Indien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
**  TO GO WITH STORY SLUGGED NEPAL SEX SLAVES  ** Women rescued from brothels in Indian cities line up to identify an alleged trafficker at the Maiti Nepal shelter in Katmandu, Nepal, Aug. 25, 2003. Tens or hundreds of thousands of Nepalese girls and women are working in the brothels of India. Many are kidnapped, some are sold by their families, while others have gone willingly, though unaware of their final destination. (AP Photo/Binod Joshi)

Tausende junger Nepalesinnen werden in Indien als Sexsklavinnen gehalten.  Bild: AP

Ein trauriges Kapitel

Am meisten Sklaven hat es mit Abstand in Indien – In der Schweiz sind es mehr als 1'000

Moderne Sklaverei – sexuelle Ausbeutung genauso wie Zwangsarbeit oder Zwangsheiraten – gibt es in 167 Ländern. Allein in Indien sind über 14 Millionen Menschen davon betroffen.

17.11.14, 16:58 17.11.14, 20:21

Männer, Frauen und Kinder – fast 36 Millionen Menschen sind weltweit Opfer moderner Sklaverei. Das geht aus dem jüngsten Bericht der australischen Stiftung Walk Free hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.

Demnach gibt es moderne Sklaverei – sexuelle Ausbeutung genauso wie Zwangsarbeit oder Zwangsheiraten – in allen 167 untersuchten Ländern. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde aber allein in fünf Ländern gezählt: In Indien, China, Pakistan, Usbekistan und Russland.

Die Menschenrechtsorganisation zählte 35,8 Millionen Menschen, die unter sklavenartigen Bedingungen leben müssen. Die Zahl liegt demnach um 20 Prozent höher als im Walk-Free-Bericht aus dem Jahr 2013, doch liegt dies nicht an einer starken Zunahme der Fälle, sondern an einer anderen Zählmethode.

Am meisten Sklaven in Indien

Dem Bericht zufolge liegt Indien mit 14,3 Millionen Opfern mit Abstand an der Spitze der Länder, in denen moderne Sklaverei verbreitet ist. Es folgen China mit 3,2 Millionen Opfern, Pakistan (2,1 Millionen), Usbekistan (1,2 Millionen) und Russland (1,1 Millionen). Danach kommen Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Indonesien, Bangladesch und Thailand.

Im Vergleich zur Bevölkerungszahl gibt es in Mauretanien die meisten Opfer von Sklaverei mit vier Prozent. «Sklaverei ist in der mauretanischen Gesellschaft verwurzelt», heisst es in dem Bericht mit Blick auf schwarze Sklaven. Fast dieselbe Prozentzahl der Bevölkerung macht der Bericht für Usbekistan aus, wo die Regierung jedes Jahr im Herbst mehrere Millionen Männer, Frauen und Kinder zur Baumwollernte zwingt.

566'200 Opfer in Europa

Am unteren Ende der Liste finden sich Island und Luxemburg mit jeweils hundert Opfern. In der Schweiz zählt die Stiftung 1'100 Opfer – damit liegt die Schweiz ebenfalls am unteren Ende der Liste. Zudem gehöre die Schweiz zu jenen Ländern, die eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung moderner Sklaverei einnehmen.

Doch selbst wenn Europa im Vergleich zur Bevölkerungszahl mit 1,6 Prozent die niedrigste Rate weltweit aufweist, so zählte die Organisation doch 566'200 Opfer – oft sexuelle oder wirtschaftliche Ausbeutung. Besonders viele Opfer gibt es in Bulgarien, Tschechien und Ungarn. Die meisten Fälle wurden aber in der Türkei mit 185'500 gezählt, darunter auch die Zwangsverheiratung von Kindern. (whr/sda/afp)



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Das waren die stärksten und tödlichsten Stürme in der Geschichte

Hurrikan «Michael» war einer der stärksten Stürme in der Region seit Messbeginn. Er traf mit 250 km/h auf die Küste Floridas und hat grosse Zerstörung verursacht. Doch seit Messbeginn gab es noch weitaus heftigere Tropenstürme.

Hurrikan «Michael» ist der zweitstärkste Hurrikan dieses Jahres. Was das in der betroffenen Region bedeutete, drückte der Abgeordnete Neal Dunn so aus: «Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen.»

Doch seit Messbeginn gab es weltweit noch einige Stürme, die weitaus schneller über das Land hereinzogen und Tod und Verwüstung brachten. 

Wir haben in die Geschichtsbücher der tropischen Stürme auf der ganzen Welt geschaut, sprich Hurrikans, Zyklone und …

Artikel lesen