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Gegen Mikroplastik im Meer: Neu gibt es Fleecejacken aus Holz

24.01.18, 09:17
Team watson
Team watson

Fleecejacken sind vielleicht nicht das It-Piece der Saison, sie sind jedoch ein beliebtes Kleidungsstück, besonders bei Outdoor-Begeisterten. Nur wissen viele nicht, dass ihre Jacke der Umwelt schadet. 

Fleece ist ein Polyester-Gestrick, das geschoren und aufgeraut wird, schreibt das Magazin enorm. Dadurch entstehe der weiche Faserflor, der den Stoff so angenehm macht. Doch durch die Bearbeitung des Stoffs werden auch Faserbruchstücke freigesetzt, die sich beim Waschen lösen und in den globalen Wasserkreislauf gelangen können. 

Biologisch abbaubar sind die Faserbruchstücke nicht. Und so leiden Flüsse und Meere unter der langfristigen Verschmutzung durch das Mikroplastik.

bild: screenshot vaude.com

Wer nicht auf den Komfort einer Fleecejacke verzichten möchte, gleichzeitig aber die Umwelt schonen will, kann bald auf eine Alternative zurückgreifen. Der Outdoor-Ausrüster Vaude hat eine spezielle Faser aus Holz entwickelt, die das Polyester des herkömmlichen Fleecestoffs ersetzen kann. Die sogenannte «Tencle Faser» ist biologisch abbaubar und somit keine Gefahr für die Gewässer und seine Bewohner.

Die Holzfaser entstand im Rahmen des Forschungsprojekts «TextileMission». Ziel des Projekts: aktiv nach Lösungen suchen, um Mikroplastik in der Umwelt zu vermeiden. Mit beteiligt sind mehrere Hochschulen, Umweltschutzorganisationen sowie Waschmittelhersteller und gewisse Kleidermarken. 

>>> Aus Fruchtsaft-Abfällen wächst ein Wald – nun soll das Projekt den Klimawandel stoppen

1997 machten zwei Ökologen der Princeton Universität, Daniel Janzen and Winnie Hallwachs, einen Deal mit einem Fruchtsaft-Unternehmen in Costa Rica. Das Unternehmen sollte ein Stück Land kaufen und dem Verein «Área de Conservación Guanacaste» spenden.

Im Gegenzug durften sie ihre Frucht-Abfälle gratis auf diesem Land deponieren. Also kaufte das Unternehmen entwaldetes Land und begann, dort seine Abfälle abzuladen. Innert weniger Wochen sollen über 12'000 Tonnen solcher Abfälle entsorgt worden sein.

Ein Bild der 12'000 Tonnen Schalenabfällen von 1997. Bild: Princeton University

Die Ökologen markierten ihren Versuch mit einem Schild. 16 Jahre lang blieb das Land dann unangetastet. 2014 schickten die beiden Forscher schliesslich einen Studenten, um sich das Gelände anzusehen und herauszufinden, wie sich der Frucht-Abfälle auf die Vegetation ausgewirkt hatten.

Doch der Student konnte die Tafel nicht finden. Er war sich nicht einmal sicher, ob er in der richtigen Gegend war, denn das Land sah ganz anders aus, als von seinen Dozenten beschrieben.

Die Ökologen fanden schliesslich heraus, dass der Student zwar am richtigen Ort war, sich das lokale Ökosystem aber total gewandelt hatte. Auch im Vergleich zur umliegenden Vegetation unterschied sich der Ort, wo vor 16 Jahren grosse Mengen an Abfällen liegen gelassen wurden.

Auf dem damals entwaldeten Land war ein dichter Wald gewachsen. «Es war schwer zu glauben, dass der einzige Unterschied zwischen den Arealen ein paar Orangenschalen waren. Sie sehen wie komplett unterschiedliche Ökosysteme aus», sagt Daniel Janzen, der das Forschungsprojekt vor vielen Jahren ins Leben gerufen hatte.

Das Gelände war 16 Jahre später viel stärker bewachsen, als das benachbarte Land. Bild: Princeton University

Die Pflanzen auf dem Gelände waren so dicht verwachsen, dass es unmöglich war, das Schild zu finden. In den nächsten drei Jahren machten die Forscher sich daran, das Gelände zu untersuchen.

