International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hatte der Amokläufer von München eine zweite Pistole? Ermittler suchen nach weiterer Waffe

Im Fall des Amokläufers von München suchen die Ermittler nach einer zweiten Waffe. Nach Informationen des «Spiegel» könnte David Sonboly sich im Darknet neben der Glock 17 auch eine weitere Pistole gekauft haben.

29.07.16, 14:57 29.07.16, 15:44


Ein Artikel von

Nach Informationen des «Spiegel» deuten Aussagen von Zeugen darauf hin, dass der Amokläufer von München eine zweite Waffe besass. Sie wollen bei David Sonboly eine silberne Waffe gesehen haben – die benutzte Glock ist jedoch schwarz. Zudem soll sich Sonboly in einem Darknet-Forum nach Munition vom Kaliber .45 erkundigt haben.

Die Glock 17 kam nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler aus der Slowakei. Derzeit ist unklar, wie sie später in die Hände des 18-Jährigen gelangte. Die Beamten gehen jedoch davon aus, dass Sonboly sie sich im Darknet verschaffte.

Dort soll er nach den Vermutungen der Ermittler unter dem Pseudonym «Maurächer» über Monate hinweg nach einer derartigen Pistole gesucht haben. «Maurächer» registrierte sich am 29. Mai 2015 in einem der bekanntesten deutschsprachigen Darknet-Foren.

Seine mutmasslich letzte Nachricht auf der Suche nach der Glock verfasste er am 8. Mai dieses Jahres, als er einen Händler bat: «Schreibe noch auf ein leeres Blatt Papier die Forenadresse und das heutige Datum. Bilder vom Lauf und Munitionslager.» Damit wollte er offenbar klären, ob der Anbieter tatsächlich über die angebotene Ware verfügte.

Sonboly erschoss am 22. Juli im Münchner Einkaufszentrum am Olympiapark neun Menschen, ehe er sich selbst richtete.

München trauert

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Parallele Sitzungen in München und Berlin: Deutscher Asylknatsch vor dem Showdown

Der Streit zwischen CDU und CSU über die Asylpolitik wurde in der vergangenen Woche immer erbitterter. Jetzt beraten die Führungsgremien beider Parteien darüber. Kommt es zum Showdown zwischen Kanzlerin Merkel und ihrem Innenminister Seehofer?

CDU und CSU steuern im zuletzt eskalierten Streit über die Asylpolitik an diesem Montag auf eine Entscheidung zu. Die Führungsgremien beider Schwesterparteien beraten in Berlin und München über den unionsinternen Konflikt, der zum Sprengsatz für die grosse Koalition in Berlin werden könnte.

In München kommt der CSU-Vorstand (10.00 Uhr) zusammen. Es wird erwartet, dass er Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer grünes Licht für sein Vorhaben geben wird, künftig Asylbewerber an der …

Artikel lesen