Gesellschaft & Politik

Dschedda

Saudischer Blogger Raif Badawi wird heute «aus medizinischen Gründen» nicht ausgepeitscht 

16.01.15, 14:28 16.01.15, 15:03

Proteste vor der saudischen Botschaft in Wien. Bild: EPA/APA

Der saudiarabische Blogger, der wegen Beleidigung des Islams zu 1000 Peitschenhieben verurteilt worden ist, bleibt heute verschont. Wie seine Frau gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilt, hat der Gefängnisarzt in Dschedda die nächsten 50 Hiebe verschoben, weil Raif Badawis Gesundheitszustand  die Bestrafung nicht zulasse.

Der 30-jährige Aktivist hatte auf seiner Internetseite Liberal Saudi Network immer wieder die Religionspolizei für ihre harte Durchsetzung der in dem wahhabitischen Königreich vorherrschenden strengen Auslegung des Islam kritisiert. Im Jahr 2012 wurde er deshalb festgenommen und im vergangenen Jahr wegen «Beleidigung des Islam» zu zehn Jahren Haft, einer Geldstrafe und den 1000 Peitschenhieben verurteilt. (kri)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 16.01.2015 15:59
    Highlight Der Fall Badawi ( und andere: http://www.zeit.de/1997/12/Sarahs_Story ) macht die westliche Doppelmoral wieder sehr deutlich. Es ist unbegreiflich, wie man ein offensichtlich autokratisches Schreckensregime auch noch mit Militärgütern versorgen kann.
    Das Eintreten für Menschenrechte ist also nur dann und dort opportun, wo es nichts kostet. Also am Montag Charlie sein und am Dienstag wieder zurück zu business as usual.
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  • Der Tom 16.01.2015 15:27
    Highlight Wieso gibt es dort keinen Frühling? Wohlstand, Trägheit, Unwissenheit oder Zufriedenheit? Gibt es dort auch Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit oder das Frauenstimmrecht? Womit verdienen die eigentlich so viel Geld?
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