Gesellschaft & Politik

Rund 40'000 Menschen leben zur Zeit im UNO-Lager in Bentiu. Bild: X03314

Südsudan

40'000 Menschen leben im Südsudan in überflutetem UNO-Lager

11.08.14, 21:55

Rund 40'000 Menschen leben im Südsudan eng beisammen in einem überschwemmten Lager der UNO. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) bezeichnet die Lebensbedingungen als «entsetzlich». Dennoch sei das Lager der einzige Zufluchtsort für die Menschen.

Im Südsudan eskalierte im vergangenen Dezember ein Machtkampf zwischen dem Präsidenten Salva Kiir und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar. Seither versinkt der junge Staat im Bürgerkrieg. Tausende Menschen wurden getötet und mehr als 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt.

Ein Kind trägt einen Wassertank. Bild: X03314

Frauen warten auf die Wasserausgabe. Bild: AP/AP

Trotz Chaos helfen sich die Menschen gegenseitig. Bild: X03314

Innerhalb des UNO-Lagers in der Stadt Bentiu seien sie geschützt vor der Gewalt, nicht aber vor Krankheiten, heisst es in einer Medienmitteilung von MSF vom Montag.

Im Juli sei der grösste Teil des Lagers aufgrund schwerer Niederschläge überschwemmt worden. Seither stünde das Wasser über weite Teile des Lagers kniehoch. Tausende Menschen könnten sich nicht hinlegen und müssten stehend schlafen.

Seit Mai 2014 seien im lokalen MSF-Spital 200 Menschen gestorben, die meisten davon Kinder. Viele der Todesfälle seien direkt auf die Lebensbedingungen zurückzuführen: Den Mangel an sauberem Trinkwasser und Latrinen. (sda)

Ein UNO-Blauhelmsoldat steht bewaffnet vor dem Lager. Bild: X80002

Bild: AP/AP

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Dienstverweigerung ist ein Grundrecht» – Grüne wehren sich gegen Zivildienst-Hürden

Die Armee braucht mehr Soldaten. Deshalb will der Bundesrat die Hürden für den Zivildienst erhöhen und die Zulassungen «substanziell» verringern, wie er heute bekannt gab. Das sorgt bei linken Politikern für rote Köpfe. 

Der Bundesrat will die Hürden für den Zivildienst erhöhen. Heute entschied er daher, die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst substanziell verringern zu wollen. Eine konkrete Zahl nennt er nicht. Der Grund: Die Armee hat zu wenig Rekruten. Pro Jahr werden rund 20’000 Rekruten gebraucht, um die Bestände zu füllen.

Lisa Mazzone, Nationalrätin der Grünen und Co-Präsidenten des Zivildienstverbandes CIVIVA, kritisiert den Angriff auf den Zivildienst scharf. «Ich bin sehr enttäuscht vom Vorschlag …

Artikel lesen