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Bild: BENOIT TESSIER/REUTERS

Explosion in französischem AKW Flamanville – kein nukleares Risiko

09.02.17, 11:41 09.02.17, 19:40

Bei einer Explosion im französischen Atomkraftwerk bei Flamanville sind mehrere Personen verletzt worden. Es besteht offenbar kein «nukleares Risiko», teilen die Behörden mit. Der Vorfall ereignete sich gegen 10:00 Uhr. Der Feuerwehr sei eine Explosion und ein Feuer ausserhalb der nuklearen Zone gemeldet worden, heisst es bei der französischen Zeitung Quest France.

Das AKW Flamanville gilt als Pannenmeiler, wie etwa das deutsche Handelsblatt schrieb. Beim Bau des Druckbehälters des zweiten Reaktors soll geschlampt worden sein. Der erste Reaktor ging 1985 in Betrieb.

Das Feuer sei von den Mitarbeitern sofort gelöscht worden. «Keine Opfer und keine Auswirkungen für Sicherheit und Umwelt», schrieb das Unternehmen auf Twitter. Nach Angaben der Präfektur atmeten allerdings fünf Mitarbeiter Rauch ein.

Die Explosion habe sich in der Maschinenzentrale des AKWs (Archivbild) ereignet, schreibt Quest France. Bild: BENOIT TESSIER/REUTERS

Der Reaktor 1 des Kraftwerks, zu dem der betroffene Maschinenraum gehört, wurde automatisch vom Netz genommen. Präfekt Jacques Witkowski sagte dem Sender BFMTV, dass eine Überhitzung zu dem Brand geführt habe, die Detonation habe sich dann an einem Ventilator ereignet. Nach Angaben von EDF war der Knall auch im Umfeld des Kraftwerks zu hören.

Dreissigjährige Reaktoren

Das Atomkraftwerk in der Normandie besteht aus zwei Reaktoren mit einer Leistung von jeweils 1300 Megawatt, die 1985 und 1986 ans Netz gingen. In Flamanville wird zudem ein neuer Reaktor des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) gebaut - das Projekt macht immer wieder Schlagzeilen, weil es sich bereits mehrfach verzögerte.

Frankreich betreibt insgesamt 58 Atomreaktoren, drei Viertel seines Stroms kommen aus der Kernkraft. Ein von der sozialistischen Regierung eingebrachtes Gesetz schreibt vor, den Atomstrom-Anteil bis 2025 auf 50 Prozent zu reduzieren.

Manche aussichtsreiche Kandidaten für die bevorstehende Präsidentschaftswahl stellen diese Pläne aber infrage. In der Schweiz und Deutschland gibt es immer wieder Kritik an der Sicherheit des grenznahen Kraftwerks Fessenheim. (whr/sda/dpa)

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

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66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wasmeinschdenndu? 09.02.2017 22:01
    Highlight Ihr könnt ja denken was ihr wollt aber wenn ihr mich fragt wird bei solchen Unfällen gelogen was das Zeug hält. Aussagen wie "Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung" dienen nur dazu die Aktien der (Strom-)Konzerne einigermassen sicherzustellen. Was da genau passiert ist wird vertuscht und solange es keinen Supergau gibt wird auch die Bevölkerung nicht aufgeklärt. Einfach nur traurig wie das läuft, die Berichte darüber sind in den Medien auch schon wieder ganz weit hinten verschwunden...
    19 4 Melden
    • atomschlaf 09.02.2017 23:16
      Highlight Nun, wenn sich die Explosion ausserhalb des nuklearen Bereichs ereignete und der Reaktor ordentlich heruntergefahren werden konnte, dann bestand tatsächlich keine Gefahr.
      11 4 Melden
    • Polybertarian 10.02.2017 09:29
      Highlight Wasmeinschdenndu: Vielleicht solltest du lernen, wie ein Kernreaktor funktioniert?
      5 5 Melden
    • Wasmeinschdenndu? 10.02.2017 14:06
      Highlight Ich denke, dass weiss ich, was aber noch lange nicht heisst, dass der Betreiber auch die Whrheit sagt...
      2 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 09.02.2017 15:49
    Highlight Easy Leute, es kann nichts schlimmes passieren...
    26 11 Melden
    • Firefly 09.02.2017 17:03
      Highlight Falsch, es wird etwas schlimmes passieren, früher oder später.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz
      19 11 Melden
    • René Obi (1) 09.02.2017 17:41
      Highlight Statistisch gesehen gibt es alle 20-25 Jahre einen Super-GAU... Bei knapp 500 AKWs weltweit und 5 davon in der Schweiz, liegt die rein rechnerische Chance, dass es bei uns passiert bei 1 Prozent.
      10 17 Melden
    • atomschlaf 09.02.2017 23:12
      Highlight @Obi: Ob bei uns oder in Frankreich macht je nach Wetterlage gar keinen so grossen Unterschied.
      6 0 Melden
    • Polybertarian 10.02.2017 09:31
      Highlight Obi: Hast du nie eine Wahrscheinlichkeitstheorie-Vorlesung gehabt?
      1 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 10.02.2017 10:11
      Highlight @all: mein Kommentar war übrigens sarkastisch gemeint. Ich glaube, dass früher oder später etwas passieren wird. Selbst dann werden die AKW Anhänger noch an die Technik glauben. Leider.
      4 2 Melden
    • meine senf 10.02.2017 11:30
      Highlight @Polybertarian: Ich hasse diese ignoranten "in der Schule (oder gar Uni) nicht aufgepasst?"-Beiträge.

