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Den Krebs länger überleben – dank einer Hand voll Nüsse

13.03.18, 09:59
Team watson
Team watson



Nüsse sind gesund, das ist hinlänglich bekannt: Sie enthalten Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Doch nun kommt eine neue Erkenntnis hinzu: Nüsse helfen Krebspatienten, ihre Krankheit länger zu überleben.

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Zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie der Yale Universität. Die Forscher haben das Essverhalten von 826 Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs untersucht. Dabei zeigte sich: Betroffene, die mehr als 55 Gramm Nüsse pro Woche assen, überlebten länger als jene, die auf Nüsse verzichteten. Dies gilt für den Verzehr von Wal-, Hasel-, Cashew- und Mandelnüssen. Nicht aber für Erdnüsse. 

Die Forscher gehen davon aus, dass die sättigende Wirkung von Nüssen für diesen Effekt verantwortlich ist. Denn wer Nüsse esse, greife weniger zu ungesundem Essen.

Schon frühere Studien haben gezeigt, dass Nüsse den Krebs zumindest bremsen könnten. So reicht gemäss einer Untersuchung der Marshall University bereits eine kleine Menge Walnüsse, um bei Mäusen das Fortschreiten von Brustkrebs zu verlangsamen.

>>> Dieser Reifen soll das Feinstaubproblem lösen

Innovation am Genfer Autosalon: Der Reifenhersteller Goodyear stellt seinen Reifen Oxygene vor, der Sauerstoff produzieren, Elektrizität gewinnen und in Lichtgeschwindigkeit kommunizieren kann, berichtet das Newsportal «Trends der Zukunft». 

Zudem besteht er aus recycelten Autoreifen. Ziel von Goodyear ist es, «das Denken in klassischen Bahnen zu verlassen und neue innovative Lösungen für altbekannte Probleme zu finden», schreibt das Portal weiter.

An den Seitenwänden des Reifens wächst natürliches Moos. Die Pflanzen sind hinter einer Glas-Felge angebracht, damit man sie unterwegs nicht verliert. Die Aussenstruktur sorgt zudem dafür, dass ausreichend Wasser an die Pflanzen gelangt. Somit wird die Photosynthese in Gang gesetzt, die CO2 aus der Luft filtert und in Sauerstoff umwandelt.

Der Konzern rechnet vor: Wenn alle 2,5 Millionen Autos im Pariser Grossraum auf die neuen Reifen wechseln würden, könnten pro Jahr ganze 4000 Tonnen CO2 unschädlich gemacht werden.

Französische Stadt setzt auf Hühner als Bio-Müllschlucker

Immer noch landet in Privathaushalten viel zu viel Bio-Müll im Hauskehricht und wird in der Folge verbrannt. Um diesem Problem zu begegnen, setzt die Verwaltung der Agglomeration des französischen Colmar jetzt auf ein ungewohntes Mittel: Über 1000 Hühner der Rassen «Poule d'Alsace» und «Poule rousse» wurden bereits an Privathaushalte verteilt.

Ein «Poule d'Alsace»: Hühner dieser Rasse werden in Colmar in Privathaushalten als Müllschlucker eingesetzt. Bild: wikimedia commons

Rund 150 Kilogramm Bio-Müll pro Jahr frisst ein Huhn durchschnittlich. Wie die Huffington Post berichtet, preist der Chef der Abfallbetriebe der Stadt im Elsass die Idee als Erfolg an. Dank den Hühnern müsse der anfallende Bio-Müll nicht verbrannt werden. Damit spare man Geld und tue etwas Gutes für die Umwelt. Schliesslich entstehe beim Verbrennen von Abfall Schadstoffe und Treibhausgase.

Touristenmagnet: Die Altstadt des elsässischen Colmar. Bild: wikimedia commons

Die nächste Frist für Bewerbungen für die «Müllschlucker-Hühner» endet Mitte April. Damit sie von der Verwaltung ein Hühnerpaar bekommen, müssen die Bewohner Colmars verschiedene Bedingungen erfüllen: Die Hühner brauchen einen ausreichend grossen Stall, Freilauf in einem Garten, Schutz vor Fressfeinden sowie eine geregelte Ferienvertretung, falls die Besitzer verreisen.

