International

Warum die Terroristen Frankreich so hassen

Und wieder erschüttert ein islamistischer Anschlag Europa. Der 31-jährige Täter hat drei Kinder, die in Frankreich aufgewachsen sein dürften. So wie die Killer von Paris: Warum hassen diese Männer das Land derart?

16.07.16, 17:29 17.07.16, 17:00

Fête nationale an der Côte d’Azur: Die Grande Nation feiert sich selbst, die Menschen stehen bei angenehmen 23 Grad an der Uferpromenade in Nizza. Dann beginnt das Grauen.

Mohamed Lahouaiej Bouhlel drückt aufs Gaspedal, steuert seinen 19 Tonnen schweren Truck in die Menschenmenge, tötet Frauen, Kinder, Alte – bis er selbst gerichtet wird.

Bouhlel kommt aus Msaken, Tunesien.

Der Mann wurde 1985 in Msaken in Tunesien geboren. Schon seine Eltern emigrierten nach Frankreich, berichtet BBC. Bouhlel heiratet, bekommt mit seiner Frau drei Kinder, die in Frankreich geboren worden sein dürften, aber lebt zuletzt mit der Frau nicht mehr zusammen.

Bouhlel bringt 84 Unschuldige um.

Warum?

Der Attentäter von Nizza wandelt auf den Spuren der Mörder, die am 7. Januar 2015 in die «Charlie Hebdo»-Redaktion in Paris eingedrungen sind, die am 9. Januar 2015 in der Hauptstadt in einem jüdischen Supermarkt vier Geiseln töteten und die am 13. November in mehreren Arondissements 130 Leben auslöschten.

Die Uferpromenade am Morgen danach.
Bild: ERIC GAILLARD/REUTERS

Der Anschlag von Nizza reiht sich in diese Liste beinahe nahtlos ein. Nicht nur, weil auch dort für mehrfachen Mord der Name Allahs missbraucht wurde, sondern auch, weil sich alle Bluttaten gegen eine Gesellschaft richten, die auch auch ihre sein sollte.

Ein Land, in das Eltern oder Grosseltern einst aus Nordafrika einwanderten. In dem sie selber aufgewachsen sind (siehe Bildstrecke) oder in dem – wie im Fall von Bouhlel – die eigenen Kinder gross werden.

Der Terror ist also – und diese Erkenntnis tut weh – zumeist hausgemacht. Es bleibt jedoch die Frage: Warum? 

Für die Radikalisierung dieser Männer gibt es vier Gründe. Keiner davon entschuldigt oder rechtfertigt die Taten, sondern sie erklären bloss deren Entstehung.

1.) Historische Frontenbildung

«Warum trifft es immer wieder Frankreich?», fragen die Menschen, als die Schreckensnachricht aus Nizza eintrifft. Und wohl im Vergleich zur US-Aussenpolitik heisst es mitunter: «Die Franzosen machen doch gar nichts!?»

Au contraire! Frankreich war im Nahen Osten und Nordafrika stets aktiv – und ist es heute noch. Jahrzehntelang hat die frühere Kolonialmacht die Politik von Ländern wie Marokko, Tunesien oder auch Algerien bestimmt, was in letzterem Fall in einem langen, blutigen Bürgerkrieg endete. Paris hat die Landkarte Arabiens mit zu verantworten – inzwischen wissen wir, dass die Grenzziehung von damals der Grundstein der Konflikte von heute ist – siehe Syrien.

Mit dem Strich auf dieser Karte legten der Brite Mark Sykes und der Franzose François Georges-Picot im Mai 1916 das Schicksal von Millionen über Jahrzehnte fest. Mehr hier. Bild: wikicommons/Royal Geographical Society

Und die Nation will «grande» bleiben: Als Muammar al-Gaddafi ins Visier der internationalen Gemeinschaft geriet, war Paris neben London unter den Ersten, die «Luftschläge» gegen Libyen forderten – und durchführten. Auch in Afrika sieht sich das Land immer noch als Ordnungsmacht, wie sich in Mali zeigt, wo Präsident Hollande die Regierung militärisch im Kampf gegen islamistische Separatisten unterstützt.

April 2011: Eine französische Mirage fliegt von Kreta aus Luftangriffe auf Libyen.
Bild: EPA/ANA-MPA

Nicht zuletzt um von innenpolitischen Problemen abzulenken, mischt sich Frankreich aussenpolitisch ein. Für einen Islamisten ist Paris damit Teil einer Front, die seit der Kolonialzeit islamische Länder bekämpft und unterdrückt. Denn Islamisten suchen stets die Schuld bei anderen – und niemals bei sich selbst, bei der Spaltung unter den Muslimen, der Unfähigkeit zu Reformen oder der Korruption der Machthaber (siehe Kontext). 

2.) Gescheiterte Integration

Wenn die verfehlte Integration zur Sprache kommt, verdrehen viele die Augen. Mitunter wird gar mit Wut reagiert – so nach dem Motto:

«Jetzt kommen wieder diese Gutmenschen, und wir sollen schuld daran sein, dass so ein irrer Mullah mordet? So nicht!!! Mit Ali vom Gemüseladen um die Ecke verstehe ich mich schliesslich auch blendend, und der hat sich ja auch anpassen können!»

Darum geht es nicht.

Trappes bei Paris im Jahr 2005: Polizisten begutachten die Wracks von insgesamt 27 ausgebrannten Cars, die bei «Vorstadtunruhen» angesteckt wurden. Bild: AP

Es geht darum, dass es eine grosse Zahl von Menschen gibt, die zu einer Minderheit gehören – und die Minderheit bleiben. Eine, die sozial abgehängt ist, wie der Film «La Haine» schon 1995 eindrücklich aufgezeigt hat. Es ist die Geschichte dreier Freunde in den Trabantenstädten von Paris.

Das Trio hat unterschiedliche Religionen, kommt aus verschiedenen Ländern – und erinnert daran, dass der Konflikt kein religiöser ist, sondern vor allem ein sozialer. Es geht um Armut, Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe: Was da vor gut 20 Jahren thematisiert wird, gilt auch für die Attentäter von heute.

«La Haine»

Diese sind Menschen, die sich mit dem Staat, in dem sie leben, in keinster Weise identifizieren können. Nur deshalb können sie derart herzlos morden, im Bataclan fröhliche Konzertbesucher erschiessen oder mit einem Laster feiernde Franzosen überfahren. Weil sie das Gefühl haben, mit unserer Gesellschaft nicht auch nur das Geringste zu tun zu haben.

Die Gründe für diese derart gescheiterte Integration sind vielfältig – und Fehler wurden auf beiden Seiten gemacht. Aber wer das Thema als Larifari-Sozialromantiker-Argumentation abtut, wird die Auslöser für ein Blutbad wie das von Nizza nie verstehen.

Banlieue im Pariser Vorort Grigny. Bild: AP

3.) Ablehnung durch zwei Kulturen

Eine weitere Ursache ist nicht nur die fehlende Integration in der neuen Heimat, sondern auch Ablehnung in der Kultur, in der jene Menschen ihre «Wurzeln» haben, wie man heutzutage sagt. Islamwissenschaftler Marwan Abou-Taam, ein Berater der deutschen Polizei, sagte es im «Handelsblatt» so:

«Diese dritte Generation ist am meisten betroffen, da sie sowohl von den Eltern Zurückweisung erfährt, als auch von der deutschen Mehrheitsgesellschaft – den Eltern sind sie nicht türkisch oder arabisch genug, von den Deutschen werden sie trotzdem oft wie Fremde behandelt.»

Um beim Beispiel Deutschland zu bleiben: Die ersten Einwanderer sind «Gastarbeiter» – und wer Gast ist und bald wieder geht, bekommt (und nimmt) auch keinen Deutschkurs. Ihre Kinder spielen dann die Dolmetscher, und auch die zweite Generation ist noch vom Herkunftsland der Grosseltern geprägt, so Abou-Taam.

