Homosexualität
Austrian singer and Eurovision Song Contest winner Conchita Wurst performs on stage  in front of the federal chancellery in Vienna, Austria on Sunday, May 18, 2014.  Bearded drag queen Conchita Wurst had made a triumphant return to Austria last week  after winning the Eurovision Song Contest in Copenhagen in what the country's president called a victory for tolerance in Europe. (AP Photo/Hans Punz)

Chonchita Wurst ist am Freitagabend in Zürich. Bild: Hans Punz/AP/KEYSTONE

Zurich Pride Festival

Conchita Wurst hat in Zürich «ihren Hirnlappen» dabei

13.06.14, 17:10 14.06.14, 17:44

Die österreichische Dragqueen ist am Freitag anlässlich des Schwulen- und Lesbenfestivals, der Zurich Pride, in die Schweiz gereist. Den Hirnlappen habe sie dabei, sagte sie vor den Journalisten in Bezug auf eine Aussage, die gemäss Medienberichten SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi über Homosexuelle gemacht haben soll.

Toni Bortoluzzi (SVP/ZH), Mitte, erhaelt von Hans-Peter Portmann (FDP/ZH), Mitte rechts, im Namen aller Fraktionen einen Waschlappen geschenkt fuer seine schwulenfeindlichen Aeusserungen betreffend fehlgeleiteten Hirnlappen am Donnerstag, 12. Juni 2014, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Nationalrat Bortoluzzi erhielt am Donnerstag einen Waschlappen für seine schwulenfeindliche Aussage. Bild: KEYSTONE

Bortoluzzi soll demnach gesagt haben, gleichgeschlechtliche Paare hätten einen Hirnlappen, der verkehrt läuft. Homophobe Bemerkungen dieser Art quittiere sie meist einfach mit einem «Aha» und ärgere sich nicht darüber, sagte Wurst. Wenn Menschen derart diskriminierende Aussagen machten, würden sie sich selbst disqualifizieren.

Zurzeit ist die Kunstfigur Wurst, hinter welcher der 25-jährige Österreicher Tom Neuwirth steckt, in aller Munde. Dabei wolle sie sich doch gar nicht aufdrängen, sagt Wurst. So sei sie eine der Künstlerinnen, die am wenigsten via Twitter, Facebook oder Instagram kommunizierten – zum Leidwesen ihrer Fans. 

«The Conchita Wurst Award»

Die bärtige Dragqueen weilt in Zürich, um im Rahmen der Zurich Pride Festivals den neu kreierten Preis «Unstoppable: The Conchita Wurst Award» entgegenzunehmen.

Wurst erhalte die Auszeichnung für ihren unermüdlichen und hartnäckigen Einsatz für Toleranz und Akzeptanz, hielten die Veranstalter fest. Die Sängerin verbreite in der ganzen Welt die Botschaft, dass Akzeptanz und Liebe stärker seien als Hass und Diskriminierung. 

Diesen Preis zu bekommen sei überwältigend, sagte Wurst. Nicht nur sei er nach ihr benannt, sie selbst werde künftig mitentscheiden dürfen, wer die Auszeichnung bekommen werde. Sie wolle dazu beitragen, dass dieser neue Award zu einem der wichtigsten Preise im deutschsprachigen Raum werde.

Festival in Zürich

Das Zurich Pride Festival, an welchem Tom Neuwirth alias Conchita Wurst geehrt wird, findet am 13./14. Juni unter dem Motto «Jetzt erst recht» statt. Geplant sind unter anderem für den Samstagnachmittag politische Reden auf dem Zürcher Helvetiaplatz und ein Demonstrationsumzug. (sda)

Seit ihrem Sieg am diesjährigen Eurovision Song Contest sorgt die bärtige Lady weltweit für Schlagzeilen, vor allem wegen ihres Aussehens. Dabei ist es für Wurst selbst befremdlich, wenn man sie als «skurril» oder «schrill» wahrnehme. «Ich bin eigentlich völlig dezent und langweilig», sagt die Sängerin über sich selbst. 

Wurst wird mitunter vorgeworfen, sie tue schwulen Männern gar keinen Gefallen, sondern zementiere mit ihrem Auftreten die Vorurteile gegenüber Homosexuellen. Frauenkleider und Perücke zu tragen, sei aber keineswegs der einzige Weg für einen schwulen Mann, glücklich zu werden, entgegnet Wurst. 

Dieses Outfit sei einfach ihr Zugang, ihr eigenes Leben, betont die Dragqueen. Sie wolle alle nur dazu ermuntern, zu tun, was sie möchten, solange man niemandem damit schade. (pma/sda)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • elivi 13.06.2014 20:01
    Highlight .
    1 4 Melden

Und dann war das Model zu dick ... Der Zürcher Walter Pfeiffer lebt im Glamour-Himmel

Er fotografiert Cara Delevingne oder Clown Pennywise aus «It». Er jettet um die Welt und jobbt für Dior und die «Vogue». Mit 71. Zeit für eine kleine Liebeserklärung. Und einen Dokfilm!

Walti, was ist dein Trick? «Wenn die Leute schön sind, dann gibt’s auch schöne Fotos.» – «Das ist alles?» – «Ja.» Zu den schönen Leuten, mit denen Walter Pfeiffer an einem ganz normalen Tag arbeitet, gehören zum Beispiel Cara Delevingne oder Bill Skarsgard, der Mann unter der Maske von Pennywise in der neuen «It»-Verfilmung. Den hat er grad in London für «Dazed» geshootet. Mit vielen bunten Ballonen. Denn Walters Welt ist bunt, schön und leicht. Entspannte Bilder von happy people.

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