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President Donald Trump, left, shakes hands with national security adviser John Bolton in the Cabinet Room of the White House in Washington, Monday, April 9, 2018, at the start of a meeting with military leaders. (AP Photo/Susan Walsh)

Donald Trump und Sicherheitsberater John Bolton: Besiegeln sie den Angriff auf Syrien? Bild: AP/AP

Wenn Donald ins syrische Pulverfass trumpelt

Die syrische Tragödie dauert schon sieben Jahre. Immer mehr ausländische Mächte mischen im Krieg mit, und nun droht Donald Trump mit einem Raketenangriff. Kommt es zur totalen Eskalation?

12.04.18, 15:11 13.04.18, 06:25


Im März 2011 sprayten Jugendliche in der Stadt Daraa regimekritische Parolen an Hauswände. Der Arabische Frühling befand sich damals auf seinem Höhepunkt. Autokratische Herrscher waren gestürzt worden oder ins Wanken geraten. Syriens Präsident Baschar Assad wollte es nicht erst dazu kommen lassen. Er liess seine Armee in Daraa gegen die Proteste vorgehen.

Aus dem lokalen Aufruhr ist ein mehr als sieben Jahre dauernder Bürgerkrieg entstanden. Obwohl Assad dank Hilfe von iranischen Revolutionsgardisten, schiitischen Milizen und der russischen Luftwaffe immer mehr Gebiete zurückerobert, ist ein Ende des Krieges nicht in Sicht. Vielmehr geht die Angst um, dass aus einem regionalen Konflikt nichts weniger als der Dritte Weltkrieg entstehen könnte.

Seit Mittwoch hat sich die Lage noch einmal verschärft. US-Präsident Donald Trump drohte auf Twitter mit einem Raketenangriff auf Syrien, als Vergeltung für den mutmasslichen Giftgaseinsatz in der Stadt Duma am letzten Samstag. Der eigentliche Adressat des Tweets war Russland. Dessen Botschafter im Libanon hatte erklärt, man könne amerikanische Raketen abfangen.

Fox-News-Sendung als Auslöser?

Ein Krieg zwischen den USA und Russland schien auf einmal möglich. Entsprechend gross war die Aufregung, die Trumps virtuelles Muskelspiel auslöste. Nun ist der Präsident dafür bekannt, dass er gerne aus dem Bauch heraus handelt. Auslöser des Tweets soll ein Beitrag in «Fox and Friends» gewesen sein, eine Lieblingssendung des Dauerglotzers im Weissen Haus.

Man darf nicht jedes Wort von Donald Trump auf die Goldwaage legen. Auf die leichte Schulter nehmen kann man sein Säbelrasseln jedoch auch nicht. Er setzt sich mit solchen Ankündigungen selbst unter Druck. Er muss handeln, wenn er nicht als Schwächling gelten will. Und mit John Bolton hat er die vielleicht grösste Kriegsgurgel in Washington zum Sicherheitsberater ernannt.

Dabei ist die Lage in Syrien kompliziert genug. Anfangs mischten vor allem Iran (auf Seiten des Regimes) und Saudi-Arabien (auf Seiten der überwiegend islamistischen Rebellen) im Bürgerkrieg mit. Die Weltmächte hielten sich zurück, denn Syrien ist geopolitisch ein gröberes Kaliber als Libyen, dessen Diktator Muammar Gaddafi eine üble Figur, ansonsten aber ein Leichtgewicht war.

Syrian walk by posters of Syrian President Bashar Assad and Russian President Vladimir Putin in Aleppo, Syria, Thursday, Jan. 18, 2018. Syria said on Thursday its air defense would shoot down any Turkish jets that carry out attacks within Syria, a stark warning as tensions soar over apparent preparations by the Turkish military to invade a northern Syrian Kurdish enclave. Arabic on the left read,

Ein Plakat in Aleppo feiert die «Waffenbrüderschaft» von Assad und Putin. Bild: AP/AP

Übersehen wird oft, dass Baschar Assad einen ansehnlichen Teil des syrischen Volkes hinter sich hatte und vielleicht immer noch hat. Die Christen etwa betrachten seine säkulare Diktatur als kleineres Übel im Vergleich mit einem Islamisten-Regime. Diese Perspektive führte dazu, dass sich die USA unter Barack Obama auf den Kampf gegen die Terrormiliz «IS» konzentrierten.