Die dritte Generation, aus der sich auch fast alle französischen Attentäter rekrutieren, ist schliesslich ohne Wurzeln – in Frankreich kein Franzose, in Tunesien kein Tunesier – und deshalb für Rattenfänger leichte Beute: Die Identität stiften dann die Radikalen. 

Nizza am Tag danach

Der Pariser Vorort Bagnolet: 2009 brachen Unruhen aus, nachdem ein 18-Jähriger auf der Flucht vor der Polizei tödlich verunglückte.
Bild: AP

4.) Kriminalität und Islamismus als rettender Anker 

Fehlendes Zugehörigkeitsgefühl, gesellschaftliche Ablehnung, bescheidene Bildung und soziale Armut münden oft genug in Kriminalität. Kaum ein Attentäter in Frankreich hatte eine weisse Weste: 

Ein weiteres Bild aus Bagnolet.
Bild: AP

Diesen Menschen präsentieren sich Islamisten als «rettender Anker» – auch in Deutschland, erklärt Abou-Taam. In Metropolen wie Paris oder Berlin gebe es «eine sehr starke Überschneidung zwischen dem Salafismus und kriminellen Milieus». 

Warum sich Verbrechen und Religion nicht widersprechen, verdeutlicht der französische Experte Gilles Kepel in der NZZ: «Man kann ohne weiteres gleichzeitig Salafist und Drogendealer sein – weil man damit die Existenz von Ungläubigen zerstört. Man kann auch Frauengeschichten haben, der Zweck heiligt die Mittel. In der Logik des Jihad ist alles erlaubt, um den Feind täuschen zu können.»

Hinweis: SRF 2 Kultur sendet am 18. Juli um 9 Uhr ein Feature über tunesische Jihadisten.

Attentat in Nizza

Steine und Spucke für den toten Nizza-Attentäter, Buhrufe für Valls

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Augenzeugen-Berichte aus Nizza: «Ich sah Leute wie Kegel durch die Luft fliegen»

Verloren zwischen Wut und Angst – ein Augenschein in Nizza

Der Nizza-Attentäter hatte offenbar Komplizen – und seine Tat lange im Voraus geplant

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
106
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
106Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • decsis 17.07.2016 15:29
    Highlight Man kann die Argumentation auch vereinfachen: Die 5 letzten Attentate --> 5 mal Islam. Das Fazit kann nun jeder für sich ziehen.
    19 36 Melden
    • Schubidubidubid 18.07.2016 12:50
      Highlight Die letzten 5 Attentate -> 5 mal Männer mit Bart. Das Fazit kann nun jeder für sich selbst ziehen.

      Oder ohne Sarkasmus: 5 mal Männer mit tiefem Einkommen, die in einem verslumten Vorort einer Grossstadt aufgewachsen sind. Das Fazit kann nun jeder für sich selbst ziehen.
      19 4 Melden
  • Alnothur 17.07.2016 14:57
    Highlight Frankreich ist einfach ein Lehrbuchbeispiel, was passiert, wenn in zu kurzer Zeit zu viele Kulturfremde einwandern und sich somit Parallelkulturen und Ghettos bilden. In Deutschland wird es in zwanzig Jahren auch so aussehen, weil man jetzt auf einen Schlag so viele aufnimmt.
    31 21 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.07.2016 15:24
      Highlight Genau!
      Und der erste Grund: "die historische Frontenbildung" (Kolonialismus) spielt höchstens eine sehr untergeordnete Rolle. Selbst die jetzt in Frankreich Ansässigen aus Nordafrika sind nicht wegen dem ehemaligen Kolonialismus da, sondern wegen der Arbeit und dem vermeintlich besseren Leben.
      16 8 Melden
    • Maracuja 17.07.2016 16:46
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Kolonialismus mag für dich weit weg sein. Meine Schwiegereltern hatten noch ihre ganze Kindheit und einen Teil ihrer Jugend in einer Kolonie verbracht. Immerhin erreichte deren Heimat die Unabhängigkeit ohne Krieg und es gibt dort nicht so starke Ressentiments wie in Nordafr. Die meisten Dschihadisten sind nicht wegen Arbeit und Wunsch nach besserem Leben in Frankreich, sondern weil sie dort geboren wurden. Eine Generation, die weder zur einen noch zur anderen Kultur gehört, der trad. Islam ist ihnen genauso fremd wie westl. Werte. Egalité ist eh nur Hohn in einer Klassenges.
      13 0 Melden
    • Der Zahnarzt 17.07.2016 17:05
      Highlight @Rabbi Jussuf: Und was ist falsch daran, wenn Leute wegen der Arbeit und dem vermeintlich besseren Leben in ein anderes Land reisen? - Was wollen Sie uns eigentlich sagen? Dass diese Leute nach Frankreich kommen, um den Franzosen die Arbeit weg zu nehmen, um den Franzosen das bessere Leben wegzunehmen? - Haben Sie sich, Herr Rabbi, schon mal gefragt, dass es Frankreich heute u. a. auch besser als Nordafrika geht, weil Frankreich seine Kolonien ausbeuten konnte?
      6 10 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.07.2016 17:34
      Highlight Natürlich hast du recht. Nur haben die in Frankreich (Europa) Geborenen noch weniger mit dem ehemaligen Kolonialismus zu tun.
      Marokko und Frankreich können es heute eigentlich ganz gut miteinander.
      Eine Auswirkung des K., die heute noch sichtbar ist, ist die französische Sprache, die damals in den Kolonien und Protektoraten gelehrt wurde. Dadurch hatten sich Auswanderungswillige natürlich eher auf Frankreich konzentriert. Damit hat es sich aber auch schon.
      3 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.07.2016 17:37
      Highlight Wenn der Kolonialismus immer noch als Grund angeführt wird, dann handelt es sich dabei um Fantasiegebilde - die erst noch von westlichen Intellektuellen übernommen werden.
      Etwa ähnlich wie die Kreuzzüge, die auf muslimischer Seite erst vor Kurzem so richtig aufgebläht wurden, als Beispiel für den bösen Westen.
      5 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.07.2016 18:00
      Highlight Zahnarzt
      Wie hat Frankreich Algerien, Tunesien, Marokko ausgebeutet?
      Ist eine ernste Frage..

