Hooligans
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Der Wolff hat ein Schaf geboren: GC und der FCZ planen Experten-Gremium gegen Fangewalt



Die Stadtzürcher Fussball-Clubs GC und FCZ reagieren auf die zunehmende Gewalt zwischen ihren Fangruppen: Sie wollen ein lokales Experten-Gremium schaffen. Dieses soll Verbesserungen der Fanarbeit und der Gewaltprävention im Club-Fussball aufzeigen.

Das Experten-Team soll in den kommenden Wochen nominiert werden, teilten die beiden Fussball-Clubs am Freitag gemeinsam mit. Am Vortag hatte ein Gespräch mit dem Stadtzürcher Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) stattgefunden.

ARCHIV --- ZUR ABSEGNUNG DER HOOLIGAN-MASSNAHMEN DURCH DAS BUNDESGERICHT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Stadionsitz fliegt durch die Luft bei den GC Fans im Super League Fussballspiel zwischen den Grasshoppers und dem FC Zuerich, am Sonntag, 2. Oktober 2011 im Stadion Letzigrund in Zuerich. Das Spiel wurde nach der 77. Minute wegen heftiger Krawalle im Stadion abgebrochen.(KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Ein Experten-Gremium soll Ansätze gegen die Fangewalt entwickeln.  Bild: KEYSTONE

Die Clubs wollen explizit eine fussballbezogene Beurteilung der Situation und diese danach mit den politischen Behörden und der Öffentlichkeit teilen.

«Wir wollen uns ganz spezifisch im Bereich Prävention und Fanarbeit nochmals verbessern. Es soll unser konstruktiver Beitrag zu einem gesellschaftlichen Problem sein», wird GC-Präsident Stephan Anliker im Communiqué zitiert. Gewalt im öffentliche Raum betreffe nicht nur die Fussball-Clubs, sondern die gesamte Bevölkerung.

Immer weiter vom Stadion entfernt

Gemäss Anliker und FCZ-Präsident Ancillo Canepa zeigen die aktuellen Gewalttaten vor und nach dem vor einer Woche ausgetragenen Derby in Zürich, dass sich die Gewalttaten immer mehr auf Standorte weit ausserhalb des Stadions verlagern. Im Stadion selber herrsche mittlerweile weitgehend eine positive Atmosphäre.

Die beiden Fussballvereine hätten aber weder die Kompetenzen noch andere Möglichkeiten, an entlegenen Tatorten bei Ausschreitungen Einfluss zu nehmen.

Die Vereine seien dort «ganz auf die Behörden angewiesen und unterstützen diese seit Jahren nach ihren Möglichkeiten». Dies werde man auch weiterhin tun und auch zusätzliche Massnahmen treffen – falls diese in die Kompetenzen der Clubs fallen.

Attacken am Wochenende

Am vergangenen Samstagabend war vor dem Derby FCZ gegen GC ein 14-Jähriger von Unbekannten angegriffen und mit Faustschlägen und Fusstritten traktiert worden. Der Teenager erlitt erhebliche Verletzungen am Kopf und am Oberkörper.

Bereits vor dieser Attacke hatte die Stadtpolizei Zürich ein Aufeinandertreffen von mehreren hundert gewaltbereiten rivalisierenden Fans an der Pfingstweidstrasse mit Reizstoff und Gummischrot verhindert.

Um Mitternacht musste die Polizei erneut ausrücken - am Limmatplatz hatten sich rund fünfzig vermummte Fussballfans versammelt. Sie bewarfen die Patrouillen mit Steinen und Flaschen. Eine Polizistin wurde am Kopf verletzt. Zehn Personen wurden verhaftet. (sda)

So würden sich deine Fussball-Stars in der Badi verhalten

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Video: Angelina Graf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Illuminati 27.10.2017 15:55
    Highlight Highlight ...zunehmende Gewalt zwischen ihren Fangruppen...
    Auf welce Fakten/statistik stützt ihr diese Behauptung?

  • remeto 27.10.2017 14:37
    Highlight Highlight Beim Koch Areal wird alles toleriert und dann wundert man sich, dass die Fussballhooligans entdecken: Oh supi - Verbrechen bleiben ohne Konsequenzen.
  • Sir Konterbier 27.10.2017 13:28
    Highlight Highlight Ich dachte mit dem Hooligan-Konkordat hätte die Polizei "griffige Mittel" um die Gewalt zu verhindern?

    Nein, stattdessen kann ich gegen St. Gallen zu meiner Wurst kein Bier trinken, weil es als "Hochrisikospiel" eingestuft wurde😒
  • Mentorius 27.10.2017 13:04
    Highlight Highlight ... Im Stadion selber herrsche mittlerweile weitgehend eine positive Atmosphäre...
    Trotzdem verwendet watson ein 6 Jahre altes Bild für diesen Artikel?
    Medien sollten mal über die Positive Entwicklung berichten.
    Das in Zürich anscheinend viele Familien Angst haben das Stadion zu besuchen, liegt sicher auch an den Medien die kleine Vorfälle extrem pushen.
    Es ist halt auch einfacher über negatives zu schreiben, Fotos aus dem Archiv zu Copy pasten und so die Unsicherheit zu ,,belegen’’
    • derEchteElch 27.10.2017 13:22
      Highlight Highlight Man sagt dem auch Fake News. Aber dann fühlen sich die Medien beleidigt und machen ein auf Grummelmonster.. 😉
    • Konzeptionist 27.10.2017 14:27
      Highlight Highlight Beim besten Willen, es sind keine kleine Vorfälle, schon gar nicht wenn die Konflikte mittlerweile auf Schauplätze verlegt werden, wo Hinz und Kuhn mit Pech Zeugen davon werden.
    • PatCrabs 27.10.2017 14:32
      Highlight Highlight Falsch. Das Problem sind einige wenige, die glauben, es gehöre zur Fan-Kultur aufeinander (was mir ja egal ist) und vor allem auf Aussenstehende loszugehen, wenn sich diese als Anhänger rivalisierender Teams zu erkennen geben.
      Die gilt es loszuwerden.

      Wer das Gefühl hat, sich irgendwo auf einem Feld treffen und verprügeln zu müssen, wie das unter "richtigen" Hooligans der Fall ist, bitte.
      Aber Unbeteiligte hineinzuziehen und spitalreif zu schlagen ist feige und gehört unterbunden.

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