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Warum es den IS zur Weissglut bringt, wenn Hollande und Obama ihn «Daesh» nennen

18.11.15, 07:53

«Es ist ein Kriegsakt, der von einer terroristischen Armee, Daesh, einer dschihadistischen Armee, gegen Frankreich begangen wurde.» Das sagte der französische Präsident François Hollande nach den Anschlägen in Paris. Er meinte damit die Terrormiliz, die wir unter dem Namen «Islamischer Staat» (IS) kennen.

Die US-Führung tat es ihm gleich. Verteidigungsminister John Kerry sagte bei einem Auftritt in Wien: «Ich möchte betonen, dass die Vereinigten Staaten die Unterstützung im Kampf gegen Daesh Willkommen heissen.» Auch Präsident Barack Obama benutzte den Ausdruck an einem G20-Treffen in der Türkei.

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Das Wort hat seinen Ursprung im arabischen Namen der Terrormiliz. Der IS heisst im Original «al-Dawla al-Islamiya fi Iraq wa al-Sham», was das Akronym DAIISH ergibt. Im Englischen wird dies meistens «Daesh» geschrieben.

Auch die Hackergruppe Anonymus sagt «Daesh».

Die Terrormiliz hasst den Ausdruck. Denn die englische Schreibweise ähnelt dem arabischen Wort «dahes», was soviel heisst wie «derjenige, der Zwietracht sät.» Auch erinnert es an «daes» – «derjenige, der etwas zertrampelt». Der Gebrauch des Wortes «Daesh» ist im IS-Gebiet mittlerweile verboten. Wer es trotzdem ausspricht, riskiert, dass seine Zunge herausgeschnitten wird, berichtet NBC.

Teil des Propagandakrieges

Es ist kein Zufall, dass die grössten Feinde der Islamisten-Miliz sich des verhassten Wortes bedienen, denn es herrscht ein Propagandakrieg. Die Terroristen sind sehr auf ihr Image bedacht, das zeigen medienwirksame Videos und eine hohe Social-Media-Affinität. Es ist für sie entscheidend, um potentielle neue Kämpfer auf der ganzen Welt für sich zu gewinnen.

Das Argument ihrer Gegner: Wir wollen den IS nicht als Staat legitimieren, indem wir ihn so bezeichnen. Im Juni forderten 120 britische Parlamentarier die Medien auf, die Miliz als Daesh statt als IS bezeichnen. «Ich wünschte mir, BBC würde aufhören, vom Islamischen Staat zu sprechen, denn es ist kein islamischer Staat. Es ist ein fürchterliches, barbarisches Regime», sagte Premierminister David Cameron in einem Interview mit BBC 4.

Dennoch halten sich BBC und die meisten anderen Medien (auch watson) an den Begriff IS (bzw. ISIS oder ISIL). Erstens, weil es die Bezeichnung ist, die am weitesten verbreitet und somit am besten bekannt ist. Es gibt aber einen weiteren Grund, wie Vox schreibt: Dass sich der «Islamische Staat» so nennt, sagt etwas über sein Selbstverständnis aus. Er sieht sich als Staat, nicht einfach eine weitere Terrorgruppe. Das sei wichtig, um die Organisation zu verstehen.

Viele Namenswechsel

Nicht erst seit heute sorgt der Name für Verwirrung. Das hat vor allem mit der Organisation selbst zu tun, die den Namen immer wieder wechselte.

Der Vorgänger der Gruppe, gegründet 1999, nannte sich «al-Tawhid wal-Jihad», was soviel heisst wie «Einheit und Dschihad». 2004 schloss sich die Gruppe al-Kaida an und nannte sich fortan «Tanzim Qaidat al-Jihad fi Bilad al-Rafidayn», zu Deutsch «al-Kaida im Irak».

