International

Larissa Waters mit ihrer Tochter Alia. Bild: EPA/AAP

«Ich bin so stolz», sagt Senatorin Larissa Waters – und stillt ihre Tochter im Parlament

10.05.17, 20:01 11.05.17, 07:18

Die 40-jährige australische Senatorin Larissa Waters kehrte nach der Geburt ihrer Tochter Alia erstmals ins Oberhaus zurück. Dort stillte sie ihr Baby und schrieb auf Twitter: «Ich bin so stolz, dass meine Tochter Alia das erste Baby ist, das im Bundesparlament gestillt wird.»

Wie N-TV berichtet, war Alia Anfang dieses Jahres zur Welt gekommen. Zwar hatte die Grüne Larissa Waters angekündigt, dass ihr Partner im Beruf reduzieren werde, habe die Tochter jedoch Hunger, werde er sie zur Mutter bringen – dieser Fall ist nun eingetroffen.

Dass dies überhaupt möglich ist, verdankt Waters neuen Regelungen für ein «familienfreundliches Parlament». Bisher waren Kinder nämlich nicht zugelassen. Als Folge eines «Babybooms» im vergangenen Jahr hat sich dies nun aber geändert. Die inzwischen zweifache Mutter unterstützt diese Änderungen: «Es ist wichtig, dass wir alle Arbeitsplätze familienfreundlicher machen, nicht nur das Parlament.»

Als negative Erfahrung erwähnt Larissa Waters den Fall der Abgeordneten Kirstie Marshall im Jahr 2003. Diese musste das Parlament des Bundesstaates Victoria verlassen, weil sie ihre damals elf Tage alte Tochter gestillt hatte. Ein Dorn im Auge von Larissa Waters: «Manchmal ist es schwer, nicht entmutigt zu sein angesichts des Sexismus, der Frauen am Arbeitsplatz entgegenschlägt. Aber manchmal lohnt es sich zurückzublicken und zu sehen, wie weit wir gekommen sind.»

(rst)

Das könnte dich auch interessieren:

Israelischer Professor zum Trump-Entscheid: «Jerusalem war nie das Hindernis für Frieden»

Warum nach einem Amoklauf in den USA noch viel mehr Menschen starben

Darum lehnt der Bundesrat «No Billag» ab – die 5 wichtigsten Argumente im Überblick

8 Katzen, die sich den Sommer mit sehnlichst zurückwünschen

«Bilder von unten» – 12 Leute erzählen, was sie auf Tinder und Co. nicht sehen wollen

Trump macht Jerusalem zur Israel-Hauptstadt – die Nahost-Eskalation in 9 Punkten erklärt

O du schreckliche! Das Bullshitbingo für das Weihnachtsessen mit deiner Familie

Jahre des Zorns – was der Palästinenser-Aufstand bedeutet

Diese Obdachlosen haben vielleicht ihr Zuhause verloren – nicht aber ihren Humor

Klopp lässt seinen Penalty-Frust an den Reportern raus

Vom Meister ausgezeichnet – Die besten Parker-Weine fürs Fest

Bitte, Nintendo, diese 15 Games gehören auf einen Game Boy Classic Mini!

Dieser Schweizer Soldat musste gerade durch die Französisch-Hölle – aber sowas von

«So etwas macht man nicht» – FDP-Boss Gössi kritisiert Geheimtreffen vor Juncker-Besuch