Wie im Dreissigjährigen Krieg

Mit zunehmender Dauer mischten immer mehr Mächte in Syrien mit. Russlands Präsident Wladimir Putin hilft Assad seit 2015 bei der Rückeroberung seines Landes. Die Türkei marschierte in die Region Afrin ein, um die Kurdenmiliz YPG zu bekämpfen, die von den Amerikanern unterstützt wird, was sogar einen bewaffneten Konflikt zweier NATO-Länder möglich macht.

Der deutsche Filmemacher und Autor Alexander Kluge verglich in der «NZZ am Sonntag» die Lage in Syrien mit dem Dreissigjährigen Krieg, der vor fast genau 400 Jahren begann: «Wenn in Syrien die eine Armee siegt, wie schlimm das auch sein mag, beendet sie nicht den Krieg, sondern dann kommt eine andere Partei und dringt ein, wie jetzt die Türken.»

Assad und die Chemiewaffen

Der Vergleich ist nicht völlig daneben, im Gegenteil. Der Dreissigjährige Krieg begann 1618 als regionaler Konflikt zwischen den katholischen Habsburgern und den Protestanten in Böhmen und entwickelte sich zu einem europäischen Religionskrieg, in dem immer mehr Mächte mitmischten: Dänemark, Schweden, Frankreich. Er verwüstete grosse Teile des heutigen Deutschland.

Humans of Syria – Sieben Schicksale von syrischen Flüchtlingen im Libanon.

Das epische Ringen endete nicht auf dem Schlachtfeld, sondern durch die Erschöpfung der Kriegsparteien. Für Syrien wird ein ähnliches Szenario vorhergesagt. Dadurch wächst die Versuchung, dem Kriegsglück ein wenig nachzuhelfen – etwa mit Chemiewaffen. Assad besass ein grosses Arsenal. 2013 willigte er in dessen Zerstörung ein, um einen US-Angriff abzuwenden.

Trump krebst zurück

Experten bezweifeln, dass der Autokrat alle Bestände vernichtet hat. Noch ist nicht klar, wer für den mutmasslichen Giftgasangriff in Duma verantwortlich ist, doch vieles spricht dafür, dass Assads Armee die islamistischen Rebellen zum Abzug bewegen und einen Häuserkampf vermeiden wollte. Tatsächlich verliessen die Rebellen die Stadt. Am Donnerstag übernahmen syrische Regierungstruppen die Kontrolle über Duma und die gesamte Region Ost-Ghuta.

Die Verwendung von Massenvernichtungswaffen kann die Weltgemeinschaft eigentlich nicht tolerieren. Die UNO aber ist durch das russische Veto im Sicherheitsrat gelähmt. Die Frage ist deshalb, ob die USA im Alleingang handeln werden, allenfalls unterstützt von Grossbritannien und Frankreich. Donald Trump ist sich längst nicht so sicher, wie er in seinem Tweet vom Mittwoch andeutete.

Im weniger beachteten Folgetweet sandte er versöhnliche Signale Richtung Russland aus. Der US-Präsident ist ein Mann ohne erkennbare Überzeugungen. Er bewundert «starke Männer» wie Wladimir Putin. Nach seiner «Wiederwahl» gratulierte ihm Trump telefonisch, obwohl ihm seine Berater dringend davon abgeraten hatten, und lud ihn sogar ins Weisse Haus ein.

Am Donnerstag legte Trump auf Twitter nach. Er habe nie gesagt, wann es zu einem Angriff kommen könnte: «Es kann sehr bald oder überhaupt noch nicht so bald sein.» Von seinem Naturell her ist Trump ein Isolationist. Erst kürzlich stellte er einen baldigen Abzug der US-Soldaten aus Syrien in Aussicht, ohne Absprache mit dem Aussenministerium.