Nachdem die Organisation 2006 grössere Gebiete im Irak erobert hatte, deklarierte sie sich als Staat und nannte sich «Islamischer Staat im Irak». Als 2013 auch ein Teil Syriens erobert wurde, gab es auch im Namen eine Erweiterung – auf «Islamischer Staat im Irak und al-Sham» (ISIS).

Al-Sham ist ein schwierig zu übersetzender Begriff, der ein geografisches Gebiet am östlichen Mittelmeer bezeichnet, das auch Syrien umfasst. Einige Übersetzer bezeichnen die Region auf deutsch als Levante, beziehungsweise Levant auf Englisch. So wurde aus ISIS der «Islamische Staat im Irak und der Levante» (ISIL) – wie das Weisse Haus und viele Medien die Organisation nennen. (rey)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 19.11.2015 09:24
    Highlight Mich hat es von Anfang an gestört, dass man die überhaupt irgendwas mit "Staat" nennt. Die haben keinen Staat! Indem den Namen ISIS – oder aktuell IS – in unseren Sprachgebrauch überehmen, legitimieren wir den "Staat" ja irgendwie.

    Ich werde versuchen, mir den Ausdruck "Daesh" anzugewöhnen. Auch wenn das sehr schwierig sein dürfte - ausser, alle Medien ziehen da ab sofort konsequent mit.
    16 2 Melden
  • 1337pavian 18.11.2015 13:49
    Highlight wtf is dis?
    10 2 Melden
  • Spitzbueb Rum 18.11.2015 13:21
    Highlight Eigentlich ist die Schweiz neutral. Viele grosse Organisationen sind in der Schweiz beheimatet und das aus gutem Grund. Ich weiss, dass bei solchen Attentaten es "einem unter den Fingern brennt" etwas tun zu wollen. Aber weiterhin provozieren Propanganda unterschützen, scheint mir der Falsche weg. Wir können zukünftig Vermittler sein und beitragen, das ganze aufzulösen oder wir spielen in diesem Opfer/Täter Muster mit und sind auch nicht besser wie die Amies und die Franzosen, die in der Vergangenheit einige Fehler in der Region gemacht haben. Neutral bleiben und Vermitteln - fände ich schön.
    9 21 Melden
    • atomschlaf 18.11.2015 13:41
      Highlight @Spitzbueb Rum: Würde mich interessieren, wo Du bei solchen Fanatikern Vermittlungspotential siehst.
      27 1 Melden
    • plaga versus 18.11.2015 14:09
      Highlight @atomschlaf: das ist der einzige weg diese fanatischen relifionskrieger zur räson zu bringen. Gewalt generiert gewalt. Ob das besser ist?
      5 17 Melden
    • RatioRegat 18.11.2015 14:22
      Highlight Ein solches Neutralitätsverständnis ist schlicht feige. Gegenüber Terrororganisationen gilt die Neutralität nicht. Daesh ist weder eine anerkannte Nation noch eine legitime Bürgerkriegspartei.
      Mit deiner obskuren Auffassung legitimierst du Daesh, weil du mit deinem Bedürfnis nach Vermittlung implizierst, dass Daesh irgendwelche ernstzunehmenden Interessen vertritt.

      Daesh ist nichts weiter als eine Bande fanatischer Vergewaltiger und Mörder.
      31 1 Melden
    • Tom Scherrer (1) 18.11.2015 15:28
      Highlight Doch, leider schon. Die waren eine bürgerkriegspartei und sie wurden von den ammis & franzosen unterstützt, ausgebildet und mit waffen bersorgt. Die verwirrten nun als verbrecher und mörder abzustempeln ist zu einfach. Die schweiz ist definitiv nicht feige, nur weil sie gerne neutral bleibt - vielleicht ist einfach zu schlau für ein schwarz/weiss denken...
      7 14 Melden
    • RatioRegat 18.11.2015 15:52
      Highlight Die FSA war eine Bürgerkriegspartei, welche gegen das Assad Regime gekämpt hat.
      Daesh hat zwar den Luftwaffestützpunkt al-Tabka in der Nähe von Raqqa im August 2014 vom Regime erobert, ansonsten haben sich die Operationen von Daesh aber in erster Linie gegen andere Rebellen gerichtet.