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
27
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lorenz Killerlux 11.05.2017 06:28
    Highlight Sein Kind stillen ist eine intime persönliche Angelegenheit und gehört in das private Umfeld - es ist das Gleiche wie das öffentliche zur Schau stellen des Schwangeren Bauches.
    Sonst bin ich hier für die Gleichberechtigung und fordere das öffentliche zur Schau stellen des Bierbauches - da kann man ja auch darauf stolz sein😂.
    2 6 Melden
    • EvilBetty 11.05.2017 08:20
      Highlight Das ist vielleicht anfangs beim ersten Kind so. Nachher ist es in etwa so intim wie der Znüni Kaffi... 😂
      2 0 Melden
  • Chihirovocale 11.05.2017 05:42
    Highlight Warum ist es okay, dass Werbung extrem freizügig ist, wenn aber eine normale Frau den Hunger ihres Babys stillt ist das der grosse Skandal?
    Ist es so schwer zu verstehen, dass - ich würde mal sagen - der primäre Zweck von Brüsten die Ernährung des Nachwuchses ist. Wenn manche Menschen dabei an Erotik denken, oder sich gestört fühlen, passiert wohl auch ein Teil des Problems in deren Kopf.
    9 2 Melden
  • Walter Sobchak 10.05.2017 23:53
    Highlight Wieso muss man ein Baby ins Parlament mitnehmen? In der Privatwirtschaft nimmt man sein Baby auch nicht mit an Konferenzen. Habe Verständnis dafür, dass man das Baby bei Ausflügen ins Restaurant, im Zug oder wo auch immer stillt (in alltäglichen Situationen, man kann aber auch da eine gewisse Diskretion wahren). Da ich annehme, dass die Frau Abgeordnete ihr Baby nicht ständig ins Parlament mitnimmt, ist die Stillung an diesem Ort meines Erachtens jedoch als Provokation und Respektlosigkeit gegenüber dieser demokratischen Institution aufzufassen.
    30 24 Melden
    • Chihirovocale 11.05.2017 05:30
      Highlight Andersrum sollte doch die Frage gestellt werden: Was ist falsch daran, dass eine Mutter ihr Baby in der Nähe hat und eben auch zwischendurch mal stillt, obwohl sie relativ schnell wieder zurück in den Beruf möchte?
      Natürlich ist die Aktion von Frau Waters zu grossen Teilen eine politische.
      Es wäre aber wohl nicht schwer, das Kind während der Arbeit in einer firmeneigenen oder sehr nahen Kita betreut zu wissen, so, dass die Mutter "Stillpausen" einlegen könnte, ohne dafür diskriminiert zu werden.
      Ob so ein Modell stimmig ist, sollte die Entscheidung der Eltern und nicht der Gesellschaft sein.
      7 1 Melden
    • Fly3930 11.05.2017 07:27
      Highlight Genau das ist ja das Problem. Wenn es in der Privatwirtschaft leichter wäre weiter zu arbeiten und zu Stillen oder weiter zu arbeiten und Milch abzupumpen, sähe die längerfristige Stillrate besser aus.
      4 1 Melden
    • EvilBetty 11.05.2017 07:31
      Highlight Respektlosigkeit? Hast du sie noch alle?
      6 3 Melden
  • fabsli 10.05.2017 22:03
    Highlight Und hierzulande gibts fast einen Aufstand wenn eine Mutter im Kafi nebenan ihr Kind stillt.
    33 22 Melden
  • Rabbi Jussuf 10.05.2017 21:45
    Highlight «Es ist wichtig, dass wir alle Arbeitsplätze familienfreundlicher machen, nicht nur das Parlament.»

    Find ich auch! Ich stell mir grad eine Bankangestellte vor, die am Schalter mit einer Hand Geld auszahlt und mit dem anderen Arm ihr Baby stillt.
    Aber sie sollte schon aufpassen, dass das Baby nicht über die Hundeternötli rotzt.
    37 23 Melden
    • fabsli 10.05.2017 22:07
      Highlight Aber bitte nicht auf die neuen 20er-Nötli.
      29 6 Melden
    • R. Peter 10.05.2017 22:17
      Highlight Würd mich nicht, stören, wenn das Baby dabei wäre..
      14 11 Melden
  • w'ever 10.05.2017 21:19
    Highlight nun ist aber mal gut. nur weil ich (mann) gerade lust habe mir irgendwo in einem café die eier zu kraulen, heisst dass noch lange nicht dass ich es auch mache, oder in der nase zu poppeln, oder mit vollem mund zu sprechen. es hat ganz einfach mit anstand zu tun wie man gewisse dinge macht.
    ich persönlich finde es unangenehm, wenn in einem bistro/restaurant, eine frau neben mir (oder am nachbarstisch) ihre brust auspackt und den säugling füttert. jajajaja.... ist voll natürlich ich weiss, aber ein tuch über die brust und den kopf des kindes... ist das zuviel verlangt?
    63 92 Melden
    • Mädi24 10.05.2017 21:32
      Highlight deine vergleiche sind einfacg nur dämlich
      51 38 Melden
    • DerHans 10.05.2017 21:32
      Highlight 12 minuten und erst vier Blitze!? Sind wohl alle grade am stillen...
      30 17 Melden
    • Schubidubidubid 10.05.2017 21:36
      Highlight Ja. Deal with it.
      11 14 Melden
    • fabsli 10.05.2017 22:00
      Highlight Vielleicht hilft auch bei ihnen ein Tuch über dem Kopf. Dann fühlen Sie sich nich so gestört.
      Ja ist voll natürlich. Und wem es unangenehm ist, der muss ja nicht hinsehen. Ich schau mir popelnde Menschen auch nicht an. Und die haben ja auch kein Tuch über dem Kopf.
      Nebenbei: Eier kraulen und popeln ist nicht das selbe wie stillen.
      57 20 Melden
    • Hoppla! 10.05.2017 22:35
      Highlight Du wirst von einer Brust belästigt? Okay.

