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Die Statue von Robert E. Lee in Charlottesville wird zum Symbol für ein verqueres Geschichtsverständnis. Bild: EPA/EPA

Bürgerkrieg und Sklaverei: Die unverheilte Wunde der USA

Die Kontroverse um Rechtsextremismus in Amerika entzündete sich an der Entfernung von Bürgerkriegs-Denkmälern in den Südstaaten. Die USA werden von ihrer unbewältigten Vergangenheit eingeholt.

19.08.17, 18:55 21.08.17, 10:45

Eine Bronzestatue ist in den USA zum Stein des Anstosses geworden. Das Reiterstandbild des legendären Südstaaten-Generals Robert E. Lee soll aus einem Park in Charlottesville entfernt werden. Die Behörden der linksliberalen Universitätsstadt haben es verfügt und damit den Zorn der Rechtsradikalen in den USA auf sich gezogen. Seit Juli demonstrieren sie gegen den Beschluss.

Am letzten Samstag erreichten die Kundgebungen ihren traurigen Höhepunkt, als eine junge Frau, die gegen den Aufmarsch demonstrierte, von einem mutmasslichen Rechtsextremisten überfahren und getötet wurde. Seither debattieren die USA intensiv über rechte Gewalt, und Präsident Donald Trump giesst mit seinem peinlichen Zickzack-Kurs Öl ins kräftig lodernde Feuer.

Rassisten-Aufmarsch in US-Unistadt

Die Kontroverse hat eine kaum verheilte Wunde neu aufgerissen. Sie betrifft die dunkelsten Kapitel der Vereinigten Staaten, die Sklaverei und den dadurch ausgelösten Sezessionskrieg zwischen Nord- und Südstaaten. Mit über 600'000 Toten forderte er mehr Opfer als jeder andere Krieg, in den die USA involviert waren. Bis heute hat das Land diese Vergangenheit kaum bewältigt.

Gründerväter waren Sklavenhalter

Auf den ersten Blick erstaunt dieser Befund. Mit den Schriften zu den Themen Bürgerkrieg und Sklaverei kann man ganze Bibliotheken füllen. Die Dokumentar- und Spielfilme sowie TV-Serien sind kaum aufzuzählen. Das blutige Ringen zwischen «blauen» Unionisten und «grauen» Südstaatlern ist eine Quelle unablässiger Faszination für die Vereinigten Staaten.

Ähnliches gilt für die Versklavung der Schwarzen. Die Fernsehserie «Roots», die das Schicksal der Afroamerikaner ohne Onkel-Tom-Romantik schilderte, brach in den 1970er Jahren alle Einschaltquoten-Rekorde. Zuletzt sorgte der oscargekrönte Film «Twelve Years a Slave» für Furore. Eine Aufarbeitung dieses Traumas in der breiten Öffentlichkeit aber fand kaum statt.

Das betrifft nicht nur die Südstaaten. Als sich Donald Trump an seiner Medienkonferenz vom Dienstag fragte, ob bald Statuen von George Washington oder Thomas Jefferson gestürzt würden, traf er einen wunden Punkt. Nicht nur Bürgerkriegs-Grössen waren Sklavenhalter, sondern auch die beiden Gründerväter. Jefferson zeugte mit der Sklavin Sally Hemings mehrere Kinder.

Thomas Jefferson propagierte die Gleichheit aller Menschen und besass zahlreiche Sklaven. Bild: AP

Der erste und der dritte US-Präsident waren sich des Dilemmas sehr wohl bewusst. Sie hatten eine Nation geschaffen, die auf der Freiheit und Gleichheit aller Menschen basierte. «Wir betrachten es als selbstverständliche Wahrheit, dass alle Menschen gleich geschaffen wurden», heisst es in der von Thomas Jefferson geschriebenen Unabhängigkeitserklärung von 1776.

Ein «notwendiges Übel»

Für einen erheblichen Teil der Bewohner aber galt dies nicht. Die Sklaven aus Afrika lebten in Unfreiheit und waren schon gar nicht gleichgestellt. Washington und Jefferson lehnten die Sklaverei deshalb im Prinzip ab und betrachteten sie doch als «notwendiges Übel». Sie befürchteten, eine Freilassung der Schwarzen würde das Gefüge der jungen Nation zerreissen.

Als Ausweg aus diesem Dilemma äusserten die Staatsgründer die Überzeugung, die Sklaverei werde mit der Zeit von selbst verschwinden. Im Süden findet man diese Denkweise noch heute. Der Bürgerkrieg wäre deswegen eigentlich nicht nötig gewesen, wird in solchen Fällen behauptet. In Wirklichkeit kaschiert diese Vorstellung nur den tief sitzenden Rassismus. Schwarze galten schlicht als minderwertige Menschen.

Ganz unbegründet war die Erwartung von George Washington und Thomas Jefferson nicht. Um die Wende zum 19. Jahrhunderts sah es so aus, als ob die Sklaverei «eines natürlichen Todes sterben» würde, wie es damals hiess. Die nördlichen Bundesstaaten hatten sie sukzessive verboten, und auch im Süden war die Sklavenarbeit auf dem Rückzug.

