Gesellschaft & Politik

Tote, Gefangene und Überläufer

Neue Kämpfe in ostukrainischer Grossstadt Slawjansk

18.05.14, 12:04 18.05.14, 12:15

Prorussische Aktivisten berichten von neuen Kämpfen in der von ihnen kontrollierten ostukrainischen Grossstadt Slawjansk. Die Aufständischen hätten den Beschuss durch ukrainische Regierungstruppen abgewehrt und sieben Angreifer getötet, sagte der selbst ernannte «Volksbürgermeister», Wjatscheslaw Ponomarjow, der Agentur Interfax.

Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow teilte mit, dass ein Lager der regierungstreuen Nationalgarde von schwer bewaffneten prorussischen Uniformierten überfallen worden sei. Dabei sei ein Angreifer erschossen, ein anderer gefangenen genommen worden. Die Nationalgarde informierte in Kiew darüber, dass Teile einer Einheit auf einem Militärgelände im Raum Donezk am Samstag zu den prorussischen Kräften übergelaufen seien. Gegen die Männer werde wegen Verrats ermittelt. Der Stützpunkt mit Technik habe nach dem Zwischenfall verlagert werden müssen.

Die von der EU und den USA unterstützte Regierung geht seit Wochen mit einer «Anti-Terror-Operation» gegen die Separatisten in den nicht anerkannten «Volksrepubliken» Donezk und Lugansk vor. Dabei starben in der Region bereits mehr als 100 Menschen. (sda/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Süd-Ukraine

Dutzende Menschen sterben in brennendem Gebäude in Odessa

In der süd-ukrainischen Millionenstadt Odessa eskaliert die Gewalt. Bei Strassenschlachten geriet ein Gebäude in Brand, Dutzende Menschen kamen dabei qualvoll ums Leben.

Bei Krawallen in der Stadt Odessa am Schwarzen Meer sind Dutzende Menschen gestorben. Ein Gewerkschaftsgebäude geriet bei Strassenschlachten in Brand, viele Menschen kamen darin qualvoll ums Leben. Das ukrainische Innenministerium sprach am Abend von 38 Toten. 30 von ihnen seien durch Rauchgasvergiftung gestorben, acht weitere an Verletzungen, die sie sich durch panische Sprünge aus den Fenstern zugezogen hätten. Das Feuer sei auf «kriminelle Brandstiftung» zurückzuführen.

Noch gibt es keine …

Artikel lesen