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Flüchtlinge protestieren gegen die Camp-Schliessung auf Manus. Bild: AP/Australia Broadcasting Corporation

Die Schande von Manus

600 Flüchtlinge harren im geschlossenen Lager auf Manus im Pazifik aus, ohne Wasser, ohne Essen. Zwei Tage noch, dann wollen die Behörden Gewalt einsetzen. Viele Australier schauen weg, der Premier setzt auf Donald Trump.

09.11.17, 20:33 09.11.17, 21:21

Anna-Lena Roth

Ein Artikel von

«Wir werden entscheiden, wer in dieses Land kommt und unter welchen Umständen sie kommen.»

Australiens damaliger Premierminister John Howard, 2001

Es ist eine Geschichte, in der es nur Verlierer gibt. Sie fängt an bei Hunderten Männern, die aus ihren Heimatländern geflohen und statt in Australien in Lagerhaft auf einer kleinen Pazifikinsel gelandet sind. Sie handelt von Politikern in einer der reichsten Nationen der Welt, die über den richtigen Umgang mit Flüchtlingen streiten und sich dabei schon mal als «Terroristen» beschimpfen. Es geht auch um die Bevölkerung in einem Einwanderungsland, die in grossen Teilen zu müde geworden ist, sich mit der strikten Asylpolitik ihrer Regierung auseinanderzusetzen. Und etwas später in der Geschichte, da kommt auch Donald Trump ins Spiel.

Hauptschauplatz ist Manus. Die Insel gehört zu Papua-Neuguinea, etwa 60'000 Menschen leben in der gleichnamigen Provinz, die Insel ist 100 Kilometer lang, bis zu 30 Kilometer breit, es könnte ein Paradies sein: Palmen, Sandstrände, tropischer Regenwald.

Doch für 600 Männer ist Manus die Hölle. Die Regierung in Canberra zahlt seit 2013 Hunderte Millionen Dollar an Papua-Neuguinea, damit es sich um die Flüchtlinge kümmert, die Australien keinesfalls ins Land lässt: die sogenannten boat people.

Wer ohne gültige Einreisepapiere per Boot nach Australien kommt, wird abgefangen, zurückgeschickt oder in Lager auf Manus und auf der noch kleineren Pazifikinsel Nauru gebracht.

Was die Flüchtlinge dort erleben, ist systematische Vernachlässigung, die an Folter grenzt. Hunderte Menschen - in Nauru auch knapp 50 Frauen und noch einmal so viele Kinder - hausen teils seit Jahren in den Lagern, die meisten sind offiziell als Flüchtlinge anerkannt. Der Grossteil kommt aus dem Nahen Osten und Südostasien. «Australien ist verantwortlich für die Schäden, die diese Asylsuchenden und Flüchtlinge durch die ungewollte Gefangenschaft erleiden», sagt Uno-Sonderberichterstatter François Crépeau.

Das oberste Gericht in Papua-Neuguinea erklärte die Lagerhaft der Männer auf Manus im April 2016 für rechtswidrig. Am letzten Oktobertag hat Australien das Camp offiziell geschlossen - und gleichzeitig die Versorgung gestoppt. Es gibt keine Nahrung mehr für die Insassen, kein sauberes Trinkwasser, keinen Strom, keine medizinische Versorgung. Und trotzdem weigern sich 600 Männer, das Lager zu verlassen.

Sie haben Angst. Laut dem offiziellen Plan sollen sie in drei Unterkünfte in der nahe gelegenen Stadt Lorengau umgesiedelt werden. Doch die Bewohner fürchten Angriffe aus der Bevölkerung. «Die Gewalt ist in den vergangenen sechs Monaten eskaliert», sagt die australische Direktorin von Human Rights Watch, Elaine Pearson. «Es ist schlicht nicht sicher, sie umzusiedeln.»

«Wir wollen nicht noch einmal wegtransportiert werden wie Müllsäcke. Papua-Neuguinea kann uns keine Sicherheit bieten. Die australische Regierung lässt uns verhungern. Aber solange wir leben, bleiben wir.»