Schwarze Sklaven auf einer Baumwoll-Plantage in South Carolina. Bild: AP Library of Congress

Dann aber geschah das Unheil in Form einer revolutionären Erfindung, der Cotton Gin, einer Maschine zur Entkernung von Baumwolle. Sie machte den Anbau dieser Pflanze profitabel. Gleichzeitig stieg die Nachfrage durch die aufstrebende Textilindustrie enorm, in Europa, aber auch im Norden der USA. Der Baumwollanbau im Süden wurde massiv ausgeweitet.

Mehr Sklaven als je zuvor

Die Nachfrage nach Sklaven sank nicht, sie nahm zu. Um 1860 war die Sklaverei nicht am Verschwinden, sondern sichtbarer als je zuvor. Fast vier Millionen Sklaven lebten in den Südstaaten, was knapp einem Drittel der Gesamtbevölkerung entsprach. Die «besondere Institution», wie sie euphemistisch genannt wurde, war keineswegs vom Aussterben bedroht.

Die Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern der Sklaverei wurden deshalb in den 1850er Jahren mit zunehmender Schärfe ausgetragen. Eine Reihe schwacher US-Präsidenten trug dazu bei. Bereits 1856 führte der Streit um die Zulassung der Sklaverei im neu erschlossenen Territorium von Kansas zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen («Bleeding Kansas»).

Lees ambivalente Haltung

Als mit Abraham Lincoln 1860 erstmals ein erklärter Gegner der Sklaverei zum Präsidenten gewählt wurde, waren die Abspaltung der Konföderierten Staaten und der Sezessionskrieg nicht mehr zu vermeiden – obwohl Lincoln für den Erhalt der Union bereit war, die «besondere Institution» weiter zu tolerieren. Zur wichtigsten Figur auf der Gegenseite wurde Robert E. Lee.

Szene aus «Vom Winde verweht». Der Roman und seine Verfilmung propagierten die Lost-Cause-Ideologie. Bild: AP/Turner Classic Movies

Er war der fähigste General des Krieges, ein brillanter Stratege, dem Lincoln nicht umsonst den Oberbefehl über die Unionstruppen anbot. Lee jedoch entschied sich für seine Heimat Virginia und damit für die Konföderierten. Seine Haltung zur Sklaverei war so ambivalent wie jene der Gründerväter. Er hielt sie für moralisch verwerflich, besass aber selber Sklaven und flüchtete sich in die ewig gleiche Ausrede, die Sklaverei werde irgendwann verschwinden.

Niederlage schöngeredet

Nach der Niederlage wurden Lee und andere Generäle wie Thomas «Stonewall» Jackson erst recht zu Helden verklärt. Sie standen im Zentrum der «Lost Cause»-Ideologie, mit der die Südstaatler ihr Scheitern beschönigten. Demnach kämpften sie für eine noble Sache, den «Southern Way of Life», die wegen der personellen und materiellen Übermacht des Nordens zum Scheitern verurteilt war. Künstlerisch wurde der Lost Cause unter anderem im Roman «Vom Winde verweht» verarbeitet.

Diese Geschichtsklitterung klammerte die Sklaverei aus, obwohl es ohne sie gar nie zum Bürgerkrieg gekommen wäre. Ein Zurück zur Versklavung gab es nicht, doch die Schwarzen büssten ihre neuen Rechte im Süden bald wieder ein. Anstelle der Sklaverei trat eine strikte Rassentrennung. Mit diversen Tricks wurden Schwarze daran gehindert, ihr Wahlrecht auszuüben.

Aus für die Flagge

Mit der Bürgerrechtsbewegung und den Gleichstellungsgesetzen der 60er Jahre endeten diese Zustände. Die Aufarbeitung der Vergangenheit aber liess auf sich warten. Symptomatisch dafür ist die Tatsache, dass es in Washington seit den 90er Jahren ein Holocaust-Museum gibt. Das nationale Museum zur Geschichte der Afroamerikaner aber wurde erst 2016 eröffnet.

In den letzten Jahren immerhin ist einiges in Bewegung geraten. Die bei den Schwarzen zutiefst verhasste Südstaaten-Flagge verschwindet zunehmend aus dem öffentlichen Raum. Nun folgen die Denkmäler der Kriegshelden. Es erstaunt nicht, dass dies die Ungeister von einst auf den Plan ruft wie den Ku Klux Klan. Und dass andere Gruppierungen wie Neonazis und Alt-Right-Bewegung auf den Zug aufspringen und aus dem giftigen Gebräu ihr eigenes Süppchen kochen.

Die aktuelle Kontroverse bietet aber auch die Chance, dass die Vereinigten Staaten und insbesondere der Süden mit ihrer Vergangenheit endlich ins Reine kommen. Denn die Sklaverei ist die Erbsünde der Nation. Einen Schritt in diese Richtung machte Robert E. Lee V., ein Nachfahre des Generals. Er erklärte sich am Mittwoch mit der Entfernung der Statuen einverstanden. Er sei vielleicht besser, sie in einem Museum oder im historischen Kontext zu zeigen.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Mutzli 20.08.2017 10:18
    Highlight 3/3 Die Sklaverei war für Lee also eine noble Bürde die getragen werden musste...für die Weissen. Ein ziemliches Paradebeispiel für white supremacy also. Linkage: https://www.theatlantic.com/politics/archive/2017/06/the-myth-of-the-kindly-general-lee/529038/
    Was den Kriegsgrund angeht: Einfach mal die Rede vom Präsident der Confederacy, Jefferson Davis, lesen in dem er erklärt, was aus seiner Sich das Fundament des neuen Staates ausmacht..Die states-rights wurden interessanterweise beschnitten, um die Aufhebung der Sklaverei zu verunmöglichen.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Cornerstone_Speech
    21 3 Melden
  • Mutzli 20.08.2017 10:08
    Highlight Link zu 1/n: https://www.splcenter.org/20160421/whose-heritage-public-symbols-confederacy
    Zweitens ist der Mythos um Lee als genialer General und eigentlicher Feind der Sklaverei ein direktes Produkt des Lost-Cause Revisionismus. So bezeichnete er Sklaverei zwar als "moral & political evil", aber nur um damit seine Begründung einzuleiten, weshalb es ein unbedingt notwendiges Übel ist, besser als jede Alternative. Inklusive der Freiheit für Afroamerikaner...Dies weil das Leiden notwendig sei für "the instruction of their race" da sie den Weissen komplett unterlegen seien. 2/3
    22 4 Melden
  • Mutzli 20.08.2017 10:03
    Highlight Sehr interessanter und wohl leider notwendiger Bericht, gibt da noch zwei Aspekte, die hier nicht berücksichtigt wurden: Der Grossteil der Monumente wurde in zwei Propagandaschüben erstellt, der eine zu Anfang des 20. Jhr. und der zweite in der Civil-RIghts-Zeit. Ein Schelm wer böses denkt.Das ist auch übrigens ein Grund weshalb diese Statuen so einfach zu zerstören waren durch Demonstranten, in vielen Fällen sind sie Massenangefertigte "Ramschware". So sehen zahlreiche dieser Monumente nicht zufälligerweise gleich aus und manchmal wurden sogar Unionssoldaten abgebildet aus Schludrigkeit.1/n
    24 3 Melden
  • rodolofo 20.08.2017 08:23
    Highlight ...
    Wenn mir Menschen in den USA wirklich einen tiefen Eindruck machen, dann sind es diese aus Afrika verschleppten Sklaven und heute die Afroamerikaner!
    Diese Menschen bilden den Kern einer neuen, Weltoffenen, Multikulturellen USA, wie sie vom ersten dunkelhäutigen Präsidenten, Barak Obama, hervorragend repräsentiert wurde!
    Was wir jetzt erleben, ist ein Rückfall in finsterste Zeiten, als der Abschaum aus Europa in die Neue Welt übersetzte und dort die Indigene Bevölkerung, die Indianer, massakrierte und vertrieb! Sie brandschatzten, mordeten und knallten "zum Spass" Millionen von Bisons ab.
    61 36 Melden
    • Domino 20.08.2017 10:34
      Highlight Klar haben westliche Kulturen in der Vergangenheit fehler gemacht.
      Aber dazu muss gesagt werden das wir die Fehler einsahen und uns in einem gewissen Rahmen um eine Wiedergutmachung kümmern.
      Wir haben die Sklaverei nicht erfunden, aber wir waren die Ersten die sie abschafften.
      27 17 Melden
    • rodolofo 20.08.2017 11:03
      Highlight @ Domino
      Und wenn ich Dir jetzt entgegne, dass die Sklaverei nur verlagert wurde, in die Billiglohn-Länder an der Peripherie unserer Globalisierten Wirtschaft?
      Das Grundproblem:
      Einer, der sich hier im Warenhaus hippe Jeans kauft, die mit dem Sandstrahl-Verfahren gebraut aussehend gemacht wurden, sieht nicht, wie die Arbeiter in Indischen Slums mit Lungenentzündungen und Lungenkrebs krepieren.
      Und an einem billigen Steak im Grossverteiler sieht man die Leiden des Tieres in der Industriellen Massentierhandlung auch nicht an...
      44 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.08.2017 12:20
      Highlight @Domino: Wir? Wir haben gar nichts gemacht Du und ich oder?
      2 0 Melden
  • rodolofo 20.08.2017 08:17
    Highlight In dieser Diskussion über aufgebrochene alte Wunden in den USA möchte ich die Aufmerksamkeit auf die schwarzen Sklaven und auf ihre Nachfahren, die Afroamerikaner, lenken:
    Wie viele Grausamkeiten mussten diese Menschen erdulden als sie in Afrika wie Vieh gejagt und zusammengetrieben, auf Schiffe verladen, nach Übersee in die neuen Kolonien verfrachtet und dann in den Plantagen der weissen Herren geschunden und ausgebeutet wurden!
    (Irgendwie erinnert mich das an die heutige, Industrielle Massentierhaltung...)
    Und trotzdem haben diese Menschen in ihrer Seele Würde und Lebensfreude bewahrt!
    ...
    37 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.08.2017 09:14
      Highlight Ist es in Afrika selbst heute anders? 😉
      18 10 Melden
    • rodolofo 20.08.2017 10:45
      Highlight Und wer hatte denn in Afrika seit Menschengedenken seine Kolonialen Finger drin?
      Die heutige, "Einheimische Elite" hat von den weissen, christlichen Kolonialisten und von den braunen, Islamischen Kolonialisten einfach das Koloniale Ausplünderung-System gelernt und imitiert!
      Heute arbeiten "Einheimische, korrupte Eliten" und skrupellose Multinationale Konzerne zusammen in der Neo-Kolonialen "Hilfe für Afrika", wie sie auch Angela Merkel und die EU vollmundig proklamieren, und an der Basis dieser Macht-Pyramide finden wir die Geiz ist geil-Wutbürger-Konsumenten...
      Alles im Grunde wie gehabt...
      22 23 Melden
  • dave1771 20.08.2017 07:15
    Highlight es fehlt mir an Quellen...
    17 22 Melden
    • Hierundjetzt 20.08.2017 08:38
      Highlight ...das es Sklaverei gegeben hat? 🤔
      48 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.08.2017 12:22
      Highlight Einer der nichts glaubt, was nicht in einer Excel-Tabelle oder in einem schlauen Artikel im Internet erfasst worden ist. Ein Mensch unserer Zeit..

      Ohne Excel-Tabelle, sag ich jetzt mal, gibt es auch keinen 2. Weltkrieg..

      Döskappe immer alles in Frage stellen und gleichzeitig nach Beweisen suchen, um zu kaschieren dass man keine Ahnung hat und von dem auch noch unheimlich viel....
      1 2 Melden
  • Strohhut 20.08.2017 04:04
    Highlight Dieser Artikel ist äusserst spannend, wenn man vorgängig folgenden Beitrag gelesen hat: http://taz.de/Kolumne-Macht/!5435131/

    6 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.08.2017 07:51
      Highlight Es geht darum dem Trump banalen Rassismus bzw. dessen Förderung zu unterstellen. Warum der Artikel von Watson wohl bewusst den damaligen false flag unterschlägt?
      11 22 Melden
    • Hierundjetzt 20.08.2017 08:40
      Highlight Er verharmlost Neonazi Aufmärsche mit: "die waren dann imfal angemeldet"
      23 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.08.2017 09:18
      Highlight Versammlungsfreiheit. Die Aufmachung und Vermummung zeugte aber nicht von friedlichen Absichten. Trump ist klar rechts und sicher auch rassistisch. Die clevereren weissen Lügner als seine Kritiker aber auch.
      12 8 Melden
  • Hallo22 20.08.2017 01:09
    Highlight Die USA hat eine sehr blutige Vergangenheit, die Sklaverei ist das eine. Dazu kommt noch der vermutlich grösste Völkermord aller Zeiten (Fastausrottung der Indianer) Und beides fusste auf Rassismus!
    43 6 Melden
  • Domino 20.08.2017 00:33
    Highlight Wie kann man so einen Artikel schreiben ohne die politischen Fronten aufzuzeigen? Klar mag das aus heutiger Sicht ein wenig komisch klingen, aber der KuKluxKlan hat sich aus Demokraten gegründet, die gegen die Abschaffung der Sklaverei waren. Die Republikaner gründeten sich da sie für eine Abschaffung waren.

    Bei der Abstimmung 1868 waren 94% der Republikaner für die Abschaffung und 0% der Demokraten...
    20 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.08.2017 07:42
      Highlight Nach dem Tod Lincolns wurde der Secret Service gegründet. Zunächst nur zur Verfolgung von Falschgeldherstellern.
      4 12 Melden
    • rodolofo 20.08.2017 08:25
      Highlight Umso trauriger ist das Ganze für die heutigen Republikaner.
      Und umso mehr Lernfähigkeit haben die Demokraten bewiesen!
      Aber vielleicht haben sie auch einfach die Parteinamen verwechselt.
      22 15 Melden
    • Hierundjetzt 20.08.2017 08:42
      Highlight 1848 stammten alle Bundesräte aus der FDP. Der Bundesstaat Schweiz wurde von der FDP gegründet.

      Dein Beitrag macht so wenig Sinn wie meiner
      50 8 Melden
    • Mutzli 20.08.2017 09:51
      Highlight @Domino Ist jetzt doch schon gute 150 Jahre her, beinahe so lang wie die Gründung der Eidgenossenschaft. Einer der wichtigsten Faktoren für diese scheinbare Umkehrung der Verhältnisse war die southern strategy von Nixon und Goldwater. Im Zuge davon wurden den Demokraten stark rechts ausgerichtete und auch explizit rassistische Wähler und Parteimitglieder abgejagt um die Stellung der Republikaner zu verstärken und deren politisches Profil stark nach Rechts zu verschieben. Linkage: https://en.wikipedia.org/wiki/Southern_strategy
      12 0 Melden
    • Peter 20.08.2017 10:21
      Highlight Seit 1960er Jahren kam es zu einer Umwälzung der politischen Landschaft. Die Partei des Sklavenbefreiers Lincoln wurde zur Partei der Sklavenhalter-Nachfahren. Während die einstige Sklaverei-Partei den ersten schwarzen Präsidenten hervorgebracht hat. Solche Einwände sind deshalb ein reines Ablenkungsmanöver.
      33 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.08.2017 10:29
      Highlight Warum wohl? Weil Geld Macht ist. Dafür werden schnell Parteiprogramme umgeschrieben. Dann fängt die Doppelmoral an.
      4 12 Melden
    • Peter 20.08.2017 12:03
      Highlight @Clayton Das trifft vielleicht für die Republikaner zu. Nachdem der Demokrat Lyndon Johnson die Bürgerrechts-Gesetze durchgebracht hatte, warfen sie ihre Vergangenheit schamlos über Bord und biederten sich bei den Südstaatlern an.
      10 2 Melden
  • Mnemonic 19.08.2017 23:23
    Highlight Der Begriff "White Trash" kommt nicht von Ungefähr...
    17 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.08.2017 12:22
      Highlight Ui, davon haben wir aber auch sehr viel in der Schweiz.....
      3 0 Melden
  • Chrigu BE 19.08.2017 22:41
    Highlight Danke für diesen spannenden Artikel!
    12 5 Melden
  • blaubar 19.08.2017 22:17
    Highlight Die USA ist durch Mord und Totschlag und Ausbeutung von Europäern gegründet worden. Das ist so. Es ist wichtig, dies anzuerkennen und aufzuarbeiten. Offenbar ist das nich nicht genügend passiert. Die vielen Sklavennachkommen, sprich Schwarze in den USA sind immer nich Menschen 2. Klasse, nicht immer und überall, aber zu viel zu oft! Dabei haben sie die Kultur revolutioniert. Die gesamte Popmusik, Jazz etc. wurde durch Schwarze Musik initiiert.
    Die USA ist noch lange nicht aufgearbeitet.
    78 39 Melden
    • Fulehung1950 20.08.2017 00:06
      Highlight Warum Ihr Beitrag Blitze erntet, erschliesst sich mir nicht. Das müssen Leute sein, die entweder die Situation der Afro-Amerikaner nicht kennen oder aber -was fatal wäre- sich der Meinung von White Supranacy anschliessen.
      29 21 Melden
    • 25% Zensiert 20.08.2017 02:22
      Highlight Wurde dein Land denn ganz ohne "Mord und Totschlag und Ausbeutung" gegründet, dass du dir das Recht nimmst, von so hohem Ross aus Vorurteile zu streuen?

      Schwarze haben in den USA die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie alle. Schwarze sind unter Anderem: meine Nachbarn, mein Chef, meine besten Kollegen, mein ex-Präsident, evtl. auch bald teil der Familie. Man lebt generell in Harmonie und es wird stets besser. Ein paar dumme Nazis/Antifa werden daran nichts ändern.
      19 17 Melden
    • rodolofo 20.08.2017 08:28
      Highlight @ blaubar
      Bei diesem Thema sind wir uns sehr einig.
      Ich glaube, ich muss Dich aus der "Troll-Schublade" herausnehmen und Dich genauer und differenziert beobachten!
      5 10 Melden
    • blaubar 20.08.2017 11:01
      Highlight @Revocelot: Du verstehtst mich falsch. Es geht in diesem Artikel um die USA und deren Vergangenheit. Wir können gerne auch über die Rolle der CH im 2.WK diskutieren.
      Es ist aber schon so, dass viele Schwarze, trotz rechtlicher Gleichstellung, immer noch massiv benachteiligt werden, das sollte dir auch nicht entgangen sein. Übrigens betrifft genau das Thema auch Europa, auch hier werden Schwarze eher und strenger gefilzt von der Polizei.
      Das Thema Schwarze ist dort und hier nicht genügend aufgearbeitet. Frag mal ein paar Schwarze!
      10 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.08.2017 11:01
      Highlight Hast du die Deutungshoheit wer Troll sein soll oder nicht?
      7 4 Melden
    • blaubar 20.08.2017 11:03
      Highlight By the Way: Ich habe viele US-Freunde und würde nie alle in einen Topf werfen, aber es gibt generelle Tendenzen...
      4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.08.2017 21:41
    Highlight Statuen sind Erinnerungen an Personen der Geschichte. Das kulturelle Erbe muss erhalten bleiben unabhängig von der politischen Gesinnung. Im Übrigen war die Sklaverei in den Sezessionskriegen nur ein Vorwand. Es ging um was ganz anderes das die Reichen beschäftigte.
    48 83 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.08.2017 22:04
      Highlight Abraham Lincoln veranlasste das Drucken von Geldes ohne Kredit. Das passte den privaten Banken nicht. Darum wurde er auch ermordet und sein Gesetz für die Geldschöpfung rückgängig gemacht.
      23 33 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.08.2017 22:10
      Highlight Die Verstaatlichung der Geldschöpfung versuchten auch James A.Garfield, William Mc Kinnley und John F. Kennedy durchzusetzen. Alle wurden ermordet.
      25 24 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.08.2017 22:44
      Highlight Die Rettung der Union war damals eine Kluft zwischen reichem Süden und armem Norden. Zudem versuchte England seit Franklins Erfolg über ihr ansässiges Bankensystem die Union zu zerstören. Es war also der Kampf des Geld-, und Plantagenadels des Südens mit den Banken zusammen gegen den Norden der zinsfrei Geld zu schöpfen begann. Lincoln war es vollkommen egal ob er dabei Sklaven befreien konnte oder nicht. Verkauf wurde das alles dem Volk gegenüber immer als Demokratie, Freiheit und Gleichheit.
      7 13 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 19.08.2017 22:52
      Highlight Dann kann man die Statuen auch in ein Museum stellen und muss sie nicht öffentlich zur Schau stellen.
      19 5 Melden
    • Fabio74 20.08.2017 01:04
      Highlight Dann soll man auch Hitler-Statuen aufstellen und jene von anderen Verbrechern? Bisschen simpel deine Logik.
      25 16 Melden
    • senfmayo 20.08.2017 01:55
      Highlight John Lennon und Martin Luther King hast du noch vergessen. Zufall aber auch
      9 2 Melden
    • Juliet Bravo 20.08.2017 02:17
      Highlight Also sollten auch die in der NS Zeit aufgestellten Hitler Statuen natürlich stehen gelassen werden?
      20 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.08.2017 07:33
      Highlight Naja das entsprach früheren Kulturen Statuen öffentlich in Pärken z.B aufzustellen. Die sind nun mal dort, auch wenn die Kultur sich ändert oder auch die Politik. Meines Erachtens sind das historische Zeugen und mehr nicht. Ein geschützter Transfer in ein Museum ist aber auch voll ok.
      5 14 Melden
    • peeti 20.08.2017 12:07
      Highlight "...auch voll ok"? Das Museum ist die einzige Möglichkeit! Denn diese Statuen wurden damals für eine sehr einseitige Geschichtsaufarbeitung aufgestellt. Das hat heute aber im öffentlichen Raum nichts mehr verloren.
      9 2 Melden
  • bokl 19.08.2017 21:33
    Highlight Das entfernen der Südstaatler-Statuen ist reine Siegerwillkür. Viel besser wäre es, die Statuen mit historisch korrekten Hinweistafeln stehen zu lassen. Geschichte lässt sich nicht auslöschen.
    69 57 Melden
    • Domsh 19.08.2017 22:33
      Highlight Wenn eine General Lee Statue bei der schwarzen Bevölkerung die selben Empfindungen auslöst wie eine Hitler Statue bei einem Juden, finde ich eine solche Statue in einem Museum angemessener als im zentralen Stadtpark in den Familien spielen und ihre Freizeit verbringen.
      109 24 Melden
    • Hierundjetzt 19.08.2017 22:35
      Highlight Genau. Darum sollten wir bereits morgen eine Hitlerstatue aufstellen, Du kannst ja in Frakturschrift eine historisch korrekte Tafel malen.

      Ist nämlich voll Siegerwillkür ☝🏼
      75 28 Melden
    • michiOW 20.08.2017 07:45
      Highlight Ich bn kein Experte bezüglich des Sezessionskriegs, aber Lee mit Hitler gleich zu stellen ist falsch. Er war nicht der oberste Kopf.

      So wie es sich anhört, war er eher wie Rommel.
      15 7 Melden
    • trio 20.08.2017 12:06
      Highlight @michiOW
      Dann sollten wir eine Rommel Statue aufstellen? Oder wie?
      9 5 Melden
    • michiOW 21.08.2017 17:35
      Highlight @trio
      Nein, dies habe ich auch nicht gemeint. Ich wollte nur sagen, dass er wohl gemäss diesem Text ein wenig wie Rommel war, welcher für seine Heimat gekämpft hat, nicht für eine Ideologie.

      Eine Statue abzubrechen ist nicht dasselbe wie eine aufzustellen.
      1 1 Melden
  • Verifiable Truth 19.08.2017 21:19
    Highlight Dass USA sich als Fahnenträger von Demokratie ausgeben, dabei sind sie die eigenen Sünden längst nicht los.
    Bald wird die Frage stehen ob so ein Sklavenhalter wie Washington es verdient hat, nach seinem Namen die Hauptstadt benannt zu werden.
    Die founding fathers von amerika haben viel Blut am ihren Händen, und ihre Nachkommen sind nicht besser. Ein jüdische Mitbürger erzählte mir, dass Amerikaner die ankommende Schiffe mit jüdischen Flüchtlingen in 1941-44 nicht etwa mit offenen Händen empfingen, sondern "Visum" verlangten, die die meisten nicht vorweisen konnten, eine schweinerei.
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    • Hierundjetzt 19.08.2017 22:39
      Highlight Ging den Italiener und Iren genaaau gleich. Die Iren hattens besonders schwer und wurden extrem benachteiligt.

      Zudem, es geht im Artikel um Sklaverei mit Millionen von Toten und nicht um eine religiöse Zugehörigkeit von Kollegen noch um die unfreundliche Bedienung vor dem Einwanderungschalter.
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    • Verifiable Truth 20.08.2017 00:10
      Highlight Es geht im Artikel auch darum, zu verstehen, was verbirgt sich hinter Deklarationen, Medien, was für Leute stehen denn an der Macht in den USA, hat sich die Elite grundlegend verändert?

      Und die Antwort, die dieser Artikel liefert und was ich mit meinem Argument über die Haltung der USA gegenüber dem Hitler damals, ist ..
      Nein USA hat sich überhaupt nicht verändert. Gesellschaft ist all diese Jahre polarisiert gewesen und hinter grossen Reden über Erfolge als melting pot der Nationen, war wohl nichts dahinter.
      Alles unverschämte Lügen und utopische Fantasien.
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    • senfmayo 20.08.2017 01:58
      Highlight 1941-44 ging das nicht um unfreundliche Bedienung, da gab es tatsächlich auch Millionen von Toten...
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  • Darkside 19.08.2017 21:09
    Highlight Die Amis hätten noch weitere Dinge aufzuarbeiten, aber das widerspricht halt ihrer tief verankerten Selbstherrlichkeit.
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    • Rumbel the Sumbel 19.08.2017 21:56
      Highlight In der Schweiz auch!
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    • Stromer5 20.08.2017 10:00
      Highlight @rumbel
      Finde ich gar nicht.
      Bestes Beispiel :
      Verdingkinder bei welchen sich der Bundesrat entschuldigt hat.
      5 2 Melden
    • peeti 20.08.2017 12:10
      Highlight Wow, 22 Blitze? Wartet nur bis die CH-Akten während der Apartheid in Südamerika geöffnet werden...
      6 9 Melden
  • Rumbel the Sumbel 19.08.2017 20:43
    Highlight Und mit dem entfernen von Statuen macht man noch einen grösseren Fehler. Rechtsextremimus, Sklaverei hin oder her. Und das sage ich nicht als Rechter oder so was! Aber in den Staaten wird zuerst gehandelt und dann überlegt. So nach dem Moto voll drauf und dann schauen wir mal.
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    • Domsh 19.08.2017 22:29
      Highlight “Die Amerikaner machen immer das richtige, leider erst nachdem sie alles andere ausprobiert haben.“
      Ich glaube das ist von Churchill.
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  • Bot 19.08.2017 20:38
    Highlight Man kann noch so viele Statuen Zerstören; die Vergangenheit kann man nicht ändern.
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    • Juliet Bravo 20.08.2017 02:20
      Highlight In Deutschland standen 1945 auch überall Hitlerstatuen und Büsten. Hätte man diese also auch stehen lassen sollen?
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    • peeti 20.08.2017 12:12
      Highlight Nein, aber man kann die Statuen in einem Museum im historischen Kontext kritisch ausstellen. Wir haben 2017 und können uns langsam Gedanken darüber machen, was im öffentlichen Raum Platz hat oder nicht.
      6 0 Melden
  • derbus 19.08.2017 20:07
    Highlight Danke für den auffrischenden input, fand den artikel spannend zu lesen...
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  • The Origin Gra 19.08.2017 19:26
    Highlight Danke für den Sachlichen und Informativen Artikel
    47 10 Melden
  • Sunking_Randy_XIV. 19.08.2017 19:17
    Highlight Interessanter Artikel, danke fürs Reinstellen. Wobei die Aussage "Mit über 600'000 Toten forderte er mehr Opfer als jeder andere Krieg, in den die USA involviert waren." Unsinn ist; wahrscheinlich sollten Opfer aus den USA gemeint sein, sonst klingt der Satz etwas zynisch. Allein die US-Angriffskriege in Vietnam, Kambodscha und Laos oder der Völkermord an den UreinwohnerInnen haben deutlich mehr Opfer gefordert, um nur einige aufzuzählen.
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    • Toerpe Zwerg 19.08.2017 21:39
      Highlight Angriffskrieg klingt so schön verwerflich. Trifft es auf ihre Beispiele auch zu?
      13 37 Melden
    • Sunking_Randy_XIV. 19.08.2017 22:17
      Highlight @ Toerpe - Ursprünglich wollte ich zuerst imperialistische Aggression schreiben, aber das hätte wohl zu stark nach Rotem Kitsch geklungen;)
      Keiner der drei aufgeführten Staaten hat die USA angegriffen und stellte zu irgendeiner Zeit eine Bedrohung dar. Durch einen fingierten Zwischenfall im Golf von Tonkin haben sie erst Vietnam angegriffen, dann Flächenbombardierungen in Laos und Kambodscha durchgeführt; in Laos finanzierte die CIA zudem einen Aufstand gegen die kommunistische Bewegung, in Kambodscha nach der Befreiung durch Vietnam sogar die Roten Khmer. Also ja, ich würde dabei bleiben.
      42 6 Melden
    • Hierundjetzt 19.08.2017 22:41
      Highlight Sunking: die Kriege gaben wohl kaum Milionen das Leben gekostet.

      Zudem, das mit relativieren von Unrecht durch ein anderes finde ich ganz schwierig.
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    • Juliet Bravo 20.08.2017 02:21
      Highlight Den Völkermprd haben aber nicht die Amis zu verantworten.
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    • Toerpe Zwerg 20.08.2017 02:55
      Highlight Die Lage in Vietnam war doch etwas komplizierter und man kann kaum von einem Krieg USA vs Vietnam sprechen.
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    • Sunking_Randy_XIV. 20.08.2017 07:38
      Highlight @ Hierundjetzt - Und wo genau habe ich geschrieben, dass es "Millionen" waren? Relativieren tu ich gar nichts, nur der Satz im Originaltext ist mMn inhaltlich klar falsch. ("mehr Opfer als jeder andere Krieg, in den die USA involviert waren")

      @ Toerpe - Ja, klar, die Realität ist in jedem Konflikt um ein Vielfaches komplexer. Trotzdem waren die USA in Indochina klar der Aggressor, sowohl gegen die Viet Minh als auch Pathet Lao. Die USA haben sich aus blindem Antikommunismus in einen politischen Konflikt eingemischt und diesen eskalieren lassen, in allen drei Ländern.
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    • Toerpe Zwerg 20.08.2017 08:24
      Highlight Also eher keine Angriffskriege.
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    • LeChef 20.08.2017 13:32
      Highlight Südvietnam befand sich praktisch seit Ende des 2. Weltkriegs in andauerndem Bürgerkrieg wechselnder Intensität. Nordvietnamesische Truppen strömten seit Anfang der 60er langsam aber stetig in den Süden um die Revolution zu unterstützen. Die Amerikaner haben sich Mitte der 60er Jahre stark eingemischt und die Antikommunisten militärisch unterstützt. Aber als Aggression gegen einen Staat kann man das eigentlich nicht sehen. Zumal Ziele im Norden erst angegriffen wurden, nachdem der Konflikt im Süden bereits völlig eskaliert war.
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    • Sunking_Randy_XIV. 20.08.2017 15:45
      Highlight Ja, wahrscheinlich war alles nur ein Missverständnis und die Amis haben eigentlich Düngemittel für die landwirtschaftliche Entwicklung und Lebensmittelpakete abwerfen wollen. Waren wohl nicht die USA, die bis zu 750'000 KambodschanerInnendurch Bombenangriffe getötet haben und mehr Bomben über Laos als über jedes andere Land abgeworfen haben. Und in Nordvietnam waren sie ja nur, um die Freiheit zu verteidigen, also im Sinne eines präventiven Verteidigungskrieges..
      Südostasien ist eines der übelsten Kapitel der US-Aussenpolitik, wo liegt das Problem, dies als Angriffskrieg zu bezeichnen?
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    • LeChef 20.08.2017 16:38
      Highlight Nein, die USA waren nie in Nordvietnam. Die Angriffe erfolgten aus der Luft und vom Meer her. Bodentruppen waren immer nur südlich der 17. Breitengrads (der Staatsgrenze) und sollten das Eindringen der Nordvietnamesen verhindern. Das gelang offensichtlich nicht, weil die NVA Kambodscha und Laos als Transitgebiet und Rückzugszone nutze konnte. Deshalb die Bombardierungen westlich von Vietnam. Den USA ging es darum, Südvietnam zu halten, nicht Nordvietnam einzunehmen. Tatsächlich war Nordvietnam genauso "Aggressor" (oder eben nicht Aggressor), weil sie in den Bürgerkrieg eingriffen.
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    • Toerpe Zwerg 20.08.2017 16:57
      Highlight Weil es keiner war.
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    • Sunking_Randy_XIV. 20.08.2017 17:39
      Highlight Was spielt es für eine Rolle, woher die Angriffe erfolgt sind, entscheidend ist, dass es sie gab. Die Teilung Vietnams war ohnehin ein koloniales Relikt und für die Viet Minh nur eine kurzfristige Option. Sie haben aber zuerst auf politisch Weg versucht, die Wiedervereinigung herbeizuführen, wurden ja aber dank den USA und ihrer im Süden installierten Diktatur zu tausenden ermordet. Insgesamt aber eine gigantisches Eigentor für die USA, erst durch das Eingreifen der AmerikanerInnen erhielten die sozialistischen Bewegungen in Südostasien den nötigen Massenzulauf, um sich durchzusetzen.
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    • Toerpe Zwerg 20.08.2017 20:56
      Highlight Teilweise stimmt es, was Sie schreiben. Trotzdem ist es bemühend, ständig und überall, wenn es um Kriege der USA geht, vom "Angriffs"krieg zu sprechen. Stimmt halt meistens nicht.
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    • Hierundjetzt 20.08.2017 21:58
      Highlight Was Toerpe sagt. Zum Vergleich, Russland hat in Teschtschenien und in Georgien einen Angriffskrieg geführt. Sudan im Darfur, Burundi in der SRK und Saudi Arabien im Jemen. Die USA in Kuweit / Irak und Japan in Pearl Harbor
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    • Hussain Bolt 20.08.2017 23:57
      Highlight Deine ersteren Beispiele sind vollkommen falsch. Russland hat im Tschetschenien Krieg auf die Angriffe der Rebellen reagiert. Es ist übrigens das Territorium Russlands, wie hätte die Schweiz reagiert wenn Tessin mit Gewalt die Unabhängigkeit erklärt hätte? Ähnlich beim Sudan, Darfur ist das Territorium des Sudan man kann das eigene Territorium schlecht angreifen. Der Rest stimmt.
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    • Sunking_Randy_XIV. 20.08.2017 23:57
      Highlight @Toerpe - Danke, ich habe es zwar sonst noch nirgens geschrieben, aber es sind eben meistens Invasionen oder Angriffe mit den USA als Aggressor. Natürlich kann man das ganze aus ihrer Sicht betrachten - die Amis haben sogar die Invasionen in Lateinamerika, etwa gegen die SandinistInnen teilweise als präventive Verteidigung verkaufen wollen. Ich bashe die USA nicht aus Prinzip, aber ich finde es auch bemühend, dass es noch Leute gibt, die die Aussenpolitik der USA während des Kalten Kriegs unhinterfragt widergeben. @Hierundjetzt, Ja, stimme dir überall zu, die anderen sind keinen Deut besser.
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  • .:|HonigTroll|:. 19.08.2017 19:13
    Highlight Und umso danebener wenn CH Politiker wie Hess von "Negern" heute noch reden. Die haben einfach null und nix begriffen.
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