      Und schon mal überlegt, ob es noch andere, ev. wichtigere Gründe gibt, warum Nordafrika ärmer dran ist als Frankreich?
      6 1 Melden
    • Maracuja 17.07.2016 18:12
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Nicht direkt mit Kolonialismus in Berührung gekommen zu sein, schliesst doch nicht aus, dass man als Nachfahre davon geprägt ist. Ich habe Vorfahren aus einem Land, das im zweiten WK überfallen wurde und Verwandte aus einem weiteren. Meine Kindheit war von Geschichten aus dieser Zeit geprägt. Ich selbst hab meinen Kindern nichts mehr davon erzählt, weil ich nicht wollte, dass sie Ressentiments gegen Deutsche haben, aber Auswirkungen hat es trotzdem auf sie. Ich habe sie z.B. angetrieben hart zu lernen, um zur Flucht vorbereitet zu sein, wenn der Faschismus in Europa zurückkommt.
      4 4 Melden
    • Maracuja 17.07.2016 18:23
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Die erste grosse Gruppe algerischer Einwanderer in Frankreich waren übrigens nicht typische Arbeitsimmigranten, sondern sogen. Harkis (einheimische Hilfstruppen der Franzosen), die nach dem Sieg der FLN flüchten mussten. In Frankreich waren sie nicht wirklich willkommen, wie marginalisiert sie lebten, hab sogar ich als Kind bei Verwandtenbesuchen in Südfrankreich mitbekommen. Diese Immigranten waren eine direkte Folge des Kolonialismus und deren Integration lief von Beginn weg schief.
      8 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.07.2016 19:10
      Highlight Maracuja
      Stimmt. Die Frage ist, welche Rolle spielen die Harki heute noch?
      Es gab noch eine andere Gruppe, die zur gleichen Zeit (zurück) einwanderten: die Pied-noir. Zu einem grossen Teil dasselbe Problem mit der Integration (vielleicht nicht ganz so schlimm), nur die Reicheren konnten sich (wieder gut) einfügen.
      1 0 Melden
    • Maracuja 17.07.2016 20:44
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Ich denke nicht, dass diese Gruppe selbst noch eine Rolle spielt, es ging mir mehr darum aufzuzeigen, dass Frankreich sogar bei dieser Gruppe, für die es eine spez. Verantwortung trug, bei der Integration kläglich versagt hat. Die Strategen des Daesh wissen, die über Generationen weitergegebenen Ressentiments bestens zu nutzen, da hilft es nichts, wenn man darauf hinweist, dass der Kolonialismus längst vorbei sei. Dasselbe gilt im übrigen auch für den Front National, wohl kein Zufall, dass vielen von deren Hochburgen im Süden liegen, wo sich damals die Pied-noir niederliessen.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 22:32
      Highlight @dziltener: deiner schnellen und hohen Einwanderungstheorie widersprechen die Zahlen eindeutig. 2015 betrug der Ausländeranteil in Frankreich 6.56%. Einer der tiefsten Werte in Zentral- und Westeuropa. Letzes Jahr betrug zudem die Nettozuwanderung gerade mal ca. 30'000. Als Beispiel hat Luxemburg einen Ausländeranteil von 45% und nichtsdestotrotz eine niedrige Kriminalitätsrate....Soviel zu deinem Einwanderungs- und Ausländerargument.
      4 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 17.07.2016 23:24
      Highlight Maracuja
      Ich bin natürlich mit dir einverstanden. Was mich aber sehr stört, ist, dass das Argument der Kolonisation als Schuldfrage auch hier im Westen übernommen wird. Damit werden die grossen Missstände in den islamischen Ländern völlig in den Hintergrund gedrängt. Z.B. der wirtschaftliche Niedergang nach "Ende" der Sklaverei, die nur unter Druck von aussen aufgegeben werden musste. (Da war Frankreich wesentlich beteiligt.)
      0 0 Melden
    • Alnothur 18.07.2016 01:08
      Highlight @galaxy: es geht mir auch nicht darum, wie gross die Zahl heute auf dem Papier ist; deshalb meine Bemerkung mit Deutschland in 20 Jahren. Auch sind solche auf das ganze Land hochgerechnete Zahlen völlig wertlos. Wenn in kurzer Zeit mehr Kulturfremde in eine Region ziehen, als integriert/assimiliert werden können, und sich stattdessen Parallelkulturen bilden, hat man ein Problem - siehe z.B. Zustände in den Banlieues. Man wird noch die Köpfe schütteln ob dem, was sich über die letzten paar Jahre trotz Negativbeispiel in der Migrationspolitik etabliert hat...
      3 0 Melden
    • Schubidubidubid 18.07.2016 12:56
      Highlight Parallelkulturen können im Fall auch funktionieren. Geh mal nach New York. Solange der gegenseitige Respekt gegeben ist. Scheint für viele Menschen eher schwierig zu sein zu akzeptieren, dass nicht alle Kulturen gleich funktionieren.
      Natürlich legitimiert das nicht irgendwelche Menschenrechtsverletzungen o.ä. aber solange alles legal ist soll doch jeder machen, was er will.
      2 1 Melden
  • Ingmar Blessing 17.07.2016 14:50
    Highlight ... und weiter gehts: Ein Angreifer wurde wie berichtet wird geschnappt, als er sich mit einem großen Messer bewaffnet einer Totenwache für die Opfer des Terrorangriffs in Nizza näherte... http://inselpresse.blogspot.de/2016/07/daily-star-machetenangriff-auf-eine.html


    8 0 Melden
  • Amadeus 17.07.2016 10:36
    Highlight Kolonialisierung, Armut, Identitätsprobleme, Glauben, gegenseitige kulturelle Ablehnung, Ghettoisierung, mangelnde Integration und Integrationswille, und individuelle Handlungsentscheidungen.....

    Danke für diesen guten und ausgewogenen Artikel. Er zeigt sachlich, wie komplex die Ursachen sind. Und auch die Inputs der Kommentierenden sind sehr interessant zu lesen.

    52 2 Melden
  • tmeeezzz 17.07.2016 01:56
    Highlight @ Hr Dahm: Danke berichtet jemand auch mal über die andere Seite. Die Ursachen von Terrorismus und Flüchtlingen sind nicht zu 100% bei den Andern zu finden. Aber Selbstkritik ̶p̶̶a̶̶s̶̶s̶̶t̶̶ ̶̶n̶̶i̶̶c̶̶h̶̶t̶̶ ̶̶j̶̶e̶̶d̶̶e̶̶m̶̶g̶̶e̶̶l̶̶t̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶b̶̶e̶̶r̶
    tut weh...
    33 10 Melden
  • naitsabeS 17.07.2016 01:03
    Highlight Kenne das mit der Wurzellosigkeit auch: Für die Schweizer bin ich Deutscher, Für dir Deutschen ein Schweizer.
    32 8 Melden
    • Zerpheros 17.07.2016 07:06
      Highlight Ich würde das nicht Wurzellosigkeit nennen: Immerhin kann man als Mensch, der in zwei oder mehr Kulturen zu Hause ist, das Beste daraus verbinden. Sie haben die Chance, Kulturen zu leben und zu verstehen. Das ist wichtig für diese Kulturen. Seien Sie stolz drauf!👍
      38 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 09:56
      Highlight @zerpheros sicher kann er aus beiden Kulturen das Beste herausnehmen aber in der Schweiz wird er trotzdem als DE gesehen. Er kann sogar schweizerischer als der Urs Meier in Einsiedeln sein, er wird Ausländer bleiben.
      22 4 Melden
    • Schubidubidubid 18.07.2016 12:58
      Highlight Schaus doch als Privileg an, dich nicht mit Kleingeistern, denen die Herkunft wichtig ist, umgeben zu müssen.
      3 0 Melden
  • Captain Downtown 17.07.2016 00:01
    Highlight und der religionsfaktor ist ein problem. punkt. klar ist, unzählige muslime wollen in frieden leben und können dem direkt wenig abgewinnen. dennoch decken sich solche arten der kriegsführung mit dem koran und der doktrin des religionsstifters. auch beinahe alle muslimischen länder stützen teile dieser ziemlich ungleichen interpretation von menschenwürde. siehe kairorer erklärung der menschenrechte (1990 glaubs).
    24 24 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 10:03
      Highlight @captain Downtow, jegliche reaktion der muslime sogennter "islamischer Terror" ist eine Reaktion auf die Aktionen der westlichen Welt. Dies ist seit dem 2. WK sogar belegt. Also anstatt eine ganze Religion zu denuzieren, könnten Sie sich mal fragen, was den USA, FR, UK usw. in diesen Ländern verloren haben und warum wir die korrupten, autoritären und gewaltsamen Herrschwer dort unterstützen oder mit ihnen Handel treiben.
      19 21 Melden
  • Captain Downtown 16.07.2016 23:47
    Highlight es gilt sicher einiges zu hinterfragen: strategie der aussenpolitik. moralische überlegenheit? aber auch das bekennen zu oder errichten von werten innerhalb einer gemeinschaft. integrationswille aller akteure. und einiges mehr. leider sind visionen und laufende ansätze hierzu momentan mangelware. ma ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
    5 3 Melden
  • oskar 16.07.2016 23:33
    Highlight Sehr differenziert! 👍
    17 7 Melden
  • sowhat 16.07.2016 21:58
    Highlight Das finde ich sauber analysiert. Die historischen Zusammenhänge sind nun mal nicht von der Hand zu weisen. Und sie reichenbis in dieheutige Denke hinein.

