Griechenland
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epa04814999 Italian Prime Minister Matteo Renzi speaks during a visit to the Egyptian Museum in Turin, northern Italy, 23 June 2015. The museum houses one of the world's largest collections of Egyptian antiquities.  EPA/ALESSANDRO DI MARCO

Kein Seilziehen mehr, sondern Soforthilfe: Renzi will, dass sich die EU als Gemeinschaft hilft. Bild: EPA/ANSA

Kommt jetzt der «Marshall-Plan»? Italienischer Premierminister Renzi fordert 35 Milliarden für Griechenland



Nach dem «Nein» zum Sparprogramm bei dem griechischen Referendum will Italiens Premierminister Matteo Renzi eine Vermittlerrolle zwischen Athen und Brüssel spielen. Der italienische Regierungschef schlägt einen «Marshall-Plan» für Athen vor.

Das berichtete die römische Tageszeitung La Repubblica am Dienstag. 35 Milliarden Euro zur Stärkung des Juncker-Plans und Finanzierung der Europäischen Zentralbank (EZB) sollen Griechenland aus der Krise helfen. 

Renzi wolle vermeiden, dass allein eine Achse aus Deutschland und Frankreich alle Beschlüsse bezüglich der Griechenland-Krise fasse. Der Premier handelt unter dem Druck der Mailänder Börse, die mit schweren Kursverlusten auf die Wende nach dem griechischen Referendum reagierte.

Der italienische Aussenminister Paolo Gentiloni macht inzwischen Druck auf Athen. «Griechenland ist nicht wegen den bösen Deutschen, sondern wegen seiner politischen Führungselite der letzten 20 Jahre verschuldet. Die EU-Regierungen können jedoch nicht das Gewicht aller Beschlüsse auf den Schultern von EZB-Chef Mario Draghi abladen», sagte Gentiloni im Interview mit der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera.

Revision der EU-Verträge

Gentiloni klagte über die politische Unfähigkeit Europas. «Man kann nicht die Probleme lösen, indem man einfach Parameter anwendet. Athen und die EU sollen sich ein politisches Ziel setzen: Griechenlands Euro-Austritt mit einem Plan für Reformen und für den Schuldenabbau abwenden», meinte der Minister.

Die italienische Oppositionsparteien setzen Renzi inzwischen unter Druck. «Renzi soll in Brüssel eine Konferenz zur Revision der EU-Verträge und Neuverhandlungen über die Schulden vorschlagen», sagte der Chef der Linkspartei SEL Nichi Vendola. 

Die konservative Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi kritisierte, dass Italien auf dem Parkett der Verhandlungen über die Griechenland-Krise bisher abwesend war. (oku/sda/apa)

Sprayen gegen die Krise: Athener malen ihren Frust an die Wand

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sandokan 07.07.2015 13:23
    Highlight Highlight Man kann Italien kritisieren jedoch ist dieses Land immer wieder fähig zu überraschen . Dieser Renzi gefällt mir.
    19 1 Melden
  • R&B 07.07.2015 12:19
    Highlight Highlight Endlich ein Staatsoberhaupt der EURO-Zone, der die aktuelle Situation verstanden hat und erfolgsversprechende Massnahmen vorschlägt.
    25 3 Melden
    • blueberry muffin 07.07.2015 13:03
      Highlight Highlight Der Tag, an dem Rom Griechenland rettet.
      19 1 Melden

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