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Die aus dem Buddhismus stammende Technik wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Bild: shutterstock

Heilende Wirkung für den Körper: Warum Meditation viel mehr als eine Wellness-Übung ist

01.06.15, 09:08

Nadine Dressler / gesundleben



Ein Artikel von

Klassische Meditationsübungen sollen vor allem dabei helfen, aus dem stressigen Alltag zu entfliehen und uns helfen abzuschalten. Aber auch bei körperlichen Leiden können sie zum Einsatz kommen. Ein Beispiel dafür ist MBSR (Mind­fulness Based Stress Reduction) – die Stressbewältigung durch Achtsamkeit. 

Eigentlich entstand diese Methode als eine Therapieform. Der Molekularbiologe Dr. Jon Kabat-Zinn hatte sie Ende der 1970er Jahre zur Stressbewältigung bei der Behandlung von Herzinfarkt-Patienten eingesetzt und beachtliche Erfolge erzielt. 

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Die Wirkung von MBSR ist wissenschaftlich erforscht. Studien belegen die positive Auswirkung auf Stress, Angst und Depression. Auch ein Effekt auf körperliche Erkrankungen konnte bewiesen werden, so dass MBSR heute zu einem anerkannten Instrumentarium gehört. Das zugrundeliegende Prinzip kommt aus dem Buddhismus und ist dort seit Jahrhunderten bekannt: Nur wer sich auf sein Inneres konzentriert, kann mit den äusseren Umständen umgehen lernen. 

Coaches empfehlen Meditation

Es sind klassische Meditationsübungen, wie Sitzmeditation, Hatha-Yoga und Gehmeditation, die helfen sollen, um sich ganz einer Sache zu widmen. Denn die Achtsamkeit verlangt nach nichts weiterem, als nach der Einlassung auf einen Moment. Alles andere wird ausgeschlossen, man fokussiert seine Gedanken auf einen Teil. Bei der Achtsamkeit kommt es darauf an, Situationen nicht zu bewerten und damit den Stress, den man sich selbst macht, auszusperren. 

Viele dieser Übungen haben sich mittlerweile auch in ganz anderen Bereichen etabliert, wie bei der Personalentwicklung und beim Coaching. Dr. Kabat-Zinn gibt in den USA unter anderem Kurse für Manager, um diesem potentiell stressreichen Berufszweig einen Ausweg zu zeigen. 

Die Achtsamkeitsübungen lassen sich im Alltag einbauen und unabhängig von Zeit und Ort ausführen. Sie sind ideal, um mithilfe der Meditation Kraftreserven zu aktivieren. Denn die Übungen helfen einem nicht nur dabei, richtig abzuschalten, sondern sie ermöglichen auch, sich voll zu konzentrieren. Wer im Arbeitsalltag also voll da sein muss und für ein Projekt 100 Prozent Leistung bringen will, erhält durch die Achtsamkeitsübungen neuen Elan und die benötigte Konzentration, um ganz bei seinem Thema zu bleiben. 

Wer Erfolg haben will, braucht geduld

MBSR ist dabei mehr als nur eine Wellness-Übung. In einer wissenschaftlichen Untersuchungsreihe fanden deutsche Forscher heraus, wie sich die Übungen auf den Mandelkern (Amygdala) im Gehirn auswirken. Schon nach acht Wochen Achtsamkeitstraining konnten die Wissenschaftler eine Vergrösserung des Mandelkerns nachweisen.

Die Amygdala spielt eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung von Situationen und reagiert auf Stressreize. Die positiven Veränderungen im Gehirn durch die Meditation unterstützen ein anderes Empfinden von Stresssituationen. Das heisst, dass eine Stresssituation ganz anders bewertet wird und nicht zu einem Teufelskreis der schlechten Emotionen führen muss. Die neue emotionale Ebene wirkt sich beruhigend auf den Körper aus. 

Um mit den Meditationsübungen Kraft schöpfen zu können, benötigt man Zeit und die Disziplin, die Übungen regelmässig in den Alltag zu integrieren. Denn einen schnellen Erfolg gibt es nicht, auch wenn die Meditation selbst schon auf Viele beim ersten Mal beruhigend wirkt. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 01.06.2015 21:12
    Highlight Ob MBSR, Yoga, oder Autogenes Training, QiGong, TaiChi, oder.....
    ...die Wirkung ist nachgewiesen...
    Eines ist allen Methoden gemeinsam. Sie wirken über die Atmung auf Körper und Psyche. Der Atem ist der gemeinsame Nenner. Wer den Atem mit dem Herz synchronisieren kann, z.B. über Yoga (Asanas), wirkt über die Körperbewegung nach innen. Wer beim Autogenen Training über die Vorstellungskraft oder konzentrativer Selbstentspannung den Atem und den Körper harmonisiert, erreicht den gleichen Effekt. Sich die Zeit für das Jetzt zu nehmen, ohne esoterisch-religiösen Anspruch sich achtsam vom Äusseren zum Inneren hinzuwenden, durch die synchronisierte Atmung den Körper und Geist in einen harmonischen Zustand zu versetzen, ist ein lohnendes Ziel. Gesundheit, Souveränität (fernab jeglicher Modeströmungen) und die Liebe für den Weg dazu, bilden einen Kreislauf. Wer linear eine effektive und effiziente Methode sucht, um den Stress als lästige Begleitetscheinung zu töten, der ist auf dem Holzweg und muss vom ständig sendenden in den abwartenden empfangenden Modus wechseln. Es gibt keine Überholspuren und Abkürzungen dabei. Einlassen können ist eine entscheidende Kompetenz beim Loslassen und gleichzeitig Ankommen. Willkommen bei deinem Ich, das du dann wahrnimmst, aber nicht bewertest. Es IST und das ist gut so.
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  • Benja 01.06.2015 11:58
    Highlight tja, da hört die Kompetenz der Worte schnell auf. Was wirklich passiert, kann niemand beschreiben, jede Beschreibung ist eine Untertreibung. Nur die Erfahrung bringt's. Der grösste Unterschied zu Wellness ist übrigens, dass seriöse Meditation harte Arbeit sein kann, Wellness hingegen ist eher ein Weg des geringsten Widerstands.
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