Grossbritannien

Für Verbleib in der EU - Tausende Briten demonstrieren in London gegen den Brexit

03.09.16, 19:14

Mehrere tausend Menschen haben in London und anderen Städten gegen den Austritt Grossbritanniens aus der EU demonstriert. Unter dem Slogan «March for Europe» zogen die Teilnehmer am Samstag vom Hyde Park über das Regierungsviertel bis vor das Parlamentsgebäude.

Demonstration gegen Brexit

Dort soll am Montag eine Debatte über ein zweites EU-Referendum stattfinden. Anlass dafür ist eine Petition mit mehr als vier Millionen Unterschriften.

Die Petition, die schon vor dem Referendum eingereicht worden war, fordert ein zweites Referendum für den Fall, dass eine Entscheidung mit weniger als 60-prozentiger Mehrheit getroffen wird und gleichzeitig weniger als 75 Prozent der Wahlberechtigten teilnehmen.

Die Briten haben sich am 23. Juni mit einer knappen Mehrheit von rund 52 Prozent für einen Austritt aus der EU entschieden. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent.

Dennoch hat die britische Regierung bereits angekündigt kein zweites Referendum abhalten zu wollen. Zum einen komme die Petition zu spät und zum anderen müsse der Wille der Wähler respektiert werden, liess das britische Aussenministerium in einer Antwort auf die Petition wissen.

Auch viele Teilnehmer der Demo am Samstag hoffen nicht auf ein zweites Referendum. «Es geht darum, Flagge zu zeigen», sagte ein Teilnehmer der Nachrichtenagentur dpa. Er hoffe, dass sich die Verhandlungen über einen EU-Austritt zumindest solange hinauszögern, bis die negativen Konsequenzen eines Brexit spürbar seien. (sda/dpa)

Mehr zum Brexit:

Der Brexit wird zum Zug-Unglück

Jetzt wird's hart: Grossbritannien verzichtet auf den soften Brexit

Ohrfeige für Brexit-Plan von Theresa May: EU-Botschafter tritt zornig zurück

Nach Brexit soll Grossbritannien (fast) nichts mehr mit der EU am Hut haben

Das könnte dich auch interessieren:

Amerika ist verloren – und YouTube der Beweis dafür

6 Argumente der No-Billag-Ja-Sager, die wir nicht mehr hören können

15 Retro-Cocktails, die schleunigst ein Comeback verdienen

Das Flintenweib der NRA: Dana Loesch ist das Gesicht der US-Waffenlobby

So sähe es (etwa) aus, wenn wir unser echtes Leben wie das im Internet leben würden

Kanada holt Eishockey-Bronze +++ Wenger gibt zu früh Gas und wird 4.

Hier werden zwei Olympia-Skicrosser spektakulär durch die Luft geschleudert

Rumantsch, du hast die schönsten Fluchwörter! Errätst DU, was sie bedeuten?

Apple veröffentlicht Notfall-Update für iPhone, Mac und Watch (und TV)

Die Geburtsstunde einer Legende: Jamaika hat 'ne Bobmannschaft!

Zum Wochenstart gibts Dauerfrost und Bise

Schweizer Jihadist plante Terror-Anschlag in Nizza

Die Reaktionen dieser Basler Fussball-Reporter nach ihrer falschen Prognose? Unbezahlbar

«Vorwärts Marsch!» – hier findest du die schönsten Laternen des Morgestraichs

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Str ant (Darkling) 04.09.2016 01:00
    Highlight too late da hätten sie mal besser das kreuzchen bei verbleib gemacht
    4 1 Melden
  • Eljham 03.09.2016 22:25
    Highlight Die Bevölkerung hat wohl genug von immer noch mehr wirtschaftlicher Globalisierung. Der Brexit gehört in dieses Kapitel. Trump und Clintons Globalisierungsbremser im Wahlkampf genauso. Das hoffentliche und baldige Scheitern von TTIP genauso.
    Was soll also dieses andauernde linke (!) Genörgel, wenn sich die Bevölkerung gegen Globalisierungsturbos und ihre neoliberalen Ideen ausspricht?
    14 2 Melden
  • TRL 03.09.2016 21:23
    Highlight Bisschen "Schlechte-Gewinner-Kommentare" bis jetzt. Drum kurz die Gegenperspektive: ich finds absolut gerechtfertigt und alles andere als demokratiefremd, wenn man für so eine wichtige Entscheidung eine 60% Mehrheit und eine 75% Stimmbeteiligung fordert. Zudem sei die Petition VOR der Abstimmung eingereicht worden. Kenne jetzt die Fristen in der englischen Bürokratie nicht... Aber zu spät ist für mich anders.
    10 18 Melden
  • Neokrat 03.09.2016 21:05
    Highlight Ich kann das kindische bocken nicht ausstehen. Statt aus den Zitronen Limonade zu machen sitz man rum und heult.

    Die Energie wäre besser investiert im Prozess teilzunehmen und sich für in Europa intergriete Grossbritannien einzusetzen.

    PS: Ich habe keine Meinung zum Brexit.
    15 9 Melden
  • zombie woof 03.09.2016 20:59
    Highlight Wäre interessant zu wissen wie viele ehemalige Befürworter da mitlaufen
    8 18 Melden
  • Typu 03.09.2016 20:04
    Highlight Zu spät. Steht dazu.
    27 7 Melden
  • dmark 03.09.2016 19:29
    Highlight Vorbei ist vorbei. So manche Leute wollen es aber nicht verstehen. Die Mehrheit (und wenn auch nur eine knappe) hat nun mal den Brexit entschieden.
    31 10 Melden
  • JJ17 03.09.2016 19:26
    Highlight Die haben den Sinn der Demokratie nicht so ganz verstanden aus meiner Sicht...
    33 10 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 03.09.2016 20:19
      Highlight Ach so, muss man bei einer Demokratie immer Ja und Amen zu einer Abstimmung sagen? Dachte in einer westlichen Demokratie darf man seine Meinung auch mit Demonstrationen kund tun.

      Erdogan wurde ja auch demokratisch gewählt; wird dadurch sein ganzes Verhalten als demokratisch legitimiert?
      22 28 Melden
    • Scaros_2 03.09.2016 21:33
      Highlight Will die svp ja auch
      2 15 Melden
  • Turi 03.09.2016 19:20
    Highlight Süss.
    Da scheinen Profiteure der Globalisierung ihre Pfründe sichern zu wollen.

    Relevanter finde ich den Artikel von Diem im Tagi.
    "Die Grenzen der Öffnung"
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standarddie-grenzen-der-oeffnung/story/30815574
    19 4 Melden
  • chrisdea 03.09.2016 19:19
    Highlight Ein typischer Fall von "Too little, too late"...
    17 2 Melden

Britisch bis zur Peinlichkeit: die neue konservative Hoffnung Jacob Rees-Mogg

Der Hoffnungsträger der Konservativen wäre zum Lachen, wenn die Situation auf der Insel nicht zum Weinen wäre.

Der Brexit auf der Insel hat zu einem politischen Nervenzusammenbruch geführt. In der «Financial Times» beschreibt Philip Stephens die Lage wie folgt:

In den Medien wird die glücklose Premierministerin Theresa May vorgeführt. So schreibt der «Economist» in seiner jüngsten Ausgabe: «Seit ihrem Wahldesaster hat Mrs. May mehrere letzte Chancen verpasst. Sie hat die Kommunikation nach der Brandkatastrophe des Grenfell Tower falsch angepackt. Sie hat sich durch eine Rede gestottert, in der sie …

Artikel lesen