Sie fanden auf dem Stück Land fruchtbaren Boden, eine vielfältige Vegetation und sogar eine Wieselart hatte sich in den Bäumen eingenistet.

Die Entdeckung, dass innert weniger Jahren ein Wald aus dem Nichts wachsen kann, ist bahnbrechend – und soll den Klimawandel stoppen. Denn: Studien haben herausgefunden, dass junge Wälder bis zu elf Mal mehr CO2 absorbieren, wie alte Wälder.

Würde man das Experiment also auf verschiedenen Brachen auf der ganzen Welt wiederholen, könnten so potente Wälder gezüchtet werden, die CO2 schnell abbauen könnten.

>>> Forscher stehen vor Durchbruch: Universeller Bluttest soll helfen, Krebs früh zu erkennen

Krebs mit einem Bluttest früh erkennen zu können, könnte bald Wirklichkeit werden. Bild: shutterstock

Der Autor der britischen BBC ist ganz aufgeregt. Er schreibt: «Es ist ein Schritt vorwärts hin zu einem der größten Ziele der Medizin.»

In Aufregung versetzt haben ihn die Forscher der John Hopkins Universität. Sie sind gerade dabei einen universellen Bluttest zu entwickeln, mit dem bereits zu einem frühen Zeitpunkt Krebs nachgewiesen werden könnte. Dies wäre ein Meilenstein.

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Im Fachmagazin «Science» haben die Forscher ihre Zwischenergebnisse publiziert. Die Resultate lassen sich sehen: Bei 1005 Krebspatienten haben die Forscher Blut abgezapft. In 70 Prozent der Fälle gelang es dank dem neuen Universaltest die Krebserkrankung richtig zu diagnostizieren. Besonders gut funktionierte der Test bei Eierstockkrebs. Weniger gut bei Brustkrebs. Dort gelang nur in einem Drittel der Fälle die richtige Diagnose.

So funktioniert der Test

Bild: Elizabeth Cook und Kaitlin Lindsay

Auch 812 gesunde Probanden wurden getestet. In 7 Fällen kam es dabei fälschlicherweise zu einer Krebsdiagnose. Doch die Resultate zeigen: Die Wissenschaftler sind auf dem richtigen Weg.

Bevor der Test tatsächlich eingesetzt werden kann, muss die Zuverlässigkeit noch verbessert werden. Doch wenn dies gelingt, könnte der Bluttest in einigen Jahren bei der Kontrolluntersuchung beim Hausarzt ganz selbstverständlich dazu gehören.

>>> Du willst nicht, dass deine Kinder dick werden? Dann iss mit ihnen

Essen mit der Familie ist gesund für Kinder, zeigen Studien.  Bild: KEYSTONE

Der Alltag in einer Familie mit Kindern kann stressig sein. Das Morgen-, Mittag-, und Abendessen mit der ganzen Familie einzunehmen, ist nicht immer möglich. Aber es gibt einen guten Grund, so häufig im Familienverbund zu essen wie nur möglich, dies zeigt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und der Universität Mannheim.

Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder, die häufig mit der Familie essen, einen geringeren Body Mass Index (BMI) haben und sich auch insgesamt gesünder ernähren. Dabei spielt es auch gar keine Rolle, wie alt die Kinder sind, welche Mahlzeit gemeinsam gegessen wird und ob die ganze Familie oder nur ein Elternteil mit am Tisch sitzt.

«Familienmahlzeiten bieten eine vielfältige Lernumgebung, um eine gesunde Ernährungsweise bei Kindern zu fördern», lässt sich Mattea Dallacker vom Max-Planck-Institut in einer Mitteilung zitieren. Dabei deute die Forschung darauf hin, dass bei den gemeinsamen Mahlzeiten nicht nur die Qualität des Essens, sondern auch psychologische Faktoren und Verhaltensaspekte wichtig seien. Wie die Eltern als Rollenvorbild und das Vermitteln einer positiven Atmosphäre während dem Essen.

