International

Sieben verwundete US-Soldaten bei Angriff in Camp in Afghanistan

17.06.17, 18:41 18.06.17, 08:59

Bei dem Angriff eines afghanischen Soldaten auf ausländische Streitkräfte sind in Nordafghanistan sieben US-Soldaten verwundet worden. Das bestätigten Sprecher der NATO-Mission Resolute Support am Samstag. Der Angreifer wurde erschossen.

Der Vorfall hatte sich demnach gegen 14.00 Uhr (Ortszeit) im grössten afghanischen Militärcamp im Norden, Camp Schahin bei Masar-i-Scharif, ereignet. Erst Ende April waren hier in einem Angriff von zehn Talibankämpfern rund 140 afghanische Soldaten getötet worden. In dem Camp arbeiten auch ausländische Soldaten als Berater für die NATO-Mission Resolute Support (RS).

Talibansprecher Sabiullah Mudschahid sagte in einer per Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Nachricht, ein Mitglied der afghanischen Spezialkräfte habe sein Gewehr gegen die ausländischen Besatzer gerichtet, vier Männer getötet und vier verletzt. Es wird aus der Wortwahl nicht deutlich, ob die Stellungnahme ein Bekenntnis ist.

Die Taliban infiltrieren allerdings zunehmend erfolgreich afghanische Streitkräfte. Die Überläufer töten landesweit seit Monaten fast wöchentlich Kameraden. Die Taliban nutzen diese Angriffe als Mittel der psychologischen Kriegsführung, um die ohnehin überforderten Streitkräfte weiter zu demotivieren.

Die Täter werden auch auf ausländische Soldaten angesetzt. Erst vergangene Woche hatte ein afghanischer Soldat in Nangarhar drei US-Soldaten erschossen. Die Angriffe sind ein schweres Hindernis für die NATO-Trainingsmission. NATO-Staaten diskutieren derzeit, wieder mehr Truppen nach Afghanistan zu schicken. (sda/dpa)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rukfash 17.06.2017 19:02
    Highlight Wer als Aggresor in ein anderes Land reinmarschiert muss sich nicht verwundern wenn die Einwohner zur Gegenwehr setzen..
    18 15 Melden
    • Echo der Zeit 17.06.2017 21:02
      Highlight Sind die 140 afghanische Soldaten in ihr eigenes Land einmarschiert ?
      13 1 Melden
    • DerTaran 17.06.2017 21:20
      Highlight Wer geziehlt Wolkenkratzer mit Flugzeugen zum Einsturz bringt und tausende Menschen tötet, muss sich nicht wundern, wenn sein Land angegriffen wird.
      16 19 Melden
    • redeye70 18.06.2017 05:00
      Highlight @Der Taran
      War aber die Al Kaida, nicht die Taliban. Kein einziger Afghane war an 9/11 beteiligt. Es gibt Aufnahmen davon, wie der Sprecher der Taliban in Pakistan damals die Verwicklung seiner Oganisation am Terroranschlag in Abrede stellte und dem Westen anerbot, gemeinsam gegen die Urheber vorzugehen. Fand damals kaum Beachtung, die USA entschlossen sich trotzdem zum Kampf auch gegen die Taliban.
      4 2 Melden
    • PaLve! 18.06.2017 11:28
      Highlight @DerTaran
      Wie viele von den Angreifern am 11.9. waren den Afghanen?
      3 1 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 18.06.2017 12:51
      Highlight @der Taran, was hat Afghanistan damit zu tun? Alle Attentäter waren Saudis und der Krieg war vorher schon beschlossene Sache..
      2 1 Melden
    • DerTaran 18.06.2017 15:07
      Highlight Habt ihr die Verbindung zwichen Taliban und Al Qaeda schon vergessen? Bin Laden wurde von den Taliban beschützt, man hat sich geweigert gegen ihn vorzugehen.

      Und ausserdem führt die Nato kenen Krieg gegen Afganistan sondern gegen die Menschenverachtenden Taliban mit ihren mörderischen Vorstellungen vom Islam.

      Aber bitte, verdreht die Tatsachen weiter, um euch an eurem Antiamerikanismus zu erfreuen. Dreht die Schraube noch ein wenig weiter, dann schafft ihr es auch noch die US Intervention im zweiten Weltkrieg schlecht zu schreiben.
      4 5 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 18.06.2017 16:35
      Highlight @Taran falsch, wie Redeye schon gesagt hat. Echt du glaubst an den US-Krieg für Frieden? Zu viel Hollywood geschaut?
      Lies mal das Buch von Brzezinski. Komisch auch das man in den 70er mit den mörderischen Islam der Taliban keine Probleme hatte.

      Dann kommst du noch mit der 2. WK-Keule... war ja klar.
      3 1 Melden

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