Vielleicht wird es zu einem symbolischen Vergeltungsschlag kommen, wie vor einem Jahr, als Trump einen Luftwaffenstützpunkt bombardieren liess. Vielleicht hat Bestsellerautor Michael Wolff recht, wenn er behauptet, Trump sei «zu dumm», um einen Krieg zu beginnen. Grund zur Panik vor einem Dritten Weltkrieg besteht nicht. Aber beruhigt zurücklehnen kann man sich bei einem Typ wie Trump auch nicht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 13.04.2018 12:04
    Highlight Trump rudert nicht zurück, sondern versichert sich zuerst der Teilnahme und Unterstützung von Frankreich und Grossbritannien. Zudem wartet er ab, bis zwei Flugzeugträger und weitere Kriegsschiffe vor Ort eingetroffen sind, um die Unternehmung abzudecken, weil sonst russische Gegenschläge gegen seine derzeit 2 Zerstörer ein zu grosses Risiko bedeuteten.

    Gut möglich aber, dass es Trump und den Allierten um etwas anderes geht:

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/militaerschlag-in-syrien-es-geht-um-die-vorherrschaft-in-der-region/

    Warten wir gespannt, ob sich das bewahrheitet 🤔!
    11 1 Melden
  • rodolofo 13.04.2018 07:57
    Highlight Die Lehren aus dem Syrien-Krieg sind folgende:
    Obwohl dieses Mal die Diktatur gestützt wurde (von den Russen) und nicht der Volks- und Islamisten-Aufstand (wie vom Westen im Irak und in Libyen), versinkt auch dieses Land im Nahen Osten in einer Hölle aus Bürgerkrieg, Stellvertreter-Krieg, Banden-Krieg, Propaganda-Krieg, Religions-Krieg, usw.
    Krieg, Krieg und nochmals Krieg!
    Da frage ich mich Folgendes:
    Könnte das etwas mit den Patriarchalen Strukturen zu tun haben, die weltweit vorherrschend sind und die von der Illusion besessen sind, dass ein "Starker Mann" die Realität besiegen kann?
    3 14 Melden
    • Billy the Kid 13.04.2018 11:02
      Highlight @rodolofo
      Follow the money. Wissen Sie wieviel eine Tomahawkrakete kostet? Und dann schauen Sie sich den Aktienkurs von Lockheed Martin oder Raytheon über die Periode von 3 Jahren an. Für 100% macht man sich schon mal die Hände ein bisschen blutig. Selbst die SNB kauft sich da gerne ein und hat keine moralischen Skrupel.
      Und ja - sie haben Recht: jede Rakete und jede Kugel besitzt irgendwie diese Phallusstruktur. Deswegen nennt man Krieg auch "fucking with people" und das schlimmste was man machen kann ist - "to pull out".
      5 0 Melden
  • walsi 13.04.2018 06:04
    Highlight Wie schlimm es wirklich ist zeigt Tucker Carlson von Fox News. Dieses Video anzuschauen sollte Pflicht für jeden sein der einen Krieg in Syrien befürwortet.

    5 1 Melden
  • Domino 12.04.2018 23:26
    Highlight Selbst viele „NeuRechten“ posten Video um Video, dass Donald hier nicht reintrumpelt. Die politischen Fronten laufen hier definitiv nicht rechts-links.
    8 0 Melden
  • AJACIED 12.04.2018 21:02
    Highlight Obamelt, Bushadelt, Clindatelt hörte ich nie.
    Hauptsache Mann schwimmt mit dem Trump wäffäler Strom!
    19 50 Melden
    • Fichtenknick 13.04.2018 06:34
      Highlight Wenn man jetzt nur wüsste, was du uns sagen willst...
      5 1 Melden
  • legis 12.04.2018 18:06
    Highlight Also der Rebellenabzug aus Duma war vereinbart! Die seien in Bussen abtransportiert worden! Damit haben die Chemiewaffen gar nichts am Hut!

