Gesellschaft & Politik
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epa04264562 (FILE) A file photograph dated 21 March 2011 shows Iraqi soldiers guarding near the second refinery for crude oil in Baiji refinery, Baiji, north of Baghdad, Iraq. Officials said on 18 June 2014 that fighters of the radical Islamic State in Iraq and the Levant have taken control of Iraq's largest oil refinery in Baiji, 200 kilometers north of Baghdad.  EPA/STR

Die Raffinerie in der Nähe des Ortes Baidschi ist angeblich wieder unter der Kontrolle der irakischen Sicherheitskräfte. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

ISIS zurückgeschlagen

Irakische Armee erobert nach eigenen Angaben Ölraffinerie von ISIS zurück

25.06.14, 11:28 25.06.14, 11:54

Die irakische Armee hat die strategisch wichtige Ölraffinerie im Ort Baidschi nach offiziellen Angaben wieder von den extremistischen ISIS-Milizen zurückerobert. Elite-Einheiten der Armee sollen alle Zufahrten zur Raffinerie nach Kämpfen mit den Aufständischen unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Das meldete der staatliche Fernsehsender Al-Iraqiya am Mittwoch auf seiner Internetseite unter Berufung auf lokale Sicherheitskräfte. Zuvor waren bei irakischen Luftangriffen auf den von der ISIS kontrollierten Ort Baidschi 16 Menschen ums Leben gekommen und 30 verletzt worden.

A cloud of smoke rises from an oil pipeline in Tikrit, north of Baghdad, April 17, 2014.  A rusting pipeline that runs from the Kirkuk oilfields to the Baiji refinery in Salahuddin province leaked a large amount of oil into the Tigris River, according to a Northern Oil Company official who asked not be named. The spill stirred panic after someone set the oil ablaze, sending huge clouds of smoke into the provincial capital Tikrit, according to city residents. Ambulances evacuated residents with difficulty breathing.  REUTERS/Stringer (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS)

Rauch steigt entlang der Pipeline in Baidschi auf. Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Iran mobilisiert Truppen an der Grenze

Medienberichten zufolge steht der Ort rund 200 Kilometer nördlich von Bagdad weiterhin unter der Kontrolle der Dschihadisten. Baidschi ist wegen der Ölraffinerie strategisch bedeutsam. Die sunnitische Terrormiliz ist seit rund zwei Wochen auf dem Vormarsch. Sie kontrolliert bereits grosse Teile im Norden und Westen des Iraks.

Auch der Iran hat seine Truppen an der Grenze zum Irak wegen dem ISIS-Vormarsch in Alarmbereitschaft versetzt, wie der Armeesprecher Ali Arasteh der Nachrichtenagentur ISNA sagte. Der Iran hat eine 1450 Kilometer lange Grenze zum Irak. In dem Konflikt steht der Iran auf der Seite der Regierung in Bagdad.

Smoke rises from the Baiji refinery near Tikrit, Iraq in this Landsat image courtesy of the U.S. Geological Survey taken on June 18, 2014. President Barack Obama said on June 19 he was sending up to 300 U.S. military advisers to Iraq but stressed the need for a political solution to the Iraqi crisis as government forces battled Sunni rebels for control of the country's biggest refinery. Image taken June 18, 2014. REUTERS/USGS/Handout via Reuters  (IRAQ - Tags: ENERGY DISASTER POLITICS CIVIL UNREST BUSINESS) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Auf dem Satellitenbild der Raffinerie in Baidschi ist eine riesige Rauchsäule zu sehen. Bild: HANDOUT/REUTERS

Laut Aktivisten haben Al-Kaida und ISIS fusioniert

Schulterschluss von ISIS und Al-Kaida: An einer Schlüsselstelle der Grenze zwischen dem Irak und Syrien haben sich nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten radikal-islamische Extremisten aus beiden Staaten zusammengeschlossen.

Der syrische Arm des Terrornetzwerks Al-Kaida aus dem syrischen Ort Albu Kamal und die Dschihadisten Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIS) aus dem irakischen Al-Kaim hätten fusioniert, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Informanten in Syrien, sie sind unabhängig kaum überprüfbar.

Auf der irakischen Seite der betroffenen Grenzregion hatte ISIS in den vergangenen Tagen die Kontrolle übernommen. Seit Anfang Juni hatten ISIS-Kämpfer weite Teile des Nordiraks erobert. Der irakischen Armee gelang es nicht, den Vormarsch aufzuhalten. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden im Konflikt seit Anfang Juni bereits mehr als tausend Menschen getötet. (lhr/sda/afp/dpa)



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 25.06.2014 15:04
    Highlight Eine Regierung unter Beteiligung von Sunniten, Schiiten und Kurden wäre der einzige richtige Weg. Al-Maliki spielt aber auf Zeit und hofft, dass die USA ihm helfen werden. Aus gutem Grund tun sie das aber nicht. Al-Maliki wird erst dann verschwinden, wenn die ISIS vor den Toren Bagdads steht und Teile der Armee zur Isis überlaufen.
    In der Zwischenzeit schaut man Fussball.
    1 0 Melden

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