Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Landesweite Razzien

Französische Polizei hebt mutmassliches Islamisten-Netzwerk aus

epa04045227 A French Policeman stands guard outside the Theatre de la Main d'Or during a warranted police search on the premises, in Paris, France, 28 January 2014. Controversial French comedian Dieudonne M'Bala M'Bala, who made headlines earlier in the month after his comedy show was banned in several cities across France for its antisimitic content, is now under police investigation for alleged money laundering and fraud.  EPA/IAN LANGSDON

Die Razzien in Toulouse, Paris und in der Normandie waren von langer Hand geplant (Archivbild). Bild: EPA

Die französische Polizei hat ein mutmassliches Islamisten-Netzwerk ausgehoben, das Dschihadisten heimlich nach Syrien gebracht haben soll. Bei Razzien wurden am Montagmorgen in mehreren Regionen rund ein Dutzend Verdächtige festgenommen, wie Polizeivertreter sagten.

Festnahmen gab es demnach unter anderem in der südfranzösischen Stadt Toulouse, in der nordfranzösischen Normandie und im Grossraum Paris. Die Ermittler griffen, unterstützt von Spezialeinheiten, an rund einem Dutzend Orten zu.

Genauere Angaben zu den Festgenommenen wurden zunächst nicht gemacht. Einige von ihnen sollen aber deutlich unter 30 Jahren alt sein.

Die Gruppe brachte demnach vermutlich bereits Kämpfer nach Syrien, weitere Reisen waren offenbar geplant. Die Gruppe sei sehr vorsichtig und diskret gewesen, hiess es. Die Ermittlungen liefen bereits seit Monaten.

Zahl der Dschihad-Touristen stark gestiegen

Wie andere europäische Länder ist auch Frankreich seit Monaten mit einer steigenden Zahl von Dschihadisten konfrontiert, die zum Kampf nach Syrien und in den Irak reisen. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte unlängst, die Zahl der Ausreisen mutmasslicher Dschihadisten sei seit Januar um mehr als 80 Prozent angestiegen.

Offiziellen Schätzungen zufolge befinden sich derzeit 400 Menschen aus Frankreich in Syrien oder im Irak. 200 weitere haben demnach die Absicht, in die Bürgerkriegsregion zu reisen, 200 befinden sich auf dem Hin- oder Rückweg, 120 sind bereits zurückgekommen und 50 wurden getötet. Die Sicherheitsbehörden befürchten, dass Syrien-Rückkehrer in Europa Anschläge verüben könnten. (sda/afp)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article