    Deswegen immer noch höchst unlogisch, dass Assad diese hätte einsetzen wollen! Den "Rebellen" (aka radikalislamische Gruppierungen die gegen Assad kämpfen; um bei der korrekten Terminologie zu bleiben) hilfts eher...
    24 25 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 08:06
      Highlight In dem Fall verhielt sich Assad schon einige Male unlogisch.
      3 5 Melden
    • Uli404 13.04.2018 10:27
      Highlight Sag mal rodolofo, glaubst du die Geschichte von dem Chemiewaffenangriff wirklich wie er uns erzählt wird?
      4 0 Melden
  • blueberry muffin 12.04.2018 18:03
    Highlight Not sure. Die Amerikanischen Medien haben ja bereits den letzten Raketen Angriff bejubelt und für sehr präsitentiell erklärt, also ist anzunehmen er schiesst Raketen auf irgendwas in Syrien.

    Aber vielleicht auch nicht, Trump ändert seine Meinung zu Dingen im Sekundentakt.

    Sobald es mit Arbeit verbunden ist, lässt er es eh bleiben.
    19 3 Melden
  • Billy the Kid 12.04.2018 16:57
    Highlight Der nationale Sicherheitsberater ist meistens eine der wichtigsten Figuren neben dem Präsidenten. Man erinnere sich nur an Kissinger unter Nixon. Bei Carter war es ähnlich. Unter Bush Junior war der Vizepräsident namens Cheney die entscheidende Figur.
    Wie dem auch sei: Man macht einen solchen Typen wie Bolton unter keinen Umständen zu seinem nationalen Sicherheitsberater. Dieser kennt die politischen Mechanismen viel besser als Trump - das Pentagon und der Sicherheitsapparat sind für ihn leichte Beute. Desweiteren ist er ein Meister der Medienmanipulation aka Fox-Urgestein.
    19 1 Melden
  • opwulf 12.04.2018 16:52
    Highlight Vielen Dank Herr Blunschi für diesen ausgewogenen Bericht über den tragischen Krieg in Syrien und dem historischen Verweis auf den 30 jährigen Krieg. Gerade dieser zeigt uns leider auf, dass wir als Kollektiv, dass wir als Menschheit im geopolitischen als auch sozialem Sinne nicht wirklich viel weitergekommen sind. Es bleibt für uns alle zu wünschen dass wir auch hier endlich einen evolutionären Schritt in die richtige Richtung machen, damit unsere Welt zukünftig eine friedlichere werden würde.
    15 6 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 08:09
      Highlight Ein frommer Wusch.
      Aber ich glaube, im Falle von Syrien hilft tatsächlich nur noch Beten!
      "Nüzztz nüüt, so schadz nüüt."
      4 0 Melden
  • Billy the Kid 12.04.2018 16:30
    Highlight Trump macht mir paradoxerweise weniger Sorgen als sein Umfeld. Trump nimmt gerne seinen Mund voll und sagt mal dies und mal das - dies geht zurück auf seine narzistische Persönlichkeitsstörung, die einen endlosen irrationalen "train of thoughts" produziert.
    Er ist leicht beeinflussbar und hier wären wir auch schon bei seinen Beratern. Bolton ist zwar eine Kriegsgurgel - aber leider nicht dumm. Er weiss sicherlich ganz genau wie er dem Donald ins Öhrchen flüstern muss. Dazu kommen die Mainstreammedien und der Kongress, die unisono wieder mal in Kriegsgeheul ausgebrochen sind.
    9 4 Melden
  • Alnothur 12.04.2018 16:16
    Highlight "die Kurdenmiliz YPG zu bekämpfen, die von den Amerikanern unterstützt wird"

