Gripen
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(L-R) President of the Swiss Buergerlich Demokratische Partei (BDP) Martin Landolt, president of the Swiss Christian Democratic Party (CVP) Christophe Darbellay, president of the Swiss Liberal Free Democratic Party (FDP) Philipp Mueller and Swiss People's Party (SVP) President Toni Brunner attend a news conference on the new Gripen fighter jets in Bern May 8, 2014. The text on the poster reads

Bild: Reuters

Vor der Abstimmung

Gripen-Befürworter läuten den Endspurt ein

08.05.14, 12:58 08.05.14, 13:24

Umfrage

Sind Sie für den Kauf des Gripen?

  • Abstimmen

1,009 Votes zu: Sind Sie für den Kauf des Gripen?

  • 27%Ja, weil wir einen neuen Kampfjet brauchen.
  • 4%Ja, weil der Gripen ein guter Flieger ist.
  • 69%Nein, wir brauchen den Kampfjet nicht.

Zehn Tage vor der Abstimmung über den Kauf der Gripen-Kampfjets haben die Befürworter nochmals kräftig die Werbetrommel gerührt. Gleich vier Parteipräsidenten stiegen in den Ring, um das drohende Nein an der Urne abzuwenden.

Gemäss der am Mittwoch veröffentlichten SRG-Trendumfrage haben die Gripen-Gegner weiterhin die Nase vorn, ihr Vorsprung ist allerdings geschmolzen. Bei einem gemeinsamen Auftritt warben SVP-Präsident Toni Brunner, FDP-Präsident Philipp Müller, CVP-Präsident Christophe Darbellay und BDP-Präsident Martin Landolt am Donnerstag auf dem Bundesplatz in Bern nun nochmals für den Kauf der Kampfjets.

Der bisherige Abstimmungskampf sei unbefriedigend gewesen, sagte Müller. Es habe viel Polemik gegeben, etwa um den schwedischen Botschafter in Bern – «das aber hat mit der Sache nichts zu tun».

Von «Nebelpetarden» und Ablenkungsmanövern der Gegner war die Rede. Dabei gehe es bei der Gripen-Abstimmung um nichts weniger als die Sicherheit der Schweiz, betonten die vier Parteipräsidenten unter Applaus von mehreren Parteikollegen und zufällig anwesenden Zuschauern. «Und es gibt nichts Wertvolleres als die Sicherheit», sagte Darbellay.

Nochmals wiederholten die vier Präsidenten ihre Argumente: Die Schweiz brauche eine starke Luftwaffe und dafür sei der Kauf der Gripen notwendig. Die linken Gripen-Gegner wollten die Armee abschaffen, warnten sie.

«Es geht um die Landesverteidigung!»

Auch den bürgerlichen Gripen-Gegnern versuchten die Parteipräsidenten den Wind aus den Segeln zu nehmen. «Man kann nicht hinter der Armee stehen und gegen den Gripen sein», sagte Landolt. Das Liberale Komitee «Nein zum Gripen» seinerseits argumentiert hingegen, es brauche zwar eine gut gerüstete Armee, dafür aber sei der Gripen nicht notwendig.

Brunner rief die Stimmbürger eindringlich dazu auf, am 18. Mai an die Urne zu gehen – «Es geht um die Landesverteidigung!»

Um ihre Botschaft zu unterstreichen, liessen sich die vier Männer anschliessend mit einem kleinen Kran in luftige Höhen bringen. In rund fünf Meter Höhe harrten sie für einige Minuten aus, bevor sie wieder sicheren Boden unter den Füssen hatten.

(L-R) President of the Swiss Buergerlich Demokratische Partei (BDP) Martin Landolt, president of the Swiss Christian Democratic Party (CVP) Christophe Darbellay, president of the Swiss Liberal Free Democratic Party (FDP) Philipp Mueller and Swiss People's Party (SVP) President Toni Brunner attend a news conference on the new Gripen fighter jets in Bern May 8, 2014. The text on the poster reads

Bild: Reuters

Dass sich gleich vier Parteipräsidenten zu dieser von der FDP organisierten Aktion einfanden, dürfte auch an den jüngst veröffentlichen Umfragen liegen. Nervös seien sie jedoch nicht, sagte Landolt auf eine entsprechende Frage.

Bei der Abstimmung gehe es aber um eine wichtige Frage und es zeichne sich ein knappes Resultat ab, erklärte er die Aktion. «Der Trend spricht für uns, ein Ja liegt drin.»

Gemäss der am Vortag veröffentlichten SRG-Trendumfrage haben die Gegner die Nase vorn: Wäre Ende April über den Gripen-Kauf abgestimmt worden, hätten gemäss der SRG-Trendumfrage 51 Prozent der Befragten ein Nein in die Urne gelegt, 44 Prozent ein Ja. 

Doch die Befürworter haben im Vergleich zur ersten Umfrage zugelegt. Der Ausgang der Abstimmung ist laut den Politologen vom Forschungsinstitut gfs.bern offen. Der statistische Fehlerbereich beträgt plus/minus 2,7 Prozent. (aeg/sda)



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Oberon 08.05.2014 17:13
    Highlight Sicher werden wir neue Flugzeuge benötigen, aber nicht diese Grippen und auch erst dann sobald ein Gesamtkonzept für eine effektive Landesverteidigung besteht.