Colmar ist nicht die einzige Gemeinde, welche Müllschlucker-Hühner einsetzt. Ähnliche Programme gibt es etwa in Bordeaux oder Versailles. Und auch die französische Staatsbahn SNCF hat neben diversen Bahnhöfen Hühnerstellen für die tierischen Müllschlucker errichtet.

>>> Wer am Abend eine To-do-Liste schreibt, schläft besser

Wer eine To-do-Liste auf den Nachttisch legt, schläft besser, sagt eine neue Studie. Bild: Shutterstock

Du liegst im Bett, kneifst deine Augen angestrengt zusammen, doch der erlösende Schlaf will einfach nicht kommen? Wenn es dir häufig so ergeht, dann haben Forscher der amerikanischen Universität Baylor möglicherweise die Lösung für dich gefunden.

In einer Studie haben die Wissenschaftler entdeckt, dass viele Menschen besser schlafen, wenn sie vor dem ins Bett gehen eine To-do-Liste für den nächsten Tag schreiben und sie danach auf den Nachttisch legen. 

Dazu haben sie einen Versuch mit zwei Gruppen durchgeführt. Die Teilnehmer mit einer To-do-Liste schliefen durchschnittlich nach 16 Minuten ein, jene ohne eine solche Liste brauchten 9 Minuten länger. 

Die Forscher haben auch eine Erklärung für dieses Phänomen: Und zwar befreie die Anfertigung einer solchen Liste den Kopf. Zudem verdränge der Gedanke an unerledigte Aufgaben die Erinnerung an persönliche Erfolge.

Falls du es versuchen willst, hier noch ein Tipp: Verfasse die Aufgaben für den nächsten Tag möglichst konkret. Denn je umfassender die Aufgabenliste war, desto früher schliefen die Testpersonen ein.

>>> Wie das Geräusch von Bienen Elefanten vor Zügen warnen soll

Andere Länder, andere Probleme, dies zeigt der Blick nach Indien, wo Zugsunternehmen mit einer tierischen Problematik kämpfen, die der SBB mehr als fremd ist.

Wenn Elefanten die Geleise überqueren, schweben sie in grosser Gefahr. Nur: Den mächtigen Tieren ist dies nicht bewusst und so kommt es immer wieder zu schrecklichen Zusammenstössen mit Schnellzügen. Wie im Jahr 2013, als im Osten Indiens ein Passagierzug gleich sieben Elefanten in den Tod riss und zehn weitere schwer verletzte.

Das indische Eisenbahnunternehmen Northeast Frontier Railway (NFR) will die Zahl solcher Unfälle massiv reduzieren. Dabei helfen soll die Angst der Elefanten vor Bienenstichen.

In der Nähe von Bahngleisen wurden Lautsprecher aufgestellt, die im Falle eines nahenden Zuges das typische Summen von Bienen abspielen. Sobald Elefanten das Geräusch hören, bleiben sie den Geleisen fern und es kommt nicht zum Zusammenstoss mit dem Zug.

Wenn es summt, fliehen die Elefanten

Video: YouTube/Ciska Scheijen

«Es ist ein einfaches Gerät, das den aufgenommenen Klang von Honigbienen verstärkt, die aus dem Internet heruntergeladen wurden», sagt Ravilesh Kumar, der zuständige Manager zur «Hindustan Times». Und der Sprecher des Bahnunternehmens NFR sagt: «Elefanten, die nach Futter suchen, können nicht daran gehindert werden, die Schienen zu überqueren. Aber das Gerät kann uns helfen, die Zahl der Unfälle zu reduzieren.»

Farmer nutzen die Angst der Elefanten von Bienen übrigens schon länger. Sie wollen die Tiere damit von ihren Farmen fernhalten.

Wie, das siehst du hier

Video: YouTube/Eatglobe L.