>>> Kein Plastikmüll mehr bis 2030: Mit diesen 3 Massnahmen will es die EU schaffen

Plastikmüll ist ein grosses Problem. Bis 2050 schwimmen gemäss Wissenschaftlern mehr Plastikteile in den Ozeanen als Fische.  Bild: Flickr RF

Wir haben sie alle schon gesehen – Bilder von Stränden, verdreckt mit Plastikabfällen und von Müll, der zuhauf im Wasser treibt. Wissenschaftler stellen uns eine traurige Prognose: Falls wir nichts ändern, schwimmen in unseren Ozeanen bis 2050 mehr Plastikteile als Fische. 

Die EU will verhindern, dass es tatsächlich so weit kommt. Die zuständige Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass es bis zum Jahr 2030 gar keinen Plastikmüll mehr gibt und hat dazu drei Massnahmen beschlossen.

Das Ende der Einwegverpackungen

Wer heute einen Kaffee in einem Einwegbecher konsumiert, der wirft ihn nach dem letzten Schluck häufig in den Abfall. Dies soll sich ändern, so die EU-Kommission. Zukünftig sollen alle Verpackungen wiederbenutzt oder recycelt werden. Dazu will die EU aber nicht auf Verbote setzen. Neue Umweltstandards, bessere Recycling-Methoden und der guten Wille der Produzenten soll dazu ausreichen. 

Verbot von Mikroplastik

Häufig wissen wir es gar nicht: Doch in der Zahnpasta oder in Körperpeelings hat es vielfach ganz kleine Plastikteile. Die Kommission will nun den absichtlichen Zusatz von Mikroplastik in kosmetischen Mitteln verbieten.

Kein Schiffsabfall mehr

Geht es nach dem Willen der EU, ist ab sofort jeder Hafen verpflichet, den Müll von Schiffen anzunehmen und auch zu entsorgen. Damit soll den Kapitänen zukünftig die Entscheidung leichter fallen, den Müll nicht einfach ins Meer zu kippen, sondern an Land abzugeben, wo er ordnungsgerecht recycelt werden kann.

>>> Wiederverwendbar: Forscher entwickeln Papier mit Löschfunktion

bild: Port liner

Drucken, lesen, wegwerfen – so weit muss es in Zukunft vielleicht nicht mehr kommen. Chinesische Forscher haben ein Spezialpapier entwickelt, das sich mehrfach beschreiben und bedrucken lässt. Das Papier wird somit wiederverwendbar. 

Wie die Forscher in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Nature Communications erklären, besteht das Papier aus normalem Filterpapier, das mit einem besonderen Polymer – einem chemischen Stoff – beschichtet ist. Sobald man das Papier mit einer Fluoridlösung spült, wird alles gelöscht und das Papier kann neu bedruckt werden.

Auch Tinte oder Toner sind überflüssig. Einfache Salzlösungen oder nur Wasser reichen aus, um auf das Blatt zu drucken – auch mit einem einfachen Tintenstrahldrucker. Der Grund: Das Polymer im Papier und die Salzlösung aus dem Drucker verbinden sich dort, wo sie zusammentreffen, zu einem metallhaltigen organischen Komplex. Achtmal könnte das Spezialpapier so bedruckt oder beschrieben werden, ohne dass Schrift oder Bilder verblassen würden, schreiben die Forscher.

>>> In den Niederlanden sind bald E-Frachtschiffe im Einsatz

Nicht nur die Strassen sollen grüner werden – auch die Schifffahrt. In einigen Monaten werden in den Niederlanden erste elektrisch betriebene Frachtschiffe unterwegs sein. Ihre Aufgabe: Container aus den Häfen Antwerpen und Rotterdam zu ihrem Bestimmungsort im Binnenland transportieren. Die beiden ersten Elektroschiffe sollen bereits im August dieses Jahres einsatzbereit sein.

Gebaut werden die emissionsfreien Schiffe vom Unternehmen Port-Liner. Dieses wird in den kommenden zwei Jahren 15 solcher Schiffe bauen. Das Projekt wird vom europäischen Förderprogramm Connecting Europe Facility mit sieben Millionen Euro mitfinanziert, berichten die niederländische Zeitung Brabants Dagblad und die Webseite heise.de. Treiber für die Innovation auf hoher See sind die Umweltprobleme der Branche: 15 Prozent der globalen Stickoxidemissionen stammen aus der Schifffahrt, dazu 2,2 Prozent des Kohlendioxidausstosses.