    Es ist nötig das unsere Milizarmee bestmöglichst ausgerüstet und ausgebildet ist. Da reicht es aktuell nicht häppchenweise Teile des Materials auszutauschen.

    Da stehe z.B. auch Fragen wie, welche Mittel haben wir gegen Drohnen, Lang- Mittelstreckenraketen und so weiter, im Raum.

    So lange ich mehr Fragen als Antworten habe, kann ich nicht mit einem guten Gewissen einer Investition in dieser höhe zustimmen.

    3 5 Melden
    • mauchmark 08.05.2014 17:40
      Highlight @Oberon - die GSoA dankt für ihr gutes Gewissen... ;-)
      2 2 Melden
    • Oberon 08.05.2014 18:39
      Highlight Deswegen leben wir in einer Demokratie und jeder darf seine eigene Meinung haben. ;)
      3 0 Melden
    • sewi 09.05.2014 08:08
      Highlight Ich war zuerst auch skeptisch beim Gripen. Aber ich habe mir überlegt, der passt doch in die Kavernen, kann notfalls von einer Autobahn aus starten und die Schweden bauen auch zuverlässige Autos. Was die Frage nach der Luftabwehr angeht schau mal im Internet nach über Skyguard. Schon da von Contraves produziert, müsste nur noch bestellt werden. Raketenabwehrsysteme gegen hochfliegende Flugzeuge sind veraltet kaum sind sie geliefert.....
      2 0 Melden
  • Zeit_Genosse 08.05.2014 16:16
    Highlight Die Ja-Fraktion mobilisiert, das Nein-Lager nicht. So kippt es...
    ...und ist erstmal Luft unter den Flügeln, fliegt es.
    4 0 Melden
  • Kari Metzger 08.05.2014 15:43
    Highlight Kritische Inputs werden zensiert und gar nicht gezeigt.....
    1 0 Melden
  • Kari Metzger 08.05.2014 15:08
    Highlight Müller und Darbellay waren am Anfang noch strikt gegen die Luxusflieger, dann liessen sie einige Zeit verstreichen- und waren plötzlich dafür. Bestimmt haben da die hohlen Hände eine Rolle gespielt, nur so mir nichts dir nichts ist der Schwedische Botschafter nicht nach Amerika versetzt worden. Halt richtige Wendehälse, man schaut in die Richtung, wo es einem momentan grad nützt. Es wird gegenwärtig auch mit der Krise in der Ukraine argumentiert, haben da etwa Kampfjets bisher eine Rolle gespielt, will denn der Pseudolandwirt Ueli Maurer mit Kampfjets auf Demonstranten schiessen lassen, die sich hinter Zivilisten verstecken? Mit sozialer Gerechtigkeit und Schluss mit Steuerbeschiss erreicht man eine zufriedene Bevölkerung, die bereit ist für die sogenannte Heimat einzustehen, Frieden schafft man am Boden, nicht mit Lärm in der Luft!
    5 7 Melden
    • Migu Schweiz 08.05.2014 16:07
      Highlight Was für ein schöner city-pazifisten-sauglattismus ;-)
      3 1 Melden
  • Schneiderlein 08.05.2014 13:27
    Highlight Diese wackeren Burschen kämpfen zu Recht für unsere Schweiz. Ja wir brauchen den Gripen. Auch wenn nur von morgens bis mittags und ein wenig noch am Nachmittag, aber da umso mehr! Vielleicht könnte man die ganze Armee auf Bürozeiteneinsätze beschränken, so würde man viel Geld einsparen und könnte noch mehr Gripen poschten. Wenn ich mir das vorstelle: ein feindliches Flugzeug überfliegt die Schweiz. Die Piloten höcklen grad beim Znüni bei Toni und erfahren dieses. Flugs wie die Wiesel eilen sie zu ihren Gripen. Jetzt gilt es nur noch das eigene Gripilein zu suchen, zu starten und das böse ausländische Flugzeug aufspüren und dann, wehe diesem bösen Flugobjekt, dann mit bösen Blicken und gefletschten Zähnen diesem Belzebub die Kappe waschen. Wenn man es denn findet, wenn dieses böse böse Feindesflugi nicht schon weit, weit furt ist. Naja man kann dann ja, zwar enttäuscht aber kämpferisch wie die rote Zora, wieder bei Toni einkehren und mit Martin, Christophe und Philipp darüber schwadronieren, was gewesen wäre, wenn man diesen Flugflegel doch erwischt hätte....
    Tja, wenn man natürlich überall so Gripen stehen gehabt hätte, wenn an jeder Ecke einer startbereit warten würde, dann vielleicht, dann hätte man diesen ausländischen Überflieger noch inflagranti erwischen können. Genau! Es braucht noch mehr Gripen. Jedem seinen Gripen. Wie heisst es doch so schön: Wir sind ein Volk von einig Brüdern und einigen Gripen!
    12 8 Melden

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