Flüchtling Aziz im Gespräch mit dem SPIEGEL

Neun Tage sind seit der offiziellen Schliessung des Camps vergangen. Die Strassen rund um das Lager sind abgeriegelt, der Zugang zum Camp verboten. Die Männer haben tiefe Löcher in den Boden gegraben, um an Wasser zu kommen, sie fangen es auch in Mülltonnen auf. Ab und zu kommen Inselbewohner zu ihnen durch, die Essen bei sich haben. Mit einer kleinen Solarbatterie laden sie die Telefone auf.

Am Montag hat der oberste Gerichtshof in Papua-Neuguinea entschieden, dass der Versorgungsstopp rechtens ist. Australien und Papua-Neuguinea schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. An diesem Donnerstag haben die einheimischen Behörden die Camp-Bewohner informiert, dass sie ihnen noch zwei Tage lang Zeit geben, friedlich zu gehen. Danach werde das Lager - falls nötig - mit Gewalt geräumt.

Die Männer sagen, sie werden bleiben.

«Es geht nur darum, den Tag rumzukriegen. Wir versuchen uns abzulenken, damit wir nicht merken, wie gross Hunger und Durst sind. Aber wir haben eine Entscheidung getroffen. Und wir tragen die Konsequenzen.»

Flüchtling Aziz im Gespräch mit dem SPIEGEL

Die Flüchtlinge haben neben der Umsiedlung nach Lorengau noch andere Möglichkeiten: Sie könnten auch in das Lager nach Nauru umgesiedelt werden oder nach Kambodscha - mit dem korrupten Regime hat Australien 2015 einen entsprechenden, millionenschweren Deal ausgehandelt. Zudem hat die australische Regierung den Flüchtlingen umgerechnet bis zu 16'500 Euro geboten, wenn sie in ihre Heimatländer zurückkehren. Nur wenige Männer gingen darauf ein.

Neuseeland will helfen. Seit 2013 hat die Regierung des Nachbarlandes mehrfach Unterstützung angeboten. Die neue Premierministerin Jacinda Ardern sagte erst kürzlich, ihr Land sei bereit, 150 Männer aufzunehmen. Doch der australische Premier Malcolm Turnbull lehnt das - wie schon in der Vergangenheit - ab. «Wir wissen das Angebot zu schätzen», sagte er. «Aber wir wissen, wie die Folgen aussehen würden: Hunderttausende illegale Einreisen. Und mehr als tausend Männer, Frauen und Kinder, die im Meer ertrinken.»

Australien begründet seine strikte Asylpolitik damit, dass sie Flüchtlinge und Schmuggler abschrecke - und dadurch weniger Menschen im Meer ertränken. Es ist unklar, wie viele Menschen trotzdem versuchen, das Land zu erreichen. Offizielle Angaben dazu gibt es nicht.

Nach Turnbulls Willen sollen die 600 Männer von Manus zumindest vorerst dort bleiben. Längerfristig hofft er auf Donald Trump.

Im November 2016, kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen, hatten sich Turnbull und sein damaliger Amtskollege Barack Obama darauf geeinigt, dass die USA bis zu 1250 Flüchtlinge aus Nauru und Manus aufnehmen. Trump nannte das den «schlechtesten Deal aller Zeiten», doch er will sich offenbar an die Vereinbarung halten: Die Flüchtlinge werden derzeit von US-Behörden genau überprüft, rund 50 Männer aus Manus und Nauru sind bereits in die USA gereist. Turnbull hofft, dass es noch Hunderte mehr werden.

Donald Trump und Malcolm Turnbull. Bild: AP/AP

«Ich will überall auf der Welt hin, Hauptsache, ich bin frei. Es ist mir egal, ob das in Australien, Kanada oder den USA ist. Aber ich habe keine Hoffnung mehr. Australien hat mir meine Träume gestohlen.»

