Gerechtigkeit siegt
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Verwirrter Italiener läuft erst den Marathon und irrt danach zwei Tage durch New York



Die üble Odyssee eines Italieners in New York hat ein glimpfliches Ende gefunden: Der 30-Jährige war nach dem Marathon am 1. November als vermisst gemeldet geworden. Erst zwei Tage später erspähte ihn ein Polizist, der nicht im Dienst war, aber Gianclaudio M. in der U-Bahn erkannte. Der zerzauste Mann hatte immer noch seine Marathon-Kleidung an.

A woman holds up a sign for the runners taking part in the New York City Marathon in New York November 1, 2015.    REUTERS/Carlo Allegri

Lustige Zaungäste während des New-York-Marathons.
Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Dass er so verloren ging, liegt an den tragischen Begleitumständen. Gianclaudio kann kein Englisch. Er war mit einer Gruppe Patienten der Comunità San Patrignano da, dem grössten Drogen-Rehabilitationszentrum Europas – und hat monatelang auf den New York Marathon hintrainiert.

Lost!
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Am Start steht Gianclaudio noch neben seinem Lauf-Partner, dem 58-jährigen Teamarzt der Gruppe. Und im Ziel stehen ihm alle auf den Füssen – nur nicht der Dottore. Oder sonstwer aus seiner Gruppe. Er ist 4 Stunden 44 Minuten gerannt. Es ist Sonntagnachmittag, 15 Uhr. In New York. 

Gianclaudio bleibt, wo der Marathon endet: im Central-Park. Er bleibt auch über Nacht. «Er konnte den Weg zum Hotel nicht finden», wird Antonio Boschini, besagter Dottore, später der «New York Times» erzählen. Natürlich machte sein Team sich auf die Suche nach dem Vermissten. «Wir waren im Park, aber wir konnten ihn nicht finden.» 

Orthodox Jewish men try to cross Bedford Avenue in the Williamsburg section of the Brooklyn borough in front of former professional road racing cyclist Laurent Jalabert (runner in black ) of France, during the 2015 New York City Marathon in New York, November 1, 2015.  REUTERS/Shannon Stapleton      TPX IMAGES OF THE DAY

Auch ein wenig verirrt: Orthodoxe versuchen während des New York Marathons, eine Strasse zu überqueren.
Bild: SHANNON STAPLETON/REUTERS

Weil die Gruppe am Montagmorgen abreisen wollte, macht sich Gianclaudio schliesslich auf den Weg zum Kennedy International Airport – nur um von dort wieder vertrieben zu werden, weil er für einen Vagabunden gehalten wurde. Er steigt in die U-Bahn und fährt bis Dienstagmorgen ziellos umher.

Glück im Unglück: In seiner Marathon-Kluft ist er gut erkennbar. Und in seinem Verhalten auch: Immer wieder habe der Mann nach links und rechts geschaut, berichtet der Polizist, der ihn ausmachte. Der Italiener war völlig dehydriert, schaute immer wieder auf die Karte. 

Gianclaudio wird zum Konsulat gebracht – und versorgt. Durch den Off-Duty-Cop. Der ist mit ihm aus der U-Bahn gestiegen – und hat dem Europäer erstmal einen Donut und Kaffee spendiert. Für drei Dollar, wie die «New York Times» penibel notiert. Ende gut, alles gut!

Willkommen zurück in der Zivilisation!

epa04369836 A coffee and chocolate donut at a Tim Hortons restaurant in Toronto, Canada, 26 August 2014. Burger King is buying the Canadian doughnut chain Tim Hortons for 11 billion US dollars, the US company said 26 August. Burger King said the two companies would continue to operate under their own brands and have separate management. The two firms will have 18,000 restaurants in 100 countries and an annual turnover of about 23 billion dollars.  EPA/WARREN TODA

Bild: WARREN TODA/EPA/KEYSTONE

(phi)

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