Gesellschaft & Politik

Der Dalai Lama, Betty Williams, Mitbegründerin der nordirischen Organisation «Community of Peace People», und die liberianische Friedensaktivistin Leymah Gbowee.  Bild: EPA/ANSA

Gefährliche Konflikte

Friedensnobelpreisträger warnen vor Kaltem Krieg und Atomkrieg

14.12.14, 19:15

Zum Abschluss eines dreitägigen Treffens von Friedensnobelpreisträgern in Rom haben die Teilnehmer vor der wachsenden Gefahr eines neuen Kalten Krieges oder Atomkrieges gewarnt. «Einige Grossmächte» seien der Meinung, dass sie ihre Ziele mit der Anwendung von Gewalt erreichen könnten, hiess es in einem am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Text, ohne dass einzelne Länder genannt wurden. Falls diese Tendenz unkontrolliert bleibe, drohe ein «neuer, noch gefährlicherer Kalter Krieg».

Die Friedensnobelpreisträger prangerten zugleich den «als Religion verkleideten Fanatismus» an. Sie verwiesen zudem auf «zunehmend gefährliche existierende oder schwelende Konflikte», insbesondere in Syrien, im Irak, in Israel und den Palästinensergebieten, Afghanistan und im Südsudan. Der Konflikt in der Ukraine gefährde die Stabilität in Europa und untergrabe Europas «Fähigkeit, eine positive Rolle in der Welt zu spielen».

Nelson Mandela gewidmet

Teilnehmer am Symposium waren unter anderen der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow, der polnische Ex-Solidarnosc- und Staatschef Lech Walesa, die iranische Menschenrechtsaktivistin Schirin Ebadi, die für ihr Engagement gegen Landminen ausgezeichnete Jody Williams aus den USA und der ehemalige Präsident Ost-Timors, José Ramos-Horta.

Auch der Dalai Lama besuchte das 14. Gipfeltreffen der Nobelpreisträger, das dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela gewidmet war. (dhr/sda/afp)

Roms Bürgermeister Ignazio Marino schüttelt der jemenitischen Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman die Hand.  Bild: EPA/ANSA

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • flyingdutch18 14.12.2014 20:31
    Highlight Obama ist auch Friedensnobelpreisträger*. Wäre er in Rom dabei gewesen, hätte er die Welt vor sich selbst warnen müssen, dieser neue kalte Krieger. (*Grösster Fehlentscheid des Komitees)
    2 1 Melden

Dein Traum wird wahr – in Sizilien werden Häuser für 1 Euro verscherbelt

Für einen Euro wird mitten in Sizilien der Traum vom Ferienhaus in Italien wahr. Doch kann so ein unschlagbares Angebot eine Stadt retten?

In Gangi kostet ein Haus fast so viel wie ein Espresso. Egidia de Benedictis glaubte ihren Augen nicht, als sie das las. «Wie kann das sein? Das müssen wir uns ansehen!», habe sie zu ihrem Mann gesagt. Und so reiste das Paar aus Belgien in den kleinen sizilianischen Ort zwischen Catania und Palermo, in dem es sie wirklich gibt: Häuser für einen Euro.

In Gangi …

Artikel lesen