International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

«IS»-Kämpfer mit Toyota-Fahrzeugen: US-Behörde wundert sich
bild:AP

Die Fahrzeuge des IS: Toyotas Problem mit den Terror-Trucks

In vielen Propaganda-Videos fahren die Anhänger des IS schwer bewaffnet auf Pick-up-Trucks. Besonders oft handelt es sich bei den Fahrzeugen um Modelle von Toyota. Jetzt wollen US-Behörden von dem japanischen Hersteller wissen, wie das sein kann.

07.10.15, 17:52

Ein Artikel von

Manchmal sind Namen von Automodellen wirklich unglücklich gewählt. Zum Beispiel Toyota Isis. Der japanische Hersteller verkauft diesen Van seit 2004 auf seinem Heimatmarkt. Aber wer hätte damals schon ahnen können, dass es rund ein Jahrzehnt später eine Terrororganisation geben wird, die unter der gleichen Bezeichnung ein menschenverachtendes Regime führt?

Jetzt wird Toyota allerdings tatsächlich mit dem «Islamischen Staat» in Verbindung gebracht. Mit dem Siebensitzer-Van Isis hat das nichts zu tun, vielmehr mit den Modellen Hilux und Land Cruiser: Denn der Pick-up-Truck und der Geländewagen tauchen oft in den Propaganda-Videos der Terrormiliz auf, mit vermummten Kämpfern und schweren Geschützen auf den Ladeflächen.

Die Präsenz der Toyotas in den vom IS besetzten Gebieten im Irak, in Syrien und Libyen ist so auffällig, dass sich nun laut Berichten der Fernsehsender CNN und ABC eine Anti-Terror-Abteilung des US-Finanzministeriums an den japanischen Hersteller gewendet hat: Der Autobauer möge doch bitte bei der Klärung der Frage behilflich sein, wie der IS an die vielen Fahrzeuge gekommen sei.

«Keine Geschäfte mit Terrorverdächtigen»

Toyota hat laut Medienberichten bereits geantwortet. Demnach könne der Hersteller nicht nachvollziehen, warum der Fuhrpark der IS-Miliz ausgerechnet mit so vielen Pick-ups und Geländewagen aus Japan bestückt sei.

Die Vertriebsstellen von Toyota im Mittleren Osten seien gewarnt, teilte ein Unternehmenssprecher mit, und natürlich gebe es die strikte Anordnung, keine Geschäfte mit Terrorverdächtigen zu machen. Trotzdem liesse sich unmöglich verhindern, dass die Fahrzeuge über indirekte oder illegale Kanäle zum IS gelangten. (cst/spiegel online)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 08.10.2015 00:33
    Highlight Komisch dass sich niemand wundert warum die IS mit Amerikanischen M16 Sturmgewehren und Panzern kämpft.
    3 0 Melden
  • andy y 07.10.2015 20:11
    Highlight Die USA will Antworten und erfah4en wieso Toyota ihnen ins Handwek pfuscht. Die USA wollten doch Fahrzeuge liefern so wie sie auch die Waffen geliefert haben.
    5 1 Melden
    • Openyourmind 07.10.2015 22:33
      Highlight 😂, der war gut.... hi,hi,hi
      1 1 Melden

Dutzende Leichen in Massengrab im syrischen Raqqa entdeckt

In einem Massengrab in der ehemaligen Hochburg des «Islamischen Staates» («IS») im syrischen Raqqa sind dutzende Leichen von Dschihadisten und Zivilisten gefunden worden. Beinahe 50 Körper seien bereits geborgen worden, erklärte ein hochrangiger Behördenvertreter der Stadt am Samstag.

Das Grab wurde unter einem Fussballfeld in der Nähe eines Spitals entdeckt, in dem «IS»-Einheiten sich kurz vor ihrem Abzug verschanzt hatten.

Nach Angaben des Behördenvertreters könnten sich bis zu 200 Leichen in …

Artikel lesen