Gesellschaft & Politik
An armed pro-Russian separatist stands guard at the site of the crash of the Il-76 Ukrainian army transport plane in Luhansk June 14, 2014. Pro-Russian separatists shot down a Ukrainian army transport plane with an anti-aircraft missile as it came in to land early on Saturday in the eastern city of Luhansk, killing all 49 military personnel on board. REUTERS/Shamil Zhumatov (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST TRANSPORT MILITARY CONFLICT TPX IMAGES OF THE DAY)

Ein prorussischer Separatist vor dem Wrack des abgeschossenen Flugzeugs. Bild: SHAMIL ZHUMATOV/REUTERS

Ukraine-Konflikt

49 Tote: Prorussische Separatisten schiessen Armee-Transportflugzeug ab

14.06.14, 07:02 14.06.14, 16:59

Der Abschuss eines Militärflugzeugs mit 49 Soldaten durch prorussische Separatisten hat den blutigen Konflikt in der Ostukraine weiter angeheizt. Die Separatisten in Lugansk bekannten sich zu dem Abschuss. Es ist der schwerste Schlag gegen die ukrainische Armee seit Beginn ihrer «Anti-Terror-Offensive» gegen Aufständische Mitte April.

Bei dem «terroristischen Akt» seien alle 49 Insassen ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft in Kiew mit. Separatisten hatten die Transportmaschine vom Typ Iljuschin IL-76 beim nächtlichen Landemanöver auf den Flughafen von Lugansk im Nordosten der Ukraine mit Raketen angegriffen, wie Armeesprecher Wladislaw Selesnjow sagte. Amateurvideos zeigten brennende Trümmer des fast 50 Meter langen Flugzeugs.

Quelle: YouTube/RT

Quelle: YouTube/RT

Der Generalsekretär des Europarats, Thorbjorn Jagland, verurteilte den Abschuss als «sinnlosen Mord». Der neue ukrainische Präsident Petro Poroschenko drohte den Separatisten mit Vergeltung. Der Abschuss sei ein «zynischer terroristischer Akt, der unbedingt bestraft werden wird». Die Täter würden eine «angemessene Antwort» erhalten, sagte Poroschenko, der diesen Sonntag zum Tag der Trauer erklärte.

Nach den Worten des früheren Verteidigungsministers Anatoli Grizenko waren 40 Fallschirmjäger einer Luftlandebrigade aus Dnjepropetrowsk sowie 9 Mann Besatzung an Bord. Das Flugzeug sei in etwa 700 Metern Höhe von Geschossen aus dem Raketenwerfer «Igla» (Nadel) getroffen worden.

Tote bei Gefechten in Mariupol und Donezk

In Mariupol griffen Aufständische am Samstag eine Kolonne des ukrainichen Grenzschutzes mit Granatwerfern an. Bei dem Beschuss seien drei Soldaten getötet und vier verletzt worden, teilten die Behörden mit. In der Region der Ostukraine-Metropole Donezk starb bei einem Luftangriff der Sicherheitskräfte mindestens ein Separatist, sechs wurden verletzt. Die Aufständischen hätten das Feuer erwidert und einen Kampfjet vom Typ Suchoi Su-25 abgeschossen, hiess es. Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können. Die Separatisten wollen die Region von der Ukraine abspalten.  Sie lehnen den prowestlichen Kurs der Regierung in Kiew ab und streben einen Beitritt zu Russland an.

In Lugansk und Umgebung gehen Regierungstruppen seit Wochen gegen Aufständische vor, die dort eine «Volksrepublik Lugansk» ausgerufen haben. (whr/egg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 15.06.2014 09:28
    Highlight Es läuft gerade gut für V. Putin. Die Regierung in Kiew benötigt Geld, Gas, und muss einsehen, dass sie nicht die Kontrolle über den Osten des Landes und die Grenzen hat.
    Jetzt muss V. Putin nur warten, bis alle an den Verhandlungstisch kommen und dann kann er seine Forderungen auf den Tisch legen.
    Und die Reise in die Normandie zeigte der Weltöffentlichkeit, dass V. Putin nicht geächtet ist, sondern nach wie vor dazugehört.
    Wenn er keine gravierenden Fehler mehr macht, gewinnt er die Partie!
    2 0 Melden
  • The Destiny 14.06.2014 19:41
    Highlight Der einzige der Zynisch ist, ist der Genralsekretär des Europarats.
    Wie kann man nur sagen sinnloser Mord ? was tut den diese Anti-Terror Aktion seit über 2 Wochen nun gegen die eigenen Bürger (und seperatisten). Jeder Mord ist genau gleich sinnlos ob er nun von dem Oligarch Poroschenko befelight wird oder von dem Sepetaristenanführer.
    Für die einzelnen Personen hat der eigene Tod natürlich dennoch eine Bedeutung, den wir ALLE sind noch keine Zombies bez. kontrollierte Einheiten der Regierung. So mag der eine als Martyrer für seine Rechte und Ideale Sterben genauso wie der andere geneüber, schlussendlich ist man Tot und dann sind wir alle wieder gleich Ob Homosexuell, Nazi, Normaler Bürger oder Elite Player, ob Ost oder West am Ende sterben wir ALLE.

    So möge man das Leben ehren und versuchen etwas gutes zu tun und nicht aus niederen trieben wie gier, hass oder eifersucht sich zu Untaten verleiten zu lassen.

    mfg s.b
    Ich wünsche der community ein schönes weekend.
    2 0 Melden

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