      Nicht alle konnten nämlich die selben Bildungsprivilegien geniessen. 2/3 der Bevölkerung konnten nie eine Vorlesung besuchen.

      Aber das ist etwas, dass man anscheinend mit noch so viel Bildung nicht nachvollziehen kann.
      0 0 Melden
    • meine senf 10.02.2017 11:40
      Highlight Auch wenn ich nie Uni-Vorlesungen besuchen durfte, hoffe ich trotzdem noch was sagen zu dürfen:

      2011 minus 1986 = 25 Jahre

      Ebenso gibt es oft die Aussage "Bei uns kann nur alle 10'000 Jahre was geschehen":

      10'000 Jahre durch knapp 500 AKWs = ebenfalls ca 25 Jahre
      1 0 Melden
  • René Obi (1) 09.02.2017 14:44
    Highlight Anscheinend nochmals Glück gehabt.
    21 7 Melden
    • Polybertarian 09.02.2017 17:02
      Highlight Nein.
      7 17 Melden
    • blobb 10.02.2017 07:47
      Highlight Doch.
      2 2 Melden
    • Polybertarian 10.02.2017 09:27
      Highlight Dann erklärt mich bitte wie sich dieses Störfall zu einem Störfall mit freisetzung von Radioaktivität ländern könnte!
      1 5 Melden
  • Maria B. 09.02.2017 14:44
    Highlight Man kann diese stereotyp und ewig gleichlautenden Herunterspielungs-Arien nicht mehr hören, denn völlig egal ob bei AKW-Pannen oder solchen von Chemiewerken heisst es IMMER:

    "Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr!" Schwierig für diese, das Gegenteil zu beweisen. Das würde dann nur bei einem Gau im Nachhinein zwangsläufig eingestanden :-( !

    Darum: uralte Steinzeitreaktoren wie Fessenheim oder Leibstadt müssen endlich ohne wenn und aber vom Netz!

    Es ist schon skandlös genug, dass das ENSI trotz nicht gekühlten obenliegenden Brennstäben Leibstadt einmal mehr grünes Licht gibt.
    79 10 Melden
    • Kaffo 09.02.2017 16:35
      Highlight Das ist genau das Problem von der Aussage von Frau Leuthardt (die AKWs werden so lange betrieben wie Sie sicher sind). Jetzt nimmt man Leibstadt wieder ans Netz, obwohl man nicht weiss, woher die Schäden an den Rohren stammen. So etwas kann sich nur der Bundesrat erlauben.
      26 8 Melden
    • Energize 09.02.2017 17:32
      Highlight @Maria B: Ihre Aussage ist komplett falsch. Wären die Brennstäbe freigelegt worden, hiesse das, dass 4m oder mehr Wasser im Becken verdunstet wäre - die Brennstäbe würden sofort schmelzen! Richtig ist, dass die Brennstäbe lokal das Wasser kurzzeitig in den gasförmigen Zustand "befördert" haben. Deswegen die Verfärbungen. Eine sehr unschöne Geschichte. Übertreiben muss man deswegen aber jetzt auch nicht gleich.
      12 13 Melden
    • Maria B. 09.02.2017 19:33
      Highlight Energy:

      Prädikat "komplett falsch", das du da vollmundig verkündest, tztz ;-) :

      Gemäss TV SF1 hatten die obersten unter Dryout (Kühlwassermangel bzw. Austrocknung zu deutsch) leidenden Stäbe Temperaturen bis zu 900 Grad (!)

      https://www.ensi.ch/de/2016/12/19/befunde-an-brennelementen-im-kkw-leibstadt-ensi-stuft-vorkommnis-mit-ines-1-ein-und-prueft-eingereichte-massnahmen/


      "Bei einem Dryout sind die Brennstäbe nicht mehr vollständig mit einem Wasserfilm bedeckt, da das Wasser bereits in Dampf übergegangen ist. Solche „trockenen“ Stellen heizen sich stark auf und oxidieren daher stärker"

      13 1 Melden
    • echidna prophet des proletariats 09.02.2017 21:31
      Highlight und was ist daran jetzt gefährlich?
      3 3 Melden
    • Energize 10.02.2017 05:42
      Highlight @Maria B: Es ist komplett falsch: Die Brennstäbe wurden nicht vollstämdig freigelegt. Das hätte einen unmittalbaren schweren Störfall zur Folge. Das mit der lokalen Verdampfung habe ich in meinem Kommentar bereits beschrieben. 900° können es auch unmöglich gewesen sein, weil Zyrkonium deutlich früher schmilzt. Das kannst du googlen. Es geht mir einfach um die fachliche Richtigstellig der Ereignisse. Unschön ist es so oder so.
      3 4 Melden
    • trio 10.02.2017 14:21
      Highlight @Energy
      Zeigt SF 1 alternative Fakten?
      2 0 Melden
    • Energize 10.02.2017 17:07
      Highlight @trio: Nein. Zu sagen die Brennstäbe wurden freigelegt stimmt einfach nicht... Zumindest wenn man unter "freigelegt" versteht, dass das Wasser im Reaktorbecken um x Meter abgesunken ist und die Brennstäbe darurch nicht mehr von Wasser bedeckt waren. Und das hat srf bestimmt nicht gesagt.
      0 2 Melden
  • Menel 09.02.2017 14:42
    Highlight Menschen passieren Fehler. Das ist menschlich. Es ist aber auch DER Grund, wieso wir die Finger von AKWs lassen sollten!
    62 10 Melden
  • Lady Shorley 09.02.2017 14:33
    Highlight In einer Diskussion mit einem Bekannten wurde mir kürzlich erklärt, dass erneurbare Energien bereits jetzt günstiger sind als fossile Energien und es somit nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Kohlekraftwerke usw. verschwinden. Leider weiss ich nicht, ob dies auch für Atomstrom zutrifft. Kann mich eventuell ein kompetenter Fachmann aufklären (wenn möglich ohne Polemik und neutral!)
    16 4 Melden
    • Pius C. Bünzli 09.02.2017 15:15
      Highlight es ist fakt dass Atomkraftwerke nicht rentieren. Der Strom wird jedoch billig gehalten durch Abnahmeverträge sprich Subventionen. Ausserdem wird auch die Entsorgung der Abfallstoffe nicht billig werden. Da China den Markt mit PV Modulen überschwemmt ist es nur eine Frage der Zeit bis wir nurnoch erbeuerbare Energien verwenden. Man müsste nur mal anfangen vernünftig zu Investieren denn im Moment hinken wir Ländern wie Deutschland und Östereich ganz schön nach.
      26 6 Melden
    • fcsg 09.02.2017 15:17
      Highlight In dieser ganzen Kostengeschichte gibt es leider kaum neutrale Studien. Denn sie beruhen immer auf Annahmen, welche kaum überprüft werden können oder gar nicht voraussehbar sind. Ingesamt lässt sich aber festhalten, dass Atomstrom in einer Gesamtbetrachtung (Kosten für Rückbau etc.) nicht mehr wirtschaftlich ist. Die neuen EE insbesondere Photovoltaik wird hingegen von Jahr zu Jahr günstiger. Kohlestrom ist aber nachwievor am günstigsten, wenn man die externen Kosten aussen vor lässt. Dies sind aber nur die Gestehungskosten, daneben gilt es weitere Faktoren wie die Netzstabilität zu beachten.
