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560 Euro vom Staat: Finnland testet ein Grundeinkommen

28.12.16, 07:51


Finnland will herausfinden, ob ein Grundeinkommen das soziale System des Landes vereinfachen kann. 2000 zufällig ausgewählte Arbeitslose erhalten ab Januar anstelle von Arbeitslosengeld 560 Euro im Monat, ohne dass daran Bedingungen geknüpft sind.

Das Geld muss nicht versteuert werden und man kann ohne finanzielle Nachteile etwas dazuverdienen. Das Experiment, das vom finnischen Sozialversicherungsinstitut Kela betreut wird, soll zunächst zwei Jahre dauern.

Danach soll ausgewertet werden, ob ein Grundeinkommen Armut und soziale Ausgrenzung verringern, zum Arbeiten motivieren und zum Abbau von Bürokratie beitragen kann.

Heavy-Metal-Band? Nein, diese Bärte gehören zu Finnlands WM-Curlern

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Oberon 28.12.2016 14:27
    Highlight Aus meiner Sicht müsste der Betrag des GE folgende Systeme ablösen. AHV/IV, Sozialdienste und Arbeitslosengelder.

    Nur dann hätte das Vorgehen auch einen Mehrwert für den Staat. Andere Sätze würde ich jedoch bei Grenzgängern, Asylanten, etc.. anwenden.
    3 1 Melden
  • Maragia 28.12.2016 13:26
    Highlight Super Test an dem nur Arbeitslose teilnehmen! Nun wollen sie schauen ob Arbeitslose motiviert werden zu arbeiten, wenn diese 560 Euro im Monat kriegen? Hää?
    Und wie soll Armut reduziert werden, wenn die Arbeitslosen vorher eventuell schon so viel Geld gekriegt hatten und schon in Armut oder nicht in Armut gelebt hatten?
    4 3 Melden
  • DerTaran 28.12.2016 11:45
    Highlight Bei 560 € oder sogar 1000 CHF wäre das Grundeinkommen auch bei uns angenommen worden, aber die Initianten mussten es ja mit 2500 CHF unbezahlbar machen. Das Scheitern an der Urne war so vorprogrammiert.
    BTW, ich hatte dafür gestimmt.
    Der Trick ist ja, dass man sich was dazu verdienen kann ohne bestraft zu werden. Also müssen die 560 € auch nur für den absoluten Grundbedarf reichen, wer mehr als nur überleben will, muss eben arbeiten.
    12 18 Melden
    • Flexon 28.12.2016 12:28
      Highlight @DerTaran
      Das stimmt nicht ganz: für unsere Initiative waren keine Zahlen festgelegt worden. Das Parlament wäre frei gewesen, ein niedriges Grundeinkommen wie jetzt in Finnland auszuarbeiten. Ich Frage mich im obigem Falle, ob durch das GE die regulären Arbeitslosenbezüge wegfallen. Denn dann wären die 500+ nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
      21 0 Melden
    • DerRaucher 28.12.2016 13:19
      Highlight Das bezweifel ich mal stark. Selbst bei 1000 CHF wäre das ganze abgelehnt worden. Auch wenn dieser Betrag niemals zum leben gereicht hätte, ist die Missgunst hier zulande einfach zu gross. Niemand darf was bekommen wenn er nichts dafür tut! Selbst wenn es diese Leute selbst auch bekommen würden. Skandinavien war der Schweiz schon immer vorraus.
      19 2 Melden
    • Abnaxos 28.12.2016 14:19
      Highlight Was Finnland testet, ist aus genau diesem Grund auch kein bedingungsloses Grundeinkommen. Das BGE definiert sich dadurch, dass der Betrag für ein Leben in Würde reichen muss. Bei der VI hat man den AHV-Maximalsatz (Leben) + 10% (in Würde) genommen, was ziemlich genau 2500.- entspricht.

      Ist das bedingungslose Grundeinkommen zu tief angesetzt – wie in Finnland – ist es einfach nur ein Sozialabbau.

      Siehe hierzu auch: http://www.tageswoche.ch/de/2016_52/leben/737980/verliererpauschale-der-globalisierung.htm
      3 0 Melden
    • Oberon 28.12.2016 14:20
      Highlight Die Initiative wurde nicht wegen der höhe vom GE, der auch noch nicht fixiert war, abgelehnt. Sondern weil der Inhalt welche Systeme dadurch abgelöst werden können/sollen ersichtlich waren.

      1 0 Melden
  • Enzasa 28.12.2016 11:34
    Highlight Es ist ein Test, super.
    Natürlich gibt es vieles zu verbessern aber man hat begonnen. Alles andere wird die Zeit zeigen.
    22 2 Melden
  • Plöder 28.12.2016 10:43
    Highlight Als ich das im Sommer noch gelesen habe, war die Rede von 2000 Personen quer durch die Gesellschaft durch...
    15 2 Melden
    • FrancoL 28.12.2016 13:31
      Highlight Ja und nun ist es eine umbenannte Arbeitslosenzahlung. Das bringt die Finnen kaum weiter. Das Grundeinkommen sollte allen zugeführt werden oder man bleibt bei der alten Formel von Arbeitslosengeld und Sozialleistungen.
      1 1 Melden
  • FrancoL 28.12.2016 10:33
    Highlight Hoffentlich ist der Versuch nicht gleich lächerlich wie das Styling der Curler die auf der Brust die Werbung der "LGT" Bank tragen.
    9 13 Melden
    • Normi 28.12.2016 12:43
      Highlight nur dein kommentar ist lächerlich
      6 4 Melden
    • FrancoL 28.12.2016 13:25
      Highlight @normi; dann kannst Du ja ausführen inwiefern ein Modell das 2000 ausgewählte Bezüger mit der Wirklichkeit zu tun hat.
      Ursprünglich hätte es ja einer ausgewogenen Bezügermenge zugeführt werden sollen was wohl eher dem Wort bedingungslos entsprechen würde. Aber das wird dir kaum einleuchten, weil Du das BGE kaum begriffen hast. Lies die Artikel, das kann helfen.
      2 2 Melden
  • pamayer 28.12.2016 10:23
    Highlight In vielen Bereichen gelten die nordischen Länder als vorbildlich.
    Einmal mehr bestätigt.
    37 8 Melden
  • Der Beukelark 28.12.2016 10:18
    Highlight Ok toll, wie wärs mit etwas mehr Infos? Wie hoch sind die Löhne in Finnland? Was kosten die Mieten? Der Lebensunterhalt? Womöglich sind die 560 Euro zu wenig um die Idee richtig zu testen.
    30 1 Melden
    • flyme 28.12.2016 11:00
      Highlight Prinzipiell sind Mieten klar tiefer in Finland. Auch die Krankenkasse ist bereits in den Steuern inbegriffen. Esswaren sind zu einem Grossteil billiger als bei uns. Klar teurer ist dafür Alkohol. Aber trotzdem ist €560 zu tief angesetzt in meinen Augen.
      12 2 Melden
    • nullpointer 28.12.2016 12:53
      Highlight Kann ich so nur zum Teil bestätigen. Im Raum Helsinki sind die Mieten auf Schweizer Kleinstadt Niveau, auch Esswaren und insbesondere Restaurants sind ähnlich teuer.

      Vergleicht man die durchschnittliche Einkommen (FI 2500€, CH 4700€), so sind die 560€ gleichkommend einem Einkommen von ca. 1050€/1120CHF in der Schweiz. Dies wird wohl nur knapp reichen, weitere Einkünfte sind deshalb nötig.

      Nicht ganz klar scheint mir zudem, ob die Empfänger von weiteren Vergünstigungen (z.B. vergünstigter Wohnraum) profitieren.
      8 1 Melden
    • zialo 29.12.2016 00:35
      Highlight Ich würde die ersten 560€ vom Einkommen mit den ersten 1500 CHF gleichsetzen.

      Einerseits sind Grundnahrungsmittel im Supermarkt, Kleider und auch Dinge wie Taxis, Fahrräder usw. Leicht günstiger, anderseits gehen in der Schweiz die ersten 750 CHF für KK, AHV, Bilag und Steuern weg.

      Wenn man noch das Geld für die Wohnung dazu erhält, kann man glaube ich knapp davon leben.
      1 0 Melden

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