Flüchtling Aziz im Gespräch mit dem SPIEGEL

Abdul Aziz Muhamat, 25, erinnert sich noch daran, mit welcher Hoffnung er einst sein Heimatland verliess. Er kommt aus Darfur, er hatte Ärger mit dem sudanesischen Regime, viel mehr will er dazu nicht sagen. Am 14. Juli 2013 stieg er in Khartum in ein Flugzeug, Yemenia Airways Flug 632, er reiste über Sanaa und Dubai nach Jakarta. Von dort sollte es per Boot weiter nach Australien gehen. Ein erster Versuch scheiterte, Aziz und die rund 50 anderen Menschen an Bord kehrten nach zwölf Stunden um. Fünf Menschen ertranken. Beim zweiten Anlauf griff die australische Marine das Boot und seine Insassen auf. Das war im Oktober 2013.

Die Flüchtlinge wurden erst in ein Lager auf der Weihnachtsinsel gebracht. Dann, so berichtet es Aziz, sagte ihnen ein Mitarbeiter der australischen Einwanderungsbehörde, sie würden nach Manus geflogen, «ein sehr gefährlicher Ort voll ansteckender Krankheiten - desinfiziert euch, wenn ihr einen der Bewohner berührt», soll der Offizielle gesagt haben. Das ist jetzt vier Jahre her.

«Seit ich auf Manus bin, ist es wie im Albtraum. Ich bereue es nicht, geflohen zu sein, ich hatte keine Wahl. Aber ich bereue es, in Australien um Asyl gebeten zu haben. Was uns die Regierung antut, ist kaum auszuhalten.»

Flüchtling Aziz im Gespräch mit dem SPIEGEL

Australien - ist ein Land so gross, dass Deutschland fast 22 Mal hineinpasst; es leben hier gerade einmal 24.7 Millionen Menschen. Es mangelt weder an Platz noch an Geld: Australien ist eines der reichsten Länder der Welt, die letzte Rezession liegt 26 Jahre zurück. Zudem ist es ein klassisches Einwanderungsland, rund ein Viertel aller Australier ist im Ausland geboren (der Streit um die doppelte Staatsangehörigkeit hat die Turnbull-Regierung gerade ihre Mehrheit im Parlament gekostet). Nachdem die ersten Weissen 1788 mit Booten an die Küste kamen, nutzten sie Australien als Straflager für britische Kriminelle.

Seit Jahren wird der harte Kurs in der Asylpolitik von beiden grossen Parteien im Land unterstützt. Ihnen geht es ums Prinzip, und das heisst: «Stop the boats.»

Niemand verkörpert diesen Slogan heute so sehr wie Migrationsminister Peter Dutton von Turnbulls Liberal Party. In Richtung der Männer auf Manus wiederholte er mehrfach: «Sie kommen nicht nach Australien. Da können ihre Vertreter meckern so viel sie wollen.» Dass die Flüchtlinge Angst vor Übergriffen aus der Bevölkerung haben, tut Dutton als «Unsinn» und «erbärmliches, trügerisches Märchen» ab.

Zwei Personen demonstrieren auf dem Opernhaus von Sydney gegen die australische Flüchtlingspolitik – viele sind mit dem harten Kurs jedoch einverstanden. Bild: EPA/AAP

Einzig die Grünen stellen sich offen gegen den Asyl-Kurs von Liberal und Labour. Der Abgeordnete Adam Bandt sagte nach der Schliessung des Lagers auf Manus: «Wenn es die Definition von Terror ist, seine politischen Ziele mit Gewalt und Todesandrohungen durchzusetzen - dann ist Peter Dutton ein Terrorist.»

«Ich dachte, Australien sei ein großzügiges Land und würde die Menschenrechte achten. Aber das kümmert niemanden. Sie kümmern sich nur um ihre Politik.»

Flüchtling Aziz im Gespräch mit dem SPIEGEL

Immer wieder gibt es Proteste von Aktivisten und Menschenrechtsgruppen, die lautstark fordern, die Flüchtlinge nach Australien zu holen. Aber der harte Kurs der Regierung kommt in grossen Teilen der Bevölkerung gut an. In anderen wird er nur noch mit Apathie verfolgt.

