband zusammenflickt». Billigflieger, klar, was will man erwarten?

Die britische Airline reagierte jedoch prompt und nahm dem Foto seinen Schrecken: Nicht Isolierband sei es, was der Mechaniker an der Turbine anbringe, sondern das im Flugzeugbetrieb alltägliche, sogenannte Speed Tape, ein der Anmutung nach ähnliches, jedoch um ein Vielfaches stärkeres und klebeintensiveres Band. Zudem sei es bei der beobachteten Aktion am Triebwerk lediglich um kosmetische Ausbesserungen gegangen: «Es ist nichts Strukturelles und kompromittiert in keiner Weise die Sicherheit des Flugzeugs», schrieb Easyjet an Wood.

Der Fluglinie dürften die vermeintlichen Horrorbilder auf Twitter oder Websites wie BuzzFeed ohnehin nur noch ein Gähnen entlocken, denn der Klebeband-Skandal geistert schon seit ein paar Jahren immer mal wieder durchs Internet. Noch einmal nett und geduldig erklärt wird dieser lustige urban myth zum Beispiel hier.

(bor)

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    Alle Leser-Kommentare
  • smarties 31.05.2015 21:36
    Highlight Highlight Es ist allgemein bekannt, dass es nichts gibt, das nicht mit entweder dem magischen, silbernen "Panzerchläbi", Kabelbinder oder einem Vorschlaghammer geflickt werden könnte.
  • irational 31.05.2015 20:51
    Highlight Highlight wusste nicht das man schweissnäte vernietet. muss ich wohl mal unserem schlosser erklären:-)
    • Bowell 31.05.2015 21:57
      Highlight Highlight In diesem Fall waren sie ja nur unzulänglich vernietet, die schweissnaht!scheint also nicht ganz einfach zu sein:P
  • panaap 31.05.2015 16:57
    Highlight Highlight bewegt es sich? ja. sollte es? nein. -tape. bewegt es sich? nein. sollte es? ja.-wd40
    • manhunt 31.05.2015 18:47
      Highlight Highlight @ grufti: WD-40 ist ein Kriechöl des US-amerikanischen Unternehmens WD-40 Company, das hauptsächlich als Rostlöser, Kontaktspray, Korrosionsschutz, schwacher Schmierstoff und Reiniger verwendet wird.

    • TJ Müller 31.05.2015 22:45
      Highlight Highlight @manhunt, grufti hat schon recht, auch wenn die Popkultur was anderes behauptet. WD40 (WD=Water displacement) verdrängt grundsätlich Wasser, weswegen es sich gut zur Reinigung und zum Schutz vor Rost (kein Wasser --> kein Elektrolyt) eignet. Die Kohlewasserstoffe schmieren nur sehr bedingt, da sie sehr niedrigviskos (dünnflüssig) sind. Zum Schmieren von Scharnieren usw. im Haushalt ausreichend, aber als richtiges Schmiermittel völlig ungeeignet.
  • 7immi 31.05.2015 16:45
    Highlight Highlight "unzulänglich vernietete schweissnaht " :D
  • Der Tom 31.05.2015 15:21
    Highlight Highlight Sportler kleben sich auch Klebeband an den Körper. Scheint die Leistung zu verbessern...

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