>>> Mit Pink gegen Keime

Ein pinkes Mittel soll dazu beitragen, dass jeder sich die Hände noch gründlicher desinfiziert. Bild: Heyfair

Im Krankenhaus lauern Keime. So ziehen sich in der Schweiz pro Jahr rund 70'000 Menschen eine Spitalinfektion zu – 2000 sterben letztlich daran. Gemäss Schätzungen könnten ein Drittel dieser Infektionen mit der richtigen Hygiene verhindert werden. Dazu gehört insbesondere das gründliche Desinfizieren der Hände.

Damit Ärzte und Pfleger sich noch sorgfältiger und lückenloser die Hände desinfizieren, hat das deutsche Start-up Heyfaire ein neues Desinfektionsmittel entwickelt. Das Besondere daran: Es ist pink. Zumindest für die ersten 120 Sekunden. Danach verschwindet die Farbe restlos.

Innert 120 Sekunden wird die Farbe unsichtbar

Bild: Heyfair

Dank der pinken Farbe kann jeder sofort erkennen, ob er seine Hände lückenlos desinfiziert hat. Und ob er eine genügend grosse Menge des Mittels verwendet hat. «Wir haben die Farbigkeit so eingestellt, dass die Hände erst bei einer ausreichenden Menge so richtig schön pink werden», sagt Robert Hellmundt, einer der Gründer des Start-ups, gegenüber dem Magazin Enorm. Denn vielen sei gar nicht bewusst: «Bei zu wenig Desinfektionsmittel leidet die Wirksamkeit, es werden nicht alle Erreger abgetötet.»

Ab diesem Jahr soll die neue Erfindung bei Hygieneschulungen genutzt werden. Krankenhäuser und Labors können das Mittel ab 2019 benutzen.  

>>> Im Labor gezüchtete Knochen könnten bald Orthopädie-Patienten helfen

Israelische Forscher haben einem Patienten im Labor gezüchtetes Knochengewebe aus körpereigenen Zellen implantiert. Nun schöpfen schwierige Orthopädie-Patienten Hoffnung.

Mit dem gezüchteten Knochengewebe sei eine Lücke von vier Zentimetern in seinem Schienbein geschlossen worden, sagte der behandelnde Arzt Nimrod Rozen vom Haemek Spital im Norden Israels an einer Medienkonferenz. Der Eingriff sei bislang einmalig. 

Die israelische Firma Bonus Biogroup in der Küstenstadt Haifa hat das Knochengewebe gezüchtet. Dafür wurde dem Patienten Fettgewebe abgesaugt, wie Firmenchef Schai Meretzki das Verfahren erklärt. Innerhalb von zwei Wochen wird damit später im Labor Knochengewebe gezüchtet. 

Nimrod Rozen und sein Team. bild: dpa / sda

Innerhalb von zwei Monaten entwickle sich das Gewebe dann zu einem Knochen. Der neue Knochen verhalte sich ganz normal, bei Jugendlichen etwa wachse er mit. Meretzki: «Weil jeder Patient einen Knochen bekommt, der aus seinen eigenen Zellen geschaffen wurde, gibt es keine Nebenwirkungen, es besteht nicht die Gefahr einer Immunabwehr.»

Joachim Nickel, Wissenschaftler am Lehrstuhl für Gewebezüchtung am Universitätsklinikum im deutschen Würzburg, erklärt: «Die Alternative bei einer solchen Knochenfraktur ist, dass man einem Patienten an einer gesunden Stelle des Körpers Knochen entnimmt und an die defekte Stelle transplantiert.» Er verweist auf Zahlen, wonach in der westlichen Welt bis zu jeder zehnte Bruch nicht selbständig verheilt. «Für alle diese Fälle käme das eben infrage», sagt er.

Die israelischen Wissenschaftler betonen, dass Menschen vor allem durch den Alterungsprozess, Infektionen oder Tumore Knochen verlören. So könnten mit dem Verfahren auch etwa durch Osteoporose brüchige Knochen wieder gefestigt werden. (sda/ats)

>>> Lego goes Öko: Das tut der Spielzeughersteller, um seine Ökobilanz zu verbessern

Die farbigen Bauklötze lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Auch unter den Erwachsenen lassen sich begeisterte Sammler finden. Doch einen Haken haben die Bausteine: Sie bestehen aus Kunststoff, der aus Erdöl gewonnen wird. Das sorgt nicht gerade für eine positive Ökobilanz des dänischen Spielzeugherstellers.  

