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Abgas-Affäre: Deutsche Kundin klagt gegen VW und will ihr Auto zurückgeben



Eine deutsche VW-Kundin hat wegen des Abgas-Skandals den Volkswagen-Konzern auf Schadenersatz verklagt. Der Bochumer Rechtsanwalt Sascha Conradi sagte am Mittwoch, seine Mandantin wolle ihr Auto zurückgeben und fordere deshalb die Rückabwicklung des Kaufs. Ein Sprecher des Landgerichts Braunschweig bestätigte den Eingang der Klage.

ARCHIV --- ZUM ZULASSUNGSVERBOT FUER MANIPULIERTE VW-AUTOS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Neuwagen von VW, Skoda und Audi auf einem Parkplatz der Amag Gruppe in Schinznach Bad im Kanton Aargau, aufgenommen am 10. Maerz 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

VWs, die auf Käufer warten.
Bild: KEYSTONE

Die Kundin habe sich aus Umweltschutz-Gründen bewusst für ein Fahrzeug der «Blue Motion»-Reihe entschieden und dabei auch Zusatzkosten in Kauf genommen, erklärte Conradi. Jetzt sehe sie sich in ihrer Erwartung, ökologisch unterwegs zu sein, enttäuscht. «Die Weiternutzung eines nicht schadstoffarmen Kraftfahrzeugs ist der Klägerin unzumutbar», betonte der Rechtsanwalt.

Die von VW angekündigte Nachbesserung reiche nicht, um den Schaden zu beheben, meinte Conradi. Nach Einschätzung der Klägerin würden dadurch unter anderem die Motorleistung, die Beschleunigung und die Höchstgeschwindigkeit sinken. Zugleich werde der Kraftstoffverbrauch steigen. Ein Sprecher des Konzerns wollte sich zu der Klage zunächst nicht äussern, der Vorgang sei ihm nicht bekannt.

In der vergangenen Woche hatte bereits ein Privatanleger aus Baden-Württemberg eine Schadenersatz-Klage bei dem Braunschweiger Gericht eingereicht. Er hatte im April und Juli VW-Vorzugsaktien gekauft und möchte, dass diese Transaktion nun rückabgewickelt wird, teilte seine Tübinger Anwaltskanzlei mit. (sda/dpa)

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