Homosexualität
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Regenbogenfahne beim Suworow-Denkmal. Bild: Pink Cross

Protestaktion in Andermatt

Schwule Bergsteiger ärgern Russland mit Fahne über Suworow-Denkmal

13.06.14, 14:03 13.06.14, 15:06

Eine Gruppe homosexueller Bergsteiger hat in der Nacht auf Freitag das Suworow-Denkmal in Andermatt UR mit einer Regenbogenfahne abgedeckt. Die Demonstranten mussten das Banner am Mittag auf Anordnung der Polizei wieder entfernen. Russland hatte interveniert.

Die russische Botschaft in Bern hatte die Beseitigung der Regenbogenfahne am Morgen verlangt, wie ein Sprecher der Botschaft auf Anfrage sagte. Die Demonstranten wollten die Fahne erst am Abend wieder entfernen. Bei der Aktion sind laut Urner Polizei keine Schäden am Denkmal entstanden. Russland will nach Behördenangaben auf eine Klage verzichten.

Aktion für «Zurich Pride»

Hinter der Aktion standen die Gruppe «Outdoor Sports for Gay», die Schwulen- und Lesbenorganisationen Pink Cross und LOS. Die Demonstration am Gotthard fiel zusammen mit dem Beginn des zweitägigen Schwulen- und Lesbenfestivals Zurich Pride.

Die Demonstranten wollten in Erinnerung rufen, dass nicht nur in Russland sondern überall auf der Welt Menschen von Homophobie betroffen seien, wie Pink Cross in einer Mitteilung schreibt. Das Suworow-Denkmal sei ein Symbol für die homophobe Politik Russlands. (pma/sda)

Suworow-Denkmal

Das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht in Andermatt UR erinnert an den Zug des russischen Feldmarschalls Suworow mit 21'000 Mann von Italien durch die Alpen nach Norden im Kriegsjahr 1799. Dabei kam es am 25. September in der Schöllenen zur blutigen Schlacht mit den Truppen Napoleons. Hunderte russischer Soldaten fielen. Ein Jahrhundert später liess das zaristische Russland 1898 ein zwölf Meter hohes Kreuz mit goldener Inschrift zu Ehren der Gefallenen in einem Felsen errichten. Diesen stellte die Korporation Ursern kostenlos zur Verfügung. (sda)



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Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

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