    Und ich kenne nordafrikanische Menschen hier und in Frankreich wo ich arbeitstechnisch mit ihnen zu tun hatte. Es gibt den Unterschied im Umgang tatsächlich. Die Frustrationsschwelle ist in Frankreich schneller zu erreichen. Und die Agressionsschwelle liegt wesentlich tiefer.
    69 3 Melden
  • Sloping 16.07.2016 21:54
    Highlight Ich habe schon ziemlich ganz Frankreich bereist. Es ist für mich aus landschaftlicher, kultureller und nicht zuletzt auch kulinarischer Sicht eines der schönsten Destinationen dieses Planten: Nur: Ob man sich nun im Norden oder Süden aufhält, fallen die Banlieues in den Grossstädten (Paris oder Marseille) aber auch kleineren Orten auf. In diesen trostlosen Regionen grassiert die Kriminalität und etabliert sich eine Parallelgesellschaft. Dortige Existenzen ohne Zukunftsaussichten sind gefunde Fressen für den IS. Doch wo liegt die Ursache: Bei Frankreich oder den Immigranten?
    57 4 Melden
  • Asmodeus 16.07.2016 21:50
    Highlight "..Nicht nur, weil auch dort für mehrfachen Mord der Name Allahs missbraucht wurde.."


    Wurde er es in diesem Fall? Ihr schreibt selbst andauernd, dass der Täter nicht religiös war, Schweinefleisch ass und nicht in die Mosche ging.

    WIESO wird andauernd davon gesprochen, dass es ein terroristischer Anschlag eines Islamisten war?


    Es war ein Massenmord eines (vermutlich) Durchgeknallten der in einem arabischen Land geboren wurde.

    Im Grunde genommen ein guter Beitrag, aber das Ganze ohne Beweise dauernd Terrorismus zu nennen unterstützt nur wieder die Kriegstreiber und Volksüberwacher.
    55 41 Melden
    • EvilBetty 17.07.2016 14:06
      Highlight Terrorismus ist schon richtig. Aber ich fragte mich beim Lesen auch woher jetzt die Gewissheit kommt, dass es ein religiös motivierter Anschlag war.
      5 5 Melden
  • eskimolimon 16.07.2016 21:30
    Highlight "Warum hasst Frankreich die Terroristen noch nicht genug?"
    26 33 Melden
    • blobb 17.07.2016 05:42
      Highlight Je Hass, desto gut?
      16 4 Melden
    • eskimolimon 17.07.2016 09:09
      Highlight Nein blobb, um gottes willen ja kein hass gegen terroristen. Wir müssen sie lieben
      11 12 Melden
    • SemperFi 17.07.2016 10:46
      Highlight Wer sagt denn man müsse Terroristen lieben? Haben Sie da ein belegtes Beispiel? Hass ist aber ein schlechter Ratgeber. Woraus schliessen Sie, dass Frankreich die Terroristen noch nicht genug hasst? Und was würde sich ändern, wenn Frankreich genug hasst?
      11 4 Melden
  • wiisi 16.07.2016 21:15
    Highlight Guter Beitrag, Danke!
    44 10 Melden
  • Angelo C. 16.07.2016 21:03
    Highlight Eine träfe und gute Analyse der französischen Situation, bzw. der nordafrikanischen Unterschicht in Frankreichs Banlieues, dies im Speziellen in Paris.

    Keine Kritik, m.E. alles richtig aufgelistet...

    Nur, es gibt weltweit zahllose Unterprivilegierte fremder Genese, dies ohne dass die sich weder in krimineller Hinsicht hervorstechend betätigen, oder sich gar von einer kruden Steinzeitreligion animiert, zu solchen Gräueltaten und Attentaten hinreissen lassen.

    Es sind immer auch individuelle Entscheidungen, die dazu führen, denn sonst wären ja Millionen Banlieuebewohner Terroristen und Mörder.

    78 9 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 23:16
      Highlight Es geht ja nicht um eine Entschuldigung des Terrors sondern um Ursachenforschung. Eine Minderheit innerhalb der Unterpriviligierten bzw. Fremden reagiert mit Gewalt. Dies ist nicht nur bei Muslimen der Fall. Schauen wir beispielsweise nach Südamerika, dort ist es die Drogenkriminalität, in der USA war oder sind es die irische, italienische, chinesiche Mafia oder welche kriminelle Organisation. Der Islam mag im besagten Fall ein Katalysator sein, dh. die Gewalt äussert sich in einer in der jeweiligen Kultur "akzeptierten" Gewaltanwendung, aber es ist nicht die Ursache der Gewalt.
      26 15 Melden
    • Angelo C. 16.07.2016 23:27
      Highlight Den ersten Satz bzw dessen Hinweis muss man mir nicht ausdeutschen - ich habe die Botschaft richtig interpretiert.

      Bei den Hinweisen auf andere Armutsdestinationen und deren ähnlicher Vorgehensweise bezüglich Kriminalität gebe ich dir natürlich recht.

      Wobei man dort weder in Mafiakreisen noch im Drogenbusiness (Mexico vielleicht ausgenommen) zu Attentaten gegen die breite Zivilgesellschaft neigt.

      Die Nordafrikaner, wie auch Islamisten, sowie radikalisierte Konvertiten sind da schon prioritär tonangebend.

      Mal sind es religiöse Gründe, mal soziale - immer aber individuelle Entscheidungen.
      20 2 Melden
    • füdli 17.07.2016 11:34
      Highlight bei mafiakreisen und drogenkartellen geht es primär um's geld, ich sehe da keinen zusammenhang mit ideologie
      10 1 Melden
    • Schubidubidubid 18.07.2016 13:06
      Highlight Wenn ein 14 jähriges Mitglied einer Strassengang ein 15-jähriges Mitglied einer anderen Gang in Mexico erschiesst, kann das genau so ideologisch motiviert sein. Die "Schwachen" sind empfänglich für sowas. Vielleicht liegt die Lösung ja darin, zu schauen, dass sie sich nicht mehr als benachteiligt empfinden.
      0 1 Melden
  • Zerpheros 16.07.2016 21:02
    Highlight Ich glaub, ich hab den Link zur Schlacht um Algiers verschluckt: mein Vorschlag zur Analyse!
    11 1 Melden
  • Zerpheros 16.07.2016 21:00
    Highlight La Haine ist natürlich ein Klassiker. Um den Kolonialismus Frankreichs zu verstehen, habe ich einen anderen:
    13 4 Melden
  • ElendesPack 16.07.2016 19:43
    Highlight Das macht mich alles furchtbar traurig und voll betroffen, aber nach meinem Informationsstand hat es in Frankreich auch ne Riesenmenge chinesischer Einwanderer.
    Wann hat das letzte Mal ein Chinese über 80 Menschen totgefahren für den Taoismus?
    Und von wegen Kolonialgeschichte: Ich wundere mich immer darüber, dass die Araber deshalb so tief verwundet in ihren armen Seelen sind, aber den Türken niemand die Kolonialgeschichte des osmanischen Reiches vorwirft und denen dafür auf den Senkel geht.
    78 51 Melden
    • Gabe 16.07.2016 20:07
      Highlight Ihr Kommentar ist an Zynissmus kaum noch zu überbieten.
      Ihre falsche Betroffenheit und Traurigkeit mach das dann auch nicht mehr besser.
      Es zeug nicht grad von einem wachen Verstand mit Hass auf Hass zu reagieren. Das ist ja genau das Ziel welches fanatische Gruppen anstreben.
      Denken Sie mal darüber nach.
      41 65 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 20:20
      Highlight Die Chinesen sind in Frankreich nicht stigmatisiert wie die Menschen aus dem Maghreb und die Franzosen waren nie Kolonialherren der Chinesen.

