International

Kein Sex mit Mitarbeitern – australische Minister dürfen im Büro keine Affären mehr haben

15.02.18, 11:25

Australiens konservativer Premierminister Malcolm Turnbull will den Mitgliedern seiner Regierung künftig keine sexuellen Beziehungen mit Mitarbeitern mehr durchgehen lassen.

Turnbull kündigte am Donnerstag neue «Standards» an, wonach Minister - egal, ob verheiratet oder nicht - keine Affären mit Mitarbeitern haben dürfen.

Der Regierungschef reagierte damit auf einen Seitensprung seines Vizes Barnaby Joyce, des Parteichefs seines Koalitionspartners, der National Party. Der 50-Jährige hatte zu Beginn der Woche bestätigt, dass eine 17 Jahre jüngere Ex-Mitarbeiterin ein Kind von ihm erwartet. Zugleich entschuldigte er sich bei seiner Frau, seinen vier Kindern, seinen Wählern und auch bei der Geliebten, die für ihn als Medienberaterin tätig war.

Turnbull bezeichnete das Verhalten seines Stellvertreters als «entsetzlichen Einschätzungsfehler». Den Rücktrittsforderungen der Opposition schloss er sich aber nicht an. Zugleich gab er bekannt, dass sein Vize kommende Woche Urlaub machen wird. Eigentlich wäre Joyce dann Australiens amtierender Premierminister gewesen, weil Turnbull zu einem Besuch in die USA reist.

Der Vize-Regierungschef hatte die Regierung bereits vergangenes Jahr in Schwierigkeiten gebracht, weil er verschwiegen hatte, dass er auch die neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzt. Wegen der doppelten Staatsbürgerschaft musste er auf seinen Parlamentssitz verzichten, so dass die rechtsliberale Koalition keine Mehrheit mehr hatte. In der fälligen Nachwahl eroberte er sich den Sitz dann aber wieder zurück. (sda/dpa)

Wenn man nach dem Sex nicht mehr voneinander loskommt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Restseele 15.02.2018 19:00
    Highlight Wenn zwei aufeinander abfahren, kümmern sie sich wohl wenig um das Gesetz oder eine Verordnung. Nonsens sowas....
    4 0 Melden
  • DrMabuse 15.02.2018 14:31
    Highlight Australien? Whatever...
    Solange freiwillig geht das niemanden was an.
    16 3 Melden
  • Karl33 15.02.2018 13:30
    Highlight Eine liberale Gesellschaft muss gegen linke und gegen rechte Extremisten verteidigt werden. Wen kümmerts, wer mit wem eine Affaire hat?
    45 11 Melden
    • Madmessie 15.02.2018 14:02
      Highlight Hast schon recht mit dieser Aussage.
      9 2 Melden
    • Ylene 15.02.2018 15:01
      Highlight Grundsätzlich einverstanden, aber wenn der gleiche Typ dann gegen LGBT wettert und die LGBT-Ehe als Angriff auf 'traditional values' sowie Arbeitsplätze in der australischen Landwirtschaft (Hä? Seine Begründung hier http://www.pinknews.co.uk/2017/09/08/australias-deputy-pm-equal-marriage-could-harm-cattle-trade/) sieht, dann kümmert mich das schon. Verdammter rechter Heuchler.
      11 7 Melden
    • äti 15.02.2018 15:52
      Highlight .. aber nicht gegen Blattläuse, Ratten, Motten ... sehr langweilig.
      3 4 Melden
    • Karl33 15.02.2018 16:36
      Highlight Ylene, das ist ja gerade der Punkt. Obwohl rechte und linke Extremisten nichts gemein haben, ziehen sie doch hier am selben Strick: Nämlich, dass sie eine prüde, antiliberale Moral in der Gesellschaft etablieren wollen.
      8 7 Melden
    • Ylene 15.02.2018 18:33
      Highlight Karl33, das sehe ich etwas anders. Der Typ wettert seit Jahren gegen Liberale, LGBT, Ausländer, Flüchtlinge und wie Australien wegen denen vor die Hunde geht - Mimimi, denkt denn niemand mehr an die Kinder und 'traditional family values'? Zudem hat er extra Jobs auf Steuerzahlerkosten geschaffen für sein Gschpusi und deren gute Freundin, was ja auch fragwürdig ist und seine NZ-Staatszugehörigkeit ist ihm per Zufall auch nicht in den Sinn gekommen, als es für ihn persönlich gerade nicht so gäbig war. Fazit:Wein saufen ist ok, aber dann predige gefälligst nicht, dass der Rest Wasser saufen soll!
      6 2 Melden
  • Pain in the Ass 15.02.2018 12:35
    Highlight Warum entschuldigte er sich bei seiner Affäre? Sie ist kein Opfer, sondern eine Mittäterin. Man sollte endlich damit aufhören Leute, die bewusst bei einer unmenschlichen Tat aus egoistischen Motiven mithalfen, als Opfer oder Unschuldige darzustellen. Ihre beider Taten waren verachtenswert. Sie wussten beide, dass sie damit unschuldigen Menschen Leid zufügen!
    31 29 Melden
    • axantas 15.02.2018 14:13
      Highlight Die hatten beide eine Affäre mit Folgen, meine Güte. Man muss die jetzt nicht vor Gericht stellen deswegen...

      Das ist nicht der Bericht über die aktuelle Tragödie in den USA
      12 0 Melden
    • Ylene 15.02.2018 16:22
      Highlight Eine Affäre ist zutiefst 'menschlich', so 20-40% der Leute gehen irgendwann mal fremd - klar ein mieses, nicht erstrebenswertes Verhalten, aber das gleich als 'unmenschlich' zu bezeichnen? Wie willst du dann noch Schulmassaker, etc. nennen? Du und ich wissen zudem nicht, was in dieser und allen anderen von Untreue betroffenen Beziehungen genau vor sich ging. Um Esther Perel zu zitieren, 'the victim of the affair is not always the victim of the marriage.' Guter Talk von ihr https://www.ted.com/talks/esther_perel_rethinking_infidelity_a_talk_for_anyone_who_has_ever_loved/transcript
      8 2 Melden

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