Homosexualität
Die "Zurich Pride Festival"- Demonstrations-Parade zieht entlang dem Seebecken am Samstag, 5. Juni 2010 in Zuerich. Festival sowie die Parade stehen unter dem Motto "Do Ask - Do Tell" als Einladung und Aufforderung zur Kommunikation zwischen den Geschlechtern, saemtlichen sexuellen Orientierungen, ethnischen Gruppierungen, Religionen oder Kulturen um ein besseres Verstaendnis fuer die menschliche Vielfaeltigkeit zu erlangen. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

 A view of revellers during Zurich's lesbian and gay pride parade on the occasion of the "Zurich Pride Festival", in Zurich, Switzerland, Saturday, June 5, 2010. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Demonstrieren zu Fuss war früher. Bild: KEYSTONE

Zurich Pride

10'000 Schwule und Lesben bringen Farbe nach Zürich

Mehrere tausend gut gelaunte Leute nahmen am Umzug durch die Innenstadt teil, dem Höhepunkt des Zurich Pride Festivals.

14.06.14, 16:34 14.06.14, 16:50

Schwule und Lesben haben sich am Samstagnachmittag in Zürich auf dem Helvetiaplatz getroffen, um – wie jedes Jahr seit 1994 – für ihre Rechte und gegen Diskriminierung zu demonstrieren. Geprägt war die Demonstration von farbigen Ballonen – unter anderem von Amnesty International – sowie regenbogenfarbenen Fahnen und Sonnenschirmen. Vom Helvetiaplatz führte der Zug über den Paradeplatz zum Werdmühleplatz.

Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung tanzten hinter Fahrzeugen, von denen wummernde Bässe aus den Lautsprechern dröhnten. Im Umzug dabei war auch die amerikanische Botschafterin in der Schweiz, Suzanne LeVine. Nach Angaben der Organisatoren nahmen dieses Jahr 10'000 Personen an der Parade teil – so viele wie noch nie. Zum Abschluss des Festivals wurde gemäss den Organisatoren nach dem Umzug auf dem Zeughausareal «ein buntes Fest mit der ganzen Bevölkerung» gefeiert.

Bild: KEYSTONE

Nicht mit Erreichtem zufrieden geben

«Jetzt erst recht!» lautet das diesjährige Motto des Events, der bis 2009 unter dem Namen «Christopher Street Day» (CSD) stattfand. In den letzten 20 Jahren ist gemäss den Organisatoren zwar viel erreicht worden, es sei aber «noch ein weiter Weg bis zur vollständigen Gleichstellung und Akzeptanz von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transmenschen in der Gesellschaft».

«Seid stolz, was ihr erreicht habt in den letzten Jahren», sagte der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (SP) auf dem Helvetiaplatz in einer Eröffnungsrede vor der Pride-Parade. «Begnügt euch nicht mit dem Erreichten!», fügte er an. Mit dem seit sieben Jahren geltenden neuen Partnerschaftsgesetz sei zwar ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zur gesellschaftlichen Anerkennung erreicht. Das Ziel sei aber die vollständige Gleichstellung homosexueller Paare in allen Lebensbereichen.

Bild: KEYSTONE

Familie nicht per Gesetz verwehren

Letztlich müssten auch Schwule und Lesben eine Ehe schliessen können. Und die Erfüllung des Wunsches vieler gleichgeschlechtlicher Paare, Kinder zu adoptieren und eine Familie aufzubauen, sollte ihnen laut Fehr nicht weiter per Gesetz verwehrt werden. Das Engagement der Zurich-Pride-Teilnehmenden sei nicht nur innenpolitisch von Bedeutung, sagte Fehr. Er wies darauf hin, dass in der Hälfte aller Länder der Welt Homosexualität und Transgenderismus illegal sind, was absolut inakzeptabel sei. Im schlimmsten Fall würden diese Lebensweisen sogar mit dem Tod bestraft. 

Das Zurich Pride Festival ist nach eigenen Angaben der grösste LGBT-Anlass (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) der Schweiz. Er entstand in Erinnerung an einen Aufstand von Homosexuellen gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Jahr 1969. (whr/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Romeo 15.06.2014 08:49
    Highlight Lasst uns in Ruhe. Wir machen auch keine Hetero Umzüge. Es bleibt euch ja die Streetparade um euch zu produzieren. Emanzipiert seid ihr bei uns ja. Andere Länder haben da grössere Probleme. Viva Freddy Mercury ;-)
    0 8 Melden
    • Sarah Karlen 15.06.2014 11:41
      Highlight Ja aber Hetero's werden ja von den meisten (oder sogar von allen) akzeptiert...
      Aber immer noch gibts solche die glauben, dass Schwule etc. fehlgeleitet sind...
      Ich glaub, derjenige, der das behauptet ist fehlgeleitet.
      5 0 Melden
    • Romeo 15.06.2014 15:03
      Highlight Ich kenne einige Schwule und die finden manche Sachen peinlich. Weil es nicht der Norm entspricht stört das vielleicht einige, aber solange wir uns respektvoll miteinander verhalten, kommen wir klar. Man bracht es nicht andauernd unter die Nase zu reiben.
      0 4 Melden
    • Lulu 15.06.2014 19:41
      Highlight Sie würden vielleicht auch einen Hetero-Umzug machen, wenn man Ihnen verbieten würde zu heiraten und Kinder zu haben...
      5 0 Melden
  • Sarah Karlen 14.06.2014 21:24
    Highlight Gleiches Recht für alle!
    Wir leben im 21. Jahrhundert und da sollte man das nicht mehr verdammen. Hei Nomol.
    Wir sind alles Menschen mit eigenen Vorlieben und Neigungen.

    Ausserdem sind einige immer so geil geschminkt xD
    7 2 Melden
  • Sarah Karlen 14.06.2014 21:21
    Highlight Jaaa gleiches Recht für alle. Egal ob Hetero, Bi, Homo oder Transgender
    Wir sind alles Menschen, nur jeder ha seine eigenen Vorlieben.
    Und das ist richtig so!
    Das sollte endlich akzeptiert werden. Wir leben schliesslich im 21. Jahrhundert. Hei nomol.

    Ausserdem finde ich einige echt geil geschminkt ^^
    4 1 Melden
  • elivi 14.06.2014 19:32
    Highlight ich hät mich fast als freiwiliger helfer gemolden ... wären da ned so prüfungen und bla ... aber sgit jo immer no es negst johr ^^
    2 0 Melden

Und dann war das Model zu dick ... Der Zürcher Walter Pfeiffer lebt im Glamour-Himmel

Er fotografiert Cara Delevingne oder Clown Pennywise aus «It». Er jettet um die Welt und jobbt für Dior und die «Vogue». Mit 71. Zeit für eine kleine Liebeserklärung. Und einen Dokfilm!

Walti, was ist dein Trick? «Wenn die Leute schön sind, dann gibt’s auch schöne Fotos.» – «Das ist alles?» – «Ja.» Zu den schönen Leuten, mit denen Walter Pfeiffer an einem ganz normalen Tag arbeitet, gehören zum Beispiel Cara Delevingne oder Bill Skarsgard, der Mann unter der Maske von Pennywise in der neuen «It»-Verfilmung. Den hat er grad in London für «Dazed» geshootet. Mit vielen bunten Ballonen. Denn Walters Welt ist bunt, schön und leicht. Entspannte Bilder von happy people.

Und …

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