      Es ist unbestritten, dass das Ausrüstungs- und Ausbildungsprogramm zugunsten gemässigter Rebellen ein katastrophaler Fehlschlag war. Ihre Darstellung ist jedoch verkürzt und unzutreffend.

      Die vom Westen begangen Fehler legitimieren Daesh nicht. Daesh wurde weder ausgebildet noch direkt mit Waffen versorgt!
      13 2 Melden
    • RatioRegat 18.11.2015 16:09
      Highlight Der Vorwurf meine Haltung entspreche einem "Schwarz/Weiss" Schema ist nicht gerechtfertigt. Wer meine bisherigen Kommentare zur Situation in Syrien und im Irak gelesen hat, erkennt, dass ich über ein differenziertes Bild der Situation verfüge.
      Ihr Kommentar erweckt hingegen den Eindruck, dass eben dies bei Ihnen nicht der Fall sei. Die Behauptung Daesh sei von den USA und FR ausgebildet und ausgestattet worden, ist schlicht unzutreffend.

      Die Aussage, Anhänger von Daesh seien Vergewaltiger und Mörder, ist richtig. In Syrien gibt es viele graue Facetten, doch Daesh ist eindeutig Schwarz.
      15 0 Melden
    • Spitzbueb Rum 19.11.2015 12:18
      Highlight ZB - Ronald Ragen, Iran Irak, 80 - 88 - beide Parteien mit Waffen unterstützt. Das machten sie immer wieder. Sie beliefern direkt oder indirekt. Die Ansicht dahinter: Geld und je mehr Opfer im Krieg sterben, desto kleiner die Gefahr, dass der Krieg auf weitere Parteien übergreift. Dank diesem zynischen Verhalten wurde Hass geboren. IS/Al Kaida hat einen enormen zulauf nicht zuletzt genau wegen diesem zynischen Verhalten in der Vergangenheit. Und wenn sie denn schon wissen, dass krieg schwarz ist, wäre es nicht sinnvoller, zu fragen, wie mittel/Langfristig das ganze Bunt gestalten werden kann.
      2 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.11.2015 12:59
      Highlight Richtig, die Schweiz ist neutral. Was sollen wir uns in diesen Konflikt "Auge um Auge, Zahn um Zahn" einmischen. Wir sehen ja die Konsequenzen in Frankreich. Vermittlung nicht bei der IS, ja dies ist unmöglich, aber Vermittlung in Irak, Syrien. Mindestens das schweizerische Territorium (Genf) als Verhandlungsort zur Verfügung stellen.
      5 1 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 13:28
      Highlight @Spitzbueb Rum: Ja, es ist im Rahmen der Iran-Contra Affäre zu geheimen Waffenlieferungen der USA an den Iran gekommen, obwohl die USA auch den Irak belieferten. Die Belieferung beider Kriegsparteien ist in diesem Fall übrigens auch China und Österreich [!] vorzuwerfen.
      Ferner ist zu beachten, dass auch die Schweiz Waffensysteme (Trainingsflugzeuge) an den Irak geliefert hat.

      Ihre Darstellung, wonach dieses zweifellos zynische Verhalten ursächlich sei für den heutigen Terrorismus ist jedoch unzulänglich. Die ideologischen Grundlagen der heutigen Terroristen sind wesentlich älter!