    wurde. Unterstützt wurde. Was das ganze nur noch schlimmer macht...
    17 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.04.2018 15:57
    Highlight Danke für die interessante Zusammenfassung.
    "Diktator Muammar Gaddafi eine üble Figur, ansonsten aber ein Leichtgewicht war."
    Dem würde ich teilweise wiedersprechen. Global gesehen mag dies stimmen, allerdings zeigt Lybien auch, wie unfähig Europa und die Nationalstaate sind, eine kohärente Aussenpolitik zu betreiben. Einzeln ist jeder Staat zu klein und die EU betreibt keine Aussenpolitik. Dementsprechend ist sie auch unfähig, ihren "geographischen Hinterhof" zu "dominiere" und jeder Nationalstaat köchelt in seinen ehemaligen Kolonien sein eigenens Süppchen.
    12 1 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 08:17
      Highlight Na da wollen wir mal sehen, wie viel besser Russland SEINEN "Hinterhof" gestaltet!
      Für mich springt dabei ins Auge, dass Syrien dem Prototyp-Beispiel Tschetschenien gleicht, wie ein Ei dem anderen.
      Ein grausamer Brutalo-Lokal-Herrscher darf Alles mit seiner Bevölkerung machen, solange er sich dem Diktat Moskaus unterwirft und "Schutzgelder" bezahlt.
      Moskau redet Assad genauso wenig drein, wie Kadyrow, wenn es darum geht, oppositionelle "Terroristen" zu erledigen und nützt seine Veto-Macht in der UNO aus, um unabhängige Untersuchungen zu verhindern, oder auf die lange Bank zu schieben.
      2 4 Melden
  • Pitsch K. Matter 12.04.2018 15:55
    Highlight So einfach ist das aus Sicht der USA nicht. Der Luftraum wird von Russland mit dem S400 System kontrolliert. Wenn man einfach mal losschiesst und Russland die Geschosse vom Himmel holt, steht die USA noch dümmer da, als sie das jetzt schon tun.
    19 2 Melden
    • DerTaran 12.04.2018 22:43
      Highlight Fabio, bitte, sei realistisch, wenn die USA Raketen schicken, dann werden sie ihre Ziele treffen. Putins möchtegern-weltmacht Armee hat dem nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen.
      2 17 Melden
    • Pitsch K. Matter 12.04.2018 23:33
      Highlight Ja die USA hat definitiv eine konkurrenzlos starke Armee, aber die russische S400 Flugabwehr ist trotzdem vielleicht die beste auf dem Markt. Google mal.
      5 0 Melden
  • Posersalami 12.04.2018 15:54
    Highlight "Aus dem lokalen Aufruhr ist ein mehr als sieben Jahre dauernder Bürgerkrieg entstanden."

    Der Krieg in Syrien ist schon lange kein Bürgerkrieg mehr (falls er überhaupt jemals einer war). Da kämpfen überwiegend Ausländer gegen die Regierung. Es sind auch überwiegend Ausländer, welche die Kopfabschneider finanzieren, Ausbilden und Ausrüsten.

    Wie viele Links wollen sie zum Beleg dieser Aussage? Ich kann ihnen gerne auch ein Email schicken.