«Tesla»-Schiffe

In den niederländischen Medien werden die komplett elektrisch betriebenen Frachtschiffe wegen ihrem futuristischen Design bereits mit dem E-Autobauer Tesla verglichen. Das Schiffmodell ist 110 Meter lang und 11,4 Meter breit. Versorgt werden die E-Motoren von vier Akkus, welche jeweils die Grösse eines Schiffscontainers haben. Insgesamt haben die Akkus eine Kapazität von 7,2 Megawattstunden und reichen für 35 Stunden Fahrt aus. Innerhalb von vier Stunden sind sie wieder aufgeladen. Die Schiffe sollen anfangs mit Mannschaft fahren, geplant ist aber, sie zu einem späteren Zeitpunkt autonom fahren zu lassen.

Da die E-Schiffe keinen Maschinenraum benötigten, können sie acht Prozent mehr Fracht aufnehmen als ein herkömmliches Schiff. Bereits die ersten sechs Frachter ohne Diesel sollen dafür sorgen, dass in den Niederlanden im Jahresdurchschnitt 23'000 LKW weniger benötigt werden.

>>> Statt Kündigung in Schule geschickt: Unternehmerin hilft Analphabeten

Brasilien ist eines der Länder mit der höchsten Rate von Analphabeten in der erwachsenen Bevölkerung. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) schätzt, dass rund 12,9 Millionen Brasilianer nicht schreiben und lesen können. 

Nataly Bonato ist Unternehmerin und Leiterin des in Sao Paulo ansässigen Büros von WeWork. Das Kerngeschäft dieser Firma ist das Vermieten von sogenannten Co-working Spaces, also Bürogemeinschaften. 

Letztes Jahr bat Bonato das Reinigungspersonal der Firma, gewisse Formulare mit einfachen Informationen auszufüllen. So wollte sie zum Beispiel wissen, wie viel Zeit die Mitarbeitenden für die Reinigung eines Raumes brauchen, berichten mehrere brasilianische Medien.

Als die Dokumente über eine Woche später leer oder nur teilweise und fehlerhaft ausgefüllt zurückkamen, wurde Bonato klar: Mehr als die Hälfte des Teams konnte weder Lesen noch Schreiben.

twitter sinval rodrigues

Die Unternehmerin entschied sich, den Leuten zu helfen. «Eine Schule mietet einer unserer Arbeitsplätze, also haben wir sie beauftragt, den Mitarbeitern bei ihrem Problem zu helfen», schreibt Bonato auf ihrem Facebook-Account. 

Über fünf Monate lang bekam das Hausmeisterteam zweimal pro Woche eine längere Mittagspause, um die Schulstunden zu besuchen – und die Investition lohnte sich: Heute verfassen die besten Schüler bereits Briefe und alle Teilnehmer können einfache Texte lesen. Um das gebührend zu feiern, hat die Firma vor ein paar Tagen eine Abschlussfeier organisiert – passendes Outfit inklusive. 

>>> Mit diesem Fahrrad kannst du über das Wasser schweben

Du fährst gerne Fahrrad, aber hast keine Lust dich durch den Strassenverkehr zu schlängeln? Zwei Freaks aus Neuseeland haben jetzt die Lösung für dich entwickelt. Mit ihrem Rad kannst du über das Wasser fahren. 

Wobei fahren das falsche Wort ist – schweben trifft es besser. Denn statt mit Rädern ist das Wasservelo mit Tragflügeln ausgestattet. Dank diesen schwebt man beinahe über das Wasser, sobald man kräftig in die Pedalen tritt und damit den Propeller aus Kohlenstofffasern in Rotation versetzt. 

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Bild: zvg/Manta5

Die beiden Neuseeländer haben neun Jahre an ihrem Fahrrad getüftelt, bis sie jetzt den Prototypen vorstellen konnten. Ihre Euphorie ist nach den ersten Testfahrten gross: «Keine Strassen, kein Verkehr, ein einmaliges Fahrerlebnis im offenen Raum.»