      1 0 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 13:43
      Highlight Um die Ideologie der heutigen Daesh Terroristen zu verstehen, ist es notwendig die Entstehung des Wahhabismus in Saudi Arabien zu kennen, welche bereits im 18. Jahrhundert beginnt.
      Den Amerikanern die Schuld dafür zu geben ist folglich eine allzu grobe Vereinfachung. Für die gegenwärtige Situation sind mehrere Faktoren mitverantwortlich, die nicht den USA zuzuschreiben sind. Dazu zählen die gescheiterte Syrienpolitik der türkischen AKP Regierung, das Versagen der al Maliki Regierung im Irak, die Finanzierung fundamentalislamistischer Rebellen durch die Golfstaaten und die Herrschaft von Assad.
      4 0 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 13:58
      Highlight @Trader: Ja die Schweiz ist grundsätzlich neutral, die Neutralität gilt aber nicht uneingeschränkt, d.h. nicht gegenüber Daesh.
      Wie bereits geschrieben gibt es in Syrien und im Irak viele graue Facetten. Kaum jemand der in die gegenwärtige Situation involviert ist, hat eine völlig weisse Weste. Insofern wäre ein Engagement der Schweiz durchaus wünschenswert.
      Dieses Engagement sollte sich aber nicht auf das Bereitstellen eines runden Tisches beschränken. Vielmehr sollten wir auch in Betracht ziehen tätige Hilfe zu leisten.
      1 1 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 14:05
      Highlight Die in der Region vertretenen Interessen sind sehr vielfältig. Auf der einen Seite gibt es die Koalition Assad/Iran/Hizbollah/Russland auf der anderen Seite befindet sich aber eine sehr heterogene Vereinigung, die sich zunächst aus den USA sowie EU und NATO Staaten zusammensetzt, jedoch auch die Golfmonarichien umfasst.
      Die Interessenlage dieser Koalition ist sehr diffus, zumal sich mehrere Teilnehmer sehr widersprüchlich verhalten. Dazu gehören insbesondere die Türkei und die Golfmonarchien. Wobei sich die Interessen der Türkei wiederum von denjenigen der Golfstaaten unterscheiden.
      4 0 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 14:15
      Highlight Die Schwierigkeit bei einer allfälligen Vermittlung besteht darin, dass die Parteien viele widerstreitende Interessen verfolgen und viele dieser Interessen weder berechtigt noch schützenswert sind.
      Ferner ist zu beachten, dass weder die USA noch Russland gezwungen sind Kompromisse einzugehen, da sie einen allfällig unerwünschten Beschluss des Sicherheitsrates per Veto verhindern können.
      4 0 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 14:24
      Highlight Für den Konflikt gibt es keine Musterlösung. Es gibt jedoch einige Punkte, die in Betracht gezogen werden müssen.
      - Die Kurden verdienen einen eigenen Staat oder zumindest ebenfalls eine kurdische Autonomieregion in Syrien.
      - Weder Syrien noch der Irak müssen zwingend in der gleichen Form weiterbestehen, sofern abweichende Lösungen mehr Stabilität gewährleisten.
      - Bashar al Assad wird aufgrund der russischen Unterstützung vorläufig bleiben. Da Putin nicht persönlich an Assad hängt, ist es aber denkbar, dass er durch einen Kandidaten ersetzt wird, wohl ebenfalls durch einen Alawit.
      4 0 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 14:33
      Highlight Im Hinblick auf den Kampf gegen Daesh/JN/AAS werden sich die Parteien sodann auf eine gemeinsame Strategie einigen müssen, wobei die Golfstaaten im Hinblick auf JN und AAS zu zwingen sind jegliche Unterstützung zu unterlassen.
      Angesichts der Schwäche der irakischen Streitkräfte und der defensiven Haltung der Kurden, scheint zumindest im Irak ohne ausländische Hilfe ausserhalb der Kurdengebiete wenig zu funktionieren. Dabei ist zu beachten, dass die Erfolge im Süden auf die Unterstützung schiitischer Milizen zurück zu führen sind, die vom Iran finanziert und ausgerüstet werden.
      4 0 Melden
    • RatioRegat 19.11.2015 15:02
      Highlight Aufgrund der schwierigen Situation wäre es unter Umständen, d.h. wenn sich die Parteien nicht auf einen gemeinsamen Plan einigen können, sogar angebracht, dass die Schweiz oder andere neutrale Staaten die Entsendung eigener Truppen zur Etablierung von neutralen Schutzzonen anbieten.

      An einem entsprechenden Auslandeinsatz würde ich ohne zu zögern teilnehmen.

      4 1 Melden
  • atomschlaf 18.11.2015 12:40
    Highlight Wir sollten alle in Zukunft den Begriff "Daesh" verwenden.
    37 3 Melden
  • Marnost 18.11.2015 12:35
    Highlight "Daesh" soll sich bitte durchsetzen. Für mich steht Isis für eine ägyptische Göttin und eine geniale Post-Metal Band aus den USA.
    40 1 Melden
  • Margi Noser 18.11.2015 11:57
    Highlight Achja - ich bin ja eine Verschwörungstheoretikerin .........

    https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv/videos/870491866330608/?fref=nf
    3 9 Melden
  • Spitzbueb Rum 18.11.2015 11:22
    Highlight finde gut, dass die religion aus der bezeichnung ausgelassen wird ( denn es sind nur wenige Verwirrte, die zu radikalen Mitteln greifen) - aber eine weitere Provokation? die Motivation ist ja "Rache für die Verbrechen begangen am Orientalischen Volk" und so könnte man die Terrorgruppe auch benamseln. Da weiss jeder der Neurekrutiert wird, dass er weder islamfreundlich ist noch hilft er einen Staat mitaufzubauen - stattdessen beteiligt er sich an Racheakten - die, wenn es nicht gelingt, diese Abwärtsspirale zu durchbrechen - eigentlich weitere Racheakte mit weiteren Racheakten vergeltet....
    12 3 Melden
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 18.11.2015 11:03
    Highlight Bitte, liebes Watson, seit progressiv, geht einen Schritt voraus und nennt die Gruppe doch auch Daesch. Oder so:
    Daesch (früher ISIS) :-)
    52 2 Melden
  • Hoodoo 18.11.2015 11:03
    Highlight IS steht für mich schon lange für Irre(geleitete) Spinner-Salafisten-Sunniten-Sektierer...

    Die Abkürzung DAISH soll im Arabischen an durchgeknallte, religiöse Eiferer erinnern... Das wäre ja dann treffend.
    39 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 18.11.2015 10:45
    Highlight Und wie spricht man dieses Daesh aus?
    15 3 Melden
    • Roman Rey 18.11.2015 11:06
      Highlight Leute im arabischen Raum sagen Däsch, wie mir watson-Rafaela, die kürzlich im Libanon war, bestätigt. Ebenso wie John Kerry.
      12 1 Melden
    • wololowarlord 18.11.2015 11:29
      Highlight Da'ish, da'esh, dä'ish, dä'esh - je nach dem in welchem land man sich befindet. Das apostroph entspricht dem arabischen buchstaben ع welcher für den westeuropäer schwer auszusprechen ist.
      10 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.11.2015 12:41
      Highlight Dann halt ich mich ans Video von Roman. Danke ihr beiden :)
      3 0 Melden
  • Supermagic 18.11.2015 10:33
    Highlight als ich lange in ägypten war wurden mir alle schimpfwörter beigebracht, und daesh (ausgesprochen dähesch) heisst dort "esel"! :-)
    39 1 Melden
  • Statler 18.11.2015 10:26
    Highlight Ich nenn sie Arschlöcher
    76 1 Melden
  • sheimers 18.11.2015 10:19
    Highlight So neu ist der Ausdruck Daesh nicht, auf PressTV wird der schon länger verwendet, eindeutig abwertend gemeint. Interessant, dass sich nun seit den Anschlägen in Frankreich auch westliche und russische Medien dem anschliessen.
    34 1 Melden
  • beatz 18.11.2015 10:13
    Highlight Tätsch den Daesh 😜
    49 1 Melden
  • droelfmalbumst 18.11.2015 10:11
    Highlight IS, DAESH... alles falsch. das einzige richtige wort für die ist:

    HUUUUUU*********************SÖHNE
    50 2 Melden
    • Zuagroasta 18.11.2015 10:33
      Highlight Was wiederum eine Beleiding von Männer die eine Prostituierte als Mutter haben wär.
      ;)
      (hast vollkommen recht!)
      46 2 Melden
  • Zeit_Genosse 18.11.2015 09:55
    Highlight Danke. Endlich. Daesh! #daesh

    «Es ist ein Kriegsakt, der von einer terroristischen Armee, Daesh, einer dschihadistischen Armee, gegen Frankreich begangen wurde.»

    F. Hollande

    Es ist aber auch keine Armee. Eine Armee verteidigt ein Land oder Staat. Daesh hat keinLand od. Staat, Ergo keine Armee.

    Miliz ist sprachlich auch nicht eindeutig (Krieg, Dienst, Polizei, Freischärler) und für uns in der Schweiz mit diversen sehr positiven Milizsystemen unglücklich.

    Für mich fortan: "Daesh Terrorgruppe" (nicht Organisation, da sie zersplittert und weitgehend in autonom kleinen Gruppen agieren.
    31 2 Melden
    • Walter Sahli 18.11.2015 11:25
      Highlight "Eine Armee verteidigt ein Land oder Staat." Naja, das ist jetzt doch gerade etwas euphemistisch...Eine Armee führt in erster Linie Krieg - meistens gegen eine Zivilbevölkerung, sei es nun die eigene oder eine fremde. Der Spruch "Im Ernstfall ist man in der Uniform am sichersten" kommt nicht von ungefähr.
      7 4 Melden
  • Menel 18.11.2015 09:30
    Highlight Sie sind echt nicht geschickt mit ihren Benamsungen. "Lies" ist auch so etwas, das hat im Englischen gleich eine andere Bedeutung. Lustig ist irgendwie, dass die 2. Bedeutungen viel näher an meiner Wahrheit sind.
    34 2 Melden
    • Zuagroasta 18.11.2015 09:56
      Highlight Haha, genau das hab ich auch gedacht, als ich Bilder ihrer Plakate gesehen hab.
      Könnte ihrer Arroganz geschuldet sein,
      dass sie solche faux-pas begehen.
      Passiert meistens Menschen, die nicht um die Ecke denken können bzw. deren Horizont der Grösse eines Schlüssellochs entspricht.

      Great minds think alike,huh? ;)
      23 2 Melden
  • NichtswissenderBesserwisser 18.11.2015 09:19
    Highlight Wenn das so ist...

    ...Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh Daesh...

    Sorry🍌
    71 0 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 18.11.2015 11:00
      Highlight Für was entschuldigst du dich? ;-)
      18 0 Melden
  • Alex.jrdb 18.11.2015 09:15
    Highlight Für die Organisation, die sich zu den Attentaten in Paris und vielen weiteren Terroranschlägen bekannt hat, ist eine Bezeichnung ohne Bezug zum Islam einzuführen. Denn der selbstgewählte Name der Organisation wirkt als machtvolles propagandistisches Mittel zur Rekrutierung von Mitgliedern und bringt zudem einen Fünftel der Weltbevölkerung in Misskredit. Beides dient dem Ziel der Organisation, den Weltfrieden nachhaltig zu stören. Die Weltöffentlichkeit darf die Strategie einer auf Massenmord ausgerichteten Organisation, sich mit einer Weltreligion zu identifizieren, nicht unterstützen.
    38 4 Melden
  • maxi 18.11.2015 09:07
    Highlight isil habe ich noch nie gehört...jedoch weis ich jetzt wieso es mehrere schreibweisen gibt... thx watson!

    werde auch eher daesh brauchen von jetzt weg
    47 0 Melden
  • Sir Jonathan Ive 18.11.2015 08:52
    Highlight In der Schweiz sagt nur 1% ISIL?
    Dafür habe ich es aber schon sehr viel von schweizern gehört. Ich denke ISIL ist zumindest in meinem Umfeld mehr benutzt als IS oder ISIS.
    Trotzdem seit gestern nutze ich wegen einem von Nutzer J.U. di Hoi verlinkten Artikel nur noch Daesh.
    30 5 Melden
    • RatioRegat 18.11.2015 16:25
      Highlight Es hängt wohl davon ab, wie man sich informiert.
      Die US Regierung benutzte bis anhin in offiziellen Statements in der Regel "ISIL". Gleiches gilt für mehrere englischsprachige Medien (reuters, al Jazeera, Hürriyet, telegraph ect.). Andere englissprachige Medien verwendeten mehrheitlich "ISIS" (CNN, New York Times, Guardian). In der deutschsprachigen Presse scheint sodann "IS" am geläufigsten zu sein.
      Die Bezeichnung Daesh wird insb. von französischen und kurdischen Quellen in allen Sprachen benutzt.
      3 0 Melden
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 18.11.2015 08:32
    Highlight Danke Watson, dass ihr auch dieses Thema noch aufgegriffen habt. Seit gestern (ja schon so lange) benutze ich nur noch DAESH, aufgrund des Artikels, der weiter unten auch von J.U di Hui verlinkt wurde.
    51 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 18.11.2015 08:49
      Highlight Me too :D
      21 1 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 18.11.2015 09:06
      Highlight Ich probiere es auch in meinem Umfeld zu etablieren. Es sind zwar nur winzige Schritte gegen sie aber für mich doch von Wichtigkeit.
      22 1 Melden
    • Sir Jonathan Ive 18.11.2015 09:12
      Highlight
      5 1 Melden
  • Matrixx 18.11.2015 08:31
    Highlight Eingedeutsch nennen wir das ab heute also "Däsch"...
    61 0 Melden
  • blueberry muffin 18.11.2015 08:10
    Highlight Watson will ja keine Gefühle von Daesh Terroristen verletzen.
    65 5 Melden
  • Scaros_2 18.11.2015 08:07
    Highlight Dann schreibt nur noch IS und nicht mehr islamischer Staat. Ja dieser Rotz will ein Staat sein aber hat keine Legitimation daher nennt "es" auch nicht so. IS oder Daesh - mehr ist es nicht wert an Buchstaben dafür zu verschwenden.
    61 1 Melden
  • Muse_Dom 18.11.2015 08:06
    Highlight Gemäss diesem Artikel gibt es weitere Gründe wieso die Extremisten das Wort nicht mögen: https://www.freewordcentre.com/blog/2015/02/daesh-isis-media-alice-guthrie/
    45 0 Melden
    • Roman Rey 18.11.2015 11:01
      Highlight Sehr spannend, danke!
      7 0 Melden

Terror in Ägypten – der Plan des «IS» geht auf

305 Menschen sind tot, viele Kinder, viele Alte: Mit dem Anschlag auf die Rawda-Moschee erklärt der «IS» der ägyptischen Gesellschaft den Krieg. Staatschef Sisi reagiert hart – und hilft so den Extremisten.

Der Haufen Sandalen am Eingang zur Rawda-Moschee zeugt von dem Grauen, das sich am Freitag in dem Gebetshaus abgespielt hat. Die Gläubigen hatten die Schuhe vor dem Freitagsgebet ausgezogen. Der Imam begann gerade seine Predigt, als Geländewagen mit schwarzen «IS»-Flaggen und insgesamt rund zwei Dutzend bewaffneten Terroristen vorfuhren. Sie zündeten mehrere kleinere Sprengsätze und eröffneten das Feuer auf die Betenden.

Es ist der verheerendste Terroranschlag in der Geschichte Ägyptens. 305 …

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