Hongkong
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#umbrellarevolution

Tausende blockieren Sitz von Hongkongs Verwaltungschef

02.10.14, 04:45 02.10.14, 11:03
Police officers stand as protesters block the entrance to Hong Kong's Chief Executive Leung Chun-ying offices in Hong Kong, October 2, 2014.  Hong Kong's leader is willing to let pro-democracy demonstrations blocking large areas of the city go on for weeks if necessary, a source close to him said, while defiant protesters vowed they would not budge. REUTERS/Carlos Barria (CHINA - Tags: CIVIL UNREST POLITICS)

Demonstranten beim Regierungssitz in Hongkong. Bild: CARLOS BARRIA/REUTERS

Die Protestbewegung in Hongkong hat den Druck auf den umstrittenen Chef der Sonderverwaltungszone, Leung Chun-ying, weiter verstärkt, um ihn zum Rücktritt zu zwingen. Mehr als 3000 vorwiegend junge Menschen versammelten sich am frühen Donnerstag vor Leungs Amtssitz.

Die pro-demokratischen Demonstranten kündigten an, alle Eingänge über die Feiertage zu blockieren, um Leung am Freitag persönlich zu stellen. Ein Studentenvertreter drohte mit der Besetzung von Regierungsbüros, sollte Leung bis Donnerstag nicht zurückgetreten sein. Die Polizei schritt weiterhin nicht ein.

epa04427384 Pro-democracy demonstrators gather outside Hong Kong's government offices on the fifth day of the mass civil disobedience campaign Occupy Hong Kong, in Admiralty, Hong Kong, China, early 02 October 2014. Hundreds of student protesters were blocking exits from the office of Hong Kong's leader early 02 October, as part of mass pro-democracy demonstrations in the Chinese territory. Hundreds of police were guarding the office of Chief Executive Leung Chun-ying. The students blocked the exits a five-minute walk away from the main protest site where thousands remained on the streets. Student leaders had called for Leung to resign on 02 October or they would occupy and 'paralyze the functioning' of important government offices.  EPA/DENNIS M. SABANGAN

Die Demonstranten harren aus: Ein Bild aus den frühen Morgenstunden. Bild: DENNIS M. SABANGAN/EPA/KEYSTONE

Für freie Wahlen

Die Demonstranten in Hongkong stemmen sich gegen eine von China beschlossene Wahlreform: Zwar soll die dortige Bevölkerung 2017 erstmals direkt einen Verwaltungschef wählen dürfen, jedoch will die Zentralregierung in Peking die Kandidaten auswählen. 

Dem derzeitigen Verwaltungschef Leung werfen die Demonstranten vor, Handlanger der chinesischen Führung zu sein, anstatt sich für die Interessen Hongkongs einzusetzen. Seinen letzten Kredit verspielte Leung mit dem gewaltsamen Polizeieinsatz in der Sonntagnacht.

Nach einem Aufruf von US-Aussenminister John Kerry zur Zurückhaltung verbat sich sein chinesischer Kolleg Wang Yi scharf jede Einmischung von aussen. Die Situation in Hongkong sei allein Chinas Angelegenheit, sagte Wang am Mittwoch vor Gesprächen mit Kerry in Washington. (sda/afp)



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