      10 2 Melden
    • atomschlaf 09.02.2017 23:22
      Highlight Das Problem mit Sonne und Windenergie sind heute nicht mehr primär die Kosten, sondern die Zufälligkeit bzw. Wetterabhängigkeit der Produktion.
      Daher werden noch lange fossile Kraftwerke als Backup benötigt werden. Diese Redundanz ist natürlich auch teuer.
      4 2 Melden
    • Chrigu91 10.02.2017 00:58
      Highlight @atomschlaf: diese Abhängigkeit wird nur solange bestehen, bis es effiziente Speicher für den Strom aus Sonne und Wind geben wird.
      6 1 Melden
    • atomschlaf 10.02.2017 08:30
      Highlight @Chrigu91: Einverstanden, bloss gibt es noch längst nicht genug grosstechnische Speicher.
      Und die immer noch beste Methode, nãmlich Pumpspeicherkraftwerke, wird ausgerechnet von grüner Seite torpediert, wie z.B. am Grimsel.
      2 2 Melden
  • kleiner_Schurke 09.02.2017 14:13
    Highlight Ob ein nukleares Risiko besteht werden wir wissen, wen uns die Haare ausfallen, wir Blut erbrechen oder wenn der Geigerzähler angibt. Alle anderen Informationen stimmen sowieso nicht .
    31 12 Melden
  • Floh Einstein 09.02.2017 14:01
    Highlight Grad mal auf der Karte nachgeschaut wo das ist, und nun kommt mir ein Verdacht...
    117 1 Melden
    • Lutamoshikito 09.02.2017 15:09
      Highlight Made my day xD
      19 0 Melden
    • Menel 09.02.2017 15:33
      Highlight Mine too!!! xD
      16 0 Melden
  • Richu 09.02.2017 13:36
    Highlight Um 12.00 Uhr informierten die französischen Behörden, dass es bei diesem Vorfall keine Verletzten gab! Die Aussage von Watson im Bericht von 12.31 Uhr, dass es Verletzte gab, entspricht also nicht der Wahrheit!!
    9 3 Melden
    • Daria Wild 09.02.2017 17:10
      Highlight Hallo Richu, danke für den Hinweis. Um 12.00 Uhr vermeldeten die französischen Behörden, dass fünf Personen "leichte Vergiftungen" erlitten hätten. Rund zwei Stunden später hiess es dann tatsächlich, "keine Opfer", lediglich hätten fünf Personen Rauch eingeatmet. Der Titel hätte angepasst werden sollen, wird nachgeholt.
      6 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.02.2017 13:20
    Highlight in chernobyl wurde auch erst ein paar Tage später die Katastrophe kommuniziert... ich will jetzt hier kein spiesser sein aber ich bleib da mal lieber ein bisschen skeptisch
    25 13 Melden
  • Pepsen 09.02.2017 13:13
    Highlight Es besteht nie ein nukleares Risiko für die Bevölkerung!
    54 10 Melden
    • kleiner_Schurke 09.02.2017 13:54
      Highlight Ja das denke ich auch jeweils. Ich verstehe eigentlich gar nicht weshalb die Dinger in so dicke Betonmäntel eingepackt werden, wo doch alles völlig ungefährlich ist!
      29 5 Melden
    • G. Schlecht 09.02.2017 13:58
      Highlight Hee!
      10 0 Melden
    • Ruffy 09.02.2017 14:31
      Highlight Nukular, das heisst Nukular!
      15 0 Melden
    • Wasmeinschdenndu? 09.02.2017 22:52
      Highlight

      Der passende Soundtrack dazu ^^
      1 0 Melden
  • Zarzis 09.02.2017 12:59
    Highlight Also scheint das nicht Wiedersprüchlich?
    Exposion ausserhalb des Nuklear teils, Okay, 5 Vergiftete, Okay, Reaktor Runtergefahren, Okay!
    Ist ein Reaktor neuestens ein Chemie Lagerplatz?
    Oder wurden die 5 Nuklear Verseucht?
    Und wenn es ausserhalb war, warum den Reaktor runter fahren. Wenn doch keine Gefahr oder so besteht.

