Gesundheit
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Monokini 2.0

Die Bademode für brustamputierte Frauen, die nichts verstecken wollen, wo «es nichts mehr zu verstecken gibt»

Die Finnin Elina Halttunen erkrankte an Brustkrebs und musste die linke Brust entfernen lassen. Danach hatte sie nie das Bedürfnis, den fehlenden Körperteil mit einer Operation künstlich zu ersetzen. Nicht wie die meisten anderen Betroffenen.

Elina in einer Eigenkreation

Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät,  photographer Pinja Valja

Elina: «Ich will mich nicht verstecken, ich will nicht aufhören zu schwimmen, ich will mich nicht extensiven Schönheitsoperationen unterziehen und ich will keine unbequemen Prothesen am Strand tragen. Ich will mich so frei fühlen wie vor dem Krebs und Monokini 2.0 gibt mir die Möglichkeit, genau das zu tun.» Bild: Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät, photographer Pinja Valja

Geld muss her

Damit die Badeanzüge erschwinglich produziert werden können, braucht Monokini 2.0 finanzielle Unterstützung. Deshalb stellen die Damen ihr Projekt auf der Fundrising-Site Kickstarter vor.

Virve in einem Badeanzug von Tyra Therman

Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät,  photographer Pinja Valja

Virve: «Ich hoffe, dass meine Teilnahme meinen Schwestern in der selben Situation Kraft und Mut gibt. Mit einer Brust zu leben kann toll sein.» Bild: Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät, photographer Pinja Valja

Laut Halttunen erkranken weltweit jedes Jahr 1,8 Millionen Frauen an Brustkrebs. Die meisten von ihnen müssten als Folge eine oder beide Brüste abnehmen lassen. Das hiesse, dass es Millionen von Frauen geben müsste, die eine oder keine Brust haben, die diese Tatsache vor der Öffentlichkeit verstecken. Das will die 40-Jährige ändern.

Und zwar mit dem Monokini 2.0, einem komplett neuartigen Badeanzug. So verhüllen die Schwimmanzüge, die eine Gruppe finnischer Modedesignerinnen mit dem schönen Namen «Irre Torten» (besser noch ist der Name auf Finnisch: «Tärähtäneet ämmät») kreiert haben, die Haut nicht, wo einmal die Brust war. «Weil es schliesslich auch gar nichts mehr zu verstecken gibt», wie das Team hinter Monokini 2.0 schreibt.

Sirpa in einem Anzug von Tärähtäneet Ämmät

Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät,  photographer Pinja Valja

Sirpa: «Frausein dreht sich nicht nur um Brüste (oder dass man sie nicht mehr hat). Ich hoffe, dass mit diesem Projekt die Diskussion darüber einfacher und natürlicher wird.» Bild: Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät, photographer Pinja Valja

Der Ur-Monokini aus den 1960ern

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Ein Monokini nach Rudi Gernreich.  Bild: Wikipedia

Der Slogan von Monokini 2.0 lautet «Who says you need two?» («Wer sagt, dass du zwei brauchst?») und den Namen haben sie gewählt, weil Monokini schon vergeben war. Und zwar hat sich diesen der Designer Rudi Gernreich in den 1960er Jahren geschnappt für einen Badeanzug, der beide Brüste unverhüllt liess. Gernreichs Anzug sollte es den Frauen einfacher machen, oben ohne an den Strand zu gehen. Passenderweise wollen es die Macherinnen von Monokini 2.0 Frauen ohne Brüste einfacher machen, an den Strand zu gehen.

Das Monokini mit Oberteil

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Seit 2006 gibt es den Ur-Monokini auch mit Oberteil. Bild: Shutterstock

Reetta in einer Vilma-Riitijoki-Kreation

Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät,  photographer Pinja Valja

Reetta: «Dies ist das bemerkenswerteste Projekt, von dem ich je gehört habe. Es zeigt, dass brustamputierte Frauen nicht unglücklich sind.» Bild: Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät, photographer Pinja Valja

Aber nicht nur die betroffenen Frauen soll Monokini 2.0 befreien. Die Schwimmanzüge sollen uns dazu bringen, über unser Bild, das wir von Frauen haben, nachzudenken. Halttunen: «Es ist mir klar, dass Brüste für das Selbstbewusstsein vieler Frauen wichtig sind. Aber ich denke auch, dass wir ziemlich stur sind, wenn es darum geht, was wir als schön, gesund und normal betrachten.»

Camilla in einem Badkleid von Timo Rissanen

Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät,  photographer Pinja Valja

Camilla: «Als ich von diesem Projekt hörte, wusste ich, dass ich da mitmachen MUSS. Danke, dass ich dabei sein durfte. Und wisst ihr was? Ich liebe dieses Foto von mir.» Bild: Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät, photographer Pinja Valja

Kristiina trägt ein extravagantes Schwimmteil von Outi Pyy

Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät,  photographer Pinja Valja

Kristiina: «Ich bin so glücklich und stolz, dass ich Teil von diesem wichtigen und grossartigen Projekt sein kann.» Bild: Swimsuits monokini 2.0 Project by Nutty Tarts / Tärähtäneet ämmät, photographer Pinja Valja



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