      Das Osmanische Reich wurde von den Arabern nie als Kolonialherren empfunden, denn das Sultanat war im muslimischen Kontext legitim und zwischen 1299 - 1918 als Islamisches Kalifat der bestimmende Akteur im nahen Osten. Ganz im Gegensatz zu den Briten und Franzosen, die als Kreuzfahrer und Eindringlinge empfunden wurden.
      60 22 Melden
    • ElendesPack 16.07.2016 20:26
      Highlight Mein "betroffen und traurig" war sarkastisch gemeint. Ich bin betroffen davon, dass über 80 Menschen auf einen Schlag sterben mussten. Ich bin überhaupt nicht betroffen davon, dass die Maghrebiner in Frankreich riesige Stadtquartiere in den nahen Osten verwandelt haben und sich nun darüber beklagen, dass wir so ungerecht zu ihnen sind.
      Und den Hasskniff aus dem Rhetoriknähkästchen brauchen Sie auch nicht zu bringen. Das hat nichts mit Hass zu tun, das ist einfach angewidert-Sein.
      65 42 Melden
    • Echo der Zeit 16.07.2016 20:30
      Highlight @Pack - Wenn Jihadisten ihr Post lesen würden - würden Sie Jubeln - Ziel erreicht -
      30 27 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 20:56
      Highlight Tut mir leid ElendesPack aber mit diesem "Sarkasmus" bist du Teil des Problems. Vom fehlenden Textverständnis sprechen wir gar nicht. Die in dein Weltbild nicht passende Fakten ignorierst du einfach.
      45 34 Melden
    • Gabe 16.07.2016 21:06
      Highlight @ElendesPack

      Ihre Argumentation wird immer löchriger und verzweifelter.
      Das ist sehr wohl Hass.
      Eine schöne Hetze die Sie da betreiben. Ich wüsste da eine gute politische Partei für Sie. Da gibts eine, die Mitglieder dort können nichts Anderes als Hass und Fehlinformationen zu verbreiten.
      Es lebe der Wutbürger-ismus. NICHT 👎
      37 47 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.07.2016 21:17
      Highlight @Sapere: kleine Geschichtskorrektur

      Durchaus empfanden die Araber die Herrschaft der Osmanen als Unterdrückung und Besatzung. Davon zeugen nicht nur unzählige Aufstände im 19.Jhtd. sondern auch das Bündnis mit den Entente Mächten, v.a. Grossbrittaniens, 1916-1918 unter Hussein ibn Ali.

      @Elendes: Der China Vergleich hinkt in mehreren Aspekten und kann als Argument nicht standhalten.

      Allerdings muss ich in Bezug zum Artikel sagen, diese Gründe mögen ein sozio-kultureller Erklärungsansatz sein, allerdings fehlen grundlegende Aspekte wie Individualpsychologische. z.B. soziopathische Anlagen
      30 3 Melden
    • wonderwhy 16.07.2016 21:20
      Highlight Müssen wir immer gleich Hass vorwerfen, wenn nicht alle in den Opfergesang mit einstimmen wollen? Ich würde viel lieber die Fakten hören von Sapere!
      24 10 Melden
    • eskimolimon 16.07.2016 21:43
      Highlight Sobald man sich nur getraut gegen diese Terrorwelle der Islamisten zu sprechen wird man prompt mit 'rechter Fremdenhasser' beschimpft. Unglaublich.
      38 24 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 21:57
      Highlight @ Galaxy, das stimmt durchaus, kam in meiner Verkürzung nicht zur Geltung, aber die Osmanen wurden nicht in der gleichen Art als Fremd empfunden wie die Briten und Franzosen. Die Aufstände hatten oft auch einen inner islamischen Konzept bzw. war ein Phänomen, welches auch bei anderen absolutistischen Vielvölkerstaaten auftrat (zb Österreich Ungarn)
      11 9 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 22:02
      Highlight Wonderwhy, wo spreche ich von Hass, bzw. welche Fakten wünsch du von mir?

