Gesellschaft & Politik
This image posted on a militant website on Saturday, June 14, 2014, which has been verified and is consistent with other AP reporting, appears to show militants from the al-Qaida-inspired Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) leading away captured Iraqi soldiers dressed in plain clothes after taking over a base in Tikrit, Iraq. The Islamic militant group that seized much of northern Iraq has posted photos that appear to show its fighters shooting dead dozens of captured Iraqi soldiers in a province north of the capital Baghdad. Iraq's top military spokesman Lt. Gen. Qassim al-Moussawi confirmed the photos’ authenticity on Sunday and said he was aware of cases of mass murder of Iraqi soldiers. (AP Photo via militant website)

Dieses Bild wurde auf einer ISIS-Website gepostet und zeigt, wie die Dschihadisten in Tikrit gefangene irakische Soldaten erniedrigen. Weitere Bilder sollen Massentötungen von ISIS-Kämpfern an irakischen Soldaten zeigen. Bild: AP Photo via militant website

Irak am Rande des Bürgerkriegs

Hinrichtungsszenen: Iraks Regierung will Massaker-Bilder im Internet blockieren

15.06.14, 13:44 15.06.14, 21:58

Mach dem Vormarsch der Dschihadisten im Nordirak sind die Regierungstruppen zum Gegenangriff übergegangen. Die irakische Armee eroberte nach eigenen Angaben zwei Städte nördlich von Bagdad zurück. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bombardiert auch die syrische Luftwaffe Dschihadisten-Stellungen der ISIS. Betroffen sind die Stellungen in den Provinzen Hassaka im Nordosten und Reka im Norden Syriens.

Derweil brüsten sich die Kämpfer im Internet mit Bilder angeblicher Gräueltaten. Nun versucht die irakische Regierung in Bagdad, Teile des Internets zu blockieren – Seiten wie YouTube, Facebook und Twitter sollen gesperrt worden. In von ISIS-Rebellen eingegnommenen Städten wie Mossul wurde der Internetverkehr komplett unterbrochen.

ISIS nutzt das Internet für Propaganda: Nach eigenen Angaben hat ISIS Hunderte von Soldaten hingerichtet. Am Sonntag im Internet verbreitete Fotos zeigen zahlreiche Leichen. In sozialen Netzwerken wie Twitter und YouTube werden Erschiessungen und Auspeitschungen auf der einen Seite gezeigt – auf der anderen Seite jubelnde Iraker, die die ISIS-Militärkonvois empfangen. Die Echtheit der Bilder, die in der Provinz Saleheddin nördlich von Bagdad gemacht worden sein sollen, konnte nicht überprüft werden.

Auch dieses Bild wurde gepostet. Bild: AP/militant website

Auch angebliche militärische Erfolge verbreitet ISIS: In der Nacht zum Sonntag seien sechs irakische Helikopter im Umland von Bagdad abgeschossen worden. «Die Jagdsaison ist eröffnet», schreibt ein ISIS-Anhänger. Bereits am Donnerstag hatte ISIS auf Twitter behauptet, 1700 irakische Soldaten getötet zu haben.

Hier feiern sich die Terroristen beim Einmarsch in Raqqa. Bild: AP/Militant Website

Die irakischen Sicherheitskräfte hatten Isis zunächst wenig Widerstand entgegengesetzt. Inzwischen konnte die Gruppe von Soldaten, Freiwilligen und kurdischen Peschmerga-Truppen gebietsweise zurückgeschlagen werden. Die Armee vermeldete die Rückeroberung dreier Städte nahe Bagdad. Zudem hieß es aus Armeekreisen, eine größere Offensive gegen die radikalsunnitische Gruppierung werde vorbereitet. 

Als Reaktion auf die Eskalation entsandten die USA Kriegsschiffe in den Persischen Golf. Damit solle Präsident Barack Obama zusätzliche Flexibilität gegeben werden, sollte ein Militäreinsatz nötig werden, um US-Interessen im Irak zu schützen, erklärte das Verteidigungsministerium. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wolle am Montag mit der türkischen Regierung in Ankara die Bedrohungslage besprechen. (dwi/whr/sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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Irakische Armee und Kurden vereinbaren Waffenstillstand

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Ministerpräsident Haider Al-Abadi ordnete seinerseits am Freitag eine 24-stündige Unterbrechung von Militäreinsätzen gegen die Kurden im Norden des Landes an. Laut Abadis Büro hatte US-Aussenminister Rex Tillerson die Zentralregierung zu einem Dialog mit den Kurden gedrängt. Die Bevölkerungsgruppe hatte am 25. September für die Unabhängigkeit gestimmt. Die irakische Regierung schickte daraufhin die Armee in die ölreiche Region.

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