Doch noch müssen wir uns gedulden, bevor wir per Rad über den Zürichsee schweben können. Noch wird das neue Gefährt nur in Neuseeland ausgeliefert und ist auch teuer. 7495 neuseeländische Dollars, sprich rund 5300 Franken.

Bild: facebook/Manta5

>>> So, und jetzt ab zu deinem Grosi: Denn je mehr du sie besuchst, desto länger lebt sie

Freut sich immer über deinen Besuch: Dein Grosi. (Symbolbild) Bild: shutterstock

Wissenschaftler an der Universität San Francisco, Kalifornien, haben herausgefunden, dass Einsamkeit einen grossen Einfluss im Alter hat. Denn, so die Studie: Wer alleine ist, stirbt früher. 

Während der sozioökonomische Status oder die Gesundheit unverändert blieben, hatte die Einsamkeit einen grossen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate. Untersucht wurden dabei 1600 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren. 23 Prozent der Studienteilnehmer mit weniger sozialem Kontakt verstarben während der nächsten sechs Jahre. Bei den Studienteilnehmern, die soziale Kontakte pflegten, verstarben lediglich 14 Prozent.

Die Studienergebnisse kann Rosemary Blieszner, Professorin für menschliche Entwicklung an der Virginia Tech, nur bestätigen. Vor allem ältere Menschen legen, so Blieszner, grossen Wert auf Beziehungen. «Die Notwendigkeit, die wir unser ganzes Leben lang haben – Menschen zu kennen, die uns wertschätzen und Freude bringen – das geht nie weg», sagte sie gegenüber der «New York Times». Im Alter würde dies nur noch verstärkt.

Also los, ab zu deinen Grosseltern!

>>> Arbeiten statt bezahlen: In diesem japanischen Restaurant wird niemand abgewiesen

In diesem Restaurant in Tokio können arme Menschen 50 Minuten für eine Mahlzeit arbeiten, anstatt zu bezahlen. Bild: miraishokudo.com

Wer kein Geld für eine warme Mahlzeit hat, wird bei Sekai Kobayashi nicht abgewiesen. Die 33-jährige Restaurantbesitzerin aus Tokio offeriert ein Essen für diejenigen, die ihr 50 Minuten bei der Arbeit helfen. «Ich benutze dieses System, weil ich in Kontakt mit den hungrigen Menschen treten will, die ansonsten nie in Restaurants essen gehen, weil sie zu wenig Geld haben», so Kobayashi.

Die gelernte Ingenieurin arbeitet ansonsten alleine in ihrem Restaurant. Platz hat es für zwölf Personen. Bisher haben mehr als 500 Personen, darunter auch einige Studenten, das Angebot, für ihr Essen zu arbeiten, angenommen.

Dabei ist es den Aushilfskräften überlassen, ob sie die Mahlzeit gleich einnehmen möchten oder ob sie einen Coupon wollen, schreibt «The Straits Times». Kobayashi ist seit zwei Jahren Besitzerin des Restaurants. Es soll ein Platz sein, «an dem jeder willkommen ist und einen Platz hat», so die Betreiberin zur Zeitung.

Die Idee gaben ihr Mitarbeiter, als Kobayashi noch bei einem Online-Portal für Kochrezepte arbeitete. «Sie haben meine Mahlzeiten, die ich in der Büro-Küche zubereitet habe, immer gemocht und mich ermutigt, doch ein Restaurant zu eröffnen», erinnert sich Kobayashi.

Es sei eine sehr interessante Arbeit, denn sie wisse am Morgen nie, mit wem sie an diesem Tag alles arbeiten würde. Und auch finanziell steht sie gut da: «Durch verschiedene Methoden konnte ich das Business profitabel halten.»

>>> Hausgeburt im Aargau: Die Polizei, dein Freund und Geburtshelfer

Die kleine Lorena hatte es pressant: Das Mädchen kam am Freitagmorgen in Wohlen AG zur Welt – so schnell, dass es den Eltern unmöglich mehr ins Spital reichte. Der Vater konnte nur noch einen Notruf absetzen, als das Köpfchen zum Vorschein kam.