      Spannend finde ich eher die Tatsache, dass die Brust bei vielen sonst voll privat ist und so. Beim Stillen ist das dann okay. Verstehe ich nicht, aber jede wie sie will.
      14 3 Melden
    • Tschakkaaa! 10.05.2017 22:58
      Highlight Der dämlichste Kommentar ever!!!
      Eier kraulen mit Stillen gleichzusetzen zeugt nicht gerade von viel Intelligenz. Nur weil du dich als Mann diskriminiert fühlst misst du nicht itgendwelchen Nonsense von dir geben. Ich als Frau kann nichts dafür dass du nicht Stillen darfst...
      20 11 Melden
    • Fly3930 11.05.2017 07:24
      Highlight In der Nase popeln trägt auch nicht zur Gesundheit und Entwicklung eines Kindes bei. Ob das Eier kraulen im Vorfeld der Erzeugung eines Kindes positiv unterstützend wirkt, darüber wurden meines Wissens noch keine Studien durchgeführt.
      4 2 Melden
    • w'ever 11.05.2017 10:52
      Highlight nur weil ich keine richtigen, oder euch passende vergleiche gemacht habe, heisst das noch lange nicht, dass ihr mit eurer meinung recht habt.
      und "musst ja nicht hinschauen" ist ja wohl auch nicht gerade schlau, oder?
      1 2 Melden
    • Mädi24 11.05.2017 22:10
      Highlight mir ist es doch egal ob du nackt in eine beitz gehst solange du die anderen leute in ruhe lässt??
      0 0 Melden
  • Mantarochen 10.05.2017 20:34
    Highlight Diese künstliche Aufmerksamkeit die alle immer suchen xD Wenn der Balg plärrt, sind sicher alle begeistert xDD
    78 17 Melden
    • Miicha 10.05.2017 21:22
      Highlight Ja du hast offensichtlich zu wenig Aufmerksamkeit gekriegt.
      22 53 Melden
  • Gsnosn. 10.05.2017 20:33
    Highlight Jeder Frau soll dort Stillen wo sie will, ist dauch kaum eine Rede wert. Wie können sich die Leute nur über sowas aufregen!
    63 26 Melden
    • Henzo 11.05.2017 02:26
      Highlight Jede frau soll dort stillen wo das baby hunger hat. Wie kann watson nur über so was schreiben? Interessiert doch niemanden und ich finds nur effekthascherei und natürlich steigen alle drauf ein und blasen das ganze auf...
      2 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.05.2017 20:11
    Highlight Ist es das Verdienst der Senatorin oder der neuen Regelungen?
    19 6 Melden
    • Fly3930 11.05.2017 07:25
      Highlight Wenn du dir einige Kommentare hier ansiehst, dann kannst du sehen, dass es trotz neuer Regelungen noch immer Mut braucht, es auch zu tun. Darauf kann sie stolz sein.
      2 2 Melden

Er starb vor 42'000 Jahren, heute wurde er beigesetzt

Rund 42'000 Jahre nach seinem Tod ist «Mungo Man» endgültig in seine Heimat zurückgekehrt: Die Überreste des australischen Ureinwohners wurden am Freitag beigesetzt. In einer traditionellen Zeremonie verabschiedeten sich Aborigine-Vertreter in Lake Mungo von ihrem Vorfahren.

Die Ureinwohner hatten seit langem eine Rückgabe der Gebeine gefordert. Entdeckt wurden sie 1974 in einem Grab am Mungo-See im Bundesstaat New South Wales, etwa 750 Kilometer westlich von Sydney.

Die Knochen von «Mungo Man» …

Artikel lesen