International

Haftbefehl gegen Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Kirchner

07.12.17, 13:55 07.12.17, 14:11

Cristina Kirchner. Bild: AP/AP

Die argentinische Justiz hat Haftbefehl gegen Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner erlassen. Sie wird wegen mutmasslicher Verschleierung im Fall eines Attentats gegen das jüdische Gemeindehaus Amia im Jahr 1994 angeklagt, bei dem 85 Menschen starben.

Richter Claudio Bonadío ordnete am Donnerstag einen Prozess gegen die ehemalige Staatschefin (2007-2015) an. Der Richter forderte die Aufhebung der parlamentarischen Immunität, die Fernández de Kirchner als Senatsmitglied vor einer Verhaftung schützt.

Nach den Ermittlungen der argentinischen Justiz waren mehrere ehemalige iranische Regierungsmitglieder Drahtzieher des Attentats von 1994. Gegen sie wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen.

Die Regierung Cristina Kirchners unterzeichnete 2013 ein Memorandum mit der iranischen Regierung, um die Ermittlungen in Händen einer internationalen Wahrheitskommission zu lassen. Der damalige Staatsanwalt Alberto Nisman erhob 2015 wegen dieses Memorandums eine Verschleierungsanklage gegen Kirchner.

Wenige Tage später wurde er in seiner Wohnung mit einem Kopfschuss tot aufgefunden. Die Justiz untersucht, ob es sich dabei um Selbstmord oder Mord handelte.

Bundesrichter Bonadío erliess am Donnerstag auch Haftbefehl gegen den ehemaligen Aussenminister Héctor Timerman. Die Anklage gegen Kirchner war zunächst von einem anderen Richter abgewiesen worden. (sda/dpa)

Weisst du, wer Ernesto «Che» Guevara war?

Das könnte dich auch interessieren:

Hier werden zwei Olympia-Skicrosser spektakulär durch die Luft geschleudert

Rumantsch, du hast die schönsten Fluchwörter! Errätst DU, was sie bedeuten?

Apple veröffentlicht Notfall-Update für iPhone, Mac und Watch (und TV)

Die Geburtsstunde einer Legende: Jamaika hat 'ne Bobmannschaft!

32 neue Anklagengegen Trumps Ex-Kampagnenchef

Fanny Smith rast zu Bronze im Skicross

Die Reaktionen dieser Basler Fussball-Reporter nach ihrer falschen Prognose? Unbezahlbar

«Vorwärts Marsch!» – hier findest du die schönsten Laternen des Morgestraichs

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JThie 08.12.2017 10:20
    Highlight ENDLICH!!!!
    0 6 Melden
  • Angelo C. 07.12.2017 14:50
    Highlight Mir geht es seit eh und je auf den Geist, dass fast JEDE(R) Regierungschef(in) nach ihrer noch so langen oder kurzen Amtsdauer von der obsiegenden Oppositionspartei mit teilweise fadenscheinigsten Argumenten vor Gericht zitiert und ins Gefängnis gesteckt, oder zumindest aktiv zur Flucht ins Ausland animiert wird 🙄.

    Ob Thailand, Argentinien, Aegypten usw.usw. - einerlei : Alle sollen da urplötzlich wahre Verbrecher gewesen sein.

    Wobei es fraglos auch kriminelle Staatschefs gab und gibt - das ist natürlich ebenso bekannt wie evident.

    Aber es sind so oder so grosse Risiko-Jobs 🤔
    22 12 Melden

Neue Spur bei der Suche nach dem argentinischen U-Boot «San Juan»

Fünfeinhalb Wochen nach dem Verschwinden des argentinischen U-Boots «ARA San Juan» gehen die Suchmannschaften einer neuen Spur nach. Sonargeräte hätten im Südatlantik einen «neuen Kontakt» aufgespürt, teilte die argentinische Marine am Samstag mit.

Einzelheiten nannte sie jedoch nicht. Der russische Tauchroboter «Panther Plus» werde der neuen Spur nachgehen. Das US-Schiff «Atlantic» werde die Erkundung des Suchgebiets fortsetzen.

Das U-Boot mit 44 Besatzungsmitgliedern an Bord ist seit dem 15. …

Artikel lesen