Hongkong
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Benny Tai, einer der Anführer der Demokratiebewegung in Hongkong. Bild: BOBBY YIP/REUTERS

Protestführer ruft zu zivilem Ungehorsam auf

Hongkonger sollten ihre Steuern nicht mehr bezahlen

Weg von der Strasse: Hongkongs Protestführer Benny Tai hat eine neue Strategie im Kampf um mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone gefordert. Statt der Besetzung öffentlicher Orte sollen die Bürger nun keine Steuern mehr zahlen. 

05.12.14, 13:19

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Ein Anführer der Demokratiebewegung in Hongkong hat eine neue Protest-Strategie in der chinesischen Sonderverwaltungszone gefordert. Die Besetzung öffentlicher Orte sei inzwischen zu einem «Geschäft mit hohen Risiken und geringem Ertrag» geworden, schrieb Benny Tai von der Bewegung «Occupy Central» in einem Gastbeitrag für die US-Tageszeitung «New York Times».

Tai schlug vor, die Aktivisten sollten vielmehr Aktionen starten, um der politischen Führung «die Zusammenarbeit zu verweigern». Als Möglichkeit führte Tai an, fällige Steuern nicht zu bezahlen.

#UmbrellaRevolution: Proteste in Hongkong

Zusammen mit Chan Kin Man und Chu Yiu Ming hatte Tai Anfang 2013 das Protestbündnis gegründet, um freie Wahlen und mehr Demokratie einzufordern. Zwar will die chinesische Zentralregierung den Bürgern der früheren britischen Kronkolonie im Jahr 2017 erstmals erlauben, ihren Verwaltungschef zu wählen. Allerdings behält sich Peking das Recht vor, die Kandidaten vorab auszuwählen. Bei wochenlangen Strassenblockaden hatte es immer wieder Zusammenstösse mit der Polizei gegeben.

Die drei Aktivisten hatten in den vergangenen Wochen zunehmend an Einfluss gegenüber radikalen Studenten verloren. Am Mittwoch stellte sich das Trio symbolisch der Polizei und rief alle Demonstranten zum Rückzug aus den Protestlagern in der Stadt auf. (bka/AFP/Reuters)

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