Gesellschaft & Politik
Masked pro-Russian activists control the entrance to regional Television Centre during the mass storming of the TV headquarters in Donetsk, Ukraine, Sunday, April 27, 2014.  Insurgents in Slovyansk have taken a number of people hostage, including journalists and pro-Ukraine activists, as they strengthen their control in the east of the country in defiance of the interim government in Kiev and its Western supporters. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

Prorussische Separatisten bringen den TV-Sender in Donezk in ihre Kontrolle Bild: AP/AP

Krise in der Ukraine

Separatisten bringen TV-Sender in Donezk unter Kontrolle - USA wollen Sanktionen gegen «sehr engen Zirkel» um Putin

27.04.14, 17:11

Im Osten der Ukraine habe prorussische Separatisten die Kontrolle über einen Fernsehsender übernommen. Vier maskierte Aufständische mit Schlagstöcken und Schilden bewachten am Sonntag den Eingang des Gebäudes in Donezk. Im Innern waren weitere uniformierte Separatisten zu sehen. Ein wenig entfernt standen rund 15 Polizisten, sie griffen aber nicht ein. Vor dem Gebäude demonstrierten etwa 400 Menschen, sie riefen «Russland!» und «Referendum!» und verliehen damit ihrer Forderung nach einem Anschluss an Russland Ausdruck. Die Wachen an den Türen blieben, auch nachdem die Demonstranten weitergezogen waren.

Auf die Frage, warum die Separatisten das Gebäude in ihre Gewalt brachten, antwortete einer der Männer am Eingang: «Sie zeigen Lügen, sie versuchen, die Leute zu beeinflussen und verbreiten Falschinformationen.» Die Mitarbeiter des regionalen staatlichen Senders seien noch in den Büros, würden aber bald nach Hause geschickt. In der Millionenstadt Donezk, Metropole der Kohle- und Industrie-Region Donbass, halten die Separatisten bereits den Amtssitz des Gouverneurs und das Rathaus besetzt.

USA wollen Sanktionen gegen Putins Clan

Die USA wollen mit der geplanten nächsten Sanktionsrunde in der Ukraine-Krise den engen Zirkel um den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Das kündigte Vize-Sicherheitsberater Tony Blinken am Sonntag in einem Interview des Senders NBC an.

Blinken wollte auch nicht ausschliessen, dass irgendwann Putin selbst ins Visier genommen werde. Aber ein Staatsoberhaupt persönlich auf diese Weise direkt zu bestrafen, sei nicht üblich, sagte Blinken. Die möglicherweise bereits für Montag geplanten neuen Sanktionen würden Personen in Putins sehr enger Umgebung «direkt treffen».

Der «New York Times» zufolge ist es wahrscheinlich, dass die Chefs der staatlichen Ölgesellschaft Rosneft und des Energiegiganten Gazprom auf der Sanktionsliste stehen werden. Die Zeitung berief sich dabei auf Angaben von US-Regierungsbeamten. 

«Es ist, als ob man in einem Kreis steht, und plötzlich wird auf jeden in diesem Kreis eine Bombe geworfen», beschrieb der Demokrat Robert Menendez, der den Auswärtigen Ausschuss des US-Senats leitet, den Mechanismus. «Und das ist eine Botschaft an dich, dass es jetzt eng für dich wird.» (kub/sda/dpa/reu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Migu Schweiz 28.04.2014 01:50
    Highlight Jetzt ziehen die amis aber schweres Geschütz auf.
    0 1 Melden
  • elivi 27.04.2014 22:02
    Highlight ab wann werden die seperatisten den terroristen genannt? das verhalten ist meiner meinung eher terror ähnlich.
    1 0 Melden
  • zombie1969 27.04.2014 20:09
    Highlight Die Russen werden sich weiterhin eher ruhig verhalten. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis in der Ostukraine Zivilisten durch den Militäreinsatz der Übergangsregierung umkommen.
    Das wird man dann vertuschen wollen, was aber nur eine kurze Zeit gelingen wird. Wenn die ersten Bilder im TV auftauchen, wird besonders die EU in Erklärungsnot geraten.
    1 0 Melden

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