Neben der Sanität machten sich auch zwei Polizisten sofort auf den Weg. «Weil wir so nah waren, erreichten wir das Haus vor der Ambulanz», schildert Wachtmeisterin Andrea Kyburz in der «Aargauer Zeitung». Auf den Lift zu warten, hätte zu lange gedauert, also rannten die Polizisten in den sechsten Stock.

Als sie die Wohnung betraten, sass der Vater bereits mit dem Neugeborenen auf dem Bett – in völliger Dunkelheit. «Es war so schnell gegangen, dass er wegen der Nabelschnur nicht mal den Lichtschalter erreichen konnte», erzählt Kyburz. Die Polizistin nahm ihm das Neugeborene ab, während ihr Kollege Matthias Lienhard sich um den überrumpelten Vater und den Sohn der Familie kümmerte. 

Die Sanitäter, die kurze Zeit später eintrafen, brachten Mutter und Kind ins Spital, die Polizisten fuhren mit Vater und Sohn hinterher.

Die Eltern mit den beiden Regionalpolizisten Andrea Kyburz und Matthias Lienhard im Spital. bild: andrea weibel

Die frischgebackenen Eltern zeigten sich dankbar für die Unterstützung. Kurz vor der unerwarteten Heimgeburt, um 4 Uhr nachts, waren sie bereits einmal im Spital gewesen. Die Ärzte hatten sie aber um 6 Uhr wieder nach Hause geschickt, weil sie davon ausgegangen waren, dass die Geburt noch eine Weile auf sich warten lassen würde. Ein Trugschluss: Um 7:45 Uhr war Lorena da. 

>>> Es gibt jetzt Sticker gegen Unfälle zwischen Autos und Velofahrer

Im Englischen gibt es sogar ein Wort dafür: «Dooring» beschreibt die Situation, wenn Fahrer oder Beifahrer ihre Autotüren einfach öffnen – ohne nach hinten zu schauen. Für sich nähernde Velofahrer ist das ein ernstes Risiko, das oft zu Unfällen führt.

Eine schwedische Firma will diese Gefahr mit einem «Life Sticker» nun mindern, schreibt das deutsche Newsportal Reset. Der Sticker des schwedischen Produktentwicklungsunternehmens Semcon teilt Autofahrern mit, wenn sich ein Motorrad- oder Zweiradfahrer nähert. Er wird am Türspiegel angebracht und durch eingebaute Solarmodule aufgeladen.

Um die sich nähernden Velofahrer zu erkennen, nutzt der smarte Sticker Bluetooth-Technologie: Er erkennt Radfahrer, indem er das Bluetooth-Signal ihrer Smartphones verfolgt. Dabei wird allerdings vorausgesetzt, dass die Velofahrer auch ständig ihr Bluetooth aktiviert haben.

bild: semcon

Der «Life Sticker» ist bisher noch nicht auf dem Markt verfügbar, das schwedische Unternehmen ist auf der Suche nach Investoren. Wenn alles gut geht, soll der Sticker jedoch innerhalb des nächsten Jahres auf den Markt zu kommen.

>>> Es gibt jetzt ein Thermometer für Ozeane – und Schweizer Forscher haben es mitentwickelt

Die Klimaerwärmung hat einen grossen Einfluss auf die Weltmeere. Rund 90 Prozent der Extra-Wärme wird von den Ozeanen aufgenommen. Die durchschnittliche Temperatur der Ozeane kann folglich einiges über den Zustand des Klimas aussagen. Deren Temperaturbestimmung ist aber gar nicht so einfach und meist stark abhängig von Messort, dem Zeitpunkt und der Meerestiefe. 

In diesem Eis, das über 24'000 Jahre alt ist, liefern kleine Luftbläschen Auskunft über die Temperaturveränderung der Weltmeere.  bild: Bernhard Bereiter/Scripps Institution of Oceanography/Empa/University of Berne

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat nun eine Methode entwickelte, mit der die Temperatur der Weltmeere zuverlässig gemessen werden kann. 

Mithilfe der Messmethode kann die Ozeantemperatur der letzten 24'000 Jahre mit hoher Genauigkeit bestimmt werden. Bei der Messung spielt das Eis in der Antarktis eine wichtige Rolle. Denn in diesem ewigen Eis, das schon Zeuge der ersten Eiszeit war, ist viel Luft eingeschlossen. In diesen Luftbläschen können die Forscher die Konzentration verschiedener Gase bestimmen. 