      Eskimolimon, niemand spriecht hier von Fremdenhass, es ist nur so, dass es immer zwei Seiten gibt. Niemand verteidigt den islamischen Terror, ich spreche nur die Tatsache an, dass die europäische Politik der letzten 200 Jahre leider mitverantwortlich ist für diesen Terror. Mit dem Finger auf andere zu zeigen ist einfach, die eigenen Fehler eingestehten geschieht viel zu selten. Wenn wir das Problem alleine im Islam sehen, dann werden wir es nicht lösen können.
      23 11 Melden
    • wonderwhy 16.07.2016 22:34
      Highlight @sapere der Hassvorwurf kam von gabe. Ich würde gerne die Fakten hören, die nicht in elendespack Weltbild passen.
      9 5 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 22:54
      Highlight Btw. Galaxy das angesprochene Bündnis mit den Entente ist genau ein Teil des Problem. Die Briten und Franzosen haben den Arabern ein eigenes Land versprochen und Unabhängigkeit. Stattdessen haben sie die Kriegsbeute aufgeteilt und zum Mandatsgebiet erkerklärt, ein Euphemismus für Kolonie. Der Feind deines Feindes mag dein Freund sein, wenn dich dich dieser dann über den Tisch zieht, ist die Wut evtl. noch grösser als auf den ursprünglichen Feind.
      18 6 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 23:03
      Highlight Wonderwhy, in diesem Fall geht es mir vor allem um die Banlieus. Dass die französische sozial und Wohnungspolitik für die Gethoisierung mitverantwortlich ist, ist eine Tatsache. Im Zuge der Entkolonialisierung und dem Algerienkrieg kamen viele Menschen aus dem Maghreb nach Frankreich, weil sie teilweise nicht mer erwünscht waren bzw. weil in ihren Heimatländer die wirtschaftliche Grundlafe fehlte. Man kann hier durchaus von Wirschaftsflüchtlingen sprechen, die Ursache für diese Wirtschaftsmigrations liegt in erster Linie bei Frankreich, welches diesese Länder zuerst ausgebeutet haben.
      18 6 Melden
    • Sapere Aude 16.07.2016 23:08
      Highlight Franrkeichs Kolonialpolitik ist in ertser Linie für diese Migrationsströme verantwortlich, weshalb die meisten Muslimen in Frankreich aus den ehemaligen Kolonien stammen. Die kamen nicht einfach so und haben selbständig Banlieus gebildet, so wie es Elendespack darstellt. Die kamen weil sie gegenüber Frankreich loyal waren oder aus wirtschaftlichen Gründen und die Franzosen wollten sie nicht, weshalb sie diese in die Vororte verbannt haben. (Ist überigens bereits im Artikel beschrieben) Diese Fakten scheint der besagte Kommentator zu ignorieren. Der Terror in FR ist teilweise hausgemacht.
      23 8 Melden
    • wonderwhy 16.07.2016 23:27
      Highlight @sapere Wie kann der Terror, bei dem Unschuldige getötet werden, mit diesen Fakten erklärt werden? Legitimiert wirtschaftliche Benachteiligung das Töten von Menschen? Aus diesen Fakten erschliesst sich mir ein höhere Kriminalität, aber Terror? Hausgemacht? So einfach geht das?
      14 9 Melden
    • eskimolimon 17.07.2016 00:10
      Highlight @sapere - In der Vergangenheit zu grübeln bringt keine Lösungen für die Gegenwart. Es ist bloss eine Pseudoerklärung damit wir uns mit viel Schuldgefühle die gefahr ausblenden können. Nicht mal die Täter selber machen von dieser lächerlichen Ausrede gebrauch. Wenn es irgendeine 'Selbstverschuldung' der Westen an der situation von heute gibt, dann liegt Sie vor allem in dem Beitrag zur Destabilisierung im Nahosten + Flüchtlingspolitik.
      14 10 Melden
    • ElendesPack 17.07.2016 00:18
      Highlight 1. Natürlich wurde auch die türkische Herrschaft als fremd empfunden. Es gab nie viel Liebe zwischen Türken und Arabern. Erstere sind in arabischem Verständnis Vasallen, die sich über die Herren erhoben. Im nahen Osten ist das ethnische Bewusstsein sehr ausgeprägt und war es schon immer. Von wegen Geschichtskenntnisse.
      2. Die Muslime haben nicht Banlieus gebildet, das habe ich nie behauptet, aber sie haben die Banlieus zu dem gemacht, was sie sind. Niemand hat sie daran gehindert, aus den Banlieus heraus, konstruktiv zu sein. Sie wollten das nicht.
      3. Hass, Hetze und all diese Buzzwords kann.
      15 14 Melden
    • ElendesPack 17.07.2016 00:22
      Highlight ..man sich mir gegenüber getrost sparen in dieser Diskussion. Ich habe meinen Schoppenhauer gelesen und kann auf solche Rabulistik ohne Inhalt nur mit Nasenrümpfen reagieren. Ich will richtige Argumente lesen und nicht leeres Geschwätz.
      4. Die Partei, die angesprochen wurde, und zu der ich angeblich so gut gehören würde, kann mir gestohlen bleiben. Alle Neocons können mir gestohlen bleiben. Dennoch bleiben
      5. Wahrheiten, die seit Jahrhunderten Bestand haben, bestehen. Und diese sagen uns: Der Okzident und der Orient sind und bleiben ideell, kulturell und traditionell getrennt und unvereinbar.
      16 13 Melden
    • ElendesPack 17.07.2016 00:27
      Highlight Und noch die Frage: Wieso hinkt der Vergleich mit den Chinesen (ich habe keinen Vergleich mit China als Nation angestellt) in Frankreich? Das würde mich interessieren. Die Kultur ist eine völlig andere, die Ethnie offensichtlich. Was ist also der Grund, dass Chinesen in Frankreich keine Bombenanschläge zu einer verstärkten Sinologisierung verüben?
      18 9 Melden
    • wonderwhy 17.07.2016 08:22
      Highlight Die selben Argumente könnten mit den Indern in Grossbritannien verwendet werden, trotzdem sehen wir keine Häufung indischer Gewalt in England! Kultur und Werte spielen die grösste Rolle!
      10 4 Melden
    • Sapere Aude 17.07.2016 10:54
      Highlight @ wonderwhy,es geht nicht um eine Legitimation des Terror, sondern um die Frage woher der Hass kommt, der zu diesem Terror führt. Der Hass auf den Westen bzw. dem Staat macht diese Menschen, die ja Teil der jeweiligen Gesellschaft sind, empfänglich für die Islamistische Propaganda. Der Hass bzw. die Ablehnung existiert vor der Radikalisierung. Deshalb ist es wichtig die Ursache für diesen Hass zu utersuchen.
      5 3 Melden
    • Bene86 17.07.2016 12:16
      Highlight Versteht ihr es denn nicht? Die Hardcore Islamisten HASSEN uns einfach, und zwar aufgrund unserer Religion oder Lebensweise. Nicht umsonst nennen Muslime alle Anders-Gläubigen Kuffar (einz. Kafir), also UNGLÄUBIGE. Es spielt dabei keine Rolle, ob ihr Atheisten, Katholiken oder was weiss ich sind. "Nehm dir die Kafir nicht zum Freund", "Grstuliert ihnen nicht zu ihren sündigen Feierlichkeiten", "selbst der schlechteste Muslim ist Allah näher als ein Ungläubiger" (nicht exakt diese Worte aber exakt in diesem Sinne, mag jetzt die Verse nicht raussuchen), was braucht ihr noch, um zu verstehen? :)
      8 4 Melden
    • ElendesPack 17.07.2016 12:37
      Highlight Bene, Du siehst das ganz falsch. Echte Feindschaft zwischen Menschen wurde im Zuge der Aufklärung abgeschafft. Jetzt gibt es nur noch sozio-psycho-biologische Problemstellungen, die man mit genügend Sensibilität und Aussprachen vermittels gewaltfreier Kommunikation aus der Welt schaffen kann.
      In jedem Taliban steckt ein Knuddelbär, der von uns befreit werden möchte.
      Du siehst also: Hoffnung und Zuversicht sind nicht unbegründet.

      (Zu Risiken und Nebenwirkungen sarkastischer Kommentare lesen Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Integrationsberater)
      6 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 12:45
      Highlight @Sapere: Natürlich sind die Konflikte im nahen und mittleren Osten auf die verheerende geopolitische Entscheidung nach dem ersten Weltkrieg rückführbar (Sykes-Picot haben durch die nach ökonimischen Vorteilen (ÖL) gezogenen Grenzen mit dazu beigetragen. Allerdings ist daraus eine Symbiose entstanden. v.a. mit den Arabern, welche ihre Macht durch den Schutz zuerst der Entente und danach der USA, satuieren.

      Die heitige Präsenz des Westens in den arabische. Ländern ist von den dortigen Machthabern gewollt.
      3 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 12:50
      Highlight @Pack: Der Grund liegt in der Bevölkerungsstruktur Frankreichs. Zum einen gehören die Chinesen zum kleinsten Ausländeranteil, z.B. gegenüber Algeriern...Ausserdem wird im Artikel auf die sozio-kulturelle Entwicklung der 3. Generation Einwanderer und deren gesellschaftlicher und ökonomischer Benachteiligung als Ursache hingewiesen. Hier liegt der nächste gravierende Unterschied zu chinesischen Einwanderern. Der Anteil 2. und 3. Generationen Chinesen in Frankreich ist nochmal um einiges Geringerer als die von Nordafrikanern oder Arabern.
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 12:51
      Highlight Das hat u.a. mit dem kolonial-historischen Einflussgebieten Frankreichs zu tun.
      1 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 12:55
      Highlight Gnerell glaube ich, dass solche Phänomene komplexer zu erklären sind als nur durch sozio-kulturelle Entwicklungen. Dazu gehören historische, ökonomische und Individualpsychologische. Aber auch der Einfluss des radikalen Islams muss betrachtet werden. Man kann nicht einfach sagen, na die gewalttätigen Islamisten sind keine Moslems oder sie kapern den Islam für ihre Zwecke. Der Islam kennt mehrere Schulen und Interpretationen. Darunter auch radikalere Formen. Genau wie es auch diese im Christentum oder den orthodoxen Juden gibt.
      4 1 Melden
  • wonderwhy 16.07.2016 18:55
    Highlight Wenn man diese Argumente ins Feld führt um zu erklären warum ein Mann hunderte unschuldige niedermäht und tötet, ist der Kampf bereits verloren. Es gab und wird immer Gewinner und Verlierer geben. Wenn für uns alle universell nicht die gleichen Wertvorstellungen und Beurteilungsgrundlagen, ungeachtet der Herkunft, Hautfarbe und Religion gelten sollen, dann können wir gleich kapitulieren! Das bedeutet das Ende der Freiheit.
    31 32 Melden
    • Gabe 16.07.2016 19:55
      Highlight Das mit den Wertvorstellungen usw. ist ja, wenns dann so wäre ein guter Lösungsansatz.
      Aber genau, dass dies nicht der Fall ist, ist ja das Problem.
      Man kann nicht nur immer von Leuten die nicht "von hier sind" nur verlangen. Integration beruht auf gegenseitigkeit und offenheit gegenüber dem nächsten Menschen.
      18 12 Melden
    • wonderwhy 16.07.2016 20:51
      Highlight @gabe das wäre nicht die Lösung, sondern die Voraussetzung! Ein Mann ermordet Unschuldige und hier wird versucht zu ergründen was dazu geführt hat, als ob die koloniale Vergangenheit Frankreichs irgendeinen Einfluss auf das Leben dieses Mannes hatte. Der Täter wird zum Opfer und das Motiv wird gleich noch dazu serviert! Frankreich ist Schuld, der Mann hatte als Araber keine Chance! Was sagt das den Jugendlichen in den Vororten?
      18 12 Melden
    • Gabe 16.07.2016 21:33
      Highlight Es gibt halt unbequeme Wahrheiten. Schon klar, dass nicht jeder mit der Wahrheit umgehen kann. Aber ich finde diesen Watson Artikel sehr gut. Die Schuld des Westens an dem ganzen Terror besteht auch wenn nicht alle ehrlich genug sind es zuzugeben.