    Wenn man schon das nicht versteht kann man sich den Rest der Analyse eigentlich schenken.
    37 15 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 08:18
      Highlight (Allen voran die Russen...)
      1 3 Melden
    • Posersalami 13.04.2018 08:25
      Highlight Die Russen bilden Al Qaida (bzw. deren Ableger) aus? Da hätte ich sehr gerne gewusst, wo das belegt ist.
      6 1 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 08:46
      Highlight Assad's Henker sind aber auch nicht ohne...
      2 5 Melden
    • Posersalami 13.04.2018 09:35
      Highlight Und die werden von den Russen ausgebildet? Die gibts erst seit 2015 in Syrien?
      5 1 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 13:35
      Highlight Weiss ich doch nicht!
      Die Russen würden eh alles abstreiten, so wie sie das ja immer tun.
      Die Multis verfahren übrigens genau gleich, wenn aufmüpfige JournalistInnen sie mit ihren unangenehmen und skandalösen Machenschaften konfrontieren!
      So gesehen ist es also tatsächlich etwas unfair, dass die Presse immer auf die "Russen-Mafia" eingeprügelt, ohne die anderen Traditionsreichen Organisationen des "Legalisierten Verbrechens" gebührend zu erwähnen!
      Irgendwann werden die noch neidisch auf diese Russen, weil die so viel Publicity erhält und die Ur-Mafia als selbstverständlich gilt...
      1 3 Melden
  • Repplyfire 12.04.2018 15:51
    Highlight Bezüglich des hier als zweites vorgestellten Tweet von Trump: Donald ist so ein unglaublicher Schwätzer, der König des Whataboutismus. Er hatte wohl etwas Medien und Didaktikschulung genossen, macht das Umlenken der Diskussion auf seine potentielle Erfolge und Stärken jedoch derart offensichtilch und schwach, dass es schon beinahe Absicht sein muss. Bei ihm bin ich mir jedoch nicht mehr sicher.
    2 2 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 08:21
      Highlight Ich habe auch den Verdacht, dass das ganze Theater ein Ablenkungsmanöver-Manöver ist, das (un-)heimlicherweise mit Putin abgesprochen sein könnte!
      So kann Trump von seinem eigenen "Russland-Sumpf" ablenken und gleichzeitig Putin-Russland als besonnene Macht, die an den gesunden Menschenverstand appellieren kann, glänzen lassen.
      Es wird immer absurder...
      3 0 Melden
  • Musikuss 12.04.2018 15:38
    Highlight Das war sehr dumm von Michel Wolff, öffentlich zu sagen, dass Trump zu dumm sei, einen Krieg zu beginnen. Jetzt wird Trump alles daran setzen, zu beweisen, dass er intelligent genug ist, für einen Krieg .... Die Wahrheit ist: Einen Krieg lostreten kann jeder Dummkopf, aber einen Krieg beenden und Frieden schaffen, dass braucht Intelligenz und Mut!
    Die Welt verkommt immer mehr zu einem Narrenhaus.
    170 12 Melden
    • Ass 12.04.2018 17:37
      Highlight Die Armee wird immer noch von Generälen geführt und nicht von Rocketman II.
      9 2 Melden
    • Ueli der Knecht 12.04.2018 19:41
      Highlight "Einen Krieg lostreten kann jeder Dummkopf"

      NUR Dummköpfe können Kriege lostreten.

      „Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.“
      -Mahatma Gandhi.
      11 3 Melden
    • rodolofo 13.04.2018 08:04
      Highlight Erst haben sich Alle erschrocken, wie damals, als Trump damit drohte, Nordkorea von der Landkarte zu tilgen.
      Doch auch diese Mal entpuppen sich Trump's Twitter-Salven als Bluff.
      Einerseits ist es ein Glück und eine Wohltat, dieses "Nichts".
      Andererseits sorgt Trump mit seinen umprofessionellen Mätzchen dafür, dass Putin-Russland plötzlich als besonnen und rational da steht, und dass seine kranken Super-Macho-Gehirne an den gesunden Menschenverstand appellieren.
      Was für verrückte Zeiten!
      Und es kommt vermutlich noch irrer, im angebrochenen Satire-Zeitalter, mit Komiker-Präsidenten...
      2 3 Melden
  • Jesses! 12.04.2018 15:38
    Highlight Wenn Donald trumpelt...wäre ja ein lustiges Wortspiel. Aber ist es nicht etwas deplaziert, wenn man bedenkt wie tragisch das Ganze eigentlich ist? Ich finde schon.
    83 18 Melden
    • SteveLaCroix 12.04.2018 16:44
      Highlight Bei allem Trump-Hass (ich bin auch dabei!), in dieser Angelegenheit bin ich trotzdem eher bei ihm als bei euch. Was dort in Syrien abgeht ist eine riesige Sauerei, nicht nur von Assad und von Putin, welcher ihn deckt, sondern von der UNO, die tatenlos zuschaut. Jede Resolution scheitert am Veto der Russen, also passiert nichts, Assad lacht sich kaputt und traktiert sein eigenes Volk mit Giftgas, mol mol, super! Und dann ist es eine Frechheit, dass Trump dagegen vorgehen will?
      10 13 Melden

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