Gesellschaft & Politik
Un homme regarde le logo Giroud Vins sur la facade du batiment avant le changement d'enseigne, ce lundi 2 juin 2014 a Sion. L'enseigne Giroud Vins va disparaitre du siege de Sion et sera remplacee par une nouvelle raison sociale, "Chateau Constellation". (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Giroud-Affäre

Verhafteter Hacker arbeitete als Sicherheitsexperte bei der Ruag

15.06.14, 05:45 15.06.14, 08:30
ARCHIVBILD ZUR VERHAFTUNG DES WEINHAENDLERS DOMINIQUE GIROUD --- Dominique Giroud proprietaire de la Cave Giroud Vins et de vaches lors de l'inalpe sur l'alpage de la Combyre ce samedi 27 juin 2009 a Veysonnaz. En juin, chaque eleveur amene son troupeau de vaches a l'alpage pour l'inalpe ou il le melange a ceux de ces collegues. Des joutes spectaculaires ont lieu, lors desquelles se dessinera la hierarchie du troupeau. Les vaches combattent naturellement, pour que la plus forte d'entre elle les guide et choisisse la meilleure herbe. Les vaches passeront l'ete sous la garde de bergers avant la Desalpe au mois de septembre. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Im Zentrum der Affäre: Der Weinhändler Dominique Giroud. Bild: KEYSTONE

In der Affäre um den Walliser Weinhändler Dominique Giroud kommen neue Details ans Licht: Ein Hacker, der im Auftrag Girouds versucht haben soll, Computer von zwei Journalisten zu kapern, arbeitete bei der Ruag. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, war der Beschuldigte beim staatlichen Rüstungsbetrieb bis letzten August als Sicherheitsexperte tätig. Der Mann ist ein Spezialist für Internetsicherheit und gehört zu den renommiertesten Hackern der Schweiz.

Laut «NZZ am Sonntag» und «Schweiz am Sonntag» hatte ein weiterer Beschuldigter, ein Genfer Privatdetektiv, eine politische Vergangenheit: Er sass von 2007 bis 2012 im Parlament einer Genfer Vorortsgemeinde – die ersten drei Jahre für die SVP, ab 2010 für die Rechtsaussenpartei Mouvement Citoyen Genevois. 

War der Detektiv informeller Mitarbeiter des NDB?

Vor zwei Jahren trat der Mann mit Verweis auf seine «beruflichen Aktivitäten» zurück. Der 60-Jährige war bis Donnerstag auch Mitglied des «Organized Crime Observatory», eines privaten Netzwerks gegen organisierte Kriminalität. Dieses suspendierte die Mitgliedschaft des Detektivs aber unmittelbar nach seiner Verhaftung.

Der Genfer Privatdetektiv soll den ebenfalls beschuldigten Mitarbeiter des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) seit mehreren Jahren kennen und ihm regelmässig als Quelle gedient haben. Im Bundeshaus vermuten zudem Politiker, die mit der Materie vertraut sind, dass der Detektiv als informeller Mitarbeiter des NDB tätig war, schreibt die «NZZ am Sonntag». 

Gegen Giroud laufen mehrere Verfahren

Giroud und drei seiner Komplizen sind am vergangenen Mittwoch verhaftet worden. Die vier werden verdächtigt, Computer von Journalisten gehackt zu haben, die unliebsame Berichte über den Winzer verbreitet hatten

Gegen den bekannten Weinhändler laufen mehrere Verfahren. Sein Firmenimperium soll Einnahmen von rund 13 Millionen Franken unterschlagen haben. Zudem wird Giroud beschuldigt, über 350'000 Liter Wein gepanscht zu haben. (rey)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie weiter nach dem Aus für Jamaika? Das sind die drei Möglichkeiten

Nach dem Jamaika-Aus herrscht Krisenstimmung in Berlin. Die Parteien müssen jetzt schleunigst nach neuen Lösungen für die Regierungsarbeit suchen. Was ist möglich? 

Keine Zeit für Katerstimmung: Knapp zwei Monate nach der Bundestagswahl ist völlig offen, wer Deutschland künftig führen soll. Mit dem Abbruch der Sondierungsgespräche hat die FDP die Idee einer Jamaika-Koalition vorerst begraben – und die politische Krise in Berlin dramatisch verschärft. «Es ist ein Tag mindestens des tiefen Nachdenkens», erklärte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in der Nacht. 

Doch allzu lange sollte dieses Nachdenken nicht dauern. Deutschland kann sich eine rein …

Artikel lesen