      14 14 Melden
    • Zerpheros 16.07.2016 22:18
      Highlight Zu analysieren bedeutet doch nicht, einen Täter zum Opfer zu machen! Zu verstehen, woher der Hass kommt, eröffnet Wege, zukünftige Ereignisse dieser Art zu verhindern. Aber das ist natürlich anspruchsvoller als simple Parolen wie "Grenze zu" oder "alle ausweisen.
      17 9 Melden
    • wonderwhy 16.07.2016 22:24
      Highlight Du begibst dich auf gefährliches Terrain! Ist die deutsche Flüchtlingspolitik Schuld wenn in Ostdeutschland ein arbeitsloser Nazi ein Flüchtlingsheim anzündet? Ist der Täter nicht mehr für seine Taten verantwortlich? War der Tod der über 80 Menschen die zu erwartende und logische Konsequenz? Ist das die unbequeme Wahrheit? Ist das Gerechtigkeit? Was haben die Menschen am Strand dem Mann im Lastwagen getan? Waren sie auch Schuld? Wo führt diese Denkweise hin? Zu Verständnis? Hast du Verständnis für diese Tat? Ist sie legitim?
      17 8 Melden
    • _kokolorix 16.07.2016 22:25
      Highlight Die koloniale Vergangenheit hat eben gerade sehr viel Einfluss auf das Leben dieses Mannes. Ein als gewalttätig auffallender jugendlicher Franzose wird zumindest versuchsweise therapiert, während es bei einem Banlieu Bewohner höchstens zu einem Achselzucken führt. Ein Franzose der auf die schiefe Bahn gerät wird nach verbüssung der Strafe resozialisiert, ein Banlieu Bewohner wird ohne mit der Wimper zu zucken wieder dahin zurückgeschickt, im vollen Wissen, dass er rückfällig wird.
      Nach den Berichten war der Täter ein gewalttätiges A loch. Aber das müsste nicht zwingend im Terrorismus enden
      13 12 Melden
    • Gabe 16.07.2016 22:49
      Highlight @wonderwhy
      Jetzt nehemen Sie ein Disskusionsniveau an, welches einfach nur noch absurd ist.

      Niemand versteht, legitimiert oder heisst hier irgend eine Tat von einem Verbrecher gut. Natürlich ist was hier passiert ist schrecklich und nicht entschuldbar, ohne jede Disskusion.
      Niemand macht hier ein Täter zum Opfer.

      Jedoch gibt es Verhaltensweisen der westlichen Politik, die dieser Art von Terrorismus und radikalem Gedankengut Nährboden gibt. Das ist ein Fakt obwohl gerne verleugnet.
      Das ist die unangenehme Wahrheit hinter diesem Terror der nach Europa rüber schwapt.
      12 7 Melden
    • wonderwhy 16.07.2016 23:41
      Highlight Es hat schon die Tendenz einer Legitimierung, wenn westliche Politik als Ursache für das Töten von Unschuldigen argumentiert wird. Natürlich wird der Täter zum Opfer, wenn man sein Handeln auf die ihm widerfahrene Ungerechtigkeit zurück führt und ansatzweise Verständnis zum Ausdruck bringt. Mich erstaunt wie ersichtlich Dir das scheint , eben als logische Antwort und Konsequenz. Was wäre also die Lösung?
      7 10 Melden
    • wonderwhy 16.07.2016 23:46
      Highlight @kokolorix Da es in Frankreich faktisch verboten ist Daten für Statistiken zu erheben, in denen nach Hautfarbe und Religion unterteilt wird, ist es schwierig hier an verlässliche Angaben zu kommen. Gibt es tatsächlich ein systematische Unterscheidung im französischen Rechtssystem? Kannst Du diese Aussage belegen?
      6 2 Melden
    • Zerpheros 17.07.2016 07:17
      Highlight @ wonderwhy
      Nein. Verstehen bedeutet nicht legitimieren. Ich würde sowieso von dem Opfer-Unschuld-Schuld-Konstrukt wegkommen wollen, weil das Haltungen zementiert, aus denen man nicht mehr rauskommt. Gerade die Opferrolle verführt dazu, darin stecken zu bleiben -Opferstatus. Ich würde eher ein System oder meinetwegen eine Dynamik sehen wollen, die man mit einem Impuls an der richtigen Stelle unterbrechen muss. Damit man weiss, wo man diesen Impuls am besten setzt, muss man analysieren, was man vor sich hat. Verstehen bedeutet also den Versuch, solche Taten in Zukunft zu verhindern.
      6 1 Melden
  • Caturix 16.07.2016 18:26
    Highlight Ich mag Frankreich auch nicht und auch die Franzosen nicht besonders. Aber wenn es mir nicht pass gehe ich dort nicht hin oder wenn ich dort lebe dann gehe ich weg.
    Also wäre es ganz einfach und ohne Gewallt zu erledigen.
    29 85 Melden
    • Tepesch 16.07.2016 19:15
      Highlight @Caturix
      Artikel nicht gelesen? Die dritte Generation kann eben nicht einfach gehen, da diese auch im Ursprungsland nicht integriert sind.
      Wo also sollten diese hin?
      63 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.07.2016 19:30
      Highlight "ich mag Frankreich auch nicht und auch die Franzosen nicht besonders"... Dass man in einen hoch entwickelten Land, im Jahr 2016 immer noch solche Sätze lesen muss ist traurig. Ob Ignoranz oder geistige Faulheit kann ich nicht beurteilen, jedenfalls belehre ich dir gerne folgendes: versuche Menschen nicht auf Grund ihren Pass, Farbe, sexuelle Orientierung, Haarfarbe oder Religion einzuschätzen, öffne deinen Geist und Herz ohne Vorurteilen, schon bald wirst du merken: Arschlöchern und nette Menschen gibt es überall. Grüss aus der Ausland, eh... nein aus der Romandie...
      70 10 Melden
    • King Le 16.07.2016 19:41
      Highlight Diese Leute aind dort geboren und au, so wie ihre eltern, die haben es nicht geplant dort hin zu gehen. Das Problem ist die Integration die nicht funktioniert hat.
      29 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.07.2016 18:13
    Highlight Was soll diese Aufzählung von Widersprüchen. Das ist doch alles leeres Gerede.
    Was rechtfertigen die Probleme von labilen Jugendlichen in den Vorstädten Frankreichs wahllos andere Leute über den Haufen zu fahren. Was kann die Tessinerin dafür von diesem Idioten getötet zu werden.
    Es ist einfach erschreckend zu sehen, welches Desaster auf Europa zukommt mit der grenzenlosen Einwanderungspolitik.
    39 99 Melden
    • Schubidubidubid 16.07.2016 19:18
      Highlight Meine Güte, es ist keine Rechtfertigung. Es ist der Versuch eine Analyse, die Suche nach Gründen.
      58 11 Melden
    • King Le 16.07.2016 19:39
      Highlight Ja weil Leute der 3. Generation in der letzten Flüchtlingswelle, im Herbst, in die EU gekommen sind.
      31 16 Melden
    • Fabio74 16.07.2016 19:41
      Highlight Das nennt sich Analyse. Und dies sollte man tun bevor ein nächster Anschlag folgt.
      Die Opfer hatten einfach Pech am falschen Ort gewesen zu sein.
      Die Gründe sind keine Rechtfertigung steht im Text
      29 9 Melden
    • Gabe 16.07.2016 19:43
      Highlight @Trader. Sie gehören genau zu den im Text erwähnten Leuten, die diese Zusammenhänge nie verstehen werden, weil sie zu komplex sind für Leute wie Sie, die immer alles auf die Zuwanderung abtun.
      Haben Sie den Text nicht gelesen oder einfach nicht verstanden ?
      Oder nicht verstehen wollen ?
      36 14 Melden
    • _kokolorix 16.07.2016 19:51
      Highlight Es ist in erster Linie erschreckend wie dumm und ignorant du argumentierst. Weder hast du den Artikel gelesen, noch kannst du dich in andere Menschen hineinversetzten.
      Es geht hier um die dritte Generation. Als deren Grosseltern hierherkamen um für Billigstlöhne Scheissarbeiten zu verrichten, herrschte ganz bestimmt keine Willkommenskultur. Diese Menschen wurden schlicht ausgenutzt und um das schlechte Gewissen ein wenig zu beruhigen, und weil es nichts gekostet hat, hat man sie nicht wieder fortgejagt.
      Hätten unsere Grosseltern diese Arbeiten selbst verrichtet gäbe es diese Probleme nicht
      23 10 Melden
    • Zerpheros 16.07.2016 22:22
      Highlight @King Le
      Lesen und verstehen - die dritte Generation ist IM Inland geboren und aufgewachsen.
      9 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.07.2016 08:16
      Highlight Gabe@ kokolorix@
      Ich habe den Text wohl gelesen und ich bin auch nicht dumm.
      Wenn man eine andere Meinung vertritt, muss man nicht als dumm betitelt werden.
      Wir Deutschschweizer wurden im Welschland auch ausgenutzt, deswegen wurden wir später auch nicht zum Problemfall.
      Ich sage es noch einmal: Diese abscheuliche Tat wird hier quasi gerechtfertigt mit dem sozialen Umfeld und der fehlenden Integration. Es gibt keine Rechtfertigungen für eine solche hinterhältige fiese Tat.
      4 12 Melden
    • who cares? 17.07.2016 09:53
      Highlight @Trader wow super Vergleich, bist sicher in einem Banlieu in der Westschweiz aufgewachsen und wirst stigmatisiert wegen Hautfarbe und Namen. Ausserdem hast du null Perspektive wie es in der Schweiz halt so ist. #not