Das lebensgrosse Lego-Haus in Billund, Dänemark.  bild: EPA/Scanpix Denmark

Lego will das nun ändern. Und plant ab 2030 einen grossen Teil seiner Bauklötzchen nur noch aus pflanzlichem Kunststoff herzustellen. Dadurch will der Spielzeug-Konzern unabhängig von fossilen Rohstoffen sein und so seinen ökologischen Fussabdruck verringern.

Bäume, Büsche und Blätter werden bereits ab 2018 Erdöl-frei produziert.  Bild: obs/LEGO GmbH/Maria Tuxen Hedegaard

«Es hört sich vielleicht übertrieben an, aber wir sind überzeugt, dass wir es den Kindern schuldig sind, ihren Planeten nicht zu beschädigen, indem wir ihr Lieblingsspielzeug herstellen», sagte Tim Brooks, der Vizepräsident des Umweltcenters von Lego in einem Interview gegenüber Mashable

Die ersten «Öko-Legos» kommen noch vor 2030 auf den Markt, wie Lego in einer Meldung mitteilte. Alle botanischen Lego-Elemente wie Blätter, Bäume und Büsche werden bereits dieses Jahr aus Polyethylen bestehen. Polyethylen ist ebenfalls ein Kunststoff, aber auf Zuckerrohrbasis. 

>>> Weil andere es nötiger haben: Kanadische Ärzte wollen auf Lohnerhöhung verzichten

Die Löhne von kanadischen Ärzten sollen bis 2023 erheblich erhöht werden. Dagegen wehren sich nun mehr als 250 Ärzte aus der Provinz Québec. Der Grund: Die Gelder werden an anderen Orten dringlicher benötigt. So würden beispielsweise Krankenschwestern und andere Posten in der Pflege weiterhin unter harten Arbeitsbedingungen leiden.

In einem offenen Brief an die Regierung der Provinz haben die Ärzte deshalb gefordert, dass zuerst die Löhne der Krankenschwestern und des Pflegepersonals angehoben werden sollten. 

Die Ärztin Isabelle Leblanc, Mitunterzeichnerin des Briefes, sagt zu «thestar.com», dass die Gelder im Gesundheitssystem begrenzt sind. «Wenn man den Ärzten mehr ausbezahlt, bleibt weniger für die anderen Angestellten übrig», so Leblanc. Das Argument, Ärzte sollen besser bezahlt werden, weil sie härter arbeiten, will Leblanc nicht gelten lassen: «Viele Leute arbeiten hart.» 

Nun liegt der Ball bei der Regierung. Der Gesundheitsminister von Québec, Gaetan Barrette, sagt, er sei bereit, den Ärzten weniger und anderen Arbeitsposten mehr zu bezahlen.

Besonders Spezialisten verdienen in Kanada mit 400'000 bis 700'000 Dollar im Jahr bereits sehr gut. Währenddessen werden die harten Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals seit längerem angeprangert.

Im Januar erst ging ein Foto der Krankenschwester Emilie Ricard auf Facebook viral. Das Bild zeigt sie völlig aufgelöst nach einer Schicht, in der sie sich eigenen Angaben zufolge alleine um über 70 Patienten kümmern musste.

>>> Obdachlose finden in der Boxhalle Zuflucht vor der eisigen Kälte

Es ist kalt draussen, eisig kalt. Im Freien schlafen ist bei diesen Minustemperaturen lebensgefährlich. Darum sind die Notunterkünfte derzeit besonders gut besucht, kommen teils an ihre Kapazitätsgrenze.

In Hamburg springt jetzt der Box-Club Hamburg Giants in die Bresche. Der Verein teilte am Dienstag mit, dass bis am Freitag Obdachlose in der Trainingshalle der Boxer übernachten dürfen und damit Schutz vor der Kälte finden. 

