Griechenland
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Neue Regierung, neue Regeln

Griechenland weiter auf Konfrontationskurs: «Wir weigern uns mit der Troika zu kooperieren»

30.01.15, 16:39 30.01.15, 16:53

Zwischen der neuen griechischen Regierung und der Eurogruppe ist es zu einem Eklat gekommen. Griechenland werde künftig nicht mehr mit den Geldgeber-Kontrolleuren der Troika zusammenarbeiten, sagte der Finanzminister Gianis Varoufakis am Freitag.

«Unser Land weigert sich mit der Troika zu kooperieren», sagte Varoufakis nach einem Treffen mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem in Athen. Das auferlegte Sparprogramm sei nicht in die Tat umsetzbar. 

Newly appointed Greek Finance Minister Yanis Varoufakis attends a hand over ceremony in Athens, January 28, 2015. Greece's finance minister on Wednesday said he plans to meet European counterparts to find a deal between the country and its creditors to replace the current bailout programme, stressing that one could be found without a

Bild: MARKO DJURICA/REUTERS

Das griechische Volk habe es bei den Wahlen vergangenen Sonntag abgelehnt. «Unsere erste Handlung als Regierung kann nicht sein, dass wir diese Position wieder aufgeben in dem wir eine Verlängerung des Programms verlangen.»

Allerdings versicherte Varoufakis gleichzeitig, dass Athen Reformen umsetzen wolle, um die griechische Wirtschaft wieder wettbewerbsfähiger zu machen und einen ausgeglichenen Haushalt anstrebe. Nur werde man keine Deflation und nicht tragbare Schulden hinnehmen. Was dies im Einzelnen bedeutet, liess er offen.

Dijsselbloem forderte die Griechen dagegen auf, ihre Versprechungen einzuhalten. Eine internationale Konferenz über einen Schuldenschnitt, wie die neue Regierung sie fordert, lehnte Dijsselbloem ab. «Es gibt bereits eine solche Konferenz und die heisst Eurogruppe», sagte Dijsselbloem.

Die Reformkontrollen der Troika von der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank werden von vielen Griechen als Bevormundung abgelehnt. (aeg/sda/dpa)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Luca Andrea 30.01.2015 21:10
    Highlight Grexit wird es nicht geben. Solch eine Aktion dürfte länger als ein Wochenende in Planung nehmen. Die Märkte würden in der Zeit verrückt spielen. Am Ende verlieren die Griechen ihr Erspartes. Die immer noch maroden Banken müssten wieder zittern und reissen die EU mit. Die Krise geht wieder von vorne los.
    Mit diesem im Hinterkopf schauen wir nun auf die Verhandlungen David gegen Goliath. Oder wirtschaftlicher Interessen gegen demokratische.
    1 3 Melden
  • Maya Eldorado 30.01.2015 20:25
    Highlight Das erstarrte Gebilde EU kommt langsam in Bewegung.
    4 1 Melden
  • blueberry muffin 30.01.2015 20:06
    Highlight Da Europa sich keinen Austritt leisten will, wird es den Schuldenschnitt geben.

    Das oder der Austritt, alles andere führt zu einem Volksaufstand in Griechenland über den sich nur Russland freuen würde.
    2 2 Melden
    • gfc 30.01.2015 22:30
      Highlight Ein Schuldenschnitt führt zum Aufstand der Gläubiger-Länder.
      0 1 Melden
  • AlphaEpsilon 30.01.2015 16:56
    Highlight Man kanns sehen wie man es will! Die Griechen haben cojo...es.jetzt wird's endlich spannend in EUland.
    15 2 Melden

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