      Niemand versucht hier zu rechtfertigen, es geht um verstehen und präventiv handeln. Radikalisierung erfolgt aus Perspektivlosigkeit.
      7 4 Melden
  • rodolofo 16.07.2016 17:42
    Highlight Diese Jungen der zweiten und dritten Generation von Einwanderern könnten eine so wichtige Rolle übernehmen in unserer globalisierten, multikulturellen Weltgesellschaft!
    Sie könnten die Kulturen ihrer Eltern und ihrer Heimat, in der sie aufwachsen zu etwas Neuem, wunderbaren verbinden! Immer wieder bin ich phasziniert und begeistert von der menschlichen Reife und Charakterstärke von "SecondAs"!
    Aber dazu müssten wir sie als UNSERE Jugendlichen annehmen und sie so akzeptieren, wie sie sind.
    Und ebenso müssten wir ihre Eltern als Mitmenschen unserer Gemeinschaft begreifen und nicht als "Gäste".
    73 20 Melden
    • Flunderchen 16.07.2016 19:03
      Highlight Gerne, aber nicht wenn sie sich nicht das geringste um ihre Integration kümmern. Ob Türke oder Afrikaner, jeder der sich anständig benimmt und sich nur ein wenig anpasst und unsere Sprache lernt, ist willkommen, aber aktuell tun die wenigstens das leider.
      25 40 Melden
    • Tepesch 16.07.2016 19:22
      Highlight @rodolofo
      Und man sollte endlich aufhören sie als Secondos zu bezeichnen, vor allem wenn es Schweizer sind.
      30 12 Melden
    • evand 16.07.2016 19:33
      Highlight Flunderchen, es ist genau umgekehrt. Die meisten passen sich an, machen eine lehre, bezahlen steuern und machen all das, was die meisren schweizer auch machen. Die fallen nicht auf. Diejenige, die sich nicht anpassen wollen, fallen eben negativ auf, aber sie als mehrheit abzusrempeln hilft niemandem. Nur weil eine partrei das immer wieder behauptet stimmt es noch lange nicht. Die hoffen nur auf wähler, die dumm genug sind, das zu glauben.
      51 3 Melden
    • _kokolorix 16.07.2016 20:12
      Highlight Unter diesen Leuten gibt es genau wie hier, A l cher und Anständige, dumme und intelligente, faule und fleissige. Die fleissigen, intelligenten werden häufig Unternehmer, die fleissigen dummen machen halt Sch jobs, die intelligenten faulen bescheissen sich durchs Leben und die dummen faulen enden in Kriminalität und Extremismus. Genau wie die Schweizer!
      29 4 Melden
    • E7#9 16.07.2016 21:33
      Highlight Tapesch: Jetzt sei mal nicht so streng oder übermoralisch mit dem Ausdruck "Secondo" wenn man spezifisch diese Gruppe meint. Da muss man nicht noch Probleme herbeibeschwören wo keine sind. Dieses Wort nicht im geringsten ausgrenzend oder abschätzig.

      Als in Spanien geborener Schweizer war ich dort ein "Segundo". Das war toll. Später in der Schweiz wurde ich durch mein anfänglich gebrochenes Deutsch oft als "Secondo" wahrgenommen und empfand das nie als erniedrigend. Wieso auch? Es heisst nur 2. Generation. Wenn du das als Wertung wahrnimmst musst du an dir arbeiten, nicht das Wort abschaffen.
      15 2 Melden
    • sowhat 16.07.2016 21:49
      Highlight @kokolorix: zwar bitterbös, aber fadegrad ins Schwarze ;)
      6 2 Melden
    • Anam.Cara 17.07.2016 12:13
      Highlight @wonderwhy: Zitat aus dem Artikel:
      "Für die Radikalisierung dieser Männer gibt es vier Gründe. Keiner davon entschuldigt oder rechtfertigt die Taten, sondern sie erklären bloss deren Entstehung."

      Wie schon andernorts erwähnt: wenn wir in der Gegenwart eine bessere Zukunft gestalten wollen, dann müssen wir die Vergangenheit verstehen.
      4 0 Melden
    • rodolofo 17.07.2016 12:34
      Highlight @ Tapesch
      Mir gefällt der Ausdruck "Secondo" auch nicht, weil er die Association "Es Zwöi ufom Rügge" wachruft.
      Darum setze ich den Begriff auch in Anführungszeichen, um ihn zu relativieren.
      Alle hier wissen, was ich mit dem Ausdruck meine: Hier aufgewachsene SchweizerInnen als zweite Generation von ImmigrantInnen.
      4 1 Melden

Verschwörungstheorie? «Jeder mit einer anderen Analyse wird mit Spinnern, Pädophilen und Antisemiten in eine Ecke gestellt»

Ein neuer Dokumentarfilm (siehe Video unten) beleuchtet am Beispiel des umstrittenen Schweizer Historikers Daniele Ganser, welch erbitterte Auseinandersetzungen bei Wikipedia-Artikeln zu kontroversen Themen oder Personen im Hintergrund ablaufen. Gansers Spezialgebiet ist verdeckte Kriegsführung und er erforscht in diesem Zusammenhang auch Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001. Seine Versuche, den Wikipedia-Artikel zu seiner eigenen Person abzuändern, …

Artikel lesen