«Wir haben zwar keine Feldbetten, aber immerhin Matten und einen weichen Boxring», sagt Giants-Geschäftsführer Raiko Morales zum Hamburger Strassenmagazin Hinz & Kunzt. Man könne Obdachlose in der Kälte nicht alleine lassen, führt er weiter aus. «Deshalb war es für uns klar, dass wir bei einem solch extremen Wetter schnell reagieren müssen.» Die Herkunft der Bedürftigen spielt dabei keine Rolle, wie der Geschäftsführer betont: «Boxen ist Vielfalt. Jeder, der Hilfe benötigt, wird sie bekommen.»

In der Trainingshalle erwartet die Obdachlosen nicht nur eine weiche Matte, sondern auch eine warme Suppe, die ehrenamtliche Helfer für sie kochen. Zudem wird ein Mitternachtstraining angeboten.

>>> Nie mehr im toten Winkel: Ein neues Sicherheitssystem will Radfahrer schützen

Das System überwacht laut dem Erfinder den toten Winkel bis zu einer Breite von vier und einer Annäherungstiefe von 40 Metern. Bild: printscreen bike-flash

Jedes Jahr sterben auf Schweizer Strassen Menschen wegen des toten Winkels. Häufiger Fall: abbiegende Autos fahren Velofahrer an. 

Der deutsche Erfinder Martin Budde will das nicht länger hinnehmen – und hat deshalb ein neues Verkehrswarnsystem namens Bike-Flash erfunden. Das System soll Velofahrer, aber auch Fussgänger und Skateboarder vor Abbiegeunfällen schützen.

Anders als Abbiegeassistenten im Fahrzeug, die nur für Lastwagen existieren, wird Bike-Flash an Säulen im Strassenraum fix installiert. Das Ganze sieht dann so aus: 

Das System wird an Strassensäulen befestigt. bild: bike-flash

bild: bike-flash

Bike-Flash reagiert mit speziellen Sensoren auf Körperwärme. «Bike-Flash überwacht den toten Winkel permanent durch Wärmesensorik», erklärt Budde. Erkennt das System im Wärmebild zum Beispiel einen Velofahrer, dann aktiviert es an einem fest installierten Mast vier blinkende Warnlichter. 

Das System überwacht laut Budde den toten Winkel bis zu einer Breite von vier und einer Annäherungstiefe von 40 Metern. Doch Sicherheit hat seinen Preis: Die seit Anfang Jahr europaweit angebotene Anlage kostet zwischen 15'000 und 20'000 Euro.

>>> Jetzt kann die Suche nach Leben auf dem Mars beginnen

Seit Jahrhunderten spekuliert die Menschheit über die Möglichkeit von Leben auf dem Mars. Nun kommen wir der Antwort möglicherweise näher: Eine 2016 in den Weltraum geschickte Sonde wird ab März 2018 mit der Suche nach Spuren von Leben auf dem roten Planeten beginnen können.

Bild: EPA/ESA

Wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) mitteilte, sollen die Messgeräte unter anderem nach Methan in der Atmosphäre rund um den Mars suchen. Die Sonde des europäisch-russischen Forschungsprojekts ExoMars hat vor kurzem komplexe Bremsmanöver in der oberen Marsatmosphäre abgeschlossen, die dafür nötig waren. «Jetzt kann die Mission endlich anfangen», sagte der Leiter des ESA-Missionsbetriebs, Paolo Ferri.

Die Sonde wurde im März 2016 von Kazakhstan aus in den Weltraum geschickt. Bild: AP/AP

Gesteuert wird die Sonde vom Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation in Darmstadt aus. Atmosphärenbremsungen um einen fremden Planeten, der normalerweise 225 Millionen Kilometer entfernt ist, seien ein unglaublich schwieriges Unterfangen, teilte die Organisation mit. Zum Vergleich: Würde man auf dieselbe Weise ein Auto, das Tempo 50 fährt, an einer Kreuzung anhalten wollen, müsste man sechs Kilometer vorher mit dem Bremsen beginnen.

Die Sonde erreichte die Umlaufbahn um den Mars im Oktober 2016. Im Jahr 2020 soll ausserdem ein ferngesteuertes Fahrzeug zum Mars geschickt werden. (sda/dpa)

 

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  • Siebenstein 13.03.2018 16:46
    Highlight Die Überschrift finde ich super! 🤣😇
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