Das ewige Eis in der Antarktis dient den Forschern als Grundlage für die neuentwickelte Temperaturmessmethode.  Bild: AP/NASA

Dabei spielen nicht die üblichen klimaverdächtigen Gase wie Methan oder Kohlendioxid eine Rolle, sondern die Edelgase Krypton, Xenon und Argon. Diese Edelgase werden nämlich von abkühlendem Wasser besser aus der Atmosphäre aufgenommen als von erwärmtem Wasser. Die Konzentration der Edelgase in den Luftbläschen lässt folglich Rückschlüsse auf die Veränderung in der Meerestemperatur zu – ein grosser Fortschritt für die Klimaforschung. 

Die Messmethode wurde deshalb im renommierten Wissenschaftsmagazin «Nature» publiziert. «Unsere Studie zeigt erstmals ganz klar, dass die Grundidee – die Verbindung zwischen der Konzentration von Edelgasen in der Atmosphäre und der durchschnittlichen Ozeantemperatur – stimmt und die Methode funktioniert», so Bernhard Bereiter, Forschungsleiter am Scripps Insitut für Ozeanographie.

>>> Wie drei Border Collies nach einem Waldbrand neue Bäume pflanzen

Während der Hund durch die Wälder rennt, fallen Samen auf den Boden. Bild: facebook/pewos

Anfang 2017 tobten in Chile heftige Waldbrände. Mehr als 580'000 Hektaren Wald und Grünflächen verbrannten, etliche Tiere fanden in den Flammen den Tod. Jene die überlebt haben, tun sich seither bei der Essenssuche schwer.

«Dass das so gut funktioniert, hätten wir gar nicht gedacht.»

Francisca Torres, Hundetrainerin

Wie kann man der Natur helfen, sich möglichst schnell wieder zu erholen? Diese Frage stellte sich Hundetrainerin Francisca Torres. Schliesslich hatte sie eine Idee, mit der sie aber auch auf Kritik stiess. «Wir beschlossen aber trotzdem, es zu versuchen», sagt die 32-Jährige zum Magazin «Spektrum».

Die Hundetrainerin entwickelte einen speziellen Rucksack, den sie ihren drei Hündinnen Das, Summer und Olivia anzog. Der Inhalt: Samen von Blumen und Bäumen, die einzeln aus dem Rucksack hinaus fallen, sobald sich die Hunde bewegen. «Dass das so gut funktioniert, hätten wir gar nicht gedacht.»

Seither unternimmt die Chilenin lange Spaziergänge mit ihren Border Collies durch den verbrannten Wald. Bis zu 20 Kilometer legen sie dabei zurück. Den ersten Samen-Spaziergang unternahm die Hundetrainerin im März, mittlerweile sieht man die ersten Resultate. Der Wald ergrünt, die Tiere kehren zurück.

«Ich hoffe, dass bis Ende 2018 noch mehr Blumen und Bäume für Bienen und andere Insekten keimen und wachsen werden.»

Franzisca Torres, Hundetrainerin

Beeindruckt vom chilenischen Projekt ist der deutsche Professor Martin Guericke, der den Studiengang Forstwirtschaft an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde leitet. Die Idee sei spannend und ein ganz neuer Ansatz, sagt er zu «Spektrum»: «Wenn die Bedingungen stimmen, können sich aus der 'Hundesaat' erste, unregelmäßige Waldstrukturen entwickeln.» Eine andere Lösung wäre gemäss dem Experten die Besamung mittels Drohnen. Doch diese Lösung ist um einiges teurer.

Torres wird auf jeden Fall weiter mit ihren Hündinnen lange Spaziergänge unternehmen. «Ich hoffe, dass bis Ende 2018 noch mehr Blumen und Bäume für Bienen und andere Insekten keimen und wachsen werden.»

