Griechenland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Griechenland

Der Appell des Regierungschefs kurz vor der schicksalsträchtigen Wahl

28.12.14, 00:38 28.12.14, 08:36

Vor dem dritten Durchgang der Präsidentschaftswahl in Griechenland hat Regierungschef Antonis Samaras mit Nachdruck zur Wahl des Ex-EU-Kommissars Stavros Dimas aufgefordert.

«Die Griechen wollen kein neues Abenteuer», sagte Samaras am Samstag dem öffentlich-rechtlichen TV-Sender Nerit. Die Abgeordneten müssten alles tun, um vorgezogenen Parlamentswahlen und damit eine unsichere Lage für das Land zu verhindern. Die Bevölkerung wolle keine vorgezogene Neuwahl des Parlaments, fügte Samaras hinzu.

Sollte Dimas im dritten Durchgang ebenso scheitern wie in den beiden ersten Wahlgängen, sind Parlamentswahlen Ende Januar oder Anfang Februar fällig. Dimas erhielt im zweiten Durchgang am Dienstag 168 von 300 Stimmen, nötig gewesen wären 200 Stimmen. In der letzten möglichen Runde am Montag braucht er 180 Stimmen.

Ein nachdenklicher Antonis Samaras mobilisiert vor der Wahl noch einmal alle Kräfte.  Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

Das Mandat des amtierenden Präsidenten Karolos Papoulias von der sozialistischen Partei Pasok endet eigentlich Anfang März 2015. Ministerpräsident Samaras von der konservativen Nea Dimokratia entschied Anfang Dezember aber, die Wahl des Präsidenten vorzuziehen.

Sein Ziel war es, die politische Hängepartie zu verkürzen. Doch nun droht sein Kandidat Dimas, der in Brüssel Kommissar für Arbeit und Soziales sowie Umwelt war, durchzufallen.

Bei Wahlen ist die Opposition Favorit

Sollte Dimas auch im dritten Anlauf scheitern, würde eine vorgezogene Parlamentswahl fällig, und dafür sehen Umfragen die linkspopulistische Oppositionspartei Syriza vorn. Sie will den von der EU verordneten Sparkurs aufkündigen. Athen droht damit die Zahlungsunfähigkeit, sollten die ausstehenden Notkredite von sieben Milliarden Euro zurückgehalten werden.

Um die letzten Stimmen noch zusammenzubekommen, hat Samaras ein Vorziehen der eigentlich für Juni 2016 angesetzten Parlamentswahl auf Ende 2015 angeboten. Zudem will er proeuropäische Parteien in seine Koalition holen, wenn ihre Abgeordneten doch für Dimas stimmen sollten. (feb/sda/afp/reu)



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien gelöst – und alle sind unzufrieden

Der Kompromiss zur Beilegung des Namensstreits zwischen Mazedonien und Griechenland hat in beiden Ländern Kritik hervorgerufen. Mazedoniens nationalistischer Präsident Gjorge Ivanov brach aus Protest ein Treffen mit dem Ministerpräsidenten und dem Aussenminister seines Landes nach drei Minuten ab und stürmte aus dem Raum.

Ivanov habe nicht über den künftigen Staatsnamen Nord-Mazedonien sprechen wollen, erklärte die Regierung am Mittwoch in Skopje. Die Oppositionspartei VMRO-DPMNE, der der …

Artikel lesen