    Leider haben die Erfahrungen mit der Atomindustrie in den letzten 50 jahren gezeigt, das die nur das Bestätigen, was nicht mehr zu Leugnen ist!
    55 16 Melden
    • SemperFi 09.02.2017 13:32
      Highlight Also wenn von einer Vergiftung geschrieben wird, handelt sich nicht um radioaktive Stoffe. Das wäre dann eine Kontamination. Von einer Verseuchung spricht man bei einer Ansteckung mit biologischen Stoffen (Pandemie/Seuche).

      Vergiftungsursache können zum Beispiel die bei der Explosion entstandenen Gase sein. Dass bei so einem Ereignis der Reaktor heruntergefahren wird, ist sicher ein Standardprozedere während der Ereignisbewältigung.

      Es könnte also alles eine nachvollziehbare Erklärung haben, aber ich verstehe Ihre Vorbehalte schon...
      23 2 Melden
    • Polybertarian 09.02.2017 14:03
      Highlight Es ist offenbar im Maschinenhaus auf dem Generator passiert.
      In diesem Fall ist der normale Kühlung (durch Turbine + Kondensator) nicht mehr möglich, deshalb ist der Reaktor *automatisch* (Auslösung TUSA: TUrbinenSchnellAbschaltung) ausgeschaltet und durch den Nebenkreislauf gekühlt.
      10 2 Melden
  • R&B 09.02.2017 12:34
    Highlight Hoffentlich besteht wirklich kein nukleares Risiko. Mein Vertrauen in AKW-Betreiber ist gleich null.
    106 22 Melden
  • Chrigu91 09.02.2017 11:51
    Highlight Bleibt nur zu hoffen, dass dem nuklearen Bereich wirklich nichts passiert.
    69 9 Melden
  • Polybertarian 09.02.2017 11:45
    Highlight KKW-Panikmacherei in 3... 2... 1...
    38 105 Melden
    • Radiochopf 09.02.2017 12:53
      Highlight @Polybertarian Hey wie findest du folgenden Vorschlag: Alle die gegen AKW's sind (so wie ich) dürfen nicht mehr vom "günstigen" AKW Strom profitieren und müssen teuren Ökö-Strom beziehen. Alle die für AKW's sind (so wie wohl du), dürfen weiterhin günstigen AKW Strom beziehen mit folgenden Bedingungen: 1. Wohnort im Umkreis von 20km zu einem AKW. 2. Bei einem AKW-Gau als 1. vor Ort Brand löschen oder als Liquidator das verstrahlte Gebiet jahrelang aufräumen. 3. AKW-Endlager um Umkreis dieser 30km zum AKW. Fairer Deal oder?
      107 23 Melden
    • Posersalami 09.02.2017 12:57
      Highlight @Radiochopf: Ich würde das noch ergänzen mit:
      - AKW Strom ab sofort ohne Subventionen, Kosten für die Endlagerung und Betrieb 1:1 verrechnen. Gerne auch jede andere Subvention auf Energie streichen.

      Und übrigens: Strom aus EE ist heute bereits günstiger als Strom aus KKW.
      60 13 Melden
    • Yolo 09.02.2017 13:16
      Highlight ...ich hätte noch ein Zusatz, die den "günstigen" AKW Strom konsumieren, sollen dann auch die Kosten für die Stilllegung, den Rückbau und die Endlagerung finanzieren.

      51 9 Melden
    • JaneSoda 09.02.2017 13:35
      Highlight Yolo - das ist eine glänzende Idee.
      7 3 Melden
    • TheDan 09.02.2017 13:49
      Highlight @Posersalami

      "Und übrigens: Strom aus EE ist heute bereits günstiger als Strom aus KKW."
      Gibts für diese Behauptung auch eine fundierte Quelle? Wenn dem so ist sind doch doch die Investoren von Hinkley Point C mit einem garantiertem Strompreis von 35 Euro/MWh Idioten.
      5 4 Melden
    • Wehrli 09.02.2017 14:17
      Highlight Aber die 200mrd subventionen für die EE kriegen wir dann dafür zurück? Und wenn mal der Wind nicht säuselt, dann bitte den Kohlestaub direkt ins Wohnzimmer blasen.
      7 12 Melden
    • Polybertarian 09.02.2017 14:18
      Highlight Radiochopf: Hast du regelmässig solche Hysterie-Ausbrüche? Statistisch gesehen ist das schlimmer für deine Gesundheit als einem KKW. ;)

      Ich wohne schon im 20km-Umkreis von 3 Reaktoren. Ob ich der 1. vor Ort im Falls eines Unfall sein wird, hängt davon ab, ob der ÖV noch läuft! Sonst kannst du mir abholen und dort fahren; nicht zu nah, ich weiss dass du sehr viel Angst vor Strahlung hast.

      Der dritte Punkt widerspricht das KernEnergieGesetz, das wir sowieso sicher lockern sollten, & das ENSI, die versuchen, das Endlager am "sichersten" Ort der Schweiz (im 30km Umkreis oder nicht!) zu legen.
      7 23 Melden
    • Polybertarian 09.02.2017 14:29
      Highlight Radiochopf: Lass mich dann das folgenden vorschlagen:
      - Keine directe Subventionen, KEV abschaffen
      - Köhle- und Gastrom-Importe besteuern
      - Eigentümer von der Anlage bezahlt nötigen Netzausbaukosten
      - Landeschutzgesetze lockern für EE Neubau
      - Freie Wahl für Konsumenten, zum echten, zumindest stündlichen Marktpreis
      - Keine Zertifikatenbeschiss: wenn du nur EE-strom möchtest, kriegst du kein Strom wenn es keiner gibt...
      - Unbegrenzte Haftung für Unfälle (schon Heute in der CH)
      - KEG weitgehend abschaffen (keine Abstimmungen für Neubau, Tiefenlager nicht obligatorisch...)
      Dann ist es fair
      6 20 Melden
    • Polybertarian 09.02.2017 14:30
      Highlight Posersalami: Weitgehend falsch, aber wenn du selbst so sicher bist, schaffen wir die KEV (auch rückwirrend) ab!
      3 19 Melden
    • San_Fernando 09.02.2017 14:40
      Highlight Und sie sollen auch gleich ein kleines Endlager im eigenen Keller haben.
      10 3 Melden
    • sheimers 09.02.2017 14:46
      Highlight Günstiger AKW-Strom? Das BKW zahlt für Solarstrom 4rp/kWh, für Mühleberg etwa 8rp/kWh. http://www.srf.ch/news/schweiz/so-druecken-elektrizitaetswerke-die-verguetungen-an-kleinkunden
      10 3 Melden
    • Polybertarian 09.02.2017 15:00
      Highlight sheimers: 4 Rp/kWh sind nicht Gestehungskosten, sondern was BKW den Produzenten bezahlen möchte. 8 Rp/kWh für KKM sind etwa korrekt, es is die teuerste KKW und deshalb wird BKW es schliessen. Sonst sind die ca. 5 Rp/kWh für Gösgen, ca. 6 Rp/kWh für grossen (Lauf-)Wasserkraftwerke wie die Grande Dixence.
      4 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.02.2017 16:26
      Highlight Ein befreundeter Österreicher (die Österreicher haben kein AKW am Netz!) hat mal im Spass gemeint, die Schweizer Atomstrombefürworter sollten doch den radioaktiven Abfall bei sich im Keller lagern. Neben dem Sturmgewehr sei sicher noch ein wenig Platz vorhanden ... :D
      15 3 Melden
    • blobb 10.02.2017 08:05
      Highlight @Polybertarian

      Übungen für der vier Fälle:

      http://www.sekundarschulvorbereitung.ch/contentLD/SV/GR13fFaelle.pdf
      0 0 Melden
    • Polybertarian 10.02.2017 09:25
      Highlight Du kannst ihm antworten, dass seit wir Schweizer im Kernkraft eingestiegen sind, haben die Österreicher, ein Land vergleichbar zu unserem Land, 1 200 Millionnen Tonnen CO2 mehr freigesetzt. Zumindest ist unserem Müll in Behältern, nicht in der Atmosphäre...
      3 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.02.2017 10:49
      Highlight @Polybertarian: Und wo sind die Behälter? Und wie lange halten die Behälter?
      3 0 Melden
    • Polybertarian 13.02.2017 17:58
      Highlight Die Mehrheit liegt im ZWILAG, ein paar hundert Meter von meinem eigenem Büro. Diese Behälter könnten sehr lang halten, sind aber nicht für Endlagerung ausgelegt, sondern Transport. Behälter für Endlagerung sind für ca. 10'000 Jahre ausgelegt, was um die Freisetzung der in der Biosphäre mobilsten Elementen zu verhindern genügen sollte. Der Rest findet man auf http://www.nagra.ch/
      0 2 Melden

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