>>> Weil er «so viel zu Weihnachten bekommen hat» – 16-Jähriger spendet 360 Euro

Kurz nach der Bescherung besucht ein 16-Jähriger die Bahnhofsmission in Berlin und spendet 360 Euro. Weil er so viel zu Weihnachten bekommen hat. Bild: Bahnhofsmission Berlin

Wenn die Berliner Sozialarbeiterin Anna-Sofie Gerth etwas auf Twitter schreibt, liken den Beitrag jeweils rund 10 Personen. Bis auf das eine Mal am 25. Dezember, als sie folgenden Beitrag auf Twitter stellte:

Ihr Tweet verbreitete sich schnell im Netz. Über 7000 User haben den Beitrag mittlerweile gelikt, über 1000 ihn retweetet. Die Geschichte des 16-Jährigen, der einen Teil seines Weihnachtsgeldes spendet, damit Schlafsäcke, Lebensmittel und Unterwäsche für Obdachlose gekauft werden können, rührt die User. Was man auch an den Antworten sieht.

Ein 16-Jähriger, der so viel Geld spendet. Einige konnten dies gar nicht glauben. 

Wieder andere fanden es gar bedenklich.

Die 29-jährige Sozialarbeiterin sagt selber zur Aktion des Jugendlichen: «Für mich war besonders, dass ein so junger Mann ein gesellschaftliches Problem erkennt, er die Stadt so wahrnimmt und sich engagiert.» 

Gegenüber der «Welt» nimmt auch ihr Chef Stellung, der die Wahrheit der Geschichte bestätigt. Dieter Puhl betont aber, dass ihn auch die vielen kleinen Spenden bewegen. Zum Beispiel die fünf Euro der siebenjährigen Stella, die mit ihrer Mutter auch noch beim Brot schmieren half. «Eigentlich erleben wir jeden Tag ein Weihnachtswunder.»

>>> Warum du in Zukunft viel mehr für andere Leute backen solltest ...

Mit Backen zum Seelenwohl? Das geht! bild: shutterstock

Wer sich leidenschaftlich gerne die Backschürze umschnürt und nicht genug vom Kuchen dekorieren und Guetzli backen kriegt, der wird sich ob dieser Meldung erfreut in die staubigen Mehlhände klatschen. Denn Forscher haben herausgefunden, dass Backen, vor allem, wenn es für andere gemacht wird, viel mehr ist als nur Süsses herstellen.

«Mit dem Backen kann sich der Mensch kreativ ausdrücken», erklärt Donna Pincus, Dozentin für Psychologie und Hirnforschung an der Boston University gegenüber der HuffPost und ergänzt: «Es gibt eine Menge Literatur über die Verbindung zwischen kreativem Ausdruck und dem allgemeinen Wohlbefinden. Egal ob man malt, musiziert oder bäckt: Es dient der Stressreduktion und man fühlt sich danach besser.»

Bild: shutterstock

Hilfreich kann Backen auch für Personen sein, die Mühe damit haben, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, so Pincus. «Mit den selbstgemachten Backwaren kann Dankbarkeit, Wertschätzung oder Sympathie gezeigt werden.»

Zudem erfordert das Backen volle Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Wer bäckt, muss Schritt für Schritt die Anleitung befolgen, die Zutaten messen – sich körperlich und geistig auf den Moment konzentrieren. Das Backen hat laut der Sozialarbeiterin Julie Ohana auch etwas Meditatives. «Es ist eine sehr gute Möglichkeit, ein Gleichgewicht im Augenblick und für das Gesamtbild zu entwickeln.»

Bild: giphy

Und – zu guter Letzt – spielt natürlich auch der Akt des Verschenkens eine wichtige Rolle. Während der Backprozess Stress reduziert, hat man mit dem Verschenken das Gefühl, etwas Gutes für die Welt getan zu haben. «Und ich glaube, wer jemandem Essen offeriert, freut sich genauso wie die Person, die das Essen erhält», sagt Ohana. Na dann, ab in die Küche! 

 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Toerpe Zwerg 24.01.2018 14:33
    Highlight "Biologisch abbaubar sind die Faserbruchstücke nicht"

    Doch, es dauert einfach lange.

    Abgesehen davon dürfte der Anteil von Faserbruchstücken von Fliesjacken am Plastikmüll im Meer isgendwo zwischen 0.000000000001 und 0.00000000015% betragen ...
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