Berichte über die Lager gibt es schon seit 2001, seitdem werden die Flüchtlinge pünktlich zu jeder Wahl instrumentalisiert. Hinzu kommt, dass Nauru und Manus mehrere Flugstunden entfernt und auch in den Medien wenig sichtbar sind. Journalisten ist es nur selten gelungen, in die Lager zu kommen und von dort zu berichten. Keine grosse Redaktion hat derzeit Journalisten vor Ort. «Die Krise um die Flüchtlinge auf Manus verschärft sich», heisst es dann in den Abendnachrichten. Und wie haben die Roosters gestern gespielt?

Die Flüchtlinge im Lager nehmen es also selbst in die Hand, sie twittern, schreiben Artikel oder skypen mit Journalisten. Sie wollen, dass ihre Geschichte gehört wird.

Aziz ist überzeugt, dass seine eigene auf Manus enden wird. «Ich werde hier sterben», sagt er. «Erst wenn ich tot bin, wird Australien mich von der Insel bringen.»

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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Benji Spike Bodmer 10.11.2017 06:48
    Highlight Mein erster Gedanke... ^^
    19 6 Melden
  • Rene Tinner 10.11.2017 05:51
    Highlight Die Australier machen Europa vor, wie es gehen sollte. Eine klare unmissverständliche Haltung. Mit unserer Asylpolitik ermuntern wir immer mehr sogenannte „Flüchtlinge“ nach Europa zu kommen. Wahre Flüchtlinge haben kein Geld und keine Chance zu flüchten. Richtig so. Europa sollte lernen.
    11 10 Melden
    • Enzasa 10.11.2017 08:07
      Highlight Nach ihrer Logik
      wären also die armen Menschen in Aleppo Flüchtlinge, müssen unter den Bomben sterben weil sie kein Geld haben.
      Die reicheren müssen auch unter den Bomben sterben, denn sie wären keine Flüchtlinge weil sie Geld haben
      5 7 Melden
    • ErklärBart 10.11.2017 08:11
      Highlight Lesen Sie meinen Kommentar - oder den oberhalb von Ihnen (von Benji Spike Bodmer).

      2 0 Melden
  • ErklärBart 10.11.2017 05:03
    Highlight Haben die Weissen damals die Aborigines um Einreiseerlaubnis gefragt? Kaum...

    Versteh nicht wieso sich ein so grosses und reiches Land so widrig und fremdenfeindlich benimmt.
    15 6 Melden
    • Domino 10.11.2017 11:08
      Highlight Und genau dasselbe wird mit der westlichen Kultur passieren wie den Aborigines, wenn man nicht schaut, wen man ins Land lässt.
      2 2 Melden
    • ErklärBart 10.11.2017 13:53
      Highlight Das wäre nicht mehr als gerecht. Schliesslich ist der Westen daran schuld.. wir liefern Waffen und Rüstungsmaterial dorthin.

      Würden Sie dort bleiben, wenn Länder wie die Schweiz oder USA den Regierungen für Milliarden Waffen liefern? "Regierungen". Wohl kaum.
      2 2 Melden
    • Domino 10.11.2017 15:02
      Highlight Teilweise muss ich dir recht geben: wir liefern Technologie an uns feindlich gesinnte Staaten. Diese Staaten würden besser in Bildung ihrer eigenen Bürger investieren als in Waffen und Missionierung.
      2 1 Melden
  • Nuka Cola 09.11.2017 22:08
    Highlight Einerseits aus Sicht der Allgemeinheit, der Menschlichkeit ein absolutes no-go, aber wiederum aus führungspolitischer Sicht von Australien zwingend notwendig, hart zu bleiben.

    Zwickmühle: geht Australien mit den Menschen so um, wird es zurecht angeprangert, heben sie die Qualität auf akzeptables Niveau an wird sich dass dann aber als Pull Faktor bemerkbar machen, und die Regierung hätte sich erpressen lassen.

    Eine bewusst langsame, dafür sauber organisierte, Rückführung wäre wohl am sinnvollsten.
    41 23 Melden
    • Domino 10.11.2017 02:54
      Highlight Australien bietet jedem 16'500€ der zurück in sein Heimatland geht...

      Zudem haben sie noch drei andere Wahlmöglichkeiten.
      9 7 Melden
    • SemperFi 10.11.2017 08:43
      Highlight @Domino: Wenn die Leute auch für 300'000.- nicht in ihr Heimatland zurückmöchten, hat das vielleicht einen Grund?
      11 2 Melden
    • Johnny M 10.11.2017 09:19
      Highlight Eine rückführung wohin? In die länder aus denen sie geflüchtet sind? Sie einfach ihrem schicksal überlassen? Ich verstehe nicht wieso jeder europäer, amerikaner, kanadier usw das recht haben in australien einzureisen aber denen leute, die hilfe wirklich brauchen, wird eine einreise verboten.
      Menschen absichtlich leiden zulassen, hungern zulassen, dursten zulassen verstösst gegen das menschenrecht. Und sowas von einem zivilisiertem land das mitverantwortlich für die weltweiten krisen ist.
      10 5 Melden
  • roterriese {gender fluid; AH-64} 09.11.2017 21:37
    Highlight "Sie fängt an bei Hunderten Männern, die aus ihren Heimatländern geflohen und statt in Australien in Lagerhaft auf einer kleinen Pazifikinsel gelandet sind. "

    Wo kommen die Menschen den her? Je nachdem ist Flüchtling dann der falsche Begriff und es sollte eher von Migranten gesprochen werden.
    60 44 Melden
    • who cares? 09.11.2017 22:57
      Highlight "hausen teils seit Jahren in den Lagern, die meisten sind offiziell als Flüchtlinge anerkannt."
      Anerkannte Flüchtlinge - keine Migranten. Aber das passt wohl nicht in deine politische Agenda.
      10 7 Melden
    • Töfflifahrer 10.11.2017 06:15
      Highlight Wenn die dann verreckt sind ist es dann ziehmlich egal wie man die nennt. Es sind immer noch Menschen!
      11 4 Melden
    • Fabio74 10.11.2017 07:27
      Highlight Es sind in allererster MENSCHEN!
      10 7 Melden
    • Enzasa 10.11.2017 08:02
      Highlight Im Text wird z.b Iran genannt, das ist ein Herkunftsland welches in Europa ziemlich sicher Asyl erhält.

      Im übrigen finde ich es ziemlich anmaßend Menschen in Not in Kategorien zu unterteilen.
      7 4 Melden
  • α Virginis 09.11.2017 21:36
    Highlight Erinnert irgendwie an Europa vor ca. 80 Jahren. Menschenverachtend und absolut mit Nichts zu rechtfertigen.
    45 53 Melden
    • Domino 10.11.2017 02:56
      Highlight An was genau erinnert es dich? Australien bietet 4 Möglichkeiten und bis zu 16'500€...
      9 7 Melden
    • roterriese {gender fluid; AH-64} 10.11.2017 07:35
      Highlight Werden diese Leute in ihrer Heimat in Vernichtungslager gesteckt? Ziemlich pietätsloser Vergleich
      12 7 Melden
    • Enzasa 10.11.2017 08:13
      Highlight Roter Riese sie nennen den Begriff, also sind sie pietätlos.
      Auch in Europa wurden damals an den Grenzen Flüchtlinge erschossen weil man sie nicht aufnehmen wollte.
      Es gibt Recherchen darüber, dass die nach Afghanistan zurück geführten Menschen alle getötet wurden.
      7 4 Melden
  • Libertas 09.11.2017 20:57
    Highlight Grossartig wie Australien mit diesem illegalen umgeht. Genau so funktioniert eine vernünftige Asylpolitik, die sich an den Interessen der eigenen Bevölkerung orientiert. Europa sollte sich endlich ein Beispiel an Australien nehmen.
    71 96 Melden
    • SonShine 09.11.2017 22:14
      Highlight Du kriegst es ja nicht einmal hin die deutsche Schrift richtig zu verwenden. Kein Wunder ängstigt dich der Gedanke, dass Flüchtende dich überflügeln könnten. Genau das schaffen nun diejenigen, welche vor 20 Jahren kamen.

      In jedem deiner Sätze spricht der pure Neid auf eine Humanität, die dir wahrscheinlich nie zu Teil wurde. Spar dir dein nationales Anspruchsdenken. Herkunft ist keine Leistung und legitimiert weder zu Erfolg noch zur Anerkennung.

      Da scheinst randständig zu sein. Dir bleibt wohl nichts anderes, als auf Menschen herabzuschauen, die sich nicht wehren können.
      69 61 Melden
    • äti 09.11.2017 23:07
      Highlight @libertas, das machen Schweizer auch mit Schweizern.

      Zitate aus dem Tagebuch eines Appenzeller
      Emigranten anno 1907 (1/2)
      --
      … unerwünscht
      Man hat uns Geld und Pass gegeben. Und sie
      waren froh und dankbar, dass wir gegangen
      sind. Einer weniger ist besser als Einer mehr.
      Von einer besseren Zeit haben wir geträumt,
      getrieben durch die Armut und die Hoff-
      nungslosigkeit hinaus in die weite Welt, auf
      der Suche nach einer lebenswerten Zukunft.
      Einfach weg, dem Trend nach. Dorthin, wo
      auch die andern hingegangen sind. Familie,
      Freunde und Heimat lässt man hinter sich,
      7 5 Melden
    • Pana 10.11.2017 03:37
      Highlight "Interessen der eigenen Bevölkerung"

      Toll. Welche Bevölkerung ist dies? Die Immigranten und deren Nachfahren? Oder die wahren Ureinwohner?

      Aber ja, grossartig. Hoffe du wirst dich eines Tages mal in so einer Situation (Flüchtlingslager) befinden. Unvorstellbar, ich weiss.
      7 7 Melden
    • Fabio74 10.11.2017 07:28
      Highlight Was Australien macht ist eine faschistische Politik. Dass du das gut findest ist klar
      12 13 Melden
    • Domino 10.11.2017 17:10
      Highlight Australien hat mit seinem Verhalten tausende Menschen vor dem Ertrinken gerettet.
      1 3 Melden
    • äti 10.11.2017 21:25
      Highlight Domino, ist verhungern schöner als ertrinken?
      3 1 Melden
    • Domino 10.11.2017 23:00
      Highlight Letztes Jahr sind im Mittelmeer 4'500 Menschen ertrunken. Vor den Küsten Australiens: Null
      2 3 Melden
    • Enzasa 11.11.2017 01:41
      Highlight Domino
      Wer zählt denn vor Australien, bestimmt nicht die Regierung.
      Denn es sind ja Flüchtlinge auf den Inseln, also liegen auch Flüchtlinge auf den Meeresgrund.
      2 2 Melden
  • Fidelius 09.11.2017 20:39
    Highlight Keine Schande, sondern richtige und kompromisslose Flüchtlingspolitik. Aber das wollen ja die linksgrünen Gutmenschen nicht wahrhaben.
    78 93 Melden
    • SonShine 09.11.2017 22:21
      Highlight Ihr Rechten könnt doch sonst wie Weltmeister über die Kompromisslosigkeit anderer jammern, wenn mal etwas nicht nach eurem Befinden läuft, seid aber selbst unfähig zum Kompromiss.

      Humanismus ist etwas wofür mit Blut und Schweiss gekämpft wurde. Leute wie du wollen diesen Gedanken aus purem Egoismus begraben.

      Dieser Gedanke ist übrigens traditionell Schweizerisch, siehe das rote Kreuz.

      Erwarte keine Hilfe falls dir mal etwas geschehen sollte. What goes around, comes around.

      Schau weiter auf wehrlose Menschen herab bis du selbst mal zu ihnen zählst. Der Tag wird kommen.
      56 53 Melden
    • Chrigi-B 09.11.2017 22:41
      Highlight Ajaja Sonshine, so hilflos sind die nicht. Man sah es ja in Kölle letztes Silvester wie "hilflos" viele Kulturbereicherer sind...
      12 11 Melden
    • äti 09.11.2017 23:08
      Highlight @fidelius, das machen Schweizer auch mit Schweizern.

      Zitate aus dem Tagebuch eines Appenzeller
      Emigranten anno 1907 (1/2)
      --
      … unerwünscht
      Man hat uns Geld und Pass gegeben. Und sie
      waren froh und dankbar, dass wir gegangen
      sind. Einer weniger ist besser als Einer mehr.
      Von einer besseren Zeit haben wir geträumt,
      getrieben durch die Armut und die Hoff-
      nungslosigkeit hinaus in die weite Welt, auf
      der Suche nach einer lebenswerten Zukunft.
      Einfach weg, dem Trend nach. Dorthin, wo
      auch die andern hingegangen sind. Familie,
      Freunde und Heimat lässt man hinter sich,
      7 5 Melden
    • Domino 10.11.2017 03:19
      Highlight @ SonShine: typisches Gutmenschengeschwätz. Tönt gut, funktioniert aber nicht. Entweder hat man klare Grenzen und Regeln und kann so soziale Sicherheit (AHV, IV, etc) im Innern garantieren. Oder man hat offene Grenzen und keine Sozialsysteme. Offene Grenzen und Sozialsysteme funktioniert über längere Zeit schlicht nicht.

      Dazu kommen noch die ganzen kulturellen, sprachlichen, religiösen und bildungsbedingten Unterschiede.

      PS: die 16'500€ für die Rückreise ins Heimatland entsprechen etwa 3.5 Jahreslöhnen. Auf die Schweiz umgerechnet ca. 300'000 CHF. Das finde ich sehr human.
      11 10 Melden
    • Fabio74 10.11.2017 07:31
      Highlight Komprmoisslos Hass verbreiten.. komptomisslos Länder und Nenschen ausbeuten. Kompromisslos Völker die Lebensgrundlagen entziehen. Und wenn diese Menschen flüchten, sperrt man sie in KZs ein.
      Leute wie Du die dennach ein rechter Hassmensch sind, wünsche ich, dass sie mal in Not kommen.
      Kannst dann deine Arierfreunde fragen ob sie helfen
      8 13 Melden
    • SemperFi 10.11.2017 08:36
      Highlight @Domino: Wenn die Alternative zu offenen Grenzen Konzentrationslager sind, dann bin ich lieber für offene Grenzen.
      7 4 Melden
    • SonShine 10.11.2017 09:33
      Highlight An der Stelle möchte ich gerne mal erwähnen, dass auch meine Grosseltern Flüchtende waren.

      Meine ganze Familie schuftete sich in einer Fabrik den Buckel wund, damit wir die Möglichkeit bekamen was aus uns zu machen.

      Heute führen 3 gute Freunde und ich ein eigenes Geschäft. Alle mit Migrationshintergrund und aus verschiedenen Nationen.

      Man muss den Menschen, die hier her kommen auch eine Möglichkeit bieten sich zu beweisen, anstatt alle in den Vergewaltiger-Topf zu schmeissen.

      Ohne die damaligen Migranten wäre unsere Demokratie gar nicht mehr haltbar.

      Mal daran gedacht?
      3 1 Melden
    • Domino 10.11.2017 09:56
      Highlight @Fabio 74:
      Arier kommen genau aus dem Gebiet wo die meisten geflüchtet sind. (Plusminus Iran). Und das habe auch schon mal einem "echten Nazi" erklärt.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Arier

      Aber eben: für euch ist eh alles "Nazi" was rechts von euch ist. Wie will man Kulturviekfalt, wenn man keine Meinungsvielfalt zulässt?
      2 1 Melden
    • α Virginis 10.11.2017 09:59
      Highlight @Domino: Wieviel Geld ist ein Leben wert? Deiner Meinung nach 16'500.- Euro. Meiner Meinung nach unbezahlbar und durch Nichts aufzuwiegen. Den Menschen alleine auf den Geldwert zu reduzieren ist genauso Menschenverachtend wie damals die Industrielle "Endlösung" der "Judenfrage". Wobei bereits damals nicht nur Juden, sondern alle Andersdenkenden, Obdachlosen, Arrme und sonstwie Unerwünschte betroffen waren. Auch damals wurde auf die Kosten der Morde geachtet. Was dabei herausgekommen ist, ist Geschichte und überall frei nachzulesen, sofern man nicht eine braune Brille trägt.
      2 0 Melden
    • Domino 10.11.2017 10:02
      Highlight @ SemperFi
      Konzentrationslager? Die Leute können ohne Probleme weg. Sie wurden sogar von Australien durchgefüttert. Meinst du in Australien würde auf sie das Paradies warten?
      3 4 Melden
    • SemperFi 10.11.2017 13:46
      Highlight @Domino: Lesen Sie eigentlich die Artikel, die Sie kommentieren?

      "Am letzten Oktobertag hat Australien das Camp offiziell geschlossen - und gleichzeitig die Versorgung gestoppt. Es gibt keine Nahrung mehr für die Insassen, kein sauberes Trinkwasser, keinen Strom, keine medizinische Versorgung."

      Ah ja, sieht ganz nach Ferienlager aus.
      4 1 Melden
    • Domino 10.11.2017 14:00
      Highlight Virginis:
      Ich beziffere ja nicht den Wert eines Menschenleben. Es geht mehr darum zu zeigen wieviel Geld das im Verhältnis ist und das man mit dem Geld in vielen Ländern neu starten kann, sich etwas aufbauen, weiterbilden oder ein eigenes Geschäft starten kann.
      1 3 Melden
    • Enzasa 11.11.2017 01:35
      Highlight Domino was sie nicht verstehen isst das die Menschen in diesen Ländern in Todesgefahr schweben.
      Zurück in ihre Heimat gebracht sind sie T o t wen interessieren da 16500 Euro
      3 1 Melden
    • Domino 11.11.2017 10:29
      Highlight Übertreib mal nicht. Wie willst du das wissen? Nur in ihrer Heimat? Gibt es keine anderen Länder als Heimat und Australien?
      Wer politisch verfolgt ist bekommt fast überall Asyl. Auch wenn Fatwas gegen jemand gesprochen wurden. Das sind Migranten die umbedingt nach Australien wollen, aber die Aufenthaltsbedingungen nicht erfüllen.

      Selbst als SchweizerInnen ist es nicht ganz einfach nach Australien auszuwandern.


      3 3 Melden
    • Enzasa 11.11.2017 13:13
      Highlight Ich übertreibe nicht.
      Informiere dich beim Max Planck Institut für politische Forschung in Berlin zum Thema Afghanistan.
      Das sind weder linke Spinner noch irgendwelche Lobbyisten.
      Sondern es ist ein seriöses Unternehmen.
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    • Enzasa 11.11.2017 13:15
      Highlight Der Satz gibt es keine anderen Länder außer Heimat und Australien ist so typisch egoistisch.
      Sollen doch der Libanon oder Uganda oder die Türkei oder oder oder
      Aufnehmen
      Alle nur nicht wir
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Netanjahu will 40'000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben

Israel will rund 40'000 im Land verbleibende afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben. Dies kündigte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag bei einer Sitzung seiner Regierung in Jerusalem an.

Israel betrachtet die vor allem aus Eritrea und dem Sudan stammenden Flüchtlinge als illegale Einwanderer. Asylanträge werden nur in extrem seltenen Fällen gebilligt.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR äusserte sich «zutiefst besorgt» über Israels Pläne und die Sicherheit der …

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