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Hasna Aït Boulahcen: Sie soll die Cousine von Abdelhamid Abaaoud sein, dem Drahtzieher der Anschläge von Paris.

Cousine des Anschlagplaners Abaaoud sprengte sich nicht in die Luft

Hasna Aït Boulahcen soll sich als erste Frau im Namen des IS in die Luft gesprengt haben. Doch nun gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass sich die Polizei wohl irrte. Bei dem Selbstmordattentäter hat es sich um einen Mann gehandelt.

20.11.15, 22:09 22.11.15, 09:23

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Die während eines Polizeieinsatzes in dem Pariser Vorort Saint-Denis getötete Cousine des belgischen Islamisten Abdelhamid Abaaoud hat sich nach neuesten Erkenntnissen der Polizei nicht in die Luft gesprengt. Wie die Nachrichtenagentur AP am Freitag berichtete, habe die Staatsanwaltschaft in Paris mitgeteilt, dass Abaaouds Cousine Hasna Aït Boulahcen am Mittwoch nicht durch die Zündung einer Sprengstoffweste starb.

Anti-Terror-Razzia in Saint-Denis, Paris

Bei dem mutmasslichen Selbstmordattentäter handelte es sich demnach um einen Mann. «Die ersten Ergebnisse haben darauf hingedeutet, dass sie die Sprengstoffweste anhatte, aber der Kopf, den wir auf der Strasse gefunden haben, ist nicht ihrer», hatte zuvor schon die Nachrichtenagentur Reuters einen Informanten aus Polizeikreisen zitiert.

Offen blieb, ob Hasna Aït Boulahcen durch die Detonation der Sprengstoffweste starb, weil sie sich in unmittelbarer Nähe aufhielt, oder ob Polizeieinheiten sie töteten.

Dritte Leiche in der Wohnung

Nach dem Anti-Terror-Einsatz war zunächst von zwei Toten die Rede gewesen: Am Donnerstag wurde ein schwer verstümmelter Leichnam anhand von Fingerabdrücken als der des 28-jährigen Abaaoud identifiziert, der als einer der Drahtzieher der Anschläge von Paris gilt. Die zweite Leiche war ebenfalls stark verstümmelt. Die Ermittler gingen zunächst davon aus, dass es sich um eine junge Frau handelte, die sich vermutlich mit einer Sprengstoffweste in die Luft gesprengt hatte. Vermutet wurde, dass es sich um Aït Boulahcen handeln könnte.

In der Nacht zum Freitag wurde dann jedoch noch eine dritte Leiche in der Wohnung gefunden. Die Leiche einer Frau wurde später als Aït Boulahcen identifiziert. Die stark verstümmelte Leiche des mutmasslichen Selbstmordattentäters wurde dagegen einem Mann zugeordnet. Er wurde bislang nicht identifiziert.

Die Wohnung im Pariser Vorort Saint-Denis war bei dem Einsatz durch Explosionen und Schüsse zerstört worden, die Sucharbeiten kommen deswegen nur langsam voran.

asc/dpa/AFP/Reuters

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 22.11.2015 08:43
    Highlight Diese Terroristen sind Menschen, die wollen ihre eigene Hassreligion ausleben und am besten geht es natürlich da, wo Freiheit herrscht, wo sie vollalimentiert werden und wo es genügend Menschen gibt, die dafür demonstrieren, dass sie alles machen können, was sie wollen, ohne sich an Recht und Gesetz halten zu müssen. Weil sie eben anders sind und viel bessere Wertevorstellungen haben als die anderen Menschen hier.
    90% der Europäer haben immer noch keine Ahnung, dass eine unausweichliche Konfrontation Jahrzehnte lang aufgeschoben wurde.
    5 1 Melden
    • ferox77 22.11.2015 09:01
      Highlight 2)
      Für die eigene Ruhe und den eigenen Pazifismus wurde Stück für Stück die Freiheit verkauft.
      Es wird Lösungen geben; für die man heute noch ins Gefängnis wandert.
      2 0 Melden
  • SVARTGARD 20.11.2015 23:31
    Highlight Oder ein Pornoheft.
    4 2 Melden
  • seventhinkingsteps 20.11.2015 23:09
    Highlight Hab ich das richtig gelesen, dass die sich bei der Leiche zuerst im Geschlecht irrten weil die so unerkenntlich war? Ich möchte echt keiner von den Leuten sein, die sich diese Wohnung ansehen mussten.
    57 4 Melden
  • EvilBetty 20.11.2015 22:45
    Highlight Tja, eigentlich wäre man wohl besser informiert wenn man eine Wochenzeitung lesen würde...
    72 5 Melden
    • Maria B. 22.11.2015 16:20
      Highlight Ich sehe, da schreibt ein potentieller WELTWOCHE-Abonnent ;-))!
      3 0 Melden
    • EvilBetty 22.11.2015 16:32
      Highlight Hahaaa, nene. Es geht um das Tempo mit der Neuigkeiten rausgeballert werden. Ich erinnere auch an die Geschichte der «blinden Passagiere» auf der Costa Concordia bei denen sich nach einigen wenigen Tagen rausstellte, dass sie gar nicht auf dem Schiff waren sondern Schadenersatz von der Reederei erschleichen wollten.
      3 0 Melden

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