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Afghanistan: Taliban-Angriff auf spanische Botschaft in Kabul

11.12.15, 18:28 12.12.15, 08:19

Nach einer heftigen Explosion im Zentrum Kabuls haben Angreifer die Botschaft Spaniens in der afghanischen Hauptstadt unter Beschuss genommen. Dies bestätigten die afghanische Polizei und das Aussenministerium in Madrid.

Die extremistischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid teilte über Twitter mit: «Selbstmordattentäter sind in ein Gästehaus ausländischer Besatzer eingedrungen.»

Im belebten Viertel Scherpur, wo sich die spanische Botschaft befindet, war zuvor nach Polizeiangaben mitten im Berufsverkehr eine Autobombe explodiert. Anschliessend waren Schüsse zu hören. Angaben zu möglichen Opfern lagen nicht vor.

Sicherheitskräfte riegelten die Strassen um den Explosionsort ab, Krankenwagen mit Sirenengeheul eilten in das Gebiet. Innenminister Abdul Raschid Dostum schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Polizei sei vor Ort und werde Einzelheiten mitteilen.

Angespannte Sicherheitslage

Mehrere internationale Organisationen haben Gästehäuser in Scherpur, wo zahlreiche Botschaften liegen. Auch viele hochrangige afghanische Politiker leben in dem wohlhabenden Viertel.

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist äusserst angespannt. Am Dienstag stürmten Kämpfer der extremistischen Taliban den Flughafen der südafghanischen Provinzhauptstadt Kandahar, lieferten sich Gefechte mit Sicherheitskräften und sprengten sich inmitten von Zivilisten in die Luft.

Bei dem 27 Stunden dauernden Angriff wurden nach offiziellen Angaben 38 Zivilisten und zwölf Sicherheitskräfte getötet. Im September hatten die Taliban das nordafghanische Kundus in einer Blitzoffensive erobert. Sie wurden aber nach zwei Wochen von der afghanischen Armee zurückgedrängt.

Nach dem Angriff in Kandahar hatte der Chef des afghanischen Geheimdienstes NDS, Rahmatullah Nabil, am Donnerstag seinen Rücktritt eingereicht. Nabil, der den NDS seit dem Jahr 2010 führte, war bereits nach der vorübergehenden Eroberung von Kundus durch die Taliban scharf für das Versagen des Geheimdienstes